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TAKTISCHE UND
OPERATIVE
BETRACHTUNGEN
ÜBER DIE...
Casimir Lütgendorf (Freiherrn
von.)
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©arbarlj (tollzQt ILtbrarn
FROM THR FUND OF
CHARLES MINOT
Olass Ol 1888
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U /
Aber die
OFFENSIV-OPERATION
des
FM. Grafen ßadetzky
von Ende Mai bis Anfang Juni 1848.
Von
Casimir FreiheiTn Yon Ltitgendorf,
Hi^or dM k. o. k. OenerkUtabi-Coipt.
WIEN.
Verlftg von L. W. Seidel & Sohn, k. und k. Hof-Bnehh&ndler.
1898.
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eil. R«lia«r fr M. Wortlmer.
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VORWORT.
AVir feiern das 50jährige Regierungs -Jubiläum unseres
allergnädigsteu Kaisers und Königs. 50 Jahre sind verstrichen,
seit nnser oberster Kriegsherr als schmncker, kaiserlicher Prinz
bei der Armee Radetzkys geweilt nnd Zeuge eines Theiles jener
genialen Operationen war, die der greise Feldherr mit seinem
weitblickenden Generalstabs-Chef FML. von Hess entworfen und
mit Consequenz (iurchgt'führl iiat.
Möge die Besprechung der Mincio-Operatiouen des Feld-
marschalls uns wieder an die Ruhmestage der Armee erinnern,
und uns wieder vor Augen füliron, dass es gar nicht uothwendig
ist, immer und immer den Feldzug 1870/71 zu bewundem, in
welchem eine an Zahl überlegene Armee mit großartigem Glücke
einem inferioren Gegner gegenüber gekämpft bat, während im
Jahre 1848 die schwache Armee Radetzkys mitten in einem
von der Bevolution durchwflhlten Lande der tapfern, an Zahl
überlegenen piemontcsischen Anuoe eutgegentreten musste und
dennoch als glanzvoller Sieger hervorgieng. £s ist dies umso
bewunderungswürdiger, als die Armee höchst mangelhaft organi-
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siert war, ein Drittel derselben ans Soldaten italienischer Nation
bestand, die Festungen nicht erhalten, die Trains sehwerf&Uig
waren. Alles dank der damali^^^eii Hegieiuiig, die weder Ver-
ständnis für die italienischen Verhältnisse hatte, noch das nöthige
Geld bewilligen wollte, trotzdem der Feldmarschall wiederholt
auf diese T beistände in eiDdringlichster Weise aufmerksam machte
und Abhilfe erbat.
BKC^^N, September IHM.
Casimir Freilierr Ton Lfltgendorf,
Mi^or des k. n. k. 6«iiera]tta1>s*Coiiw«
Benützte Quellen:
Hiileprandt Anton v., IIaui»tiri;inn im k. k. litueialstabe, Der Fi-ld/.ug in
Oberitalien 1848. (Separut- Abdruck der österreicbisclien militärischen
Zeitschrift, 1862—1867.)
Willisen, Der italienische Feldzug 1-S48.
Bava, Birielit über ä\f Oiicratinnon im loinbardiselien Feldzage. — Der Feld-
zug der österreichischen Armee im Jahre 1848.
Sohunhals, Krinnerungen eines österreiobisehen Veteranen ans dem italieni-
scheu Kriege 1848 und 1849.
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Sinleitimg.
Verlauf des Feldznges rom Kflckziige Radetzkys
aus Mailand nack Verona bis Mitte Mai.
Am 22. März marschiert ßadetzky mit dem 1. Corps —
circa 18XIÜ0 Mann — aus dem in vollem Aufstaude befindlichen
Mailand vorerst an die Adda nach Lodi ab.
In dem diesbezüglichen Armee-Befehl Badetzkys vom
22. Mai heißt es:
„Mangel an LebcnsmiUeüi und die Gefahr, Ton einem
treulosen Nachbar im Bücken genommen zu werden, nöthigen
mich, eine kurze rOckgangige Bewegung zu machen, um mich
den Streitkrfiften zu nfthern, die zu meitter Feretftrkung im An-
züge sind.**
Dort angelangt, entschließt er sieh auf die Nachricht von
der Erhebung Venetiens zum weiteren Rückmarsch vorerst hinter
den Llüese, dann weiter nach Verona, wo er antaugs April ein-
trifft, um sich mit dem 2. Corps zu vereinigen, das, circa 15.000
Mann stark, sich daselbst ('(jueentriert hat.
Der Armee-Befehl aus Verona vom 3. April sagt unter
anderem :
.Der Mangel aller Bedürfnisse, die der Krieg erheischt —
in unserem Bücken durch einen wortbrüchigen Bundesgenossen
bedroht, sind wir bis hieher zurückgegangen. Aus höheren Bttck-
siehten der Kriegskunst bin ich als General gewichen, nicht Ihr ! —
Ihr wäret nicht besiegt, Ihr selbst wisset es, dass Ihr auf allen
Punkten — wo Ihr erschienen, Sieger geblieben. Soldaten I Ver-
Ldtgendorf, OffenaU'-Operation. 1
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trauet mirt wie ieh Euch vertraue ! Bald werde ieh £uch wieder
TorwSrts fahren, um den Venrath und Treubruch zu räeheD, den
man an Euch begieng."
Hier fasst er, wie aus seinem Armee-Befehle ersiefatlieh,
den Operations-Plan, das vom Isonzo heranrückende Beserre-Corps
abzuwarten und dauu erst zur Oflfensive überzugehen, bis dahin
aber sicli im Festungs -Viereck oder doch bei Verona behaupten.
Karl Albert überschreittt am 2i^. Miirz mit der piemontesi-
sehen Armee den Ticino, fulgt alter nur laugsam nach, so dass
er erst am il April am Mincio anlangt.
Erwusste, dass Kadetzky bei S. Lucia, westlich Ton Verona,
im Lager stehe, dass eirea 5000 Mann bei Pastrengo sur Ver-
bindung mit Tirol und zur Sicherung der rechten Flanke standen,
und dass in Peschiera und Mantua dsterreichische Garnisonen waren.
Karl Albert entschließt sieh daher, am 30. April die isolierten
Truppen bei Pastrengo anzugreifen, drängt sie zurück und wird
Herr des Plateaus von Kivoli sowie des Hügellandes von Gustoza.
Er will sich nun dort festsetzen, die kaiserliche Armee nach
Verona iiineinwerfen und dann weiter über die Ktsch vordringen.
Er greift infolgedessen am 6. Mai die österreichische Aufstellung
bei S. Lucia an, wird aber in diesem Gefechte vollkommen
geworfen. Es kämpfen 19.000, später 25.000 Österreicher gegen
41.000 Piemontesen.
Karl Albert fällt darauf in die Defensive und begnügt sich
mit der Belagerung von Peschiera und der Beobachtung von
Mantua.
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Sie Zeit vom 7. Ms 27. Mai.
Sti*ategisclie und operative Situation der
Armee Sadetzkys.
Die geringe Streiterzalil, wnlcbe dem Feldmarscliall in
Venetien zur Verfügung stand, Latte keine Verfolgung des Sieges
von S. Lucia gestattet und beschränkte die österreichische Armee
auf die Defensive, in welcher sie nur unwesenthche Störungen
erfuhr, da die Piemontesen der Befestigung ihrer Stellung und
der Belagerung tod Pesehiera ihre volle Thätigkeit zuwendeten.
Durch Streifcommanden wurden seitens der kaiserlichen
Armee Lebensmittel ftlr Mantua, Verona und Legnago requiriert,
die feindliche Aufstellung erforscht und Insurgenten-Abtheilungen,
welche die Zufuhr abschneiden wollten, vertrieben.
Mantiia war bis Mitte Mai in \ orllieidigungsstand gesetzt;
desgleichen die kleine Festung Legnago.
Peseiiiera. welche .seit 27. April ganz eingesclilosseii war.
als Besatzung H Compaguien Grenzer, "4 Escadron, TU Artille-
risten, 150 Geschütze — zusammen 1500 Mann — nnd genügend
Munition, aber wenig Vorräthe an Lebensmitteln hatte, bildete
das Tortheilhaf teste Angriffs-Object der Piemontesen.
In Verona war unter der unmittelbaren Einwirkung des
Feldmarschalls die Armierung am 15. Mai soweit gediehen, dass
302 Geschfltse auf dem Walle und 17 in Reserve aufgestellt
waren; die Vertheidi^unirs-InstandsetÄung wurde eifrigst fort-
gesetzt. Die Stellun,2r am Rideau war durrli iStialien-Absprenguni»,
Verhaue und durch Einrichtung von Gehöften zur Veitheidigung
thunlichst verstärkt worden. Überdies wurden 5 Kedouten und
2 kieiae Zwischenwerke aufgeworfen.
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Auf die Ausrüstung der Armee, ßeschaffiing der
Batterie -Bespannungen, Zusammenstellung kleiner MunitioDs-
Beserven, Verminderung der Bagagen, Entfernung der eigenen
Fuhrwerke, endlieh besonders auf die Verpflegung der Armee
verwendete Badetzky eine besondere Sorgfalt.
Im Hauptquartier Badetzkys traf am 13. Mai als General-
8tabs>0hef der Armee FML. t. Hess ein, den sieh der Feld-
inarschall erbeten und der das vulle Vertrauen der Armee besaß.
Südtirol, wo FML. Grat" Ijielino wsky coramandierte, war
das AngrilTs-Objei't der lornl)ardisclien Fri'iscliaren und der vene-
tiauisehen Insurgenten, welche über das Stiltser .loch, ül)or den
Tonale -Pass, im Chiesethaie, dann durch die Val Arsa, Astico,
Assa und Sugana vorzudringen versuchten.
Ben Gardasee beherrsehten zwei armierte italienische
Dampfschiffe und veiiiinderten den Proviant-Zuschub nach Pes-
chiera auch zn Wasser.
Die fortdauernde revolntionftie Stimmung in SQddeutschland
und die politischen Flüchtlinge in der Schweiz venirsacbten eine
solche Uedtohnng von Nordtirol, dass Radetzky nur auf die
wenigen Truppen, die im Kt^chttiale und in Rivoli unter Com-
mando des Obersten Zobel zur -kung der Hauptverbindungs-
Linie standen, zu seiner Yerfüguug rechnen konnte.
Über die Armee Karl Aiberts dürfte Radetzkv
im allgemeinen etwa (wie in Beilage 1 dargestellt ist)
orientiert gewesen sein:
Darnach konnte die Hauptkraft des Gegners, die Division
mit circa 11.000 Mann gerechnet, 55.000 Mann statt sein.
Die toseanisch-modenesisehe Division, mit 7000
Mann am Oscae, stand in der Linie Ourtatone-Montanara. In
dieser Linie waren die beiden Orte befestigt und überdies an
günstigen Punkten Versehanzungen aulgeworfen. Hei Governolo
speeiell stunden niüdencsisehe, bei (ioito neapolitanische Truppen.
Lom bardische Frei sc hären, circa 5 — 6()00 Mann,
befanden sich theils im Val Teiina, Camoniea und im Chiesethaie.
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Ordre de bataille und Disloeation
der für eine Offensive Ende Mal verfügbaren Kräfte.
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Rivoli
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Eine päpstliche Division von mindestens 1 1 .000 ^lann
stand in Vincenza, das in Vertheidigungsstand gesetzt war.
Diese Division dürfte durch die am ^4. Mai erfolgte ßeschiellung
durch das vom Isonzo gekommene Corps Badetzkys dermalen
ziemlieh eiogeschaehtert sein.
überdies war dem Feldmarsehall bekannt, dass im Laufe
des Mai bei den Piemontesen Ergänzungen auf den Kriegsstand
eingetroffen waren und dass die Aufstellung^ im Hügellande
westlich von Verona seitens der Piemontesen technisch verstärkt
wurde.
Die Festungen hatten ihre eigenen Besatzungen.
Pesehiera Warans Maugel an Verpflegung dem Falle nahe.
In Verona traten Verpflegsschwiorigkeiten auf, in-
dem nur mehr die Vorräthe für die Armee auf wenige Tage
reichten. Das insurgierte Gebiet östlich von Verona war reich an
Bessourcen.
Im Yenetianisehen befand sieh noeh das 2. Beserve-
Corps, welches alle zur Sieherung der Nachsehubslinie in diesem
Gebiet zuraekgelassenen Truppen in sich fasste und die zur Ter-
stftrknn)^ noeh heranmarsehierenden Heerestheile an der Piare
zu sammciu hatte.
Beui'tlieilung der Situation gegen Ende Mai
im Armee-Hauptquartier.
Tom 27. Mai an stehen circa 48.000 Mann für die weiteren
Operationen im freien Felde zur YerfOgung. Von diesen sind circa
40.000 um Verona ooncentriert, 2300 bei Bivoli und 6000 in
Mantua. Geguerischerseits befinden sieh im Hfigellande von Verona
circa 53 — 56.000 Mann, woron ein Theil die Festung Pesehiera
eingeschlossen hat. Am Osone stehen circa 7000 Mann zur
Beoljachtung von Mantua. Im ganzen 03.000 Mann gegnerischer
Kräfte, mit denen gerechnet werden musste.
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Auf den östlichen Verbindungen der Armee in Vicenza
stehen etwa 11.000 Mann päpstlicher Truppen unter Duraudo.
Die Verpflegsschwierigkeiten in Verona, die kritische Lage
von Peschiera, das defensive Verhalten der Armee Karl Alberts,
die sieh seit dem Gefeehte von S. Lucia auf die EiDschließung
von Pesehiera und Beobaehtnng ?oii Mantua, dann auf die tech-
nische Verstfirkung des Ostrandes toiu flQgellande beschränkte,
endlich das gehobene moralische Element im kaiserlichen Heere
waren bestimmend för eine Offensiv-Operation.
Diese kann gegen die westliche oder östliche Kraftgruppe
des Gegners gerichtet werden.
Der westliche Gegner ist näher, datu bedeatend stärker,
daher auch gefährlicher. Der thunlichst baldige Entsatz der hart^
bedrängten Festung Pesehiera ist sowohl der strategischen Wichtig-
keit wegen, welche dieser Platz als doppelter Brflckenkopf am
Mincio besitzt, als auch deshalb geboten, weil der bei dem Mangel
an Lebensmitteln sonst voraussichtlich baldige Fall der Festung
für die Piemontesen großen moralischen Wert gewinnen könnte.
Der Gegner in Vicenza scheint durch die Beschießung am
24. Mai noch so eingeschüchtert zu sein, dass eine Offensiy-
Unternehmung desselben dermalen noch nicht zu erwarten ist.
Eine Offensive der kaiserlichen Armee gegen die Kräfte bei
Vicenza eröffnet ihr die dringend benötbigten reichen Hilfsquellen
des Landes, nähert die Armee den anrückenden Verstärkungen,
gestattet mit l 'berh"?geniieit aufzutreten, überläset aber die Festung
Peschiera für die nächste Zeit vollkommen ihrem Schicksale und
bietet der seit (>. Mai passiven geguerischen Hanptkraft Gelegen-
heit zu einer für die eigenen Armeen gefährlichen Oilensive über
die Etscb.
Aus diesen Erwägungen resultiert der
EntschluBi,
„vorerst eine ITnternehmuDg gegen die westliche feindliche Gruppe
mit dem Hauptzweck ,Entsatz von Peschiera', da ein entscheidender
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Erfolg bei dem noch Torhandenen MissTerhftltDis der beideneitigea
Kräfte (45.000 gegen 63.000) nieht gehofft werden konnte".
Erwägungeu über Art der Dui'cMtllu'img
dieses EntscMusses.
Diese Operation kmu auf drei Arten durchgefQhrt werden.
a) Verbrechen der eigenen Armee zwischen dem
Gardasoe und der Etscb. Sie greift damit direct den pit iijoutesi-
sclieii linken Flügel an; die, üpiTationsricIitung fiilirt uline be-
deuteuden Umweg ini Anschlüsse an die (iruppe Zoljel gegen
Peschiera. Diese Operation ist aber vom Feinde leicht zu hindern,
da Pastrengo und Piovezzan sich in dessen Händen befinden.
Die eigene Armee mtisste auf der einzigen snr Verfügung stehenden
Straße auf dem linken Etsehufer, welche« von den Piemontesen
in der Strecke zwischen Arce und Ponton vollkommen beherrscht
ist, bewegt werden, der Etsehttbergang mfisste bei oder nördlich
von Gajun erfolgen. Die Entwickluug der Armee mfisste voraus-
sichtlieh angesichts der mittlerweile leicht vereinigten Armee Karl
Alberts erfolgen, die Armee müsste mithin unter sehr schwierigen
verlustreichen Kämplen ihre Aufgabe zu lu-sen versuchen.
b) Directer Vorstoß der A rmee in kürzester Richtung
von Verona gegen Peschiera. Es ist dies ein Durchbrueh mit
der Direction auf die Höhen von S. Giustina-Sona, die stark be-
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setzt und technisch verstärkt sind. Diese üüternehmuiii' wird nur
mit bedeutenden Oy^aru, aber wahrselieinlieli in kurzer Zeit aus-
zuführen sein.
c) Eine UmgehuDg des rechten Fifigeis der feind-
lichen Hauptkraft. Dieses Unternehmen verlangt ein Zurflck-
lassen starker Krftfte hei Verona, mithin eine Schwächung der
eigenen Uaupikraft. Ein directes Zusammenwirken mit der Gruppe
Oberst Baron Zobel ist aasgeschlossen. Deren Abgang bei den
Operations-Trnppen kann aber dadurch beglichen werden, dass
ein gleich starker Theil der IJesatzung von Muntua an diese
lierangezogen werden kann. Hei diesem ünternebmen könnten
auch alle durch die Festungsgruppen gebotenen V ortheile sorg-
fältigst ausgenützt werdeo.
Durch diese Umgehung der feindlichen Hauptkraft können
die am Osone befindliehen Streitkräfte mit bedeutender Überlegen-
heit angegriffen und geschlagen werden, dann das feindliche
Heer zu einer Schlacht unter ungünstigen strategischen Ver-
hältnissen gezwungen, vielleicht auch geschlagen oder doch zur
Aufgalje der Belagerung von Pesch iera verleitet oder, wenigstens
Kräfte derart von diesem Platze abgezogen werden, dass es den
bei lüvoli stehenden Truppen Zobels möglich wird, Lebensmittel
in die Festung zu schaffen und dadurch die Besatzung vor baldiger
Übergabe zu bewahren.
Diese Art der Unternehmung ist der entschiedenste stra-
tegische Angriff auf die einzige Rückzugs- und Verbindungs-
Linie des Gegners, wobei die eigenen Verbinduagen auf Mantua
führen und daher gedeckt sind,
Auf'h wahrt sich das Armee-Commando dadurch noch immer
die Möglichkeit für den Fall, dass die Pieraontesen ihre Überzahl
richtig verwenden, und dadurch Peschieras Entsatz hindern würden,
den bereits früher (24. Mai) gefassten Entschloss durchzuführen,
nämlich unter dem Schutze von Mantua und der Festung Verona
als Drehpunkt rasch sieh auf den östlichen Qegner zu werfen,
die dortigen Streitkräfte zu vernichten, dadurch die Verbindung
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mit dem 2. Reserve-Corps zu eröffnen und erst später, nach
Erlangung des übergewiclites über die feindliclie Haupturinee,
eine entscheidende Offensive gegen diese zu führen.
Hieraus resultiert der
„Durchführung der Offensive über Mantua''.
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Die Offensive über lantua.
27. M&L
Erwägungen für die Durchführung dieser
geplanten Offensive.
Das geplante Untemebmen ist eine einfache strategische
Umgehung des feindlichen rechten Flügels, der näher den Ver-
büidungen liegt
Sie umfasst im allgemeiaen 1. die rasche und geheim durch*
geführte Umgehung aulJerhalb des taktischen Schlagbereiches,
2. gleich nach der Umgehung den taktischen Schlag, damit der
Feind keine GegenmaOregeln treffen kann.
Der 1. Theil besteht daher in einem Flankenmarsche nach
Mantiia.
Die Durchführbarkeit und das Gelingen desselben sind im
allgemeinen an folgende Bedingungen geknüpft:
a) au das Vorhandensein eines entsprechenden Communi-
cafions-Netzes, und zwar eines solchen, wie es zur Bildung eines
kampfbereiten Echiquiers erforderlich ist;
h) an das Gelingen der Täuschung des Feindes durch
Demonstrationen an entfernten Punkten und durch eine fiber-
rasehende, möglichst verdeckte Ausführung des Marsches, um
die Vortheile, welche mit dem FUnkenmarsche angestrebt werden,
zu realisieren, bevor noch der Gegner Gegenmaßregeln treffen kann.
Von Verona führen in südwestlicber Richtung genügend
viel Gommuüicatiouea mit Bezug auf die aus 6 sckwacben Corps
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1^
bestehende Ariiioe. Sie fiiliroi! in der kürzesten Ixiohlniiir auf
Mautua, dabei aber verbilltnisniäßig nahe an der gegnerischen
Aufstellung vorüber. Abgesehen von dieser kürzesten Richtung
Jieße sich die Armee auch noch Etsch abwärts über Legnago
und Yon dort aaf mehreren in westlicher Biehtung führenden
Conmmnieationen nach Mantua versehieben. Das Verschieben
könnte in diesem Falle thimlichst gedeckt mit mehr Sicherheit
erfolgen, dauert aber Iftnger, kann daher leicht verrathen werden,
während die Verschiebung in der ersteren Biehtung kOrzer, aber
gefährlicher, daiier kühner ist.
Diese Erwägungen, dann das passive Verhalten der Armee
Karl Alberts führen zur L)urehfnhrui!g des kühneren Entschhisses.
Demonstrationen zur Täuschung des tiegaers können am
besten auf dem eigenen rechten Flügel durch ein energisches
Vorgehen der Brigade Zobel stattfinden. Diesen hafttt alier der
Nachtheil an, dass diese Kräfte verhältnismäßig sehr sehwach sind.
Wahl der Marschlinien:
a) Strafie über Tomba, Vigasio, Gastel Belforte znr LOnett«
S. Giorgio, dann nördlich durch die Gitadelle nach Mantoa;
h) Chanssee ttber Tombetta, Isola della Scata, dann Straße
tiberErbe, Castel d'Atiu. Stradella, südlich vom früher erwähnten
Werke vorbei nach Mantua;
c) die Chaussee über Tombetta nach Bovolone, dann Stralle
nach Nogara, Gaste! d'Ario in die sub h) genannte Straße oder
über Garzedole nach S. Giorgio, oder eventuell dermalen, wenn
hergerichtet, über den Eisenbahndamm nach Mantua.
Flankendeckung. Diese besorgt bei einem solchen Marsche
im allgemeinen die äußerste Truppen-Crolonne, die ttbrigenColonnen
müssen in einer entsprechenden Kampfbereitschaft marschieren
und dOrfen nur mit den nothwendigsten Trains und Anstalten
dotiert sein (Detail siehe Oolonnenbildung).
Antritt des Marsches. Dieser Marsch soll, wie erwähnt,
geheim durchgeführt werden. Hiezu eignet es sieh am besten,
den ersten Theii des Marsches als Nachtmarsch durchzuführen.
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13
Dazu kommt noch, dass das Bereitstellen der Trappen am Abende
gar nicht auffallend ist, da ja um diese Zeit gewdhnlteh die Ab-
lösung der Vorpofiten stattfindet.
Oolonnenbildttiig. Mit Boeksiebt «if einen Abmarsch bei
einbreehender Dankelheit, dann aaf die Iftngste Boote wird die
GaTallerie-Truppen-DiTision des 1. Beserre-Corps am besten anf
die östlichste Marschlinie verlegt, wahrend die öbrigen Truppen
und Anstalten auf die beiden andern Marschlinien uufziitheik ii sind.
Die Colonnen müssen in einer entsprechenden Kampf-
bereitschaft imiLschieren, weil es nicht ausireschlosseii ist, dass
der Gegner den Abmarsch erkennt oder erfahrt und ihn zu stören
yersucht. Diese Kampn)ereitschaft wird erreicht, indem die dem
Feinde zunächst befindliehe Colonne — etwa das 1, Corps —
echellonartig von einem westlieh einmfkndenden Wege zum andern
vorgeht» oder aber, indem namentlich während des ersten Theiles
des Marsches eine Flankensicherung vom Bideau von Verona
Qber Isolalto nach Yigasio dirigiert wird, was nur bei einem
äußerst lässig betriebenen Stehenings> und Anfklänings-Dienste
seitens des Gegners — wie es thatsächlicli (iurch die lange Un-
thätigkeit im Hügellande der Fall war — raihsam erscheint.
Die 3. Colonne mnss von Nogara aus eine Flankensicherung
links gegen die bei tiovernolo befindlichen gegnerischen Krätte
ausscheiden.
Die Hauptkraft, also das 2. Corps, dann die Infonterie-
Truppen-Division des 1. Beserve-Corps und der BrfickeDtram
könnten auf der 2. Marsehlinie vorgehen.
Kampfbereitschaft Um f&r den BVill eines Kampfes
während des Flankenmarsohes günstige Verhältnisse für den
Aufmarsch nach rechts «u schaffen, also ein thunlichst einfaches
Froiitieren nach rechts zu ermöi^lichen, ist es am zweckmäßigsten,
den Marsch stat^elförmig anzuordnen. Maßgebend hiefür sind die
gegnerische Situation, die ColoanenKlngen, die Aufbruchstnnden.
Die gegnerische Situation erfordert bei einem ZusammenstoÜe
rasche Entwicklung mit thnn liehst starkem rechten Flügel; daher
Abmarsch in Staffeln links rückwärts.
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14
Für die Lüiige der Coloiinen ist luaßgebuiid, welche Trains
bei den einzelnen Colonnen eiugetlieilt sind. Sie nehmen die un-
bedingt nöthigcu Sanitäts- und Muuiüons-Trains, dann den Gefechts-
train mit. Überdies muss das KriegsbrQeken-Material mitgefuhrt
werden, das zur 2. Colonne einzutheilen ist. Der Verpflegs-Tmin
ist nicht mitzunehmen, denn fQr den Marsch naeh Mantoa hat
der Mann die Yerpflegong bei sieh, in der Festung selbst be-
finden sich entsprechende Vorr&the, wenigstens ftlr die aller-
nftchste Zeit. Hat die Armee von Mantna aus den Vormarsch
gegen die Verbindungen des (iegners angetreten und eilt dieser
auf das roelito Mincio-Ufer, iiiii sie zu sehützi.'n, dann ist der
Weg Mantuii-Veronii otTen. und es können die nütliigen VerpÜegs-
vorräthe der Armee anstandslos nachgeschoben werden.
Die Länge der Colonne beträgt daher:
Rechte Colonne (1. Corps) circa 7 km ; Mittelcolonne (2. Corps,
Brttckentrain, Artillerie-Reserve und 2 Infanterie-Brigaden des
1. Beserve-Gorps) circa 18 hn; linke Colonne (GaTallerie-Truppen-
Diviston) circa 4 hm. Durch das gleichzeitige Aufbrechen der rechten
und mittleren Colonne und das um 4 Stunden spfitere Aufbrechen
der linken Colonne, überdies durch das Zurücklassen einer Nach-
hut, die etwa 7 Stunden später den Marsch antritt, ergibt sich
das für den Kampf günstige Staffelveriiahnis.
Rechnet man die Aufbruehsstunde der beiden ersteren
Colonnen mit 8" 30^ abends, so hat die 3. Colonne um 12^ 30^
nachts und die als Ivachhut zurückgelassene Kraft — etwa
1 schwache Brigade — um 3'' 30^ früh aufzubrechen.
Anordnungen für eine lange Rast. Die Marschlängen
betragen fQr die rechte Colonne circa 35, für die mittlere 46, fOr
die linke 58A«i. Von den einzelnen Colonnen sind daher ganz
bedeutende Gewaltmärsche, eingeleitet durch einen Naohtmarsch,
durchzufahren. £$ mfissen daher einheitliche YerfQgungen Uber
eine wenigstens vierstündige lange Rast zuin Abkochen und Aus-
ruhen der Truppen getroffen 'werden. Demnach könnten als Orte
für diese Rast in Aussicht genommen werden: Castcl Belforte lur
das 1. Corps, Gaste! d'Ario für das 2. Corps, Sorga für die lufan-
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15
terie des 1. Reserve-Corps und Nogara für die Oavallerie-Truppen-
Division.
Eintreffen in Mantua. Mit BQcksieht auf den Gewalt-
marsch, die 8ehwierigkeit beim Abmärsche in der Dunkelheit,
die große Vorsicht, mit der der Marsch ins Werk gesetzt werden
müss, kann das 1. Corps in 16—18, die Mittelcolonne in 22, die
rechte Colonne in 22— 2 i Stunden in Mantua eintreffen.
Aus allen diesen Erwägungen resultieren naehlblgende
thatsächlich im Jahre 1848 gegebene
Befelile,
von denen der wichtigste im Wortlaute angofiilirt ist. Dieser passt
mit Ausnahme von durch die Organisation bedingten Details, auch
für die heutigen Verhältnisse vollkommen.
I. Anordnungen f)lr die Bereitstellung der zum Abmärsche
von Verona bestimmten Truppen am 27. abends unter dem Ver-
wände einer Vorposten-Ablösung am Bidean westlich von Verona.
II. Disposition fOr den Abmarsch nach Mantua, nachdem
die oben erwähnten Truppen versammelt waren.
l)iesi^ lautete:
,, Las 1. Corps vntrscJücrt um 8'' HO^ ahetnh aus der Stellung
am Jfideau linls ah, geht über Tomha nach Vir/asio, (lann über
Trevcnzuolo und lioncolcra naeh Castel Belforte, ferner auf dem
Wefjc ron C. Boccabusa gegen das Glacis der Lünette S. Giorgio,
sehne fikt hier westlich ab und rückt durch die Citaddle in die
Festung ein.
Die Dcel'ung der rechten Flanke besorgt eine angemessene
Truppe, welche auf dem Wege Über Cä de Tinaldi und IsolaUa
nach Vigasio vorrückt.
Das 2. Corps, zur selben Zeit aus seiner Stellung am Ixidean
abmarschierend, geht Uber TombettOf Buttapietra, IsoJa dcUa Scala,
Sorge naeh Castcl r7 1 r/o, weiter auf der Straße durch die Lün^U
S, Giorgio nach Mantua.
Vom Beserve-Corps haben dem 2. Corps die Brigade Maurer,
dann der Brückentrain, die Artillerie-Beserve und die Brigade Bath
um 10^ 30' nachts von Porta Nuova aus eu folgen.
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16
Die gesamwit Caväüerie des Jteaerve'Carps rüeM dahinter über
Tmbetta nach JP^ggo, Bovelone nadi Noffara, dann über CasU^ d'Ario
Muir LüneUe 8. Giorgh^
Die Brigade SekuLtig rüclU um MiUemadii eine Äufiidiung
ewisehe» Porta 8, Zeno und Porta Nuova vor Verona, um die
Vorpoeten der dortigen BetaUung nach Umständen zu umUretüteen
und dann der mittleren Oolonne als NaMiä eu folgen.
Lange Bast von 4 8tunden 1, Corps CaM BetfortSf 2, Castd
d^Ärio^ die Infanterie-Brigaden des Beserw-Corps Sorgä, die Ca-
vaUerie desselben Nogara; während derseUten ist eibjmkochen und gu
füttern.
Jedes Corps erhißt eine Sanidits-AhflirUuufj.
Tfj'iii. Mit Ausnahme der Kessel- und 2^icamenten'Wagen
Ao&e» sämmtliche was immer für Namen hab&nden Bagagewagen
gurUchzubleiben.
JEs ist mit größter mHitärisdter VorsuM voreurOdsen, da die
Bewegung der Armee dem Feinde sovid eis möglieh verborgen bleiben
müsse, wenn sie von großem Erfolge sein scU.
Die Car/i/leric des licserLui-Corjx'i hat sich soufohl durch eine
Vorhut, als von Nogara an, mit einer Seitenhut links gu sidtem.
Jedes Corps ist von den Anordnungen für die anderen Corps
verständigt.
Das Armee-Commnndo fo^ dem 2. Corps.^
III. IJeCehle an die Brig-ade Zobel für die Vorrückung im
fiiuklaQgc mit den Operationen der Hauptarmee.
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28. MaL
Situation bei der Hauptamee am 2 8. Mai abends.
Im Laufe des 28. trafen inMantua ein: 1. Corps zwisehen
2^' und nachmittags, 2. Corps um 7** abends, Infanterie des
1. Reserve-Corps, dann Bniekentrain und Artillerie-Reserve
um 10*^ nachts, Cavallerie-DivisioQ des 1. Reserve-Corps nach
10 nachts.
Die Xachhut deriMitteleolonae — Brigade Schulzig — rückte
erst am 29. früh in die Festung ein.
Die Truppen wurden theiis im Innern der Festung unter-
gebracht, theils bezogen sie Freilager am Glaeis der Lflnotte
S. Giorgio.
Der ganze Fiankenmarscli wurde verborgen dnrehgefQhri,
keine feindliche Bewegung wurde bis dahin eonstatieri
89. MaL
Erwägimgen für die Fortsetzung der Offensive
am 29. Mai.
Um die Offensive gegen die Flanke der feindliehen Armee
fortsetzen zu kOnnen, müssen zuerst die am Osone befindliehen
Kräfte vernichtet werden, daher theilen sich diese Erwägungen
in solche für den AngrilT unt' dio to.s<-;inisclie Division am Osone
und in solelie ülier das weitere \'<'rhalten der Armee am 29. nach
der Vernicditung dieser sehwaeheu geguerischeii Krätte,
J-iUtgeadorf, Oä'eMiv-Opemion. 3
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18
a) Erwägungen für den AngrifT auf die toscanische Division.
Der Gegner ist in befestigter 8tellungi eein linker Flügel
lehnt sieh an den Lage Superiore und hat überdies daselbst den
befestigten Ort Ourtatone als Stützpunkt. Der rechte Flügel ist
etwas vorgeschoben und findet seinen Abschluss in dem be-
festigten Moiitanara. Die ganze Linie ist circa 4000* laug und
von GOOU— 7000 Mann besetzt.
Die Aufstellung ist in der Front und auf dem linken Flügel
stark. Der rechte Flügel ist verhältnismäßig schwach, da er durch
ein Vorgehen über Silvestro umgangen werden kann.
Daraus resultiert, dass der Hauptangriff am zweckmäßigsten
umfassend gegen den rechten Flügel gef&hrt wird.
Dieser Angriff muss rasch und mit bedeutender Kraft geführt
werden, damit die Entscheidung möglichst schnell falle und
mit einer vollständigen Zertrümmerung der gegnerischen Krailt-
gruppe endige.
Er muss daher am 29. thunliclist früh Leiiinnen und von
etwa der dreifaclien Übermacht durchgeführt werden.
Das 1. Co) ps und eine Brigade des 2. Corps repräsentieren
etwa diese Kraft.
Die Lösung der Aufgabe wird dann dem 1. Corps-Oommando
übertragen.
b) Erwägungen für das Verhalten der übrigen Theile der Armee
am 29. Mai.
Rechnet man die Aufbruchsstunde der Augrifl's-Trappen,
mit Bücksicht auf den vorangegangenen Gewaltmarsch für die
weiteste Golonne mit ii^ früh, so kann um 8^ bereits das Gefecht
begonnen haben, und aller Voraussicht nach bei entsprechendem
Drucke auf die südliche Flanke der Toscaner in 3—4 Stunden
beendet sein, mithin dieser Gegner bis Mittag gewiss aus dem
Felde geschlagen sein.
Die Aufgabe der Armee ist, mögliclist bald iii der rechten
Flanke der piemontesischen Armee zu erscheinen, um diese an-
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zugreifen, ehe sie ihre Gegenmaßregeln durchgeführt hat.
Daraus ergibt sich, dass es am zweckmäßigsten ist, nocti am
selben Tage th unliebst weit nach Norden vorzurficken.
Es müssen daher die übrigen Truppen (2. Corps und
1. Besenre-Oorps) derart am Vormittage des 29. bereitgestellt werden,
dass sie sich zur Zeit, als die Yerhältnisse am Osone der Ent-
scheidung nahe sind, vom Fort Belfiore in Bewegung setzen können.
Diese Krftfte IcOnnen an diesem Tage ohne besondere An-
strengung der Truppen mit dem Gros der Infanterie den wichtigen
Raum um (ioito erreichen (!'.♦ 1cm von Mautua), während die
Oavallerie-Truppen-Di Vision des 1. Ke.serve-Corps nach Ceresare
vorzuschielien wäre, ura noch am selben Tage diie Aufklärung
von der Flanke und vom Bücken des Gegners aus einzuleiten.
Das 1. Corps Itann bis zum Abend im Baum von Bivalta
eintreffen.
Die am 29. frflh in Mantua eintreffiende Brigade Sehulzig
kann am späten Nachmittage bis Gastellncchio nachgezogen werden.
Durch diese mögliche Gruppierung können am 29. abends
6 Infanterie- und 3 Oavallerie-Brigaden — circa 20.000 Mann —
auf 6 hm Prontbreite bei Goito, 7 hm dahinter 19 000, weitere
3 1cm südlich 4r>U() .Mann sich lieliiiden, wodurch die Armee in
der Lage ist, am .'50. iiuiorlialb von nicht ganz 3 Stunden alle
Kräfte auf einem eventuellen Gefechtsfelde bei üoisto vereint
zu haben.
Inhalt des BefeUs, den das Amee-Coiimiaiido
an das 1. Corps für den Angriff auf die
toscanisclie Division geben könnte.
Der Corps -Oommandant und die Divisionftre werden mit
ihren Generalstabs-Cbefs noch am Abend des 28. zum Armee-
Commandanten berufen und ihnen etwa folc'ender Befehl eitheilt:
„Die Armee set~t nionicn die OffrHs/rr j\J//ir/o auffohis fort.
Vom Gegner haltvu f <rca 7000 Matui die befestigte Sfrlluug
am Osone von Curtatone OiS mischließich Montanara hesttzt.
2*
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Das 1. Corps, dem die Brigade J.iccJttvnstcin (vom 2. Corps)
unterstellt wird, hat unter Festhaltung der gegnerischen Front den
rechten Flügel unifassmd anzugreifen und in der liiciUutig über
(ktpUahlto und < 'astr/lucchio aufzuJdnrvn.
Aufbruch derart, dass um <s'' früh der Angriff' beginnt,
Ge/echtstrain bleibt in Mantna.
Dir stündlichen Situations-Melduttgen treffen mich von 7'' früh
an beim Fort Belfiore.*^
Mögliche Kräftegrui)pierung des 1. Corps zum
Angriff aul (xiimd des supponierten Befelües.
Division FML. FQrst E. Schwarzenberg, yerstilrkt dnreh
die Brigade Liechtenstein (exclusive der 2 Hutaillone des In-
fanterie-Regimentes Nr. 52) festhaltende Frontgriippe (9 Bataillone,
3 Batterien, 1 Escadron); Hiiii[itiiiiiirifls-(inippe Division FML. Fürst
F. Schwarzenberg und Rest der Brigade Liechtenstein (1 1 Ba-
taillone, 3'/, Batterien, 1 Escadron) nimmt die Direetion über
S. Silvestro gegen die rechte Flanke des Gegners; Corps-Cavallerie
— 10 £scadronen stark — gebildet aus den bei den Brigaden ent-
behrlichen Escadronen, begleitet den Hanptangriff in der linken
Flanke und hat in den anbefohlenen Bichtungen au&uklftren.
Antritt der VorrftckuDg derart, dass die Hauptangrifis-Gruppe
circa Standen frQher als die festhaltende Tom Fort Belfiore
aufbricht.
Suppouierte Krältegruppierung zum Angriff
auf die toscanische Dmsion.
(Siehe Beilage 2.)
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Thatsftchliehe Yerfflpngen fttr den 29. Mai
und Ereignisse an diesem Tage.
a) AngrlfT auf die Osoiw-Linie. (Hiezn Beilage 3.)
Feldmarschall ßadetzky hatte in der Nacht vom 28. auf
den 29. den Angriff auf die Osoue-Linie für den 29. in 3 Colonnen
angeordnet, und zwar:
f,l, Cohnne: JHoision F. Schwargeuberg (S\ Bataülomt
1 Eteaänmf 24 Gesehütge) rückt um 6^ früh vom Fori Sdfhre auf
der Chaussee nach CwrtaUme vor.
$. Colonne: Division K. SchwarMenberg und Kriefft'Brildlien-
Egmipagen (4% BaUiüUme, 1 Escadron, 22 Gesi^iUMe) marschiert
vm 8* früh von der Forta Fraddla auf der Straße nach Montanara vor,
3. Colonne: Brigade Liechtenstein (6 BakuUone, V« JEscadron,
6 Gesi^mM) rückt um 9^ firüh von der Foria FradeOa auf der Straße
gegen Buscoldo vott um die feindliehe Stdlung links eu umgehen.
Jede Brigade nimmt nur '/» Escadron mit.
Kesseilwagen bleiben eurHek.'^
•
fr) Bereitetellen der Armee.
Rest der Armee (23^ 3 Bataillone, 38 '4 Esc-adronen, 101 Ge-
öciiüize) hat um 11'' vormittags in Marschijereit.scliaft zu treten.
Brigade Si ml» sehen nimmt bei ( ereso Aufstellung, um die
etwa vom unteru jWLincio zur L'uterstützung der Toscauer herbei-
eilenden Modenesen und Freisebaren fernezuhalten.
c) Verlauf dee Gefechtee ven Curtatene-Moniinara.
üs war ein Frontal-Angriff mit atarkem, rechtem FlOgel auf
eine befeettgte Stellnng, verbunden mit einer weit auagreifenden
Umgehung durch schwache Kräfte.
Die gegen Curtatone vorgehende Division greift gegen 11*"
mit 1 Brigade zuerst Curtatone frontal an und umfasst dann nach
und nach den linken Flügel der dortigen Versehanzungeu durch
Verlängern und Einschwenken der Gefechts -Front (Brigade
Benedels), während die andere Brigade, links von der erwähnten.
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22
zum frontalen An^rrilY ansetzt. Durch den unifassonden Augrifi'
um die Bückzugslinie besorgt, räumen die feindlichea Truppen
endlich um 3** nachmittags ihre Stellung bei Curtatooe und eilen
in wilder Flacht Aber Le Grazie zorQck, rerfolgt durch 1 Bataillon
und 1 Escadron.
Die TStebrigade der 2. Coloone stößt gegen 1 1*^ Tormittags
auf die feindlieben Vorposten, die schnell hinter die Yerschanzungen
von Montanara znrfickweichen. Sie greift den Ort in 3 Colonnen
vergebens an, ualirt iul dir andere iirifrade daliintt r nachfolgt.
Die linke Colonne rückt mit der llauptkraft über S. Silvestro
vor und war Iiis Buscoldo trelaii^t. als ihr der Befehl zukommt,
den Angriff auf Montanara zu uutt rstfitzen, was sie dadurch be-
wirkt, dass sie die V^orrückung über La Santa gegen den Bücken
der feindlichen Aufstellung fortsetzt.
Duroh das Zusammenwirken dieser Colonne mit der Mittel-
colonne, dann durch den Entschluss Benedeks, der nach dem sieg-
reichen Gefechte bei Cartatone den Kanonendonner von Montanara
hdrend, entlang des Osono gegen letzteren Ort vorrflekt, wird der
Gegner auch hier geworfen, ein Theil wird gefangen genommen,
der Rest vt-rsprenü-t.
Die toscanisclit! Division war gegen 4'' naclimiltags so gut
wie vcrnirhtt't. Ihre \'orluste betniireii liber 3'SOO Mann.
Die Modonesen und Freischaren vom untern Mincio blieben
während des Gefechtes unthätig und zogen sich abends über den
Po zurück.
<0 Vormarsch und Nächtigung der Armee am 29. Mal.
Der Ifeldmarschall ließ am 29. mittags die noch in Mantua
gebliebenen Brigaden, Gavallerie- und Artillerie -Abtheilungen
gegen Cartatone und Montanara nachmarschieren. Von den im
Gefecht gestandenen Truppen warde die Division P. Schwarzen-
berg (rechte* Colonne) nach Kivalta — Castelliicchio. die Division
K. Scliw arzenberg (Mittelcolonne) nach Le Croselti', dio Brigade
Liee Ii lenstein (Unke Colonuej über (iabbiaiio nach Ospitaletto
dirig,ieft.
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23
Vom üaeiifolgoiiden Gros der Armee wurde 1 Brigade des
2. Corps zur Unterstützung des 1. Corps in den Raum halbwegs
zwischen Bivalta und Castellucchio Torgeschoben, der Best des
2. Corps nach Gabbiano dirigiert.
Dem 1. Beserre-Gorps wurde der Baum Le Graeie — GurtatoDe
sngewieseD.
Das Detail der Naehtrahestellung der Corps ist der Beilage 4
zu eotnehmen.
Während Kadetzky durch den siegreichen Tag von Curtatone
den ersten Theil seines Operations-Planes glänzend erfüllte, setzte
auch die Brigade Zobel ihre Vorrttckung auf Cisaiio und Calmasino
fort, mnsste aber überlegenen Kräften gegenüber zurückweichen,
und befaud sich am Abende des wieder auf den Höhen von
Cavi^one.
Betrachtungen.
Die aus den Erwägungen flir die Offensive am 29. hervor-
gegangenen Entschlüsse stimmen mit den thatsäehlichen nicht
ttberein.
Wir finden, dass der Angriff auf die toscanische Division
vom Feldmarsehall detailliert angeordnet wurde. Dies, dann die
Verfügung, dass die Hauptkraft des 1. Corps gegen die Front
dirigiert wurde, dann der Befehl, dass das Gros der Armee um
1 P' vormittags in Marschberoitsehaft zu treten hatte, mag seinen
Grund vielleicht darin gehabt haben, dass man beim Armee-
Commando der Ansicht war, der schwache Gegner werde an-
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24
gesichts der ganzen kaiserliehen Annoe keinen nennenswerten
Widerstand leisten. Sollte aljer dennoch ein Widerstand geleistet
werden, so könnte durch das Vorgehen mit starkem rechten Flügel
die toseanische Division in westh'cher Bichtung abgedrängt und
ihr im Vereine mit der Umgehongs-Golonne eine Katastrophe
bereitet werden.
Dass die Einwirkung der Ümgehongs-Colonne nicht ab-
gewartet wurde, hat seinen Grund in dem Thatendurst der FQhrer
der einzelnen Oolonnen des 1. Corps und in der Kampfeslust der
Truppen, die beim Zusammentreffen mit dem Gegner sofort zum
Angritf schritten.
Das Gefecht selbst zeigt in deutlicher Weise den großen
Vortheü der Umfassung beim Angriff auf befestigte Punkte und
gibt ein schönes Beispiel von dem richtigen Erfassen der Situation
durch den Brigadier Oberst Beuedek, indem er, dem Kanonen-
donner nachmarschierend, auch an der £nt8cheidung bei Montanara
mitwirkt.
Die VorrfickuDg der Armee ist nur bis in die Linie Biralta—
Ospitaletto erfolgt, was seinen Grund darin haben dQrfte, dass
das Gefecht erst um 4^ beendet war, dass die durch den Kampf
ermüdeten Brigadr-n an der Spitze der Arniee-Colonuen belassen
wurden, und dass auch das Arraee-Commando wahrscheinlich an
diesem Tage von den Truppen keine grösseren Marschleistungen
verlangen wollte.
Wenn auch dadurch das Gefecht nicht vollständig aus-
gebeutet wurde, so war dennoch der 1. Theil der Operation
Badetzkjs glanzToll erftkllt; die Österreichische Armee war in
einer Frontbreite Ton nur 8 km in die rechte Flanke der
piemontesischen rersetst, hatte deren Überzahl um mehr als
3000 Mann yerraindert und durch den Sieg tou Gurtatone moralisch
auch grofien Gewinn erzielt.
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30. MaL
]? ortsetzuDg der Offensive.
Die Situation der Armee in der Nacht vom 2U. auf den 30.
zeigt die Beilage 4.
Die am Abend des 29. im Hauptquartier eingelangten
Nachrichten über die Bewegungen der feindlichen Haaptkräfte
waren höchst yersohieden und widersprechend; am wahrsehein-
Hehsten schien, dass Karl Albert seine Haaptmaeht bei Volta
vereinigt und nur einen Theil der Armee vorgeschoben habe.
Erwägimgeii im Amee-Hanptqnartier.
Die üngcwisslieit über die Bewegungen des Gegners erfordern
vor allem Aufklärung der Verbältnisse hei diesem und einen
geschlossenen Vormarsch, um bei einem Zusammenstoße mit ganzer
Kraft auftreten zu können, endlich möglichst frühen Aufbruch,
um die Piemontesen noch vor Beendigung ihrer Vereinigung mit
Überlegenheit angreifen ku können, dabei thunlichste Versobleiemng
der eigenen Maßnahmen.
Zur Aufklärung des Gegners und zur Verschleierung der
eigenen Maßuahmeü kann am besten die Cavalierie-Truppen-
Division verwendet werden. Hiebei kann ihr Gros über ßivalta —
Bodigo auf Ceresara dirigiert und die Aufklärung des liaumes von
Goito, Volta bis Oasliglione delle Stiviere übertragen werden.
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26
Für die Vorrückimg der 3 Corps stehen 3 durchlaufende
Marschliaien zur Verfügung:
a) von Rivaita über Saeea — Goito,
h) von Castellucehio übtT ScUgineseo— ßodif^o — S. Maria.
c) von O.spitaletto über Gazzoldo und Solarolo Dach Ceresara.
Als vorläiiligcs Marschziel für die Armee muss die Linie
Ceresara — Goito bezeichnet werden.
Der Aufbruch muss, wie bereits oben erwähnt, möglichst
früh erfolgen. Berücksichtigt man. dass die Truppen am 29. erst
spät nachts auf ihre Lagerplätze eiiigetroften waren, so kaua er
vor ö'^ früh wohl nicht angenommen werden.
Bei der Wahl der Aufbruchstunde muss ferner berOcksichtigt
werden, dass es mit Backsieht auf die beiderseitige Situation am
entsprechendsten ist, wenn die Ooionnen mehr im Staffelverbältnis
mit Torgeschobenem linken FlOgel Torracken. Beehnet man die
Aufbruchstunde des Reserve-Corps, dem die östliche Marschlinie
zugewiesen werden kaiiii, von Le Grazie mit früh, so muss
das 1. Cor[»s vmi Castellucehio um 5^' oO^ das 2. Corps von
Ospitali'tto Spatestens um 5'' früh aufbrechen. Um die.>e Zeit
muss auch die Cavailerie im Vorgehen vor der Armeefront be-
griffen sein, daher um früh Bivalta passieren.
Belastung der Marschlinien: Je ein Corps auf jeder Linie
überdies beim 1. Reserve- und 1. Corps die Artillerie-Beserve
und bei jedem Corps ein Brfiekentrain.
Da au der iMarschlinie des Reserve-Corps aber je eine
Brigade des 1. und 2. Corps sich befinden, so könnte die Brigade
des 1. Corps in der Richtung auf Sarginesco zum Corps heran-
gezogen werden, während die Brigade des 2. Corps dem Reserve-
Corps-Commando unterstellt werden könnte.
Hiedarch würden vorrücken als rechte Oolonne. 13.400, als
mittlere ir).000, als linke 12.50U Maua Infanterie und die 3500
Reiter starke Cavallerie-Truppeu-Division, als dieser Oolonne vor-
geschoben.
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Mögliclie Änordnimgen fbr die YorrfLckimg
am 3U. Mai.
An die 3 Corps uud die Gavallerie-Truppea-DiTision konnte
am 29. abends etwa folgender Befehl ergehen:
,,'N'ach dem Siege von Curtatonc sHzt die Armee die Oß'ensire
gegen die picmontesische Armee fort, die wahrscheinlich mit dem
Gros bei Volta, mit einer vorgeschobenen Gru^>pe bei Goito sich be-
finden dürfte.
Hiegu ordne ich an:
CavcMerie-Truppm'Bivi^tm räckt um 5* früh von BivaUa
über Modiffo auf Ceresara vor, JäM im Saume GoOo — YoUa —
CasUglhne deUe S^ievere auf Es ist in Erfahrung gu hringen, wo
^ch die gegnerische Hauptkraß befindei, hegiehungmeeise ob und in
ißddier Biehtung sie in Bewegung ist.
1. JxPserve-Corps (3 Infanterie-Ii rinatitn) — dem die Brigade
Gyuluy unterstellt tvird — rückt um 0'' früh von Lc Grazie über
Sacca auf Goito vor.
J> Corps r&ekt um 30^ früh von CasteUuechio ilber Sar-
gineseo — Bodigo — 8, Maria in die Gegend westiU^ von Qoito.
Die Brigade Ben^Uk iait in der Biehtung auf Sargineaio her-
aneujüiehen.
2. Corps — e.rchc^irr der Brigade Gyuhvj — ■ rückt um '>'' früh
von OspitaJetto über Gazzoldo und Solarohf nach Ccresara vor und
klärt in der linken Flanke bis an den Chiese auf.
Das Armee-Commando ist bis 7^ frOh in BivaHtaj dann in
Bodigo."
Mögliclie Sitaation um 8^ Mh.
Cavallerie-Tnippea-Division seit 7'* früh bei Ceresara mit
Nachi'iehteü - Detachements und -Patrouiilea hart ain Feinde,
Besenre-Corps bei Sacca, in mehreren Golonnen gegliedert.
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28
1. Corps orreicht den Scoio Caldone bei S. Maria.
2. Corps bei Solarolo.
Armee-Commando iu Bodigo.
Tliatsäcliliclie Verfügungen für den 30. Mai.
Ereipisse an diesem Tage.
Für die \'orriU*kung am 30. wurde seitens des Armee-
Commandos verfügt:
„ 1. und Meaerve-Corps rfidten nach Goiio vor,
2. Corps maraehiert «ac% CeresarOt von wo durch die CavaMerie
Machric^ten Über die feindlichen Bewegungen eu gewinnen sind.
Formterung jntm Vormare^ um 8* 1, Corps hat steft
vorerst in jRmdta eu vereinigen, die Brigade Benedek sodann^ durch
4 Eseadronen JBusaren und die Corps-ChschütM-Beserve verstärkt,
die Vorrüekung Über Sacca jm beginnen.
2. Corps halt sich in CasteUucchio jtu samnidn und dann Über
Bodigo vorgumarachieren.
1. Beserve-Corps hai sich in Bivatta m$ vereinigen.
Bas Ämtee'Conmando gdangt nach Bivalta.
Zwischen den Corps ist strenge Verbindung jbu halten und mit
äußerster Vorsicht xu marsx^ieren.'*
Demgemäß setzten sich die Brigaden am 30. um 8** frtth
von ihren Lagerplätzen in Bewegung, um in BivaHa und Oastel-
luecliio die Marschcolonnen zu formieren. Diese Colounenbildung:
iialiiii mehrere Stunden in Anspnich, so dass die Brigade Benedek
erst um 12'' mittags den bcolo Caldone bei Seite Frati überschritt.
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29
Bas R< >;erve-Corps bewirkte seine Vereinigung erst nach-
mittags bei Kiv^alta.
Vom 2. Corps, das in 2 Divisions-CJolonnen vorrückte, traf
die Spitze der rechten Colonne um 1** nachmittags in Bodigo ein,
während die uukre Division im Staffelverhältoisse Ober Gazzoldo
nachfolgte.
Als der Commandant des 1. Corps aach l*" nachmittags er-
fahr, dass das 8. Corps Bodigo erreicht habe, ordnete er die Vor-
rflckimg auf Goito an.
Um 2'' nachmittiigs stießen die Husaren Bunedeks auf
gegnerische Cavallerie. Bald nachher erfillirt der Coinmandant des
1. Corps die beiläufige Aufstellung der gegnerischen circa 10 bis
12 Bataillone starken Kräfte in der Linie Tezze—Segrada— Goito,
worauf das Corps zum Angriff übergieng.
•Der Kampf währte ron 3*^ nachmittags bis 7^ abends. Der
Corps-Commandant hatte bisher gehofft, das Gefecht bis zam
Eingreifen des 2. Corps halten zn können, umsomehr, als auch
das Beserve-Corps als unmittelbare TerstäriniDg heranrückte. Als
aber beim Einbrechen der Dunkelheit das Erseheinen des 2. Corps
nicht mehr in Aussicht stand, ordnete der Corps-Commandant das
Abbrechen des Gefeclites an, das unbelästigt vom Gegner erfolgte.
Das Reserve-Corps war um naehniiltags auf die Meldung
des 1. Corps über die Anwesenheit sriirkerer feindlicher Kräfte
bei Güito vom Armee-Commaudo zur Vorsendung je einer Brigade
über Sacca und La Motta— Caigole beauftragt worden. Diese
beiden Brigaden kamen aber infolge von Missrerständnissen erst
gegen abends beim 1. Corps an.
Der Best des Beserre-Corps Terbh'eb in Bivalta.
Das 2. Corps langte mit der rechten Colonne, bei der sich
- der Corps-Cbmmandant befand, ohne sich durch den Kanonen-
donner beirren zu lassen, um 4^ 30' nachmittags in Ceresara an.
Die linke Colonne, die beim Passieren von (lazzoldo den
b^innenden Geschützkampf bei Goito vernahm, riu ktc bis Ca dell
Gallo weiter, blieb dort gegen 5^ stehen, stellte Vorposten auf
und meldete dies dem Corps-Gommando. Dieses befahl, sich in
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30
engste Vtrhindiing mit den kämpfenden Truppen zu setzen.
Doch der Abend war angebrochen und das üelecht beendet; die
Division blieb daher stehen.
Situation der Armee um 4*' 30^ naebmittags siebe Beilage 5.
Der Commandant des 2. Corps, in der Meinung, das gegne-
rische Gros stehe bei Volta, hielt sieh nicht berechtigt, von
Oeresara gegen Goito vorzubrechen, machte dem Armee-Gomman-
danten die Meldung, dass seine sehr ermüdeten Truppen der
Bnhe bedfirfen. Sein an diesem Tage besonders heftig auftretendes
Podagra ließ seinen üntcrnehmungsgoist nicht aufkommen.
Alle im Laufe des Tages an das Armee-Commando gericlitete
.Meldungen trai» n zu spät ein, um danach auf den Gang des
Gefeebte.s einen Einlluss üben zu k<»niieii.
1 m b'' abends war die Situation der Armee folgende:
2 Brigaden des ßeserve-Corps im Vorposten-Dienste hart
am Feind bei 8. Maria, beziehungsweise Cagliaria, dahinter das
1. Corps im Baume Sacca, 8ette Frati. Vom 2. Corps eine Divi-
sion bei Ca dell Gallo, Best bei Ceresara.
Gros des Beserve-Corps (1 Infanterie-Brigade und die Ca-
vallerie-DiTision bei Biralta; daselbst auch das Armee-Commando).
Details enthält die Beilage 4.
Betraclitimgen.
Die Verfügungen des Feldmarschalls zeigen den festen Ent-
sehluss des Feldherrn, im gesehlossenen Echiquier den Vormarsch
um 8'' früh in 2 Cülüuneu anzuLreten. Dass er nur in ganz mangei-
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hafter Weise zur Durchführung kam, zeiort, wie schwerfällig der
ganze Apparat des Befehlgebeiis und die ('ulonnenbilduug- war,
wodurcli die Truppen den Abraarscli so s]Ȋt Ix'wirkten. Vielleicht
hätte ein Befehl im Sinne der angenomni* m n J)isposition den
Colonnen-Comraandanten ihre Aufgabe erleichtert und dailurch er-
möglicht, dass die Armee geschiossen in den ersten Nachmittags-
stunden an den Feind gekommen wäre.
Die £reigQis8e am 30. bieten noch eine Menge lehrreicher
Momente, die zu erwähnen gewiss von grofiem Interesse ist.
War man aber die 8itaation beim Gegner nieht im klaren,
dann musste der Feind aufgeklärt werden, hiezu hätte, nach den
heutigen Ansichten, die Oavallerie-Division, die am 29. ohnedies
keine Leistung liinter sich Latte, verwendet werden kömi( n, was
aber nicht geschah, da sie zu jener Zeit vor allein Schlachten-
waffe war.
Auch das Nichtverwenden der Colonnen-Cavallerie zeigt uns,
welchen Nachtheil dies fftr die Ereignisse an diesem Tn^e hatte.
Wäre die Cavallerie, namentlich vom 2. Corps, zum Verbinilungs-
Meldedienst, zur Aufklärung vor der Front und in den Flanken
verwendet worden, so hätte sie gewiss nicht nur den einzelnen
Golonnen, sondern auch der Armee ganz bedeutenden Nutzen
geleistet, ja, man kann mit Bestimmtheit sagen, der Armee einen
glänzenden Sieg verschafft. Dnrch entsprechende Verwendung
im Sieh('ruii«i-s-r)ieiiste hätte der ^larsch der Infanterie lliel^end
erfolgen könm-n. uljiie die Triipjien zu ermüden. Als Vrrhindung
hätte die Cavallerie des 2. Corps iiiren ( ounnandanten rcclit/'.eitig
über die Situation beim 1. Corps verständigen können, durch
Aufklärung der Verhältnisse beim Gegner — wie dies die Armee-
Disposition ausdrücklich verlangte — hätte das 2. .Corps über die
Kräfte bei Goito, beziehungsweise bei Volta, rechtzeitig orientiert
sein können und dementsprechend dann gewiss den Angriff ttber
Gerlungo durchgeführt Hätte die Division Wimpffen, als sie
beim Passleren von Gazzaldo den Kanonendonner bei Goito ver-
nahm, durch Cavallerie sich über die Verhältnisse sofort orientiert,
so wäre sie kaum bei Ca deil Gallo unthätig stehen geblieben.
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32
Aus dem Verhalten der einzelnen Colonnen — Gros des
2. Corps, dann Division VVimpffen — ersehen wir weiter, wie
nothwendig es ist, nicht nur Verbindung zwischen den einzelnen
Colonnen zu halten, sondern auch, wie wichtig es ist, stets iu
Kenntnis über die Verhältnisse bei den Nachbar-CTolonnen zu sein.
Es hätte sich daher als vortheilhaft erwiesen, einen Offieier des
Stabes mit Meldereitern bei diesen Colonnen marschieren au lassen.
Aiieh die Verbindung der Corps mit dem Armee-Com-
mandanten hat an diesem Tagß versagt, da die wenige Meldoogen
derart spftt beim Feldmarschall eintrafen, dass dieser keinen
Einfluss mehr auf das Gefecht ausüben konnte (Ordonnanz-Carse,
Feld-Telfgraphenleilung").
Das Verhalten einzelner Colonnen während des Gelecliles
des I.Corps war — im Gegensatze zu jenem des Obersten Henedek
bei Ciiilatone — nicht entsprechend. VVederdie Division Wimpffen.
noch das Gros des 2. Corps, die Keaatais tlber ein Gefecht des
1. Corps besaßen, haben die Ursache, beziehungsweise die Gefeehts-
lage schleunigst erforscht und ihren Standpunkt sowie ihre Ter-
feigbare Kraft dem 1. Corps mittheilen lassen. Sie versftnmten e»,
durch ihr Hineilen auf das Gefechtsfeld am 30. fOr die Armee
einen glänzenden Sieg zu erringen.
Wenn schon d'Aspre starr an seiner Ansicht festhielt, dass
die Ilaiiptkraft des Gegners bei Volta sich befinde, und es daher
für zwt'ckeiit.spreclii'iKl fand, bei Ceresara zu verbleilten, so kann
der Cülonnt; Wimpffen doch nicht der Vorwurf erspart bleiben,
dass sie den gröbsten Fehler begieng, indem sie unthätig blieb.
Trotz des ungünstigen Ausganges dieses Gefechtes ist die
Situation der Armee am 30. abends günstig, denn 28.000 Öster-
reicher befinden sich auf 74 Quadiatmeile zunächst Goito,
8000 Mann unter d'Aspre stehen in der rechten Flanke der
Plemoutesen und 9000 Mann als Armee-Beserve bei Biralta, nur
7 km hinter dem Gefeehtsfelde.
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31. Mai.
Erwägimgeu und Anordnungeji fttr deu 31. Mai.
Das Gefecht von Goito Ii; t ^lezeigi, dass sicli dem 1. Corps
geo'enüber starke Krül'te lieliiult ii, die zwar gegen die eigene
Arnit'e no'-li kfiiic erl'olgreiclie UÜ'eiisive unlfriielimen konnten,
die aber immerhin das 1. Corps zurückgedrängt haben und in
der nächsten Zeit gewiss weiteren Kräftezuwaehs erhalten können.
Diese Situation heim Gegner, dann der Zweck der begonnenen
Offensive von Mincio aufwärts drfingen za dem Entschlüsse, am
1. Jnni den Gegner bei Goito anzugreifen.
Die beiden im Yorpostendienste stehenden Brigaden sind
hart am Gegner, der seinen rechten Fillgel bis nach 8. Groce
an der Strafie Goito — Gazzoldo vorgeschoben hat. Das 1. Corps
ist hinter der Vorpostenbrigade bei C. Pranchin eng beisammen,
nahe am Gegner: das 2. Corps hingegen nächtigt in zwei etwa
(J km voneinander getrennten J)ivisions-Gruppen, von denen jene
in Ceresara 6 Jon von S. Maria ( Gegend der 2. ^'orp(Jsten-lirig•ade )
entfernt ist; vom Eeserve-Corps ist das Gros noch 7 km hinter
dem rechten Flügel.
Die Armee ist daher noch nieht in einem Echiquier voll-
kommen vereinigt ftir die am 31. anzustrebende Schlacht bei Goito.
üm diese enge Vereinigung zu erreichen, erseheint es am zweck-
entsprechendsten, das 2. Corps mit dem Gros an die rechte Corps-
Gruppe — etwa naeh S. Maria — heranzuziehen, wodurch auch
dieses Corps in sich enge vereinigt wird und in eine günstige
Situation für den boabsichtigteu Augriff gelangt.
LUtgeudorf, Otfeuatv-Operatiuo. 3
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Diese Verciiiig^ung in einem Eehiqiiier i^t aber hier nicht
unbedingt nöthig. Das Gros des 2. Corps befindet sich dermalen
in einer ätißerst günstigen Lage gegenüber den gegnerischen
Kräften bei Goito. Wird das 2. Corps bei Ceresara concentriert
und rOekt es zum Angriff gegen Goito ror, so erfolgt der An-
marsch in getrennten Gruppen, die Vereinigung wird erst
im Kampfe gesucht, eine zu dichte Massierung der Truppen wird
vermieden; das 2. Corps gelangt direct gegen die Flanke des
Geyers.
Als Nachthoil aber zeigt sich, dass es nicht pinz zu-
verlässig ist, dass das '2. Corps rechtzeitig auf dem SchlachUelde
eintrifft, und dass es den gegnerischen Kräi'teu bei Goito die
Flanke bietet.
Hat der Armee-Gommandant auch das Geitihl, dass es hesser
wäre, den am 30. unthstig gebliebenen Corps- Commandanteu näher,
im engen Anschlüsse zu haben, so wird es entsprechender sein,
die Armee vorerst in ein Echit^uier zu vereinigen.
Das Armee- Coramando muss sich auch eine Schlachten-
Beserve ausscheiden. Uiezu steht nur das Gros des £eser?e-Corps
in Bivalta zur TerfQgung. Unter diesen verftigbaren Kräften be-
findet sich 1 CaTallerie-Truppen-Divtsion. Es fragt sich nun, ob
es nicht zweckdienlicher wäre, diese Gavallerie-Masse in einer
anderen Weise zu verwenden.
Da das Heranrücken gefrnerischer Verstärkungen von Vulta
her möglich, die Verhältnisse iiber den Gegner am oO. noch nicht
geklärt sind, ülierdies bei einem Angriffe auf Goito die linke
Flanke des 2. Corps nicht gedeckt ist, so dürfte es von ungleich
größerem Vortheile sein, die CaTallerie-Truppen-Diyision auf dem
linken Flttgel zu verwenden, um die Flanke zu decken und die
Aufklärung in nördlicher und nordöstlicher Richtong zu besorgen,
als sie im Beserve- Verhältnis zurOckzulassen. Man erreicht biedureh
auch, dass die Oavallerie-Division bei einem giflckliehen Ausgange
des (Tefechtes sofort unter den günstigen Verhältnissen verwendet
werden kann.
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Da aber bei dieser Verwendungsart als Armee -Reserve
nur 1 Infanterie^Brigade erübrigen würde, ein ZurüeknehmeQ der
im VorpoBtendienato steheoden Brigadeo unthunlieh ersdieint, so
dttrile es am zweekmiBigsten sein, eine der bei Ck dell Gallo
stehenden Brigaden des 2. Corps zur Armee*Be8enre za. verwenden,
dagegen die Yorposten-Brigade bei S. Maria dem 2. Gorps-Gommando
zu unterstellen.
Als ßaum für diese Reserve scheint die Genend von la Motta-
Fossato am besten geeijrnet, denn sie ist (i;inn aul" dem inneren
Flügel des 2. Corps Ijereit, rasch in einer oder der anderen
Richtung in Verwendung zu treten, namentlieli günstig auf-
gestellt, wenn der üegner bei dem umfassenden Angriff der
Armee einen Gegenstoß gegen die Frontgruppe (1 Corps) ausftihrt.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich far den Fall, dass der
Armeo-Gommandant die engeConeentrierung vor derSehlaeht
beabsichtigt, folgende nur im wesentlichsten angeführte
Arai0e-Bifpaiitiaii:
„Starke feindlicJie Kräfte stehen im Baume S. Croce, C. Fran-
dnn — Goito.
Die Armee hat die Vorposten hart am Gegner, und ewar je
eine Brinndo des Moser ve-Corj^ bei C. Franchin und S. Maria und
steht mit dem 1. Corps bei und südlich von Sacca, mit je einer
Division des 2. Corps bei Ceresara und Ca dell GnUlOt der Best
nächtigt um BiwUta.
Morgen Angriff auf dm Gegner hei Goitol
Eiesu haben um 9^ früh bereiUuskihe»:
1. Corps, dem die Brigade hei C. FranM^ «niertItdU vtird,
ff» Bmme swis^en Seeio CaXdone und dem Mmeio nut dem Gros
in der Höhe wn Sacca.
2. Corps niit den 3 Brigaden hinter der V<n podcn-Brigade
bei S. Maria, die dem Corps-Commo/tdo u/itemtcllt u ird.
Armee-lteserve unter Commando FML. WoeJ/er, 1 Brigade der
bei Ca dell Gallo hcßndlichen Division und die Infanterie'Brigade
aus Bivalta bei La Motta.
3*
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CavnlrrU-Truppen-Dirision hat über liodigo, Ca ddl Gallo
um 9'* bei Ceresara mit dem Gros ei)'T^rf)effenf in der liichtung
über Ctrlun^o und ins Ililffcllnnd von Volta nufTuhh'iren. überdies
während des Än<jriffe8 der Armee die linke Flanke zu decken.
Das Ärmee-Commando ist von Ö* frikh in FossatoJ'
fiadetzkys Yerfagungen für deu 31. Mai
Tormittags.
Der Ausgaug des (iefechtes von Goito veranlasste dea Feld-
inarsrliall Torerst, in der Nacht zum 131. den Befelil zur engeren
Vereinigaog der 3 Corps zu ertheiien, infolgedessen dieselben am
31. mittags nachstehende Aufstellungen zu erreichen hatten.
ftl. Corps. Hauptgumiier Hivälta. Division K. Schwarjtenberg
Sacea, Division Wohlgemuth (statt F. Schtpargehberg) Seite Frati.
1. Beserve-Corps, Hauptquartier BivaUa, Brigade Maurer:
bei C. Franehin mit Vorposten vom Mincio bis mm Scolo Caldone
Brigade Bath: La Motta, Brigade Schulgig: Bivalta, CavaUerie-
Division: Fossato,
Corps. Hauptquartier Caigolo, Division Sdiaaffgotsc^e be
8. Maria am Scolo CaUonCf Division Wimpffen am Scolo GorgcHina
vor Cä deU GaUo.
Ärmee-Commando bleibt in BivaUa.
Der Feldmarschall beabsichtigte, mit diesen Kraltcii am VA.
den PieiiHM;tesen eine Schlacht itei Goito zu bieten. Ein am 31.
vorm in ans eingetretenes heftiges Kegenwetter hinderte jedoch die
Ausführung, da bald alle Wege so aufgeweicht wareu, dass weder
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Greschütze fortkommen, noch überhaupt grössere Truppenmassen
bewegt werden konnten. Um aber Nachrichten über die Truppen-
bewegungen und Absichten des Gegners m erlangen, und um
letztere für ihre Verbindungslinien besorgt zu machen, entsendete
der Feldmarsehall am 31. noch IStreifcommanden, und zwar
eines in der Stärke von 4 Escadrouen nnd 2 Jäger-Compagnien
in westlieher Richtung nach Ceresara, von wo in die Gegend von
Guidizzolo, Medole und Castelgoflfredo zu patrouillieren war, ein
2. Streifcommando nach Ospitaletto, das ttber Gazzoldo, Marearia,
Bozzolo zu streifen hatte.
Betrachtungen.
ßadetzkv coneentriert 43.000 Mann auf engem Baum. 9 In-
fanterie-Brigaden werden in einer Front Ton etwa 2 hm zum
Angriffe massiert, während 3 GaTallerie- und 1 Infanterie-Brigade
im Reserve -Verhältnis zorQckgehalten werden.
Die Lage der Armee ist dadurch sehr günstig. Sie bedroht
die piemontesische Hauptverbindungs-Linie und hat bei einem
ungünstigen Ausgiuiii-e der Schlacht auf einen Tagmarsch die
Osone-Linie und die Festung Mantua hinter sich.
Ein charakteristischer rnterschii *! /wischen der suiniuiiicrten
und der thatsächlichen Bereitstellung Ijesteht in der Verwendung
der Cavallerie-Division. Dass sie bei der Armee-Reserve eingetheilt
wurde, ist ganz erklärlich. Sie war damals noch eine Schlaehtenwalfe
par exeellenee. Eine Verwendung im Aufklärungsdienste, wie mau
ihn heute von der Oavallerie verlangt, gab es zu jener Zeit noch
nicht. Wie in»thwpn(lig Radetiky es erachtete, sich Klarheit über
die gegnerisehen Verhältnisae zu Tersehafifen, zeigt die fiotaendung
ron Streitcommaodeii am 31. nachmittags.
Dass die Armee-Reserve getheilt war, dttrfte darin seine
Erklärung finden, dass der Feldmarseball 1 Brigade zur unmittel-
baren UnterstQtznng des am 30. im harten Kampfe gestandenen
1. Corps, auf der kürzesten Linie Ooito — ^liintua haben wolhe und
anderseits die 4 Brigaden als ßeserve bei La Motla— Fossato stark
genn^^ erachtete.
AuUaliend erseheint nur, dass erst bis mittags die Gruppierung
angenommen sein musste, was aber darin seinen Grund gehabt
haben durfte, dass es Gebrauch war, erst nach dem Abkochen
aufzubrechen und die Coneentrierung f&r das 2. Corps ohnedies
einen frQhen Aufbruch erheischte.
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1. und 2. JunL
Situation der Armee am 1. Juni.
Da am 1. Juni der Begen fortdauerte, blieben beide Armeen
im allgemeinen in ihren Aufstellungen.
Die von deu Streifcuimiiandon im österreicliischen Haupt-
quartier einlaugeudoii Nachrichten giengen dahin, dass die
Piemontesen Glitte Mai eine längs des Po und über Asola
marschierte Verstärkung von 10.000 Mann und 22 Geschützen
an sich gezogen h&tten, dass am 1. über Guidizzolo einige
piemontesisebe Bataillone, ebenso wie die Beste der toseanlschen
Division gegen den Gbiese zurOekgegaogen seien, dass endlich
in Medole Abtheilungen von piemontesischer Cavallerie stünden,
OastigHone delle Stiviere aber noch unbesetzt sei.
Ferner wurde in Erfaliiiing geliraclit, dass pic-niontesisehe
Cavallerienias.seii nach Ceriungo vorgeschoben, einige Fußtruppen
aber auf den üöhen westlich von Volta in Bewegung gesetzt
worden waren.
Am untern Chiese und bei Ganetto wurden st&rkere piemon-
tesisehe Abtheilungen gesehen. Diese Meldungen stimmten mit
den Knndsehaftsnachriehten im allgemeinen Oberein, so dass die
piemontesische Armee auf 60.000 Mann geschätzt werden konnte,
wovon etwa 10 — 15.000 ^lann bei Goito aufgestellt gedacht wurden.
Aus Pesehiera fehlte jedwede Nachricht. Wohl aber waren
Mittheilungen über die in Wien und in den meisten Theilen des
Kaiserstaates drohende Bevolution eingelangt.
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Beurtlieilung der Situatiou und Erwägungen
im Armee-Hauptquartier für den 2. Juni.
Die 43.000 Mann starke Armee steht im engen Baume bei
Getto Tereinigt, während etwa 60.000 Plemontesen mit der Hanpt-
kraft wahiseheinlich um Volta, mit circa 10—15.000 Mann um
Goito sich befinden darften. Mit BOcksieht auf die politische Lage
im Innern des Kaiserstaates kann auf keine, oder doch nur auf sehr
gerinjüre weitere Verstärkungen gerechnet werden, was zu großer
Vorsiciit bei den eigenen Unternehmungen mahnt.
Da die Nachrichten über den Gegner nicht so verlässiich
waren, um einen klaren Einblick in die gegnerische Gruppierung
erlangt zu haben, anderseits aber dies bei dem ungleichen Stärke-
verhältnis sehr erwünscht ist, so muss angestrebt werden, dies
durch eine scharfe Erkundung seitens stärkerer Kr&fte zu er-
reichen. Als zweckentsprechendste Biehtung erscheint jene auf
Ceriuuiio, da dieser liuuiji halbwegs zwischen Volta und Goito liegt.
Zu diesem Erkunden können bei der Anwesenheit starker
feindlicher Kräfte und dem sehr durchschnittenen, bedeckten
Terrain auch nur wieder starke Kräfte rerwendet werden. Hiezu
eignet sich am besten das 2. Corps, als das diesem Baume zu>
nächst befindliche, und das überdies von einem energischen, bei
selbständigen Aufgaben sehr unternehmungslustigen, kriegserfahre-
nen Gorps-Oommandanten befehligt wird.
Wird min dieses Corps hiezu verwendet, so ist es n(>thig,
auch die anderen Truppen der Armee theiiweise zu verschieben,
um eine gesicherte Verbindung mit diesem Corps herzustellen.
Diese Verschiebung könnte am 2. etwa zu folgender Grup-
pierung fähren:
„1. Coiji^ im Jiaionc Sacca — S. Maria.
Ileserre-CoriJS mit 2 Infantcric-Briffadcn uml (Irr Carallrrie-
Truppen-Bi Vision im Itnume Caigole—Cä ddl Gailo, mit 1 Infm-
ierie-Brigade bei Seite Frati.
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41
2. Corps je nach dm Wegverhältnissen (lang andauernder
Regen) der fciwllkhcn Gegemrirlung, beetehungstveise Erlangung
der entsprechenden Daten bei Cerlungo oder westlich davon bis in
die Gegend von Ceresara,*^
Thatsächliche Ereignisse am 1. und 2. Juni.
Kadetzky besehloss, einem erneuerten Aogrifife gegen Goito
am 2., sobald der Regen anfhört nnd dadurch überhaupt größere
Bewegungen ermöglicht sein wftrden, eine scharfe Becognoscierung
nach Gerlungo vorhergehen zu lassen, um sich der feindlichen
EraflveTtheilung noch mehr zu vergewissem. Er Obertrug diese
Aufgabe dem 2. Corps, verständigte davon die Streif-Commanden,
welche ihre Aufgabe fortzusetzen hiiik'u und entsendete noch ein
solches Coramandü von 2 Eseadronen nach Puibaga.
Vom 2. (\)V\)s wurde 1 Division, verstärkt durch 2 Eseadronen.
zur Yorrückung nach Cerlungo bestimmt; die übrigen Truppen
des Corps hatten als Reserve zu folgen.
Dieses Corps rückte am 2, mittags von Caigolo längs des
Scolo Birbes vor; die Wege waren aber noch so durchweicht,
dass trütz der größten Anstrengungen erst um Mittemacht Yasto
erreicht wurde und der weitere Yormarsch erst für den folgenden
Tag in Aussicht genommen werden musste.
In der Nacht zum 3. hatte die Armee folgende Aufstelluug:
A n n e c - H a u p t q u a r t i e r : K i v a It a .
1. Corps: t'orps-Hauptquartier und 1 Division bei Sacca»
die andere bei C'aigoie und S. Maria.
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43
2. Corps: Gros in Po^seuta, östlich von Ceiesara, 1 Division
in Vasto di sotto und Palazzotto.
R e s 0 r ve-Co r p s : Corps-Hauptquartier and Ca?allerie-Division
Ck dell Gallo, 2 Infanterie- Brigaden bei Gaigole, 1 In&nterie-
Brigade bei Seite Frati.
Streif-Gomroanden in Ceresara, Piubaga nnd Ospitaletto.
Betraclitungen.
Da das Regenwetter die Bewegungen gnißerer Ueeresmassen
unthunlieh iiiaciite, so versäumte Ihuletzky iiielit, eiin; größere
Anzahl Streif-Coranianden gegen Westen zu entsenden, welche
manche Aufklärung verschafften, anderseits ernstlieh die piemontesi-
schen Verbindungslinien bedrohten, die Lombarden schreckten,
die piemontesische HeerführuDg ängstigten und theilweise zu
fiilsehen Maßregeln verleiteten.
Die übrigen Betrachtungen decken sich mit den froheren.
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3. JnnL
Situaüou am 3. Jani.
Im Laufe dieses Tages trafen Nachrichten aus Wien ein
über den am 25. Mai daselbst erfolgten gewaltsamen Sturz der
Begieriing und über die drohende, gänzliche Züf^ellosigkeit, welclie
voraussichtlich die Armee beinahe alhr Hilfsquellen aus dem
Innern der Monarchie beraubte und die größte Vorsicht gebot,
da die Armee ihrem Kaiser viellpicht für einen höhern Biaats-
zweek als für die BQgenbliekiiche Wiedererobenmg der Lombardei
erhalten werden rnnsste.
Ein Parlamentär fiberbraehte die Meldung Baths Aber die
am 30. Mai erfolgte Übergabe von Pesehiera.
Beartheilang der Situation nnd EiwäguDgen
im Annee-Uauptqnartier am 3. Juni.
Der Hauptgrund für die bisherige OfTensive, Entsatz TOn
Pesehiera, ist entfaiieu, eine Fortsetzuog der Ofifensixe gegen den
zahlreicheren Gegner unter dem Eindrueke der schwierigsten
politischen Verhftltnisse erseheint zn gefthrlieh, daher ist es am
zweekmftfiigsten, in die Defensive überzugehen und hiezn an den
Abschniti* am Osone znrQcIczngehen, daselbst die Stellang zu be-
festigen und erst bei einer gflnstigeren Gestaltung der Verhältnisse
wieder in dii' OffHiisive überzugehen.
Als Vorlit'rpitiHig dieses Rückzuges wird es am bebten sein,
die dem Gegner bei Goito unmittelbar gegeuüberbeüüdiiche Gruppe,
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— 1. Corps und die Brigade des Keserve-Corps bei Sötte Frati —
vorerst stehen zu lassen, während die übrigen Theile noeh im
Laufe des Nachmittags zurOck zu beordern wären, und zwar Ghros
des Beserve-Gorps nach Sargineseo, 2. Corps nach Bodigo; über-
dies müssen die Streif-Gommanden (mit Ausnahme jenes hei
Ospitaletto) eingezogen werden.
Kacliricliten über den Gegner am 3. Juui
nachmittags.
Von den Sti-eif-( 'oninianden liefen die (fulsi-hen) Nueliiicliten
ein, dass dio Piemontesen in den letzten Tagten betrUehtliehe
Verstärkungen erhalten hätten. Alarmierende Berichte aus Verona
und Siidtirul langten ein, denen znfnig.' der Brigade Zobel bei
Bivoii ein übermäehtiger Angriff drohte, daher die Aufrecht-
erhaltung der Verbindung Veronas mit Tirol von der Brigade
nicht mehr bewirkt werden konnte, sondern der Garnison Veronas
überlassen werden mflsste, welch letztere aber selbst kaum genügend
Truppen besaß, um ihren Aufgaben als Defensivbesatzung oach-
zukoramen. Die Lebensmittel für die Armee waren in Verona
am i). so vermindert, dass ohne Zusehub aus Tirol oder ohne
Erweiterung des Ketiuisitions-Bereiches trotz aller Thätigkeit der
Intendanz der Bedarf füi* die Armee nur mehr auf fünf Tage ge-
deckt war.
Eütscliluss im Armee-IIaupttiuartier.
Am 3. abends wurde in Erwägung aller erwähnten Gründe
und weil die Operationen auf dem rechten Mineio-Üfer keine
entscheidenden Erfolge versprachen, der Entsehluss gefasst, gegen
die feindlichen Kräfte im Venetianischen umzukehren, diese mög-
lichst zu zerstäuben, die reiche Provinz Viceiiza zu unterwerfeu,
dann die Verbindungen einerseits mit Tirol dureh die Val Arsa,
anderseits mit dem 2. Beserve-Corps in der venetianischen Ebene
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zu cröflnen und hierauf schnell wieder in die Festungsgruppe
zurückzultelireu, um erst nach gröI3erem Kräftezuwachse den ent-
scheidenden Stoß gegen die feindliche Hauptarmee zu führen.
Badetzky flihrt diesen Eatschluss, gesttttzt aaf die weise
BenützoDg der Vortheile der drei festen Plätze Mantua, Legnago,
Verona, mit einer bewunderungswürdigen Schnelligkeit dnreh,
greift den Gegner mit solcher Entschiedenheit am 10. Juni bei
Vicenza an, dass dieser innerhalb 24 Stunden eine Übereinkunft
mit dem Fcldiiiarschall abschließt, wodurch die Kevolutions-
Streitkräfte um 18.0ÜÜ Manu vermindert, der reiche Landstrich
der rechtmäßigen Regieruug unterwürfen und die gesicherte Ver-
bindung mit den rückwärtigen Provinzen dem kaiserlichen Ueere
eröffnet wird.
Diese schönen Erfolge zu erzielen, verwendet der geniale Feld-
marsehall bloß die Zeit von sieben Tagen. £aum war der Kanonen-
donner von Vieenza verklungen, so eilt der Feldmarschall mit
dem Gros nach Verona zurück, um eben dem am 13. Juni be-
gonnenen Angriff Karl Alberts auf Verona mit 35.000 Mann
auf dem blutgetränkten Schiachtfelde von S. Lucia abermals ent-
gegenzutreten. Durch diese kühnen und überraschenden Operationen
des greisen Feldherrn war der Unternehmungsgeist der „Spada
d'Ttalia" derart herabgestimmt, dass jeder Offensiv-Gedauke auf-
gegeben wurde.
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INHALT.
Einleitung.
Seite
Verlauf des FelJzugos vom Kück/ugo Radetzkj's aus Mailand nach Verona 1
Die Zeit vom 7. bis 27. Mai.
Strategische lind operative Situation dor Armee 3
Beurtlieilung der Situation gegen Endo Mai . . 6
Kntselilnas 7
Erwägungen über die Art der Durchführung dieses Entschlusses .... 8
Die Offensive über Mantua.
27. Kai.
p]r\vägungen für die Durchführung dieser ge|)lantcn Offensive . . . . . 11
Heffthle ^_La
28. Mai.
Situation bei der Hauptarmee am 28. Mai abends 17
Erwägungen für die Fortsetzung der Qfifensive am 29. Mai 17
Mögliehe Befehle an das 1. Corps zum Angriff auf die toscanische Division 19
Mögliche Kriiftegruppierung des 1. Corps zum Angriff '20
Thatsüchliche Verfügungen für den 29. Mai und Ereigniase an diesem Tage 21
Betrachtungen 23
30i Mftl. , Seite
Fortsetzung clor OftV-iisive .... 25
Erwitgungen iin Haii}itt|uartier 2;">
Mögliche AnordnungMii für die Vorrückun^ . 27
Mögliche Situation um früh 27
Thatsäclili< ho WrfiiLTiingen für den 30. Mai und Ereignisse an diesem Tage 28
Betrachtungen 30
Erwägungen und Anordnungen für den 81. Mal 33
Kadet/.kys Verfügungen für dt^n 31. .Mal voruiittags 3(>
He iraohtiingen 37
1. und 2. Juni.
Situation der Aruit'e au> 1. Jtini 39
Beurtlieiliing der Situation und Erwägungen im Armee-Hauiit(|uartier für
d>-n 2. .luni 40
Thatsäehliehe En-ignissc am 1. und 2. Juni . . ... 41
Betrachtungen 42
3. Jani.
Situation der Armee am 3. Juni 43
Beurtheilung d>-'r Situation un<i Hrwägiingt-n iui Arniee-Hauptnuartier am
3. Juni 43
Nachrichten über die Gegner am 3. Jtini nachmittags 44
Entsehluss 44
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ete/s und Nachricliteii ftber den
Eiy Mai.
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