SIMATIC Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw

Survival, Water, Medical Field Manuals

Military Manuals

Document text

SIEMENS 


SIMATIC 


Positionierbaugruppe FM 453 
für Servo- bzw. Schrittantrieb 


Handbuch 


Dieses Handbuch hat die Bestellnummer: 


6ES7 453-3AH00-8AGO 


Ausgabe 08/2008 
A5E00056647-005 


Vorwort, Inhaltsverzeichnis 


Produktübersicht 


Grundlagen zum Positionieren 





Ein- und Ausbauen 


Verdrahten 


Parametrieren 


Programmieren der 
Technologiefunktion 


©) 





Inbetriebnehmen 


Bedienen und Beobachten 





Beschreibung der Funktionen 


Programmierung von 10 
Verfahrprogrammen 

Fehlerbehandlung 11 
Anhänge 





Technische Daten 


! 


Steckleitungen 





O 


AW-DB 





Abkürzungsverzeichnis 


Indexverzeichnis 


| 


Sicherheitstechnische Hinweise 


Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von 
Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndrei- 
eck hervorgehoben und je nach Gefährdungsgrad wie folgt dargestellt: 





Gefahr 


> 


maßnahmen nicht getroffen werden. 


bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden Vorsichts- 








Warnung 


> 


maßnahmen nicht getroffen werden. 


bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichts- 








Vorsicht 


> 


men nicht getroffen werden. 


bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnah- 








Vorsicht 


ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaß- 


nahmen nicht getroffen werden. 








Achtung 


bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hin- 


weis nicht beachtet wird. 





Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe ver- 
wendet. Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann 
kann im selben Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein. 


Qualifiziertes Personal 


Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes dürfen nur von qualifiziertem Personal vorgenommen wer- 
den. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise dieses Handbuchs sind Perso- 
nen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise gemäß den Standards der Sicher- 
heitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kennzeichnen. 


Bestimmungsgemäßer Gebrauch 
Beachten Sie folgendes: 





Warnung 
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen Einsatzfälle 
und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -komponen- 


ten verwendet werden. 


Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lage- 
rung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus. 





Marken 


Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der 
SIEMENS AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch 
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann. 


Copyright Siemens AG 1996-2008 All rights reserved 


Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung und 
Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht ausdrücklich 
zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. Alle 
Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder 
GM-Eintragung 


Siemens AG 
Automation and Drives 
90437 Nürnberg 
DEUTSCHLAND 


Haftungsausschluss 


Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschrie- 
benen Hard-und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht 
ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung 
keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden re- 
gelmäßig überprüft, notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auf- 
lagen enthalten. 


© Siemens AG 1996-2008 
Anderungen vorbehalten 





Siemens Aktiengesellschaft 


6ES7 453-1AH01-8AGO 


Vorwort 


Zweck der Dokumentation 


Das Handbuch beinhaltet alle Informationen zur Baugruppe FM 453: 


Hardware und Funktionen 
Parametrierung 

Bedienen und Beobachten 
S7-Bausteine 


sicherheitsgerechter Aufbau 


Informationsblöcke des Handbuches 


Nachstehende Informationsblöcke beschreiben den Zweck und den Nutzen des 
Handbuches. 


Produktübersicht zur Baugruppe (Kapitel 1) 


Dieser Abschnitt zeigt dem Anwender den Zweck und die Einsatzmöglichkeiten 
der Baugruppe. Er beschreibt einführende Informationen zur FM 453 und deren 
Funktionen. 


Grundlagen zum Positionieren (Kapitel 2) 


Der Anwender findet hier einführende Informationen zu den Positionierverfah- 
ren und zugehörige Begriffserklärungen. 


Ein- und Ausbauen der FM 453 (Kapitel 3) 
Dieser Abschnitt erläutert den Ein- und Ausbau der FM 453. 
Verdrahten der FM 453 (Kapitel 4) 


Beschreibt den Anschluss und die Verdrahtung der Antriebe, der Geber und der 
digitalen Ein-/Ausgänge. 


Parametrieren der FM 453 (Kapitel 5) 

Beschreibt das Parametrieren und die Funktionen von "FM 453 parametrieren”. 
Programmieren der FM 453 (Kapitel 6) 

Beschreibt die Programmierung der FM 453 mit STEP 7. 

In Betrieb nehmen der FM 453 (Kapitel 7) 


Beschreibt Abläufe, wie die FM 453 in Betrieb zu nehmen ist. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


Vorwort 





Bedienen und Beobachten (Kapitel 8) 


Beschreibt die Möglichkeiten zum Bedienen und Beobachten der FM 453 und 
welche Daten/Signale bedient und beobachtet werden können. 


Referenzinformationen und Anhänge zum Nachschlagen von Faktenwissen 
(Baugruppenfunktionen, Programmieranleitung, Schnittstellensignale, Fehlerbe- 
handlung, Technische Daten, B&B Standardoberfläche) 


Abkürzungsverzeichnis und Indexverzeichnis zum Finden der Informationen 


Voraussetzung für die Anwender 


Das vorliegende Handbuch beschreibt die Hardware und die Funktionen der Bau- 
gruppe FM 453. 


Für den Aufbau, die Programmierung und die Inbetriebnahme einer 
SIMATIC S7-400 mit FM 453 benötigt der Anwender Kenntnisse über: 


SIMATIC S7 

Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen 
Programmiergerät (PG) 

Programmieren mit STEP 7 


Projektierung der Oberfläche einer Bedientafel 


Anwender der FM 453 


Die Struktur und die Darstellungsweise der Informationen in dem Handbuch richtet 
sich nach dem Einsatzgebiet der FM 453 und nach der Tätigkeit des Anwenders. 


Dabei wird unterschieden zwischen: 


Montieren 
Diese Tätigkeiten umfassen die Montage und die Verdrahtung der FM 453. 
Programmieren 


Diese Tätigkeiten umfassen die Parametrierung und Programmierung der 
FM 453. 


Fehlersuche und Diagnose 
Diese Tätigkeiten umfassen die Fehlersuche und die Fehlerbehebung 
- im Hardwareaufbau der Baugruppe und deren Komponenten 


- und in der Programmierung, Handhabung und Steuern der Baugruppenfunk- 
tionen. 


Bedienen 


Diese Anwender bedienen die FM 453. Der Bediener setzt sich demzufolge nur 
mit der Steuerung der Positionieraufträge auseinander. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Vorwort 





Normen und Zulassungen 


Recycling 


Unsere Produkte erfüllen die Anforderungen der EG-Richtlinie 89/336/EWG ”Elek- 
tromagnetische Verträglichkeit” und die dort aufgeführten harmonisierten europäi- 
schen Normen (EN). 


Die aktuelle EG-Konformitätserklärung finden Sie im Internet unter: 


http://support.automation.siemens.com/WW/view/de/15257461 


und Entsorgung 


Für ein umweltverträgliches Recycling und die Entsorgung Ihrer Alt-SIMATIC nach 
dem gegenwärtigen Stand der Technologie wenden Sie sich an Ihren Siemens An- 
sprechpartner. Den entsprechenden Ansprechpartner finden Sie unter folgender 
Internet-Adresse: 


http://www.siemens.com/automation/partner 


Technical Support 


Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte an folgende Hotline: 



































Zeitzone: Europa/Afrika Asien/Australien Amerika 
Telefon +49 (0) 180 5050 222 +86 1064 719 990 +1 423 262 2522 
Fax +49 (0) 180 5050 223 +86 1064 747 474 +1 423 262 2289 
Internet http://www.siemens.com/automation/support-request 

E-Mail [email protected] 
Hinweis 


Landesspezifische Telefonnummern für technische Beratung finden Sie im 
Internet: http://www.siemens.com/automation/service&support 





Fragen zum Handbuch 


Bei Fragen zur Dokumentation (Anregungen, Korrekturen) senden Sie bitte ein Fax 
oder eine E-Mail an folgende Adresse: 

Fax: +49 (0) 9131 98 63 315 

E-Mail: [email protected] 


Siemens Internet-Adresse 


Ständig aktuelle Informationen zu den SIMATIC Produkten erhalten Sie im Internet 
unter http://www.siemens.de/simatic. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 v 


Vorwort 





Weitere Unterstützung 
Um Ihnen den Einstieg in die Arbeitsweise mit einem Automatisierungssystem 
SIMATIC S7 zu erleichtern, bieten wir Kurse an. 


Wenden Sie sich dazu bitte an Ihr regionales Trainings-Center oder an das zen- 
trale Trainings-Center in D-90027 Nürnberg, Tel.+49 (911) 89 53 202. 


; PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
vi A5E00056647-005 


Inhaltsverzeichnis 





1 Produktübersicht .....-..- :4---=:= =. uud a 1-1] 
1.1 Die FM 453 im Automatisierungssystem S7-400 ........2222eesnrnnnn 1-2 
1.2 Darstellung der Baugruppe .......: 2.2222 e nee nn nn nn nen 1-6 
1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen je Kanal .................... 1-9 
Grundlagen zum Positionieren ..........zzsassneenennnnn nn nenn nennen 2-1 
Ein- und Ausbauen .........e-surueeenue nun nun nun nennen nenne nenn 31 
3.1 Einbau der EM 453 #222... 3-2 
3.2 Ausbau der FM 453 a..r.0r0.2 2 se ea iiariaaa 3-3 
3.3 Baugruppentausch .......ssssssssnenenenenrunnennnnanananananuna 3-4 
4 Verdrähten ».......u. a0 iana a A A A na a 
4.1 Verdrahtungsschema einer FM 453 .ssssssssasauuaaaaaaaaaaaanann 4-3 
4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle .........a anaana 4-6 
4.3 Anschließen der Antriebseinheit ...............2222eesnsenennnnnnnn 
4.4 Beschreibung der Messsystem-Schnittstelle ............2222222200.. 
4.5 Anschließen der Geber. ...........22eseseennenesennnennn nennen nen 
4.6 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle ...........22222scccsc.. 
4.7 Verdrahtung des Frontsteckers ........222222222coeseeeeeeeeeeeen 14-33 | 
5 Parametrieren .......------sunusuenene nennen nennen nennen nennen nen [5-1 | 
5.1 Installation von "FM 453 parametrieren” ..........2e.22 seen 5-3 
5.2 Einstieg in “FM 453 parametrieren” ........:2u22nene rennen nen 5-4 
5.3 Parametrierdaten .....-....--.2-s22@s as anenaneenanennnenanennnen 
5.3.1 Maschinendaten ........:.2222e2e nennen een een een 
5.3.2 Schrittmaße ........-..uense nennen nennen nennen 
5.3.3 Werkzeugkorrekturdaten 
5.3.4 Verfahrprogramme ........2.222eee nennen een rennen nenn 
5.4 Parametrieren mit "FM 453 parametrieren” ..........22ee2s nern 
5.5 Ablegen der Parametrierdaten im SDB >= 1 000..........2cccccnee 


6 Programmieren der Technologiefunktion .........---zrerrenenenen nennen 


6.1 

6.1.1 
6.1.2 
6.1.3 
6.1.4 


Grundlagen zum Programmieren ..........2222nesene een nenn 
Schnittstelle, Anwender-Datenbausteine (AW-DB) ............:2220.. 
Standard-Funktionsbausteine, Übersicht..............2.222222c22.. 
Kommunikation CPU / FM 453 ..........unnsnneeennnr nennen 
Aufbau eines Anwenderprogrammes ....sssssssssesesnaanaanannnnn 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


vii 


Inhaltsverzeichnis 





viii 





6.1.5 Ziehen-/Stecken-Alarm OB 83 oonan 
6.1.6 Baugruppenträgerausfall ....... unnan anaana 
6.1.7 Einbinden eines OP .....ssssuuaaausunananunaa nrnna 
6.1.8 Vorgehen zum Erstellen des Anwenderprogrammes (AWP) ........... 
6.2 Inbetriebnahme mit dem Parametriertool ..... uaaa a aaea 
6.3 Beschreibung der Standard-Funktionsbausteine ............2222220.. 
6.3.1 Baustein POS_INIT (FC 0) - Initialisierung .............222eess ern nen 
6.3.2 Baustein POS_CTRL (FC 1) - Datenaustausch .............222200. > 
6.3.3 Baustein POS_DIAG (FC 2) - Diagnosealarmdaten lesen ............ 
6.3.4 Baustein POS_MSRM (FC 3) - Messwerte lesen ............22 22220. . 
6.4 Alarme. 2.0 an a ee ee nee 
6.5 Anwender-Datenbaustein (AW-DB) ............222eess een nenn 
6.6 Anwendungsbeispiele ............222022 seen eee nennen rn nn 
6.7 Fehlerliste, Systemmeldungen (CPU) ..........:....2cns nennen nen 
6.8 Technische Daten ..........--..r2.uH 20a nn nn 
Inbetriebnehmen .........--zenusnenenenen nennen nennen nennen nenne 
7.1 Einbauen und Verdrahten ............22222nnseeeneennn nennen ern nn 
7.2 Anfangswerte für Test und Optimierung ..........:22eeeesee nennen 
7.3 Test und Optimierung ....... 22222. enn seen een en nn 
7.3.1 Aktivierung der Maschinendaten ......ssssssssssuaaaaaaaaaaaaaaa 
7.3.2 Auswertung der Betriebskennlinien des Schrittmotors ................ 
7.3.3 Grundinbetriebnahme der Schrittmotoranschaltung ...........-...... 
7.3.4 Grundinbetriebnahme der Servomotoranschaltung ............-...... 
7.3.5 Kontrolle der Geberanschaltung ........:....222222neen seen een 
7.3.6 Inbetriebnahme der Lageregelung ........ 2222222 eeee nern nenn 
7.3.7 Optimierung der Lageregelung ........ 2.222222 ennne een 
7.3.8 Inbetriebnahme der Schrittmotorsteuerung ........:....2222 seen 
7.3.9 Justage der Referenzpunktkoordinate ......... 2222222 
7.3.10 Aktivierung der Lagereglerdiagnose ...........:2222eeen nennen 
7.3.11 Aktivierung der Schrittmotordiagnose ............-22eeeene aaeeea 
7.3.12 Aktivierung Softwareendschalter .........:.2ee@2sss nennen 
7.3.13 Aktivierung Driftkompensation ........: 2222222 een een nenn 
7.3.14 Aktivierung Losekompensätion ........ 2222222 een een nenn 
7.3.15  Parametrierbare Stillstandserkennung ........... Nalesschesstsssier: 
7.3.16 Standarddiagnose des Lagereglers bei Stellsignal-Ubersteuerung 

mit parametrierbarer Ansprechzeit ...........22222eeee nee 
Bedienen und Beobachten ...........--srenneenee nennen nennen nenn 
8.1 B & B Standardoberfläche für OP 17,27,37 .......unncncenenenennnn 
8.1.1 Bedienoberfläche des OP 17 ........ 222 2neneneeeenenenene nennen 
8.1.2 Bedienoberfläche des OP 27 ........ 2.22 cneneneeeenenenene nennen 
8.1.3 Bedienoberfläche des OP 37 ...........:2ueennsnnnenen nennen nn nen 
8.2 Auswertung des Anwender-DBs durch das Anwenderprogramm für 

das Bedienen +..4..4 4:2 0ss:uss a0 84 HH RR Rare 8-12 
8.3 Datenbaustein für Statusmeldungen (DB-SS) ...........-.2.esncn00. 8-15 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
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Inhaltsverzeichnis 
























9 Beschreibung der Funktionen .........-«senseeneee nennen nennen nenn 
9.1 Steuer-/Rückmeldesignale ...........:...@22220 nennen nennen 
9.1.1 Steuersignale ........ Hass seneene nennen nn nennen 
9.1.2 Rückmeldesignale ............-22222eee nee ne rennen nenn 
9.1.3 Allgemeine Handhabungshinweise 
9.2 Betriebsarten u... 2022 en a ans 
9.2.1 TIPDEN nase an ee en m ea een nen Bone Be e Bone nen Genen 
9.2.2 SIEUEM ana ee en en 
9.2.3 Referenzpunktfahrt .......- 2.222222 eee nern nern nenn 
9.2.4 Schrittmaßfahrt relativ .......:. 2222220 eennne nennen nennen 
9.2.5 MDI (Manual Data Input) ...........2u220eeee nennen nern 
9.2.6 Automatik... ua ee needs a 
9.2.7 Automatik Einzelsatz ..........:.222022e nennen nennen rn 
9.3 Systemdaten 4.2.2: masse ee re 
9.3.1 Parameter/Daten ändern (Schreibauftrag AW-DB, DBX39.3) .......... 
9.3.2 Einzeleinstellungen (AW-DB, DBB34 und 35) ..........ee2cneereeenn 
9.3.3 Einzelkommandos (AW-DB, DBB36 und 37) .........222eesneeennenn 
9.3.4 Nullpunktverschiebung (Schreibauftrag AW-DB, DBX39.1) ............ 
9.3.5 Istwert setzen (Schreibauftrag AW-DB, DBX38.7) ..........:.22s2. 20. 
9.3.6 Fliegendes Istwert setzen (Schreibauftrag AW-DB, DBX39.0) ......... 
9.3.7 Anforderung der Applikationsdaten (Schreibauftrag AW-DB, DBX39.6) . 
9.3.8 Teach In (Schreibauftrag AW-DB, DBX39.7) ......:....eencsneennn 
9.3.9 Bezugspunkt setzen (Schreibauftrag AW-DB, DBX38.6) .............. 
9.3.10  Achskopplung (Schreibauftrag AW-DB, DBX40.0)..........222222222.. 
93.11: Messwerte u... 3. euer pn 
9.3.12 Grundbetriebsdaten (Leseauftrag AW-DB, DBX42.0) ................. 
9.3.13 Aktiver NC-Satz (Leseauftrag AW-DB, DBX42.1), nächster NC-Satz 

(Leseauftrag AW-DB, DBX42.2) ........22unnseeee nennen nennen 
9.3.14  Applikationsdaten (Leseauftrag AW-DB, DBX43.6) ............:2222.- 
9.3.15  Istwert-Satzwechsel (Leseauftrag AW-DB, DBX42.3) ................. 
9.3.16 Servicedaten (Leseauftrag AW-DB, DBX42.4) ...........2ncsneeen nn 
9.3.17 Zusatzbetriebsdaten (Leseauftrag AW-DB, DBX43.5) sussun 
9.3.18  Parameter/Daten (Leseauftrag AW-DB, DBX43.3) ........::222ss. 00. 
9.3.19 Status Achskopplung (Leseauftrag AW-DB, DBX43.0) ..........2.222... 
9.4 Maßsystem.za.cen sr ae een 
9.5 ACHSArt reran anne en en ERE een ad REO TEA AEA EEA ee 
9.6 Geber kaiari en eigen 
9.6.1 Inkrementalgeber........... 222222 H nennen een nennen nennen 
9.6.2 Absolutgeber (SSI) ..........222222neenn ee neen nennen nennen nn 
9.6.3 Schrittmotor ohne Geber 
9.6.4 Synchronisation .........2222220eene seen nn 
9.7 Sollwertverarbeitung ........2222222seeeneneenenen nennen een enn 
9.7.1 Interpolation 2... ee en RA A 
9.7.2 Lageregelung zus. ssnn nn ern na een gen ne 
9.7.3 Schrittmotorsteuerung .......:.2e@22 sn eeenene nennen nennen 
9.7.4 Stellsignaltreiber ...........---HH@@sseneen nennen nennen nn 
9.7.5 Antriebsanschaltung .......-...-2222eee nennen nennen nennen nenn 





Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


Inhaltsverzeichnis 





10 


11 









9.8 Digitale Ein-/Ausgänge (Leseauftrag AW-DB, DBX43.4) .............. 9-101 
9.8.1 Funktionsbeschreibung digitale Eingänge . ......:...-zun2s nee nen 9-102 
9.8.2 Funktionsbeschreibung digitale Ausgänge 

(Schreibauftrag AW-DB, DBX39.4) ........:.22@222s ns eanan 9-103 
9.9 Softwareendschalter s.02nan01ns0 00 RA Bars a erarsae 
9.10 PrOZESSAlAIME: „usa. au sehe ee ea Per 9-105 
Programmierung von Verfahrprogrammen ..........-srrnereenee nenn nenn 
10.1 Verfahrsätze ...u#ur. 204000 aan da ine ana eh arena nn 10-3 
10.2 Ablauf von Programmen und Bearbeitungsrichtung .................- 10-17 
10.3 Satzübergänge........-.H@@2snnnene nennen nennen nenn 10-17 
Fehlerbehandlung ........--zenuseeneeenennnen nennen nennen nennen 111-1 
11.1 Fehlerklasse und Reaktionen der Baugruppe .....sssssssasaassasanaa 11-3 
11.2 Fehlermeldungen. sas rinke 2.22 a 
11.2.1 Fehleranzeigen durch LEDS .....asaaaaaaaa aaaea 
11:22: DagnosedanM eresie ak AKERA REENA EEEE ENA ara 
11.2.3 Fehlermeldung über Rückmeldesignale 
11.2.4 Meldung im Datenbaustein .......su uaaa 
11.2.5 Diagnosepuffer ansehen (PG/PC) ....sssansseuuaa nanan 
11.3 Fehlerlisten : 4.424. ee den SENA be 
11.3.1 Diagnosealarme 
11.832 Fehlermeldung zu... re esse ee a ea ae 
Technische Daten .........--Henusrenenenen nennen nennen nennen nenn 
Steckleitungen - -.-+-- =: :==u =. 400 van aa a Han ad 
B.1 Konfektionierte Leitung für Inkrementalgeber mit RS 422 oder EXEn 

(zum Anschluss von Linearmaßstäben) ...........2.2222eee een B-2 
B.2 Konfektionierte Leitung für Einbaugeber ROD 320 mit 

17poligem Rundstecker ......... 2222222 eeee nennen nennen nenn 
B.3 Konfektionierte Leitung für Absolutgeber (SSI) mit freiem Kabelende ... 
B.4 Konfektionierte Leitung für Servoantrieb SIMODRIVE 611-A (3 Kanäle) . 
B.5 Konfektionierte Leitung für Schrittantrieb FM STEPDRIVE (3 Kanäle) .. 
B.6 Konfektionierte Leitung für einen Schrittantrieb FM STEPDRIVE und 

zwei Servoantriebe SIMODRIVE 611-A (3 Kanäle) ................... B-8 
B.7 Konfektionierte Leitung für zwei Schrittantriebe FM STEPDRIVE und 

einen Servoantrieb SIMODRIVE 611-A (3 Kanäle) ............:...... B-10 
AW-DB 222222 een inet C-1 


Abkürzungsverzeichnis ........ssssnnnssnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnrnnnnnnnnne 
Indexverzeichnis:.........=..u..0 au 0 un nn a en AeneA 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
ASE00056647-005 


Produktübersicht 1 


Kapitelübersicht 




















Kapitel Titel Seite 
1.1 Die FM 453 im Automatisierungssystem S7-400 1-2 
1.2 Darstellung der Baugruppe 1-6 
1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen 1-9 








Was kann die FM 453? 


Die FM 453 ist eine mikroprozessorgesteuerte Positionierbaugruppe für die An- 
steuerung von Servo- und/oder Schrittantrieben. 


Die Baugruppe besitzt drei voneinander unabhängige Kanäle (Achsen). 
Die Ansteuerart je Kanal wird durch die Parametrierung festgelegt. 


Die FM 453 ist eine leistungsfähige Baugruppe für das Aufgabengebiet ”Lagegere- 
geltes Positionieren bzw. Positionieren mit Schrittantrieb”. 


Die Baugruppe arbeitet selbstständig und wird über das Anwenderprogramm im 
System SIMATIC S7-400 gesteuert. 


Es können Rund- und Linearachsen lagegeregelt bzw. gesteuert mit Istwertmitfüh- 
rung betrieben werden. 


Die FM 453 verfügt über verschiedene Betriebsarten. 


Die Baugruppe besitzt einen nicht flüchtigen Datenspeicher zum Speichern der 
Parametrierdaten. 


e Die FM 453 ist wartungsfrei (keine Batterie). 


e Über eine systemkonforme Parametrierung erfolgt die Einbindung und Anpas- 
sung an Anwendergegebenheiten. 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 1-1 


Produktübersicht 





Wo kann die FM 453 eingesetzt werden? 


Die FM 453 ist einsetzbar sowohl für einfache Positionierungen als auch für kom- 
plexe Verfahrprofile mit höchsten Ansprüchen an Dynamik, Genauigkeit und Ge- 
schwindigkeit. Sie ist auch geeignet für Positionieraufgaben in Maschinen mit ho- 
hen Taktraten. 


Typische Einsatzmöglichkeiten der Positionierbaugruppe sind: 
e Transferstraßen 

e Montagelinien 

e Pressen 

e Holzbearbeitungsmaschinen 

e Handhabungsgeräte 

e Beschickungseinrichtungen 

e Hilfsbewegungen bei Fräs- und Drehmaschinen 

e Verpackungsmaschinen 

e Förder- und Transporteinrichtungen 


Der Grundfunktionsumfang je Kanal ist vergleichbar mit der Baugruppe WF 721 im 
System SIMATIC S5 und FM 353/354 im System SIMATIC S7-300. 


1.1 Die FM 453 im Automatisierungssystem S7-400 


Wie wird die FM 453 in S7-400 eingebunden? 
Die FM 453 ist als Funktionsmodul der Steuerung SIMATIC S7-400 realisiert. 


Das Automatisierungsystem S7-400 besteht aus einer CPU und verschiedenen 
Peripheriebaugruppen, die auf einem Baugruppenträger montiert werden. 


Je nach Anforderungen ist ein Aufbau der Steuerung in einem Zentralgerät (ZG) 
und in einem bis zu 21 Erweiterungsgeräten (EG) möglich. 


Die FM 453 kann jedoch ausschließlich im Zentralgerät oder einem der Erweite- 
rungsgeräte 1 bis 6 betrieben werden. 


Das Zentralgerät enthält die CPU. 


Grundsätzliche Forderungen für den Aufbau eines Automatisierungssystemes ent- 
nehmen Sie bitte dem Installationshandbuch Automatisierungssystem 
S7-400/M7-400, Aufbauen. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
1-2 A5E00056647-005 


Produktübersicht 





Systemübersicht 


Eine Positioniersteuerung mit FM 453 besteht aus verschiedenen Einzelkompo- 
nenten. Diese sind im Bild 1-1 dargestellt. 


































































































Bedientafel (BT) Programmiergerät (PG) 
(z.B. OP 17) 
500 
o Oo 
z a 555 
a a 000 Projektierpaket 
agcooog0o 999 
Do2OOaD OOO ? |b =] 
| 
| 
een] 
r 





Hi 





le = 






i HER 























































































































































































































































































































g / a Baugruppenträger 
PS CPU SMs FM 453 
| L z. B. Messtaster 
€ (OD Geber (3x) 
und/oder 
Leistungsteil Leistungsteil 
z. B. SIMODRIVE 611-A z. B. FM STEPDRIVE 
[o] (0 0 6) 0 D 0 ö 
I I ıl 
l 
l I [Il 
l Li Li Li 
= B B B 
z [ ES] II und/oder 
l SH HH | i a 
SIMODRIVE Motor (3x) Motor 
pranane ET ET ET z. B. 1FT5 z. B. SIMOSTEP 














Bild 1-1 Systemübersicht (schematisch) 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 1-3 


Produktübersicht 





MPI-Verbindung 


Die FM kann maximal 3 MPI-Teilnehmer (PC, PG oder OP) gleichzeitig bedienen. 


Komponenten 


Die wichtigsten Komponenten und deren Funktion sind in Tabelle 1-1 aufgeführt. 


Tabelle 1-1 Komponenten einer Positioniersteuerung 








Komponente Funktion 
Baugruppenträger ... stellen die mechanischen und elektrischen Verbindungen 
zwischen den S7-400-Baugruppen her. 
FM 453 ... Ist die Positionierbaugruppe. Sie wird von der S7-400 CPU 


gesteuert. 





Zentralbaugruppe (CPU) 


... führt das Anwenderprogramm aus; kommuniziert über die 
MPI-Schnittstelle mit dem PG, der Bedientafel und über den 
Rückwandbus mit der FM 453. 





Stromversorgung (PS) 


... setzt Netzspannung (120/230 V AC) in 5 V und (24 V)!) DC- 
Betriebsspannung um für die Versorgung der S7-400 und über- 
nimmt Überwachungsfunktionen. 





Signalbaugruppen (SM) 


... passen unterschiedliche Prozesssignalpegel an die S7-400 
an. 





Progammiergerät (PG) 


... konfiguriert, parametriert, programmiert und testet die S7-400 
und die FM 453. 





Bedientafel (BT) 


... Ist die Schnittstelle zur Maschine. Sie dient zum Bedienen 
und Beobachten. Für den Betrieb einer FM 453 ist sie nicht 
unbedingt Voraussetzung. 





Leistungsteil 


. steuert den Motor an. 














Motor . ist der Antrieb für die Achse. 

Geber ... Ist das Wegmesssystem, welches im geregelten Betrieb die 
aktuelle Achsposition erfasst. Durch Vergleichen der Istposition 
mit der gültigen Sollposition erkennt die FM 453 sofort Abwei- 
chungen und versucht sie zu kompensieren. 

Projektierpaket ... CD-ROM mit: 





° Bausteinpaket FCs 

e MD-DBs (zur Inbetriebnahme Schrittmotor) 
e  Parametriertool "FM 453 parametrieren” 

e  vorprojektierte Oberfläche für OPs 

e Handbuch im PDF-Format 

e Getting started im PDF-Format 








1) nur für S7-400 baugruppeninterner Verwendung 


1-4 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Produktübersicht 





Systemübersicht Datenhandling 


Das folgende Bild gibt Ihnen einen Überblick über das Datenablagekonzept. 



































































































































































































































CPU FM 453 
Ladespeicher Arbeitsspeicher Baugruppen- 
daten e Baugruppendaten 
r- = P-Bus >|* Diagnosedaten 
„| Anwenderprogramm 
inklusiv Bausteine "Ti 
Anwender-DBx , 
N Diagnose-/ 
Onlinedaten ne, 
N DBx DBx 
Betriebssystem ra K-Bus «œ| Parame- |... | Parame- 
trierdaten trierdaten 
MPI 
| 
1 
Bedienen und 
Erstellung des Beobachten z. B. 
Anwenderpro- Parametrieren, e Maschinendaten 
gramms Test und Diagnose e Schrittmaße 
TT GE e Werkzeugkorrekturdaten 
e Verfahrprogramme 
e Statusmeldungen 
| 
| l y y 
| | KOP-/AWL- DB-Editor FM 453 para- 
| | Editor metrieren 
| 
| PG (STEP 7) 
l ei 
Bild 1-2 Datenablagekonzept 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


1-3 








Produktübersicht 





1.2 Darstellung der Baugruppe 


Ansicht der FM 453 


Das Bild 1-3 zeigt die Baugruppe FM 453 mit ihren Schnittstellen und Frontele- 
menten (Fehler- und Statusanzeigen). 




















a Baugruppenträger 
© |o ofo z 
. | © TO 
Baugruppenbezeichnung ki Lhe lototo a E 
D+ 

FM 453 2 ®+ > 

x|2 IP =! OS 

314 F [ I N Ea 
JOHL FE 




















453-3AH00-0AE0 a 











Erzeugnisstand | 


Kurz-Bestellnummer 
(6ES7 453-3AH00-0AE0) 













































































































































































ee. = 









































Abdeckhaube In 
hi Typenschild Busstecker 
Beschriftungsschild BE SIMATIC-Schnittstelle 
Frontstecker Frontansicht ohne 
Steckerabdeckung 
00+00+ 
© 















































Messsystem-Schnittstelle X2 bis X4 


























Status- und Fehleranzeigen 
























































Antriebs-Schnittstelle X5 




















l 
EMMA A EISIEISTEISTEIEIETEIEN 


Peripherie-Schnittstelle X1 





en 


















































IKA! 














Bild 1-3 Lage der Schnittstellen und Frontelemente 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
1-6 A5E00056647-005 


Produktübersicht 





Schnittstellen 


In der Tabelle 1-2 sind die Schnittstellen und ihre Bedeutung beschrieben. 


Tabelle 1-2 


Schnittstellen 





Schnittstellen 


Busverbinder 
SIMATIC-Schnittstelle K-Bus) zu jeder Baugruppe 


Beschreibung 


rückseitige Stecker zur Weiterführung des S7-Busses (P- und 





Antriebs-Schnittstelle 


50poliger D-Sub-Stecker (X5) zum Anschluss der Leistungs- 
teile für maximal drei analoge- oder Schritt-Antriebe 





Messsystem-Schnittstelle | 15polige D-Sub-Buchse (X2 bis X4) zum Anschluss der 


Geber 








Peripherie-Schnittstelle 48poliger Frontstecker (X1) zum Anschluss der Hilfsstromver- 


sorgung und zur Verdrahtung der digitalen Ein- und Ausgänge 








Anzeige der LEDs 


An der Frontseite der FM 453 sind 33 LED-Anzeigen angeordnet. In der Ta- 
belle 1-3 sind die LEDs und ihre Bedeutung beschrieben. 


Tabelle 1-3 


Status- und Fehleranzeigen 





INTF (rot) - 
interner Fehler 


Bedeutung 


Diese LED zeigt einen Fehlerzustand der FM 453 an. 
(siehe Fehlerbearbeitung Kap. 11) 





EXTF (rot) - 
externer Fehler 


Diese LED zeigt einen Fehlerzustand außerhalb der FM 453 an. 
(siehe Fehlerbearbeitung Kap. 11) 





Status 


STAT (gelb) - 


Diese LED zeigt verschiedene Statuszustände (Blinken) an. (siehe 
Fehlerbearbeitung Kap. 11) 





10...13 (grün) - 
digitale Eingänge 


Diese LEDs zeigen den eingeschalteten Eingang (Kanal 1...3) an. 





Q0...Q3 (grün) - 
digitale Ausgänge 


Diese LEDs zeigen den eingeschalteten Ausgang (Kanal 1...3) an. 





NL (grün) - 


Diese LEDs zeigen den eingeschaltenen Eingang (Null-Lage für Ka- 
nal 1...3) an. 





reit 





READY2 (grün) - 
Antriebsgerät be- 





Diese LEDs zeigen die Bereitschaft (READY2) der Antriebsgeräte 
(Kanal 1...3) an. 





Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


1-7 








Produktübersicht 





Typenschild der FM 453 
Das Bild 1-4 beschreibt Ihnen alle Informationen, die das Typenschild der FM 453 


1-8 


enthält. 





SIEMENS 


SIMATIC S7 














1P6ES7 453-3AH00- OAEO 











SVPJM123456 








APPROVED 
cass 1 0v2 HTN 
; Group ABCD (1) Vusreosse: 
Made in Germany ih 




















Xx |2 3ļ4js5 

















Seriennummer 





Erzeugnisstand 
Bestellnummer Zulassungen und Kennzeichnungen 


Baugruppenbezeichnung 














Bild 1-4 Typenschild der FM 453 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


Produktübersicht 





1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen je Kanal 


Übersicht 


In der Baugruppe FM 453 sind folgende Funktionen realisiert: 


Betriebsartensteuerung 
Istwerterfassung 

Lageregelung 

Parametrieren der Ansteuerungsart 
digitale Ein-/Ausgänge 
betriebsartenübergreifende Einstellungen/Funktionen 
Softwareendschalter 
Prozessalarme 

Satzfolgesteuerung 

Diagnose und Fehlerbehandlung 
Datenhaltung auf der FM 453 


Betriebsartenansteuerung 


Die Betriebsart ist über das Anwenderprogramm an die FM zu übergeben. 


Die FM 453 verfügt über folgende Betriebsarten: 


Geber 


Tippen 

Steuern 

Referenzpunktfahrt 

Schrittmaßfahrt relativ 

Handeingabe (MDI-Manual Data Input) 
Automatik 

Automatik Einzelsatz 


An der Messsystem-Schnittstelle können Inkrementalgeber oder Absolutgeber 
(SSI) angeschlossen werden. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


Produktübersicht 





Lageregelung 


Die Sollwertverarbeitung im FM 453 erfolgt über die Funktionskomplexe: 


Interpolation 
Lageregelung 
Schrittmotorsteuerung 
Stellsignaltreiber 
Antriebsanschaltung 


Parametrieren der Ansteuerungsarten 


Über die Parametrierung sind folgende Ansteuerungsarten möglich: 


Servomotor mit Lageregelung 
Schrittmotor mit Lageregelung 
Schrittmotor ohne Lageregelung 


Digitale Ein-/Ausgänge 


Je vier dig. Ein-/Ausgänge für jeden Kanal sind anwenderspezifisch verwendbar. 


Es können z. B. angeschlossen werden: 


Referenzpunktschalter 

Schalter für externen Start 
Messtaster 

Position erreicht, Halt 
Drehrichtung vorwärts/rückwärts 


Die Zuordnung der Schaltfunktion zur Nummer des Eingangs/Ausgangs erfolgt 
über Maschinendaten. 


Betriebsartenübergreifende Einstellungen/Funktionen 


In den Betriebsarten können durch bestimmte Einstellungen zusätzlich zur Be- 
triebsart im Anwenderprogramm spezielle Funktionen aktiviert werden (z. B. flie- 
gendes Messen, Referenzpunkt nachtriggern usw.). 


Softwareendschalter 


Der Arbeitsbereich (durch Softwareendschalter festgelegt) wird nach Aufnahme 
der Synchronisation automatisch überwacht. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Produktübersicht 





Prozessalarme 
Prozessalarme werden ausgelöst z. B. bei: 
e Position erreicht 
e Längenmessung beendet 
e fliegender Satzwechsel 
e fliegendes Messen 


Die Auswahl von Prozessalarmen erfolgt über Maschinendaten. 


Satzfolgesteuerung 


Autonome Abarbeitung eines Verfahrprogrammes einschließlich Unterprogramme, 
die mittels Parametrierung erstellt wurden. Auf der Baugruppe steht eine be- 
stimmte Anzahl von Verfahrprogrammen zur Abarbeitung zur Verfügung. 


Diagnose und Fehlerbehandlung 


Der Anlauf und der laufende Betrieb der Baugruppe werden durch Fehler- und Dia- 
gnosealarme überwacht. Dabei auftretende Fehler werden dem System mitgeteilt 
und durch die LEDs auf der Baugruppe angezeigt. 


Datenhaltung auf der FM 453 


Auf der FM 453 werden die Parametrierdaten (Maschinendaten, Werkzeugkorrek- 
turdaten, Verfahrprogramme und Schrittmaße) remanent gespeichert. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 1-11 


Grundlagen zum Positionieren 2 


Was ist Positionieren? 


Positionieren heißt, eine Last unter Berücksichtigung aller einwirkenden Kräfte und 
Momente in einer bestimmten Zeit in eine definierte Position zu bringen. 



































F —= c H 
H > S 
1 AX >| 
Position A Position B 


F = antreibende Kraft Ax = zurückzulegende Wegstrecke s = Weg 











Bild 2-1 Prinzip einer Positionierung 


Geregeltes Positionieren mit Geber 
Geregeltes Positionieren ist: 
e geschwindigkeitsrichtige Führung des Antriebs während des Bewegungsablaufs 


e Vorgabe einer Zielposition und zielgenaues Einfahren der Achse in die pro- 
grammierte Zielposition 


« |stwerterfassung am angeschlossenen Geber (Inkremental- oder Absolutgeber) 
e Halten der Achse auf einer Position bei Einwirkung von Störgrößen 
e bei Servoantrieben wird die + 10 V-Schnittstelle genutzt 


e bei Schrittantrieben werden die Puls-/Richtungsausgänge genutzt 


Gesteuertes Positionieren mit Schrittantrieb 
Positionieren mit Schrittmotor ist: 
e geschwindigkeitsrichtige Führung des Antriebs während des Bewegungsablaufs 


e Vorgabe einer Zielposition und zielgenaues Einfahren der Achse in die pro- 
grammierte Zielposition 


e Istwertbildung durch die Puls-/Richtungssignale 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 2-1 


Grundlagen zum Positionieren 





Aufbau der Positioniereinrichtung 


Im Bild 2-2 ist der Aufbau einer Positioniersteuerung mit FM 453 für einen Kanal 































































































































































































































































































Motor (M) 



























































G Geber i} 


Hardwareend 
schalter ii 


mechanische 
Übertragungselemente 





dargestellt. 
CPU 
NOT-AUS Datz SER 
1 a 
nn Stellsignal z] 
Sicherheits- Leistungsteil 4—7 
einrichtung 
ol 
| Istposition Parametrieren/ 
Der Programmieren 
| 
' Bewegung | PG/PC 
1 -.—n | 
E n A 


A. | 


"FM 453 parametrieren” 
“Funktionsbausteine” 











Bild 2-2 Aufbau der Positionierung (Beispiel) 


FM 453 


Positionieren mit Ausgabe eines analogen Stellsignales für den Servoantrieb bzw. 
Pulsen für den Schrittantrieb. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
2-2 A5E00056647-005 


Grundlagen zum Positionieren 





Leistungsteil 


Das Leistungsteil verarbeitet das Stellsignal und stellt dem Motor die entspre- 
chende elektrische Leistung zur Verfügung. 


Das Leistungsteil kann sein: 
e Servoantrieb z. B. SIMODRIVE 611-A 
e Schrittantrieb z. B. STEPDRIVE 


Motor 
Der Motor wird vom Leistungsteil angesteuert und treibt die Achse an. 
Der Motor kann sein: 
e Servomotor z. B. 1FT5 
e Schrittmotor z. B. SIMOSTEP 


Geber 


Der Geber erfasst die Bewegung der Achse. Er liefert Impulse zur FM 453. Die 
Anzahl der Impulse ist proportional zur bewegten Strecke. Schrittmotorbetrieb ist 
auch ohne Geber möglich. 


CPU 


Die CPU führt das Anwenderprogramm aus. 


Mech. Übertragungselemente 


Zu den mechanischen Übertragungselementen gehören neben der Achse auch 
Getriebe und Kupplungssysteme. 


Peripherie 


Alle anderen zusätzlichen Einrichtungen werden unter dem Begriff Peripherie zu- 
sammengefasst. 


Hauptsächlich gehören dazu: 


e die Endschalter zum Begrenzen des Positionierbereiches (Sicherheitseinrich- 
tungen) 


e das PG/PC dient zum: 
- parametrieren mit der Parametriersoftware ”FM 453 parametrieren” 
- programmieren der FM 453 mit Funktionsbausteinen 


- Test/Inbetriepbnahme 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 2-3 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Ein- und Ausbauen 


Kapitelübersicht 




















Kapitel Titel Seite 
3.1 Einbau der FM 453 3-2 
3.2 Ausbau der FM 453 3-3 
3.3 Baugruppentausch 3-4 








Übersicht 


Die Positionierbaugruppe FM 453 kann wie eine Signalbaugruppe beliebig in einem 


Zentralgerät oder in Erweiterungsgeräten (EG1...6) eingebaut werden. 


Projektieren des mechanischen Aufbaus 


Welche Möglichkeiten Sie für den mechanischen Aufbau haben und wie Sie bei der 
Projektierung vorgehen müssen, finden Sie im Installationshandbuch Automatisie- 
rungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen. 


Wichtige Sicherheitsregeln 


Für die Integration einer S7-400 mit einer FM 453 in eine Anlage bzw. ein System 


gibt es wichtige Regeln, die Sie beachten müssen. 


Diese Regeln und Vorschriften sind in dem Installationshandbuch Automatisie- 


rungssystem S7-400/M7-400; Aufbauen erläutert. 


Baugruppentausch 


Ein Tausch der Baugruppe ist im Betrieb des Automatisierungsgerätes möglich. 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


3-1 


Ein- und Ausbauen 





3.1 Einbau der FM 453 


Regeln 


Für den Einbau der FM 453 sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (EGB- 
Richtlinien) erforderlich. 





Hinweis 


Beachten Sie bitte Anhang B im Installationshandbuch Automatisierungssystem 
S7-400/M7-400, Aufbauen. 





Benötigtes Werkzeug 


Schraubendreher 4,5 mm 


Vorgehen 
Gehen Sie wie folgt vor, um die FM 453 einzubauen: 
1. Hängen Sie die FM 453 oben ein und schwenken Sie sie nach unten. 
. Schrauben Sie die FM 453 fest (Drehmoment ca. 0,8 ...1,1 Nm). 
. Befestigen Sie die D-Sub-Stecker zu den Gebern und zur Antriebseinheit. 
. Befestigen Sie den Frontstecker. 


. Stecken und verriegeln Sie die Abdeckhaube. 


9 oao A OOD 


. Nachdem die Baugruppen montiert sind, können Sie ihnen noch je eine Steck- 
platznummer zuweisen. Dazu gibt es Steckplatzschilder, die dem Baugruppen- 
träger beigelegt sind. 


Nach welchem Schema Sie die Numerierung vornehmen müssen und wie Sie 
die Steckplatzschilder stecken, finden Sie im Installationshandbuch Automati- 
sierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen. 





Hinweis 


Der Steckplatz bestimmt die Anfangsadresse jeder Baugruppe. 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
3-2 A5E00056647-005 


Ein- und Ausbauen 





3.2 Ausbau der FM 453 


Regeln 


Für den Ausbau der FM 453 sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (EGB- 
Richtlinien) erforderlich. 





Hinweis 


Beachten Sie bitte Anhang B im Installationshandbuch Automatisierungssystem 
S7-400/M7-400, Aufbauen. 





Benötigtes Werkzeug 


Schraubendreher 4,5 mm 


Vorgehen 


Gehen Sie wie folgt vor, um die FM 453 auszubauen: 


1: 


2 
3 
4. 
5 


Lösen Sie den Frontstecker und ziehen Sie ihn ab. 


. Entriegeln Sie die Abdeckhaube. 


. Lösen Sie die D-Sub-Stecker zu den Gebern und zur Antriebseinheit. 


Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Baugruppe. 


. Schwenken Sie die Baugruppe aus dem Baugruppenträger und hängen Sie die 


Baugruppe aus. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


3-3 


Ein- und Ausbauen 





3.3 Baugruppentausch 


Übersicht 


Wenn eine defekte FM 453 getauscht werden muss und für die Parametrierung 
kein PG/PC zur Verfügung steht bzw. der Tausch bei eingeschalteter Anlage erfol- 
gen soll, dann ist schon bei der Inbetriebnahme der Anlage (CPU, FM) folgendes 
zu beachten: 


e Zum Abschluss der Inbetriebnahme ist ein SDB > 1 000 zu erzeugen (Abspei- 
chern der Parametrierdaten) siehe Kapitel 5.5. 


e im Anwenderprogramm 
- Einbinden des OB 83 “Ziehen-/Steck-Alarm” siehe Kapitel 6 


- Kommunikation mit der FM 453 bei gezogener FM unterbrechen und bei 
gesteckter FM wieder aufnehmen. 


- Werden Daten/Parameter während des Betriebes geändert und remanent in 
der FM gespeichert, so beachten Sie Kapitel 9.3.1. 


Tausch einer FM 453 


3-4 


Wenn Sie eine schon parametrierte aber defekte FM 453 tauschen wollen, gehen 
Sie wie folgt vor: 


1. FM 453 bei ausgeschalteter Anlage tauschen 








FM 453 ausbauen It. Kap. 3.2 






























































1 
FM 453 einbauen It. Kap. 3.1 
y 
Anlage einschalten 
y 
N ; 
entsprechender SDB > 1 000 in nein 
der CPU vorhanden?) | 
7 
ja 
FM 453 wird automatisch FM neu parametrieren 
parametriert — PG/PC erforderlich 
FM 453 betriebsbereit = 











1) Wie Sie einen SDB > 1 000 nach Abschluss der Inbetriebnahme erstellen und in die CPU laden, 
ist im Kap. 5.5 beschrieben. 











Bild 3-1 Tausch der FM 453 bei ausgeschalteter Anlage 


2. FM 453 bei eingeschalteter Anlage tauschen 
CPU ist im “STOP”: — siehe 1. 
CPU bleibt in “RUN”: 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Ein- und Ausbauen 














FM 453 ausbauen It. Kap. 3.2 


i 


FM 453 wurde im Anwender- 
programm in den OB 83 einge- 
bunden siehe Kap. 6 


y ja 
1. FM 453 einbauen 


2. D-Sub-Stecker stecken 
3. Frontstecker stecken 








nein 





J 








CPU geht in “STOP” 








weiter s. O. 
| Neuanlauf der FM 453 


entsprechender SDB > 1000in ) Nein 
der CPU vorhanden?) 











J 





ja 


FM 453 wird automatisch parametriert 








FM 453 betriebsbereit 








FM 453 nicht betriebsbereit 














1) 





Wie Sie einen SDB > 1 000 nach Abschluss der Inbetriebnahme erstellen und in die CPU laden, 
ist im Kap. 5.5 beschrieben. 








Bild 3-2 Tausch der FM 453 bei eingeschalteter Anlage 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


3-5 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 4 


Kapitelübersicht 























Kapitel Titel Seite 
4.1 Verdrahtungsschema einer FM 453 4-3 
4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle 4-6 
4.3 Anschließen der Antriebseinheit 4-14 
4.4 Beschreibung der Messsystem-Schnittstelle 4-18 
4.5 Anschließen der Geber 4-23 
4.6 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle 4-25 
4.7 Verdrahtung der Frontsteckers 4-33 

















Sicherheitsregeln 


Für den sicheren Betrieb Ihrer Anlage sind zusätzlich folgende Maßnahmen zu 
ergreifen und an Ihre Bedingungen anzupassen: 


e Ein NOT-AUS-Konzept nach gültigen Regeln der Technik (z. B. Europäische 
Normen EN 60204, EN 418 und verwandte). 


e Zusätzliche Maßnahmen zur Endlagenbegrenzung von Achsen (z. B. Hardwa- 
reendschalter). 


e Einrichtungen und Maßnahmen zum Schutz von Motoren und Leistungselektro- 
nik nach Maßgabe der Aufbaurichtlinien von SIMODRIVE und 
FM STEPDRIVE/SIMOSTEP. 


Zusätzlich empfehlen wir zur Identifikation von Gefahrenquellen für die Gesamtan- 
lage eine Risikoanalyse nach den Grundlegenden Sicherheitsanforderungen / 
Anlage 1 der EG Maschinenrichtlinie durchzuführen. 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-1 


Verdrahten 





Weitere Literatur 


Beachten Sie bitte auch die folgenden Kapitel im Installationshandbuch Automati- 
sierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen: 


e Blitzschutz und Überspannungsschutz: Anhang A.5 


e Richtlinie zur Handhabung elektrostatisch gefährdeter Baugruppen (EGB): An- 
hangB. 


e Projektieren des elektrischen Aufbaus: Kapitel 4. 


Als weitere Informationsquelle zum Thema EMV-Richtlinien empfehlen wir Ihnen 
die Beschreibung: Ausrüstungen für Bearbeitungsmaschinen, EMV-Richtlinien für 
WS/WF-Technik, Bestellnummer: 6ZB5 440-0Q0X01-0BA1. 


Normen und Vorschriften 


4-2 


Beim Verdrahten der FM 453 müssen Sie die entsprechenden VDE-Richtlinien be- 
achten. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





4.1 


FM 453 mit Servoantrieb 


Verdrahtungsschema einer FM 453 


Das Bild 4-1 zeigt Ihnen wie die einzelnen Komponenten der Positioniersteuerung 
mit der FM 453 und Servoantrieb miteinander verbunden werden. 

























































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































sit 19 53] er 
8 5 B8B PG/PC 
ao00o00g g59 
ACODOTD (mimi) 
PS CPU FM 453 
| pa CEN KENN ECAN KEN (KCA KENKEN KEA KEA EN EET ETET EE 
5i 6i 7 || 8i 9 10) 11| 121 13) 14 15 | 16 || 17 || 18 
N] N] N] N] N N N] N] N] N] N N] N] 
=) [em 
B 
a 
©' 5 
Verbindungskabel Anschluss der © e 
MPI Masse der 
Lastspannung 
[Z 
dl Seren 
Kanal 1...3 Frontstecker X1 
nl O s 
X2...X4 = | 
al F 
X5 
[=] el h 
| dig. Ausgänge 
E z. B. Drehrichtung 
Messsystem- dio. Einaä 
s kabel ig. Eingänge 
Sollwertkabe ~ z. B. Messtaster 
z. B. Inkremental- O A 
geber mit RS 422 f 
z. B. ROD 320 l 
= (Einbaugeber in l 
1FT5-Motor) l T |D |0 
I Antriebsgerät 
z P Abgoutgeber Ty : | | | z. B. SIMODRIVE 611-A 
— 2 I /ı 1 |ı 
z. B. Linearmaßstab 
; o [seven 
mit EXE SIMODRIVE 
Bild 4-1 Übersicht Verbindungskabel FM 453 mit Servoantrieb (Beispiel) 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


4-3 


Verdrahten 





FM 453 mit Schrittantrieb 


Das Bild 4-2 zeigt Ihnen wie die einzelnen Komponenten der Positioniersteuerung 
mit der FM 453 und Schrittantrieb miteinander verbunden werden. 















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































— Zr o00 
o o 900 BT 
5 5 858 PG/PC 
Dr Soooaco 888 
anaadadanm o00 
PS CPU FM 453 
f o o © © © © © © © © © © 
mn || EEE BEE EEE | nun | mE || amn ||| amm || mm LT LT LT LT 
— 5i 6l 7 || 8i 9 10) 11|| 121 13| 14| 15 || 16 || 17 || 18 
N N N N N N ig ig N N A 
L == [em 
B 
© 
Verbindungskabel MPI ° 
[0] 
Antriebsgerät 
z. B. FM STEPDRIVE = &j 
Gem) mn = el a BDANHAADADD A MHS 
© 
| | A Frontstecker X1 
© © 
dig. Ausgänge 
f z. B. Drehrichtung 
: | X5 dig. Eingänge 
z. B. Messtaster 
Sollwertkabel 














Bild 4-2 Übersicht Verbindungskabel FM 453 mit Schrittantrieb (Beispiel) 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
4-4 ASE00056647-005 


Verdrahten 





Verbindungskabel 


In der Tabelle 4-1 sind die Verbindungskabel für eine Positioniersteuerung mit 
FM 453 aufgelistet. 


Tabelle 4-1 Verbindungskabel einer Positioniersteuerung mit FM 453 
























































































































































Typ Bestell-Nr. Beschreibung 
MPI-Kabel siehe Katalog ST 70, Best.-Nr. Verbindung zwischen BT, PG 
E86060-K4670-A101-A und S7-400 CPU 
Sollwertkabel 6FX2 002-3ADO1-1 0 Verbindung zwischen FM 453 
siehe Katalog NC Z und Servoantrieb SIMODRIVE 
Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A| 611-A+10V ; drei Kanäle 
Sollwertkabel 6FX5 002-3AB04-1 Verbindung zwischen FM 453 
und Schrittantrieb FM STEP- 
DRIVE; drei Kanäle 
Sollwertkabel 6FX2 002-3AB02-1 Verbindung zwischen FM 453, 
einem Schrittatrieb und zwei 
Servoantriebe 
Sollwertkabel 6FX2 002-3AB03-1 Verbindung zwischen FM 453, 
zwei Schrittantrieben und einem 
Servoantrieb 
Messsystemka- | 6FX2 002-2CD01-1 0 Inkrementalgeber mit RS 422 
bel siehe Katalog NC Z und FM 453 
Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A (EXE mit Linearmaßstab) 
Messsystemka- | 6FX2 002-2CE01-1 0 Geber ROD 320 mit Motor 1FT5 
bel siehe Katalog NC Z und FM 453 
Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A| 
Messsystemka- | 6FX2 002-2CC01-1 0 Anschluss von Absolutgeber 
bel siehe Katalog NC Z (SSI) und FM 453 
Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A| 





























Frontstecker 


Für die Verdrahtung der digitalen Ein-/Ausgänge benötigen Sie einen Frontstecker 
48polig. Dieser muss separat bestellt werden. 


Der Frontstecker ist in drei Ausführungen erhältlich: 
e mit Schraubkontakten Bestell-Nr.: 6ES7 492-1 ALOO-0AAO 
e mit Federklemmen Bestell-Nr.: 6ES7 492-1BL00-0AAO 
e mit Crimkontakten Bestell-Nr.: 6ES7 492-1CL00-0AAO 
siehe Katalog ST 70, Bestell-Nr. E86060-K4670-A101-A 














Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-5 


Verdrahten 





4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle 


Stecker zum Antriebsgerät 


An dem 50poligen D-Sub-Stecker X5 der FM 453 können Leistungsteile mit Ana- 
log-Schnittstelle (+ 10 V) oder Schrittmotor-Leistungsteile angeschlossen werden, 
die mindestens über einen Takt- und Richtungseingang verfügen. Dabei sind 
Mischkonfigurationen für maximal drei Antriebe möglich. 


Die FM 453 stellt darüberhinaus pro Kanal ein Freigabe-Signal bereit. 


Lage des Steckers 


Im Bild 4-3 ist die Einbaulage und die Bezeichnung des Steckers auf der Bau- 
gruppe dargestellt. 








oo+l00+ ANALOG OUT 
n STEP. CONTR. 
A : (1...3) 
































\ 








Ww 


......—.—.—. ..,...0....u= 





© 














































































































EINE a a  EIEIEIETENT 
IT 
a 
te] 
@ 
[*} 
l 






































o | 


























x 
(ó 





non 


FM 453 











Bild 4-3 Lage des Steckers X5 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
4-6 A5E00056647-005 


Verdrahten 





Belegung des Steckers 


Steckerbezeichnung: X5 ANALOG OUT / STEP. CONTR. / (1...3) 
Steckertyp: 50polige D-Sub-Stiftleiste 


Tabelle 4-2 Belegung des Steckers X5 


n| neme [een Name e en Name Te] 
II m S e e ICH a a 
a e ofe een o fe m o 
HEHE sm fofa wee CH EEE 
a e fofa een oja e jo 
5] aa foje) em f fe aan To] 
s) m foja) œ | EC ma |o 
Eem EE EE 

KA 


en jojs| ow | [af om 


CH ICH 
Kor en Eu a m la ee 
9] Fmimoosre | o | 2s | Pumeeooste | o | | Pwvaeoosrs 

zen Pr zn Pf an 

BOOST1 N BOOST2_N BOOST3_N 

o ean o o een a e eoan 
a | memea | for | nennen ar nms S 
o ea e e rea f e me EHE 


ep me e e m NE e 
we e e E BE e ee IE 





Signalnamen 


für Schrittantriebe: 


PULSE]1...3], PULSE[1...3]_N Taktimpuls wahr und negiert 
DIR[1...3], DIR[1...3]_N Richtungssignal wahr und negiert 
ENABLE[1...3], ENABLE[1...3] _N Freigabesignal wahr und negiert 
PWMT!...3/BOOSTT1...3], Stromsteuerung wahr 

PWM[1...3] _(N/BOOSTT1...3]_N Stromsteuerung negiert 
READY1[1...3]_N Bereitschaftsmeldung 1 

GND Signalmasse 

für Analogantriebe: 

SW[1...3] Sollwert 

BS[1...3] Bezugspotential für Sollwert (Analogmasse) 


RF[1.1...3.1], RF[1.2...3.2] Kontakt Reglerfreigabe 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-7 


Verdrahten 





Signaltyp 


4-8 





O Signalausgang 

| Signaleingang 

VO Spannungsausgang 
K Schaltkontakt 
Hinweis 


Alle Signale können bezüglich ihres Aktivpegels über MD37 (siehe Kapitel 5.3.1, ) 
parametriert werden. Vergewissern Sie sich in der technischen Dokumentation 
Ihres Antriebsgerätes über die Zuordnung der Signalpegel zur Drehrichtung. 
Nachfolgende Signalbeschreibungen beziehen sich auf: 

e Servoantrieb SIMODRIVE 611-A 

e Schrittantrieb FM STEPDRIVE 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





Servoantriebe 


Ausgangssignale: 


Pro Kanal wird ein Spannungs- und ein Freigabesignal bereitgestellt. 


SOLLWERT (SW) 


Analoges Spannungssignal im Bereich von + 10 V zur Ausgabe eines Dreh- 
zahl-Sollwertes. 


BEZUGSSIGNAL (BS) 


Bezugspotential (Analog-Masse) für das Sollwertsignal, intern mit Logik-Masse 
verbunden. 


REGLERFREIGABE (RF) 


Relaiskontaktpaar, mit dem die achsspezifischen Freigaben des Leistungsteils, 
z. B. eines SIMODRIVE-Antriebsgerätes, geschaltet wird. Die FM 453 aktiviert 
dieses Signal, wenn der zyklische Steuerungsbetrieb aufgenommen wird, d. h., 
wenn Hochlauf und Parametrierung erfolgreich abgeschlossen wurden und der 
Anwender die Einzeleinstellung “Reglerfreigabe” aktiviert hat. Voraussetzung 
jedoch ist, dass im MD37 “Reglerfreigabe aktiv” eingeschaltet wurde. 


Signalparameter der Ausgänge 


Der Sollwert wird als analoges Differenzsignal ausgegeben. 















































Tabelle 4-3 Elektrische Parameter des Sollwertsignals 
Parameter min max Einheit 
Nennspannungsbereich -10 10 V 
Ausgangsstrom -3 3 mA 
Auflösungseinheit des D/A-Wandlers: 15 Bit + Vorzeichen 
Die Achsfreigaben werden über Relaisausgänge (Schließer) geschaltet. 
Tabelle 4-4 Elektrische Parameter der Relaiskontakte 
Parameter max Einheit 
Schaltspannung 50 V 
Schaltstrom 1 A 
Schaltleistung 30 VA 
Verbindungskabel 
zulässige Länge: maximal 35 m 
PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-9 





Verdrahten 





Schrittantriebe 


Pro Kanal wird ein Takt-, Richtungs- und Freigabesignal als wahres und negiertes 
Signal bereitgestellt. Zusätzlich kann ein weiteres Signal pro Kanal zur Strom- 
steuerung parametriert werden. 


PULSE (TAKT) 


Die Taktimpulse steuern den Motor. Bei jeder steigenden Impulsflanke führt der 
Motor einen Schritt aus. 


Die Anzahl der ausgegebenen Impulse bestimmt somit den Drehwinkel, d. h. 
den zu verfahrenden Weg. 


Die Impulsfrequenz bestimmt die Drehgeschwindigkeit, d. h. die Verfahrge- 
schwindigkeit. 


DIRECTION (RICHTUNG) 
Der ausgegebene Signalpegel bestimmt die Drehrichtung des Motors. 


Signal EIN: "Linksdrehung” 
Signal AUS:  ”Rechtsdrehung” 








PULSE [en 








DIRECTION x 











minimal 20 ns 


ENABLE (FREIGABE) 


Die FM 453 aktiviert dieses Signal, wenn der zyklische Steuerungsbetrieb auf- 
genommen wird. 


Signal EIN: Leistungsansteuerung freigegeben 
Signal AUS: Leistungsansteuerung gesperrt, Motor stromlos 


PWM / BOOST 
Dieses Signal dient der Beeinflussung des Motorstromes. 


In der Funktion "PWM” wird ein pulsweitenmoduliertes Signal ausgegeben, mit 
dem sich der Motorstrom zwischen 0 und 100 % einstellen lässt. 


Mit der Funktion ”BOOST” kann der Motorstrom überhöht werden: 


Signal EIN: Motorstrom erhöht 
Signal AUS: Motorstrom normal 


Die Parametrierung dieser Signale erfolgt über Maschinendaten (siehe MD37, 
Kap. 5.3.1). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





Signalparameter der Ausgänge 


Alle Ausgangssignale werden über Differenzsignal-Leitungstreiber nach RS 
422-Norm ausgegeben. Das Leistungsteil sollte für optimale Störsicherheit über 
Differenzsignal-Empfänger oder Optokoppler-Eingänge verfügen, so dass eine 
symmetrische Signalübertragung möglich ist. Eine unsymmetrische Übertragung 
ist auch möglich, allerdings ist hier die maximale Kabellänge auf 10 m begrenzt. 





Hinweis 


Bei unsymmetrischer Übertragung kann auf Grund der unterschiedlichsten nicht 
genormten Eingangsschaltungen der Antriebsgeräte keine Gewähr für die Funk- 
tion übernommen werden. Insbesondere hängen Leitungslänge und Grenzfre- 
quenz von den Eigenschaften der Eingangsschaltung und der verwendeten Lei- 
tung ab. Des Weiteren soll das Bezugspotential GND potentialfrei sein, um Stör- 
beeinflussungen zu vermeiden. 





Tabelle 4-5 Elektrische Parameter der Signalausgänge für Schrittantriebe 


























Parameter min max | Einheit bei 

Differenzausgangsspannung Vo 2 V RL = 100 Q 
3,7 V lo = -30 mA 

Ausgangsspannung ”High” VoH 45 7 lo = -100 uA 

Ausgangsspannung ”Low” VoL 1,1 V lo = 30 mA 

Lastwiderstand RL 55 Q 

Ausgangsstrom lo +60 |mA 

Impulsfrequenz fp 1 MHz 




















Verbindungskabel 


zulässige Länge (I ): 
bei symmetrischer Übertragung 35 m 
bei unsymetrischer Übertragung 10 m 


Eingangssignal 
READY1_N (BEREIT) 
Dieser Eingang ist potentialgebunden und arbeitet mit 5 V-Pegel, es kann ein po- 


tentialfreier Ausgang (Schaltkontakt oder Optokoppler) angeschlossen werden. Die 
FM 453 wertet diesen Eingang als Bereitschaftsmeldung vom Leistungsteil. 


Eine alternative Anschlussmöglichkeit besteht über den Frontstecker X1 (READY2 
siehe Kapitel 4.6). Z. B. bei Schrittbetrieb Kanal 1...3 in Verbindung mit Kabel 
6FX2 002-3AB04-1 














PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-11 


Verdrahten 





Die Verwendung von READY1_N und READY2 wird entsprechend Anlagenkonfi- 
guration im Maschinendatum (siehe MD37, Kapitel 5.3.1, ) parametriert. 


Signalparameter des Eingangs 


Tabelle 4-6 Elektrische Parameter des Signaleingangs "READY1_N” 











Parameter Wert Einheit Anmerkung 
1-Signal, Spannungsbereich Vu 3,5...5,5 |V oder Eingang offen 
0-Signal, Spannungsbereich V -1,5..1 IV 
0-Signal, Eingangsstrom IL -1,5...-3 | MA 




















Signalbeschaltung (Ausgangssignale) 
Das Bild 4-4 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Signalbeschaltung. 





Symmetrische Übertragung mit potentialfreiem Differenzeingang nach RS 422 


FM 453 I < 35m Leistungsteil 


eo > 



































GND 


Symmetrische Übertragung mit potentialfreiem Optokopplereingang 


| < 35m 


DOSE: 








lo, 












































GND 


Unsymmetrische Übertragung mit potentialfreiem Optokopplereingang 


I= 10m 


DOOOT 4 





lo, 


















































GND 
Bild 4-4 Beschaltungsmöglichkeiten der Ausgangssignale der Antriebs-Schnittstelle 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
4-12 A5E00056647-005 


Verdrahten 





Signalbeschaltung des Eingangs ”"READY1_N” 


Das Bild 4-5 zeigt Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Signalbeschaltung des 


Einganges "READY1_N”. 








Ansteuerung des ”"READY1_N”-Eingang durch potentialfreien Kontakt 












































| < 35m 


+ >» 





Leistungsteil FM 453 
| < 35m 5V 
+ | 
2k 
Í x X IN x j É 
GND 


Ansteuerung des ”READY1_N”-Eingang durch potentialfreien Optokoppler 





2k 




















5V 

















HTO 








IN 


























GND 








Bild 4-5 Beschaltung des Eingangs "READY1_N” 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


4-13 


Verdrahten 





4.3 Anschließen der Antriebseinheit 





h Gefahr 
Es sind nur Antriebe mit sicherer Trennung erlaubt. 





Verbindungskabel anschließen 


Beachten Sie folgendes: 





Hinweis 

Verwenden Sie nur geschirmte paarig verdrillte Leitung, der Schirm muss mit dem 
metallischen bzw. metallisierten Steckergehäuse auf der Steuerungsseite verbun- 
den sein. Um niederfrequente Störungen vom analogen Sollwertsignal fernzuhal- 
ten, empfehlen wir, den Schirm auf der Antriebsseite nicht zu erden! 

Die als Zubehör angebotene konfektionierte Leitung bietet optimale Störsicherheit. 





Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
4-14 A5E00056647-005 


Verdrahten 





Anschluss von Servoantrieben 
Für Servoantriebe benutzen Sie die + 10 V-Schnittstelle. 
Gehen Sie wie folgt vor: 


1. Verdrahten Sie das freie Kabelende des Verbindungskabels an den Klemmen 
des Antriebsgerätes. (Die Klemmenbezeichnungen an den Kabelenden geben 
die entsprechenden Klemmen für SIMODRIVE-Geräte an). 


2. Öffnen Sie die Abdeckhaube und stecken Sie die D-Sub-Buchse an der Bau- 
gruppe an. 


3. Arretieren Sie den Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie die 
Abdeckhaube. 


Verbindungskabel 


Das Verbindungskabel ist eine konfektionierte Leitung für drei Kanäle mit Analog- 
Schnittstelle, Klemmenbezeichnung für SIMODRIVE-Antriebsgeräte. 


Bestell-Nr.: 6FX2 002-3AD01-1 


























Das Verbindungskabel ist in verschiedenen Längen beziehbar. 
siehe Katalog NC Z, Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A 














Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen den Anschluss der FM 453 mit einem 
SIMODRIVE 611-A-Antriebsgerät. 





















































































































































































































































D00+00+ 
4 
Verbindungskabel 
ERR | y 
FM 453 
READY2 (Kanal 1...3) 





Antriebsgerät 


SIEMENS] z. B. SIMODRIVE 611-A 
SIMODRIVE 









































Bild 4-6 Anschluss eines SIMODRIVE 611-A-Antriebsgerätes 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-15 


Verdrahten 





Anschluss von Schrittantrieben 


Gehen Sie wie folgt vor: 


J 


Öffnen Sie die Abdeckhaube der FM 453 und stecken Sie die D-Sub-Buchse an 
der Baugruppe an. 


. Arretieren Sie den Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie die 


Abdeckhaube. 


. Öffnen Sie die Fronttür des FM STEPDRIVE und stecken Sie die D-Sub- 


Stecker am Schrittantrieb an. 


. Arretieren Sie den Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie die 


Fronttür. 


Verbindungskabel 


Das Verbindungskabel ist eine konfektionierte Leitung für drei Kanäle mit Schrittan- 
trieb. 


Bestell-Nr.: 6FX5 002-3ABO04-1 


























Das Verbindungskabel ist in verschiedenen Längen beziehbar. 


Längenschlüssel siehe Katalog NC Z, Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A 














Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen den Anschluss der FM 453 mit FM STEPDRIVE 
Antriebsgeräten. 








Antriebsgerät z. B. FM STEPDRIVE 





























00+o00+ 
© 
ml 























B 


L o T 
! fi [al 
\ 


Mi 1 


ww; st 










































































































































































































































































READY2 (Kanal 1...3) 























































































































































































































Bild 4-7 Anschluss mit FM STEPDRIVE-Antriebsgeräten 


In dieser Konfiguration mit Schrittbetrieb Kanal 1...3 muss für jeden Kanal das ex- 
terne Signal READY2 genutzt werden. 


4-16 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





Anschluss von Servo- und Schrittantrieben 


Bei Mischkonfiguration gibt es eine feste Zuordnung der Antriebe zu den Anschlüs- 
sen der einzelnen Kanäle. 


Sie beginnen immer mit den Schrittantrieben. 
Beispiel: 
Anschluss eines Schrittantriebes und zwei Servoantriebe. 


Schrittantrieb an Kanal 1 
1. Servoantrieb an Kanal 2 
2. Servoantrieb an Kanal 3 


Anschluss von zwei Schrittantrieben und einen Servoantrieb. 


1. Schrittantrieb an Kanal 1 
2. Schrittantrieb an Kanal 2 
Servoantrieb an Kanal 3 


Verbindungskabel 
Die Verbindungskabel sind konfektionierte Leitungen für drei Kanäle mit: 
e einen Schrittantriebe und zwei Servoantrieben 
- Bestell-Nr.: 6FX2 002-3AB02-1 
e zwei Schrittantriebe und einen Servoantrieb 
- Bestell-Nr.: 6FX2 002-3AB03-1 
Das Verbindungskabel ist in verschiedenen Längen beziehbar. 
Längenschlüssel siehe Katalog NC Z, Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A 













































































bo+ho+ © o |  Antriebsgerät z.B. 
N FM STEPDRIVE 
© 


































































































| 


















































































































































































































































a" READY2 (Kanal 1...3) 
X5 Ei > er 
n = | E 
FM 453 = 
Verbindungskabel 
J 





ZN SIMODRIVE 611-A 











Bild 4-8 Anschluss mit FM STEPDRIVE- und SIMODRIVE Antriebsgeräten 


In beiden Konfigurationen ist eine alternative Nutzung des Signales READY2 
möglich. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-17 


Verdrahten 





4.4 


Buchsen zum Geber 


Lage der Buchsen 


Beschreibung der Messsystem-Schnittstelle 


Für jeden Kanal ist eine 15polige D-Sub-Buchse zum Anschluss von Inkremental- 
geber oder Absolutgeber (SSI) vorhanden. 


Im Bild 4-9 ist die Einbaulage und die Bezeichnung der Buchse auf der Baugruppe 


dargestellt. 





œ 


Kanal 1 






















































































































































































































A E E E: E e E > 


x2 Kanal 2 


1 


ENCODER 2 Kanal 3 














ENCODER 3 





Bild 4-9 


Lage der Buchsen X2 bis X4 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





Belegung der Buchsen 


Bezeichnung: X2, X3, X4 


ENCODER 1...3 



































Typ: 15polige D-Sub-Buchsenleiste 
Tabelle 4-7 Belegung der Buchsen X2...X4 
Geber Geber 
Pin inkremental | Absolut YP Pin | inkremental | Absolut | 'YP 
1 nicht belegt 9 MEXT VO 
2 CLS O 10 N | 
3 CLSN |O 11 INN l 
4 P5EXT VO 12 BN | 
5 P24EXT VO 13 B | 
6 P5EXT VO 14 AN DATAN || 
7 MEXT VO 15 A DATA | 
8 nicht belegt 


























Signalnamen 


Signaltyp 


A,A N 
B, B_N 

N, N_N 

CLS, CLS_N 
DATA, DATA_N 
P5EXT 
P24EXT 
MEXT 


VO 


Spur A wahr und negiert (Inkrementalgeber) 

Spur B wahr und negiert (Inkrementalgeber) 
Nullmarke wahr und negiert (Inkrementalgeber) 
SSl-Schiebetakt wahr und negiert (Absolutgeber) 
SSl-Daten wahr und negiert (Absolutgeber) 
Versorgung +5,2 V (Pin 4 und 6 intern verbunden) 
Versorgung +24 V 

Versorgung Masse 


Spannungsausgang (Versorgung) 
Ausgang (5 V-Signal) 
Eingang (5 V-Signal) 


Anschließbare Gebertypen 


Inkrementalgeber oder Absolutgeber (SSI) sind direkt anschließbar (z. B. digital-ro- 
torische Geber), die Auswahl erfolgt über Maschinendaten. 


Geber mit SINUS/COSINUS-Signalen (z. B. Längenmaßstäbe) können über eine 
externe Impulsformer-Elektronik (EXE) angeschlossen werden, welche die Signale 


auf 5 V-Pegel u 


msetzt. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


4-19 





Verdrahten 





Eigenschaften der Geber 


4-20 


Die direkt anschließbaren Geber (bzw. EXEn) müssen folgende Bedingungen ein- 
halten: 


Inkrementalgeber 


Übertragungsverfahren: Differenzübertragung mit 5 V- Rechtecksignale 
(wie RS 422-Norm) 


Ausgangs-Signale: Spur A als wahres und negiertes Signal (Uz1, Ua1) 


Spur B als wahres und negiertes Signal (Ua2, Ua>) 

Null-Signal N als wahres und negiertes Signal (Uao, Uao) 

Beim Anschluss eines Inkrementalgebers beachten Sie bitte, 
dass zum Zeitpunkt des Nullimpulses (wahres Signal) die 
Signale der Spur A und B auch “wahr” sein müssen. 
Gegebenenfalls ist dann das negierte Signal zu verdrahten 
und eventuell eine Richtungsanpassung (MD19) vorzunehmen. 
Signal “1” > 2,4 V 

Signal “0” < 0,8 V 


max. Ausgangsfrequenz: 1 MHz 


Phasenverschiebung 
der Spuren A zu B: 90° +30° 


Stromaufnahme: max. 300 mA 


Absolutgeber (SSI) 


Übertragungsverfahren: Synchron-Serielles Interface (SSI) mit 

5 V-Differenzsignalübertragung (wie RS422-Norm) 
Ausgangs-Signal: Daten als wahres und negiertes Signal 
Eingangs-Signal: Schiebetakt als wahres und negiertes Signal 
Auflösung: max. 25 Bit 


max. Übertragungsfrequenz: 1,25 MBit/s 


Stromaufnahme: max. 300 mA 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





Geberversorgung 


Die Versorgungsspannung 5 V oder 24 V für die Geber wird baugruppenintern aus 
der extern einzuspeisenden Hilfsspannung 1L+ mit Bezug 1M erzeugt und liegt mit 
auf der D-Sub-Buchse, so dass Sie ohne zusätzlichen Verdrahtungsaufwand die 
Geber über das Verbindungskabel versorgen können. Die bereitgestellte Spannung 
ist elektronisch gegen Kurzschluss und thermische Überlastung gesichert und wird 
überwacht. 


Forderung an die Hilfsspannungsversorgung: 


Die 24 V Gleichspannung muss als Funktionskleinspannung mit sicherer Trennung 
(PELV) erzeugt sein. 


Zwischen Massebezug 1M und dem Bezugspotential der CPU (siehe Bild 4-1 “An- 
schluss der Masse der Lastspannung”) ist ein Potentialausgleich erforderlich. 


Tabelle 4-8 Elektrische Parameter der Geberversorgung 
























































Parameter min max Einheit 

5 V-Versorgung 

Spannung 5,1 5,3 V 

Welligkeit 50 MVss 

Strombelastbarkeit pro Kanal 0,3 A 

24 V-Versorgung 

Spannung 20,4 28,8 V 

Welligkeit 3,6 Vss 

Strombelastbarkeit pro Kanal 0,3 A 
Hinweis 


24 V-Geber, die über X2, X3, X4 mit Spannung versorgt werden, dürfen nicht im 
eingeschalteten Zustand der FM 453 angesteckt bzw. abgezogen werden. 





Fremdspannungsanschluss der Geber 


Werden die Geber mit einer Fremdspannung betrieben (Geber nutzen nicht die 
Spannungsversorgung der FM), müssen die Bezugspotentiale der beiden Span- 
nungsversorgungen verbunden werden. 


Potentialausgleich Fremdspannungsmasse mit Bezugspotential der CPU (siehe 
Bild 4-1 “Anschluss der Masse der Lastspannung”). 


Die Fremdspannungsversorgung muss als Funktionskleinspannung mit sicherer 
Trennung (PELV) erzeugt sein. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-21 


Verdrahten 





Verbindungskabel zum Geber 


4-22 


Die maximale Leitungslänge ist von der Spezifikation der Geberversorgung und 
von der Übertragungsfrequenz abhängig. Für einen störungsfreien Betrieb dürfen 
Sie bei Verwendung konfektionierter Verbindungskabel von SIEMENS folgende 
Werte nicht überschreiten: 



































Tabelle 4-9  Leitungslängen in Abhängigkeit von der Geberversorgung 
Versorgungs- i a: 
spannung Toleranz Stromaufnahme max. Leitungslänge 

5VDC 4,75 V...5,25 V < 300 mA 25m 

5VDC 4,75 V...5,25 V <210 mA 35m 

24 V DC 20,4 V...28,8 V < 300 mA 100 m 

24 V DC 11 V...30 V < 300 mA 300 m 
Hinweis 


Wollen Sie Inkrementalgeber bei Leitungslängen größer als 25 m bzw. 35 m ein- 
setzen, wählen Sie einen Typ mit 24 V-Versorgung. 





Tabelle 4-10 Leitungslängen in Abhängigkeit von der Übertragungsfrequenz 

















Geberart Frequenz max. Leitungslänge 
1 MHz 10m 
Inkrementalgeber 
500 kHz 35m 
1,25 MBit/s 10m 
Absolutgeber (SSI) : 
156 kBit/s 250 m 














Weitere Hinweise zum Geber siehe Kapitel 9.6. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


Verdrahten 





4.5 Anschließen der Geber 


Verbindungskabel anschließen 


Beachten Sie folgendes: 





Hinweis 
Verwenden Sie nur geschirmte Leitung, der Schirm muss mit dem metallischen 
bzw. metallisierten Steckergehäuse verbunden sein. 


Die als Zubehör angebotenen konfektionierten Verbindungskabel bieten optimale 
Störsicherheit sowie ausreichend bemessene Querschnitte für die Spannungsver- 
sorgung der Geber. 


Der Kabelschirm muss nahe der FM 453 und der Geber großflächig auf eine geer- 
dete Schirmschiene aufgelegt werden. 











00+00+ 








































































































































































































FM 453 







































































































































































Verbindungskabel Kanal 1...3 
| x3 | | x3 | x3 | | x3 
ù i N E 
z. B. Inkremen- z.B. | | zB. 
talgeber mit ROD 320 EEN : Linearmaßstab 
RS 422 (Einbaugeber| |9 mit EXE 
in 1FT5) 






































Bild 4-10 Anschluss Geber 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-23 


Verdrahten 





Vorgehen bei Geberanschluss 


Gehen Sie wie folgt vor, um die Geber anzuschließen: 


1. Schließen Sie die Verbindungskabel an den Gebern an. 


Bei Absolutgebern (SSI) ist gegebenfalls noch eine Konfektionierung der Lei- 
tung (Kabelende zum Geber) nach Herstellerangabe notwendig. 


2. Öffnen Sie die Abdeckhaube und stecken Sie die D-Sub-Stecker an der Bau- 


gruppe an. 


3. Arretieren Sie die Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie die 
Abdeckhaube. 


Verfügbare Verbindungskabel für Geber 


4-24 


Konfektionierte Leitung für Inkrementalgeber mit RS 422 oder EXEn 
(zum Anschluss von Linearmaßstäben) 


Bestell-Nr.: 


6FX2 002-2CD01-1 





0 





konfektionierte Leitung für Einbaugeber ROD 320 mit 17poligem Rundstecker 


Bestell-Nr.: 


6FX2 002-2CE01-1 





0 





konfektionierte Leitung für Absolutgeber (SSI) mit freiem Kabelende 


Bestell-Nr.: 


6FX2 002-2CC01-1 

















0 





Die Verbindungskabel sind in verschiedenen Längen beziehbar. 


siehe Katalog NC Z, Best.-Nr. E86060-K4490-A001-A 














Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Verdrahten 





4.6 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle 


Frontstecker 


An den 48poligen Frontstecker X1 mit Einzeldrahtanschluss können pro Kanal vier 
digitale Ein-/Ausgänge, das Null-Lagen-Signal und das Bereitschaftssignal 
(READY2) angeschlossen werden. 


Anzeigeelemente 


Der aktuelle Zustand der Peripherie-Schnittstelle wird durch die LEDs angezeigt, 
die sich neben dem Frontstecker befinden: 


e Je eine LED für INTF, EXTF und STAT 

e 3 LEDs für Eingang Null-Lagen-Signal, Kanal 1...3 

e 3 LEDs für Eingang Bereitschaftssignal 2 Kanal 1...3 
e 12 LEDs für die digitalen Eingänge 0...3, Kanal 1...3 
e 12 LEDs für die digitalen Ausgänge 0...3, Kanal 1...3 


Lage des Steckers 


Im Bild 4-11 ist die Lage des Frontsteckers und Beschriftungsschilder dargestellt. 





Beschriftungsschild Beschriftungsschild Anschlussbild 
außen im Frontstecker innen 


` 


€ 
© 






































Y i 





















































HHH 
LH HH S A HHH 7 


























6: f 
n 
Frontstecker X1 


LED-Anzeige 














L If 
Bild 4-11 Lage des Steckers X1 








À: 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-25 


Verdrahten 





Beschriftungsschilder 


4-26 


Im Bild 4-12 sind die Beschriftungsschilder der FM 453 dargestellt. 
















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































LED- Beschriftungsschild Anschlussbild Beschriftungsschild 
Anzeige außen innen im Frontstecker 
INTF N 
EXTF ER 
STAT Fa m 
1L+ 
T > 
NL ] © 
1 7 1NL 
2 — +4 2NL 
3 - >? 3NL 
1 Fr 44 1READY2 
2 T bba ze 2READY2 
3 mD 3READY2 
1M 
READY2 m 
13 1M 
14 
110 =A 110 
18. 
EN ER, 
11 a 11 
I | 
112 7 112 
113 44 113 
18 2M 
19 
210 Fr 4 210 
21 zA 14 21 
212 = I? 212 
213 rt 213 
23 2M 
24 
310 p 4 310 
31 A ~ze 31 
312 FRE + 3l2 
313 — +44 313 
2L+ $ 
2 2L+ | 
30 
1Q0 z He 1Q0 
1Q1 zH 1Q1 
1Q2 z H 1Q2 
1Q3 mipi 103 
3L+ l 
g 3L | 
36 
2Q0 st 200 
201 maia] 2Q1 
2Q2 zH 2Q2 
2Q3 zl H 2Q3 
4L+ I 
a 4L+ | 
42 
300 zH 3Q0 
3Q1 zH 3Q1 
3Q2 zH 3Q2 
3Q3 z 3Q3 
2M| C 
Tal? 
Rack-Nr. Steckplatz-Nr. |z 
Bild 4-12 Beschriftungsschilder der FM 453 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


Verdrahten 





Belegung des Steckers 






















































































Steckerbezeichnung: x1 
Steckertyp: 48poliger S7-Frontstecker für Einzeldrahtanschluss 
Tabelle 4-11 Belegung des Frontsteckers 
Klemme | Name Bedeutung 
1 M enthält Kabelbrücke zur Erkennung des gesteckten Frontsteckers 
2 FE_X1 
3 1L+ DC 24 V Hilfsspannung für Geberversorgung”) 
4 1L+ Die Klemmen 3, 4, 5 sind auf der Baugruppe gebrückt. 
5 1L+ 
6 1NL Eingang Null-Lagen-Signal von Kanal 1 
7 2NL Eingang Null-Lagen-Signal von Kanal 2 
8 3NL Eingang Null-Lagen-Signal von Kanal 3 
9 1READY2 | Eingang Bereitschaftssignal 2 von Kanal 1 
10 2READY2 | Eingang Bereitschaftssignal 2 von Kanal 2 
11 3READY2 | Eingang Bereitschaftssignal 2 von Kanal 3 
12 1M Bezugspotential für Hilfsspannung 1L+ 
13 1M Die Klemmen 12, 13, 14 sind auf der Baugruppe gebrückt. 
14 1M 
15 110 digitaler Eingang 0 von Kanal 1 
16 111 digitaler Eingang 1 von Kanal 1 
17 112 digitaler Eingang 2 von Kanal 1 
18 113 digitaler Eingang 3 von Kanal 1 
19 2M Bezugspotential für Hilfsspannung 2L+ bis 4L+3) 
20 210 digitaler Eingang 0 von Kanal 2 
21 211 digitaler Eingang 1 von Kanal 2 
22 212 digitaler Eingang 2 von Kanal 2 
23 213 digitaler Eingang 3 von Kanal 2 
24 2M Bezugspotential für Hilfsspannung 2L+ bis 4L+°) 
25 310 digitaler Eingang 0 von Kanal 3 
26 311 digitaler Eingang 1 von Kanal 3 
27 312 digitaler Eingang 2 von Kanal 3 
28 313 digitaler Eingang 3 von Kanal 3 

















1) Bei Anwendungen mit Geber muss 1L+ mit Bezug 1M immer an eine 24 V Hilfsspan- 
nung angeschlossen sein und 1M ist mit dem Bezugspotential der CPU zu verbinden 
(siehe Bild 4-1 “Anschluss der Masse der Lastspannung”). 

2) Wird dieser Kanal funktionsmäßig nicht verwendet, so muss die zugehörige Hilfsspannung 
nicht angeschlossen werden. 

3) Die Klemmen 19, 24, 47, 48 (Bezugspotential 2M) sind auf der Baugruppe gebrückt. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


4-27 


Verdrahten 





4-28 

































































Tabelle 4-11 Belegung des Frontsteckers, Fortsetzung 

Klemme Name Bedeutung 

29 2L+ DC 24 V Hilfsspannung für digitale Ausgänge Kanal 12 
30 2L+ Die Klemmen 29, 30 sind auf der Baugruppe gebrückt. 
31 1Q0 Digitaler Ausgang 0 von Kanal 1 

32 101 Digitaler Ausgang 1 von Kanal 1 

33 1Q2 Digitaler Ausgang 2 von Kanal 1 

34 1Q3 Digitaler Ausgang 3 von Kanal 1 

35 3L+ DC 24 V Hilfsspannung für digitale Ausgänge Kanal 22 
36 3L+ Die Klemmen 35, 36 sind auf der Baugruppe gebrückt. 
37 2Q0 Digitaler Ausgang 0 von Kanal 2 

38 2Q1 Digitaler Ausgang 1 von Kanal 2 

39 2Q2 Digitaler Ausgang 2 von Kanal 2 

40 2Q3 Digitaler Ausgang 3 von Kanal 2 

41 4L+ DC 24 V Hilfsspannung für digitale Ausgänge Kanal 32 
42 4L+ Die Klemmen 41, 42 sind auf der Baugruppe gebrückt. 
43 300 Digitaler Ausgang 0 von Kanal 3 

44 301 Digitaler Ausgang 1 von Kanal 3 

45 3Q2 Digitaler Ausgang 2 von Kanal 3 

46 303 Digitaler Ausgang 3 von Kanal 3 

47 2M Bezugspotential für Hilfsspannung 2L+ bis 4L+°) 
48 2M 














1) Bei Anwendungen mit Geber muss 1L+ mit Bezug 1M immer an eine 24 V Hilfsspan- 
nung angeschlossen sein und 1M ist mit dem Bezugspotential der CPU zu verbinden 


(siehe Bild 4-1 “Anschluss der Masse der Lastspannung”). 


2) Wird dieser Kanal funktionsmäßig nicht verwendet, so muss die zugehörige Hilfsspannung 
nicht angeschlossen werden. 
3) Die Klemmen 19, 24, 47, 48 (Bezugspotential 2M) sind auf der Baugruppe gebrückt. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


Verdrahten 





Digitale Eingänge (I0...3) 
Die FM 453 verfügt je Kanal über vier digitale Eingänge. 


Alle Eingänge sind gleichrangige Optokoppler-Eingänge mit Bezugspotential 2M. 
Die Zuordnung der Schaltfunktion zur Nummer des Eingangs erfolgt über Maschi- 
nendaten, ebenso die Wahl der Polarität der Eingänge (Ein- oder Ausschalt- 
Flanke). 


Diese schnellen Eingänge sind SPS-kompatibel (24 V- P-schaltend). Es können 
Schalter oder berührungslose Sensoren (2- oder 3-Draht Sensor) angeschlossen 
werden. 


Sie können verwendet werden z. B.: 

e als Referenzpunktschalter 

e als Schalter für externen Start, externen Satzwechsel 
e als Messtaster 


Weitere Anwendungen siehe Kapitel 5.3.1. 


Eingang NL 


An einen weiteren Eingang können Sie pro Kanal das Null-Lagen-Signal des An- 
triebs-Leistungsteils anschließen. 


Das Null-Lagen-Signal wird im MD37 (siehe Kapitel 5.3.1) spezifiziert und kann 
sein (siehe Kapitel 9.7): 


e Bestromungsmuster Nullsignal für Referenzpunktfahrt 


e Nullimpuls extern für Referenzpunktfahrt 


Eingang READY2 


An einen weiteren Eingang können Sie pro Kanal das Bereitschaftssignal 2 (Regler 
bereit) des Antriebs-Leistungsteils anschließen. 


Das Meldesignal wird im MD37 (siehe Kapitel 5.3.1) spezifiziert. 





Hinweis 


Der Eingang ”READY?” ist als potentialfreier Optokoppler-Eingang ausgeführt. 
Einzelheiten zur Verdrahtung siehe Kapitel 4.7. 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-29 


Verdrahten 





Tabelle 4-12 Elektrische Parameter der digitale Eingänge, NL, READY2 











Versorgungsspannung DC 24 V 

(zulässiger Bereich: 20,4...28,8 V) 
Potentialtrennung ja 
Eingangsspannung e 0-Signal: -3...5 V 


e 1-Signal: 11...30 V 





Eingangsstrom e 0-Signal: max. 3 mA 
e 1-Signal: max. 7 mA 





Eingangsverzögerung 

e über Eingangsspannungsbe- |° 0 — 1-Signal: max. 15 us 
reich e 1 — 0-Signal: max. 45 us 

e 0-— 1-Signal: max. 8 us 


° bei 24V Eingangsspannung |e intern ca. 20 us bei Funktion Istwertübernahme 











Verpolschutz Eingangssignale ja 








Anschaltung der Eingangssignale 


Die Anschaltung an die FM 453 ist am Beispiel des Bereitschaftssignales READY2 
dargestellt. 


Es gibt zwei Möglichkeiten der Anschaltung der Eingangssignale: 
e Versorgung erfolgt aus der Anwenderhilfsspannung L+ 


e Versorgung erfolgt von der extenen Signalquelle 


Versorgung aus der Anwenderhilfsspannung L+ 


Im Bild 4-13 ist die Anschaltung des Bereitschaftssignals am Stecker X1 der 
FM 453 dargestellt (z. B. Antrieb SIMODRIVE 611 mit Kanal 1 der FM). 





Ansteuerung des Bereitschaftssignals durch High-Side-Schalter oder Relaiskontakt 













































































FM Antriebsgerät 
x1 High-Side-Schalter 
READY2 /Kanal 1 oder Relaiskontakt 
t 9 am m 74 
q 
29 mm 
30 =m m 73 / 
2L+ 
47 Œ oM 
48 (e —— 
z. B. SIMODRIVE 611 




















Bild 4-13 Anschaltung des Bereitschaftssignals, Versorgung von der Anwenderhilfsspan- 
nung L+ 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
4-30 A5E00056647-005 


Verdrahten 





Versorgung von der externen Signalquelle 


Im Bild 4-14 ist die die Versorgung des Bereitschaftssignals vom Antriebsgerät dar- 
gestellt. 





Ansteuerung des Bereitschaftssignals durch High-Side-Schalter oder Relaiskontakt 
FM Antriebsgerät 


P24 
X1 READY2 /Kanal 1 >l 


47 
48 mme Læ% amm — M 




























































































Bild 4-14 Ansteuerung des Bereitschaftssignals, Versorgung vom Antriebsgerät 


Digitale Ausgänge (Q0...3) 
Die FM 453 verfügt je Kanal über vier digitale Ausgänge. 


Alle Ausgänge sind gleichrangig. Die Zuordnung der Schaltfunktion zur Nummer 
des Ausgangs erfolgt über Maschinendaten. 


Die vier Ausgänge dienen der Verdrahtung anwendungsspezifischer Signale. 
Diese können z. B. sein: 

e Position erreicht, Halt 

e Schaltfunktion M-Befehl 

e Drehrichtung vorwärts/rückwärts 


Weitere Anwendungen siehe Kapitel 5.3.1. 


Tabelle 4-13 Elektrische Parameter der digitalen Ausgänge 











Versorgungsspannung DC 24 V 

(Anwenderhilfsspannung 2L+...4L+) | (zulässiger Bereich: 20,4...28,8 V) 
Potentialtrennung ja 

Ausgangspannung e 0-Signal: Reststrom max. 2 mA 











e 1-Signal: (Hilfsspg. 2L+...4L+ - 0,3 V) 





Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 4-31 


Verdrahten 





Tabelle 4-13 Elektrische Parameter der digitalen Ausgänge, Fortsetzung, Fortsetzung 





Ausgangsstrom bei Signal “1” 

° bei Umgebungstemperatur 40°C 
- Nennwert 
-  zulässiger Bereich 
- Lampenlast 

° bei Umgebungstemperatur 60°C 
- Nennwert 
-  zulässiger Bereich 


0,5A 
5 mA...0,6 A (über Hilfsspannungsbereich) 
max. 5 W 


0,1 A 
5 mA...0,12 A (über Hilfsspannung) 





Kurzschluss-/Überlastschutz 


ja, taktend bei Übertemperatur für jeden Ausgang 
separat 





Schaltfrequenz 


e ohmsche Last: max. 100 Hz 


e induktive Last: max. 0,25 Hz (bei externer Lö- 
schung) 














Verpolschutz für Hilfsspannungen ja 
Summenstrom der digitalen Gleichzeitigkeitsfaktor 100 % 
Ausgänge e bis 40°C: 6 A (für alle Kanäle) 


e 40°C bis 60°C:1,2 A (für alle Kanäle) 





Hilfsspannung für Geber 1L+ und digitale Ausgänge 2L+...4L+ 


IN 


4-32 


Für digitale Ausgänge und Geber mit 5 V bzw. 24 V-Versorgungsspannung muss 
eine 24 V Hilfsspannung mit obigen Parametern angeschlossen werden. 





Gefahr 


Die 24 V Hilfsspannungen 1L+ bis 4L+ sind als Funktionskleinspannung mit siche- 
rer Trennung nach EN60204-1, Kap. 6.4, PELV (mit Erdung 1M, 2M) auszulegen. 








Hinweis 


Die Verbindungsleitung zwischen Spannungsquelle und Hilfsspannungsanschluss 
1L+...4L+ und zugehörigem Bezugspotential 1M...2M darf eine zulässige Länge 
von maximal 10 m nicht überschreiten. 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 





Verdrahten 





4.7 Verdrahtung des Frontsteckers 


Das Bild 4-15 zeigt Ihnen die Verlegung der Leitungen zum Frontstecker. 


















































































































































































Frontstecker mit 
Schraubanschluss 
digitale ohne Deckel 


Ausgänge — 








digitale 
Eingänge 


z.B. 1 
Messtaster 








































































































Zugentlastung ON 


Bild 4-15 Verdrahtung des Frontsteckers 











PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5SE00056647-005 4-33 


Verdrahten 





Anschlussleitungen 
Flexible Leitung, Querschnitt: 
e 0,5 bis 1,5 mm? für Frontstecker mit Crimpanschluss 
e 0,25 bis 2,5 mm? für Frontstecker mit Schraubanschluss 
e 0,08 bis 2,5 mm? für Frontstecker mit Federkraftanschluss 
Aderendhülsen sind nicht erforderlich. 


Bei Frontsteckern mit Schraub- oder Federkraftanschluss können Sie Ader- 
endhülsen mit oder ohne Isolierkragen nach DIN 46228 T.1 oder T.4, Form A nor- 
male Ausführung verwenden. 


Sie können zwei Leitungen mit bis jeweils 1,0 mm? anschließen. Hierfür müssen 
Sie spezielle Aderendhülsen einsetzen. 


siehe Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen. 





Hinweis 


Für den Anschluss der digitalen Eingänge, NL und READY2 ist für eine optimale 
Störfestigkeit die Verwendung geschirmter Leitungen erforderlich. 





Benötigtes Werkzeug 


Schraubendreher oder Motorschrauber 3,5 mm 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
4-34 A5E00056647-005 


Verdrahten 





Vorgehen Frontstecker-Verdrahtung 


Gehen Sie wie folgt vor, um den Frontstecker (mit Schraubanschluss) zu verdrah- 
ten: 


1. 
2. 
3. 


Ziehen Sie den Deckel vom Frontstecker ab. 
Isolieren Sie die Leitungen ab (Länge 8 bis 10 mm). 
Verwenden Sie Aderendhülsen? 


Wenn ja: Isolieren Sie die Drähte auf 10 mm ab. Verpressen Sie die Aderend- 
hülsen mit den Leitungen. 


. Bringen Sie die beiliegende Zugentlastung am Frontstecker an. 


5. Beginnen Sie die Verdrahtung unten, andernfalls oben. Verschrauben Sie auch 


6 
7 
8. 
9 


nicht belegte Klemmen. 


Das Anzugsdrehmoment beträgt 0,6...0,8 Nm. 


. Ziehen Sie die Zugentlastung für den Kabelstrang fest. 


. Schließen Sie den Frontstecker. 


Kennzeichnen Sie die Anschlüsse auf dem beigelegten Beschriftungsschild. 


. Frontstecker auf die Baugruppe stecken. 


Eine auführliche Beschreibung der Verdrahtung eines Frontsteckers finden Sie im 
Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen. 


Geschirmte Leitungen 


Bei der Verwendung geschirmter Leitung ist zusätzlich wie folgt vorzugehen: 


1: 


Der Kabelschirm muss nahe der FM 453 großflächig auf eine geerdete Schirm- 
schiene aufgelegt werden. 


siehe Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-400/M7-400, Auf- 
bauen. 


. Geschirmte Leitung bis zur Baugruppe weiterführen, dort aber keine Verbin- 


dung zum Schirm herstellen. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


4-35 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Parametrieren 




















Kapitelübersicht 
Kapitel Titel Seite 
5.1 Installation von "FM 453 parametrieren” 5-3 
5.2 Einstieg in “FM 453 parametrieren” 5-4 
5.3 Parametrierendaten 5-7 
5.4 Parametrierem mit FM 453 parametrieren 5-30 
5.5 Ablegen der Parametrierdaten im SDB > 1 000 5-31 














Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


5-1 





Parametrieren 





Übersicht 


In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über das Parametrieren der FM 453 
mit dem Parametriertool "FM 453 parametrieren”. 
































S7-400 CPU E FM 453 

Anwender- Datenbausteine (DB) 

Datenbaustein e DB-MD Online (Bearbeit . 
i i nline (Bearbeitung im 

(1-DB:pro Karal) K-Bus i M Menü Zielsystem und 
ETERA) DBWK Auswahl der Option On- 
MPI ° DB-NC linebearbeitung 

(je 1 DB pro Kanal) 



































Offline (Bearbeitung im 


PG Menü Datei 
(STEP 7) HW-CONFIG 


























Rackparametrierung 
Baugruppenauswahl 
Alarme aktivieren 
(Grundparameter) 


Parametrier- 
masken 


























Setup.exe Konfigurierung: Systemdaten erzeugen Baugruppe parametrieren 








g Parametriertool ”FM 453 parametrieren” 
e Funktionsbausteine 

e MD-DBs (zur Inbetriebnahme Schrittmotor) 1) 
e  vorprojektierte Oberfläche für OPs 

e Handbuch im PDF-Format 

e Getting started im PDF-Format 








1) siehe Getting started und Kapitel 7 











Bild 5-1 Übersicht Parametrieren 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
5-2 A5E00056647-005 


Parametrieren 





5.1 Installation von ”FM 453 parametrieren” 


Voraussetzung 


Auf dem Programmiergerät (PG/PC) muss eines der folgenden Betriebssysteme 
installiert sein: 


"Windows Vista 32 Bit Ultimate” 
"Windows Vista 32 Bit Business” 
“Windows 2000 SP4” 

“Windows 2003 Server“ 
"Windows XP-Professional” 


Sie benötigen das entsprechende STEP 7-Programm (ab V5.3 + SP2; 
bei Windows Vista: ab V5.4 + SP3). 


Für den Onlinebetrieb muss die Verbindung vom PG/PC zur S7-400 CPU herge- 
stellt sein (siehe Bild 4-1). 


Installation 


Die gesamte Software (Parametriertool, Funktionsbausteine und vorprojektierte 
Oberfläche für OPs) befindet sich auf CD-ROM. 


So installieren Sie die Software: 


1. 
2. 


Legen Sie die CD-ROM in das CD-Laufwerk Ihres PGs/PCs ein. 
Starten Sie auf der CD-ROM die Datei Setup.exe. 


3. Befolgen Sie Schritt für Schritt die Anweisungen, die Ihnen das Installationspro- 


gramm anzeigt. 


Ergebnis: Die Software ist standardmäßig in folgenden Verzeichnissen 
installiert: 


- Parametriertool “FM 453 parametrieren”: [STEP7-Verzeichnis]\S7FUPOS 
- Technologiefunktionen: [STEP7-Verzeichnis]\S7LIBS\FMSTSV_L 


- Oberfläche für OPs: 
[STEP7-Verzeichnis]\|EXAMPLES\FM453\zDt17_02_FM453_OP_EX 


- Anwenderbeispiele: [STEP7-Verzeichnis]\|EXAMPLES\zDt17_02 
STEP7-Projektname: zDt17_02_FM453_EX 


- MD-DBs (zur Inbetriebnahme Schrittantrieb): 
[STEP7-Verzeichnis]\EXAMPLES\FM453\MD 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


5-3 


Parametrieren 





5.2 Einstieg in “FM 453 parametrieren” 


Voraussetzung 
Auf dem PG/PC haben Sie die Software nach Kapitel 5.1 installiert. 


Konfigurieren 


Konfigurieren setzt voraus, dass Sie ein Projekt angelegt haben, in dem Sie die 
Parametrierung speichern können. Weitere Informationen, zum Konfigurieren von 
Baugruppen finden Sie in Ihrem Benutzerhandbuch Basissoftware für S7 und M7, 
STEP 7. Nachfolgend sind nur die wichtigsten Schritte erläutert. 


1. Starten Sie den SIMATIC Manager und öffnen Sie Ihr Projekt. 
2. Fügen Sie über das Menü Einfügen > Station eine SIMATIC 400-Station ein. 


3. Wählen Sie die SIMATIC 400-Station an. Über das Menü Bearbeiten > Objekt 
öffnen gelangen Sie in die S7-Hardwarekonfiguration. 


4. Wählen Sie einen Baugruppenträger aus. 


5. Wählen Sie die Positionierbaugruppe FM 453 mit der zugehörigen Bestellnum- 
mer aus dem Baugruppenkatalog aus, und fügen Sie diese in die Hardwareta- 
belle gemäß Ihrer Konfiguration ein. 


6. Gehen Sie mit Doppelklick auf die zu parametrierenden Baugruppe. 


Es erscheint der Dialog Eigenschaften 


Eigenschaften - FM 453 - (R0759) x| 


Allgemein | Adressen | Grundparameter | 








Kurzbezeichnung: FM 453 
Positionierbaugruppe für Servo-/Schrittantriebe, 3 Achsen a] 
Bestell-Nr. 6E57 453-34H00-0AE0 
Name: 
Kommentar: 





Parameter... | Abbrechen | Hilfe | 





Bild 5-2 Einstieg “FM 453 parametrieren” 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
5-4 ASE00056647-005 


Parametrieren 





7. In diesem Bild können Sie über die Karteikarten (Allgemein, Adressen und 
Grundparameter) der FM 453: 


- eine Bezeichnung geben 


- die Adresse der FM, Eingangsparameter von Baustein POS_INIT (siehe 
Kapitel 6.3.1) evtl. ändern 


- die Alarme (Diagnose-, Prozessalarm) parametrieren 
Hinweis: 
Ein Weiterarbeiten im Zustand CPU-STOP ist für die FM 453 nicht vorgesehen. 


Mit Klick auf die Schaltfläche Parameter gelangen Sie in die Parametrierober- 























fläche. 
e5] Übersicht -oj xi 
Kanalanwahl: Kanal 7 ] 
Anpassung der Nur für die Betriebs- Nur für die Betriebsart Automatik 
FM an die Achse art Schrittmaßfahrt 
Pe MD | _SM WZK VP 
arametrieren des EZ] 
Kanals s 2 GE: > Er > 11% hA 
an pe a 
Maschinendaten Schrittmaße Werkzeug- Verfahr- 
korrekturwerte programme 








P: trierdat 
ET. i — Daten zur FM übertragen ... | 


132.245 mm! E ar 
Test und Inbetrieb- 
nahme des Kanals — Rej RJ Yí g ma i 


Inbetriebnahme Fehleranzeige Servicedaten Trace 














FM ist parametriert und getestet (alle Kanäle) 


Daten als SDB 
sichern? _— SDB erstellen | 


Wird für den Baugruppentausch ohne PG benötigt 











| en — BAd inaw.DB eintragen. | 








Bild 5-3 Übersichtsbild für die Parametrierung 


Über das Menü Ansicht > Übersicht können Sie dieses Bild während der Para- 
metrierung immer wieder anwählen. 


Die Baugruppe FM 453 für universelles Positionieren wird in jedem Kanal über auf 
der Baugruppe remanent speicherbare Parameter-DBs parametriert. Eine 
Schlüsselfunktion nimmt hierbei der Datenbaustein ”Maschinendaten” (DB-MD) 
ein, da dieser unabhängig von der technologischen Funktionalität der Baugruppe 
immer benötigt wird. Alle anderen Parameter-DBs sind technologieabhängig erfor- 
derlich. 


Jetzt können Sie Ihre Baugruppe parametrieren. Das nachfolgende Kapitel gibt 
Ihnen einen Überblick über die Daten, die parametriert werden können. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
ASE00056647-005 5-5 


Parametrieren 





Die Fenstergröße für die Eingabe der Parametrierdaten sowie die Größe des Über- 
sichtsbildes können Sie mit der Maus an Ihre Bildschirmgröße anpassen. 


Gehen Sie wie folgt vor: 


. Stellen Sie den Mauszeiger solange auf den oberen Fensterrand bis er sich in 


einen Pfeil wandelt. 


. Betätigen Sie die linke Maustaste und ziehen Sie die Maus nach unten. 
. Lassen Sie die Maustaste los. 
. Stellen Sie den Mauszeiger auf die Zeile mit dem Fensternamen. 


. Betätigen Sie die linke Maustaste und schieben Sie die Maus nach oben. Nach 


der Positionierung des Fensters an die richtige Stelle, lassen Sie die Maustaste 
los. 


Wenn Sie Ihr Projekt konfiguriert haben, können Sie auch über S7-Konfiguration, 
mit Anwahl der Baugruppe und dem Menübefehl Bearbeiten > Objekt- 
eigenschaften in den Dialog Eigenschaften gelangen. 


Integrierte Hilfe 


5-6 


Die Parametrieroberfläche ist mit einer Integrierten Hilfe ausgestattet, die Sie beim 
Parametrieren der Positionierbaugruppe unterstützt. So rufen Sie die Integrierte 
Hilfe auf: 


Über den Menübefehl Hilfe > Hilfethemen... oder 
durch Drücken der Taste F1 oder 


über das Zeichen [2 und anschließend gehen Sie auf das Element bzw. Fen- 
ster, über welches Sie informiert werden wollen und betätigen die linke Mausta- 
ste. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Parametrieren 





5.3 Parametrierdaten 


Was kann parametriert werden? 
Es können die folgenden Datenbereiche parametriert werden: 
e Maschinendaten (MD) 
° Schrittmaße (SM) 
e \Werkzeugkorrekturdaten (WK ) 
e Verfahrprogramme (NC) 
e Anwenderdaten (Anwender-Datenbaustein) 


Diese Daten (außer Anwenderdaten) werden in Datenbausteinen (DB) im Nummern- 
bereich 


von 1001 bis 1239 für Kanal 1 
von 1301 bis 1539 für Kanal 2 
von 1601 bis 1839 für Kanal 3 
abgelegt. 


Die Datenbausteine MD, SM, WK, NC werden in die FM 453 übertragen und dort 
remanent gespeichert. 


Die Parametrierung von SM, WK und NC kann entfallen, falls die entsprechenden 
Funktionen nicht genutzt werden. 


Der Anwender-Datenbaustein muss in der CPU gespeichert sein. Erst dann kann 
er mit Anwenderdaten online beschrieben werden (siehe Kapitel 6). 


Die Parametrierdaten (außer Anwenderdaten) können auch offline auf dem PG 
erstellt, bearbeitet und gespeichert werden. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
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Parametrieren 





Datenbausteine (DB) der FM 453 


Die Tabelle 5-1 gibt einen Überblick über die Datenbausteine in der FM 453 und 
ihre Bedeutung. 


Tabelle 5-1 


Datenbausteine der FM 453 





Datenbau- 
stein 


DB-MD 


Bedeutung 


Maschinendaten 


DB-Nr. = 1205 für Kanal 1 
DB-Nr. = 1505 für Kanal 2 
DB-Nr. = 1805 für Kanal 3 


Arbeitsspeicherbedarf (Kanal 1) = 324 Byte 


Maschinendaten dienen zur Anpassung der FM 453 an den Einsatzfall 
des Anwenders. Eine Parametrierung mit Maschinendaten ist unbedingt 
notwendig, um jeden Kanal der FM funktionell zu aktivieren. Der parame- 
trierte DB-MD ist in die FM zu laden. Der DB-MD wird beim Schreiben auf 
die FM 453 bezüglich Eingabegrenzen der einzelnen Werte und 
Abhängigkeiten untereinander geprüft. Nur bei Zulässigkeit aller Werte 
erfolgt die remanente Speicherung, andernfalls erfolgen über die MPI Da- 
tenfehlermeldungen. Ein fehlerhafter DB bleibt über Netz-AUS hinweg 
nicht erhalten. 


Die Maschinendaten können über "Maschinendaten aktivieren” oder 
durch Aus-/Einschalten aktiv geschaltet werden. 





DB-SM 


Schrittmaße 


DB-Nr. = 1230 für Kanal 1 
DB-Nr. = 1530 für Kanal 2 
DB-Nr. = 1830 für Kanal 3 


Arbeitsspeicherbedarf (Kanal 1) = 468 Byte 


Die Schrittmaße dienen in der Betriebsart (BA) ”Schrittmaßfahrt relativ” als 
frei wählbare relative Wegbeträge zur Einzelpositionierung. Es sind 1 bis 
100 Schrittmaße möglich (siehe Kap. 5.3.2). 


Änderungen sind in allen BA (auch in der BA “Schrittmaßfahrt relativ”) 
während der Bewegung möglich. Die Änderungen von Schrittmaßen 
müssen immer abgeschlossen sein, bevor in der BA “Schrittmaßfahrt rela- 
tiv” eine neue Bewegung gestartet wird. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die 
Fehlermeldung “Schrittmaß nicht vorhanden” KI. 2/Nr. 13. 





DB-WK 








Werkzeugkorrekturdaten 


DB-Nr. = 1220 für Kanal 1 
DB-Nr. = 1520 für Kanal 2 
DB-Nr. = 1820 für Kanal 3 


Arbeitsspeicherbedarf (Kanal 1) = 308 Byte 


Die Anwendung der Werkzeuglängenkorrektur und der Verschleißwerte 
sind in Kap. 10.1 beschrieben. Es stehen maximal 20 Korrektur- bzw. 20 
Verschleißwerte zur Verfügung. 


Werkzeugkorrekturdaten werden für die Betriebsart "Automatik und Auto- 
matik/Einzelsatz” benötigt. 


Änderungen sind in allen BA und während der Bewegung möglich. Erfol- 
gen Änderungen bei eingeschalteter Werkzeugkorrektur während des 
Startens bzw. an Satzübergängen (interner Zugriff auf Korrekturwerte) 
kommt es zur Fehlermeldung “Werkzeugkorrekturwert nicht vorhanden” 
KI.3/Nr.35. 








5-8 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Parametrieren 





Tabelle 5-1 Datenbausteine der FM 453, Fortsetzung 





Datenbau- 
stein 


DB-NC 


Bedeutung 


Verfahrprogramme 


Programm-Nr. + 1000 = DB-Nr. = 1001...1199 für Kanal 1 

Programm-Nr. + 1300 = DB-Nr. = 1301...1499 für Kanal 2 

Programm-Nr. + 1600 = DB-Nr. = 1601...1799 für Kanal 2 

Arbeitsspeicherbedarf (Kanal 1) = 108 Byte + (20 x Anzahl Verfahr- 

sätze) 

Verfahrprogramme werden für die Betriebsart "Automatik und Automatik/ 

Einzelsatz” benötigt . 

e Nicht angewählte Programme sind immer änderbar. 

e Wird in einem vorgewählten Programm inklusiv Unterprogramm 
geändert, wird die Programmvorwahl aufgehoben. Das Programm ist 
anschließend neu anzuwählen. Eine Programmänderung kann erfol- 
gen, wenn BL = 0 (Programmaufruf/Programmende) und bei Stopp. 





Systemdaten- 
baustein 
SDB = 1 000 


Für Baugruppentausch ohne PG 


In den SDB > 1 000 werden alle Parametrierdaten Kanal 1...3 
(DB-MD, DB-SM, DB-WK, DB-NC) der FM 453 abgelegt. Dieser SDB wird 
in die CPU geladen und dient als zusätzliche Speichermöglichkeit . 





DB-SS 


Datenbaustein für Statusmeldungen 


DB-Nr. = 1000 für Kanal 1 
DB-Nr. = 1300 für Kanal 2 
DB-Nr. = 1600 für Kanal 3 


Der DB-SS ist ein interner DB der FM, für Test, Inbetriebnahme und B & B. 





DB 1249 








Interner DB der FM, für Anwender nicht relevant. 





Datenbaustein-Struktur 


Die Tabelle 5-2 zeigt eine grobe Darstellung der Datenbausteinstruktur. 


Tabelle 5-2 Datenbausteinstruktur 





Adressen/Offset Inhalt Bemerkung 


Systeminformation, für Anwender 


DB-Kopf (36 Byte) nicht relevant 





ab 0 


Angaben für die Kennzeichnung 


Nutzdatenbereich/Strukturkopf des Datenbausteins im System. 














ab 24 bei MD bzw. 32 | Nutzdaten Parametrierdaten 





Die ausführlichen Datenbausteinstrukturen und die Parametrierdaten der einzelnen 
Datenbausteintypen sind in den nachfogenden Kapiteln dargestellt. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


5-9 








Parametrieren 





5.3.1 


Maschinendaten 


DB-Struktur 


Die Tabelle 5-3 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbausteins 
”"Maschinendaten” (DB-MD). 


DB-Nr.: 1205 für Kanal 1 


DB-Nr.: 1505 für Kanal 2 
DB-Nr.: 1805 für Kanal 3 






































Tabelle 5-3 DB-Struktur Maschinendaten 

Adresse | Variablentyp Wert Bedeutung der Variablen Bemerkung 
DB-Kopf (36 Byte) 

0 WORD Rack Steckplatz BG-Adresse 

2 WORD DB-Nr. (> 1000) wie im DB-Kopf 

4 DWORD reserviert 

8 WORD Fehler-Nr. (von FM) bei B & B-Dienste 

10 WORD 1 Kanalnummer 

12 2 STRING MD DB-Kennung/Typ 2 ASCII-Zeichen 

16 DWORD 453 Baugruppenkennung FM 453 

20 4 CHAR 0 Versionsnummer/Satznummer (DB-Struktur) 

ab 24... siehe Maschinendatenliste 
MD5...MD61 




















Hinweis: MD-Adresse in DB = (MD-Nr. -5) *4 + 24 


5-10 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 





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Eingabe der Werte 


In “FM 453 parametrieren” rufen Sie im Menü Datei > Neu > Maschinendaten 
folgendes Bild auf. 


W OFFLINE - MASCHINENDATEN - DB1205 (KANAL 1) -lolx| 


Interpglationsdaten l Reglerdaten ] Antriebsdaten | ‚Antriebs-SS | 57-Schnittstelle | 
; i| Geberdaten ] Referenzpunkt | Dig. Eingänge ] Dig. Ausgänge | 


MD? Maßsystem * [fios mm 7] 





- MD61 Ansteuerungsart * 
@ Servomator m. Lagereglung einf. Kenn. 


© Schrittmotor m. Lageregl. einf. Kenn. 
© Schrittmotor ohne Lagereg. gekn. Kenn. 








- MD8 Achsart * 
@ Linearachse © Rundachse 


MDI Rimdachsendes [00 mm 
MDE Achsname x 
MD21 Software-Endschalter Anfang Fi 000000 mm 


MD22 Software-Endschalter Ende f 000000 mm 


MD23 Maximalgeschwindigkeit [30000 mmmin 


* Das Ändern und Aktivieren dieser Daten bewirkt das 
Rücksetzen der Achse. 

















Schließen | 


Bild 5-4 Eingabe der Werte für Maschinendaten 





Geben Sie auf den jeweiligen Karteikarten die Maschinendaten ein. 


Sie können auch über das Menü Ansicht > Tabellenform ihre Werte in einer Ta- 
belle eingeben. 


Bei der Erstellung des MD-DBs sollten Sie unbedingt das Kapitel 7 “In Be- 
trieb nehmen der FM 453” beachten. 





Hinweis 

Das Maßsystem (MD7) muss mit dem angegebenen Maßsystem der anderen DBs 
übereinstimmen. 

Das Maßsystemraster (MSR) ist die kleinste Wegeinheit im jeweiligen Maßsystem. 
Sollten Sie diesen Hinweis einmal nicht beachtet haben, dann gehen Sie wie folgt 
vor: 


1. Löschen aller Datenbausteine des betreffenden Kanals (die nicht mit dem 
Maßsystem übereinstimmen) oder löschen des gesamten Speichers auf der 
FM 453. 


2. Die übrigen Datenbausteine auf dem PG ändern. 
3. Die Datenbausteine wieder neu in die FM 453 laden. 





Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
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Maschinendatenliste 


In der Tabelle 5-4 sind alle Maschinendaten der FM 453 aufgelistet. 


Erläuterungen zur Maschinendatenliste: 


K sind Konfigurationsdaten siehe Kapitel 9.3.3 


E sind einstellbare Maschinendaten für Justage (Inbetriebnahme-Optimierung) und 
Technologie siehe Kapitel 9.3.3 


Die Maßeinheiten beziehen sich auf die betragsmäßige Wertedarstellung im Ma- 
schinendaten-DB. 


Tabelle 5-4 Maschinendatenliste 









































: Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 
Nr. Bezeichnung were Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 
1...4 nicht belegt 
5 E | Prozessalarmge- 0 0 = Position erreicht BITFELD32 9.10 
nerierung 1 = Längenmessung beendet 
3 = fliegender Satzwechsel 
4 = fliegendes Messen 
6E |Achsname x max. 2 ASCII-Zeichen!) 4 Byte?) 
7K | Maßsystem 1 1 =10-8 mm DWORD 9.4 
2 =10-74 inch 
3 =10-4 grd 
4 =10-2 grd 
8K |Achsart 0 0 = Linearachse DWORD 9.5 
1 = Rundachse 
9K |Rundachsende? | 36 -105 | 0...1 000 000 000 DWORD [MSR] 
10 K | Gebertyp 1 0 = nicht vorhanden DWORD 9.6.1 
1 = Inkrementalgeber 962 
3 = Absolutgeber (SSI 13 Bit) GRAY-Code 
4 = Absolutgeber (SSI 25 Bit) GRAY-Code 
5 = Absolutgeber (SSI 21 Bit) GRAY-Code 
Tannenbaumformat 
6 = Absolutgeber (SSI 25 Bit) GRAY-Code 
Tannenbaumformat 
13 = Absolutgeber (SSI 13 Bit) Binär-Code 
14 = Absolutgeber (SSI 25 Bit) Binär-Code 
15 = Absolutgeber (SSI 21 Bit) Binär-Code 
Tannenbaumformat 
16 = Absolutgeber (SSI 25 Bit) Binär-Code 
Tannenbaumformat 








MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 


2) siehe Abhängigkeiten 


3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


5-12 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
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Parametrieren 
































Tabelle 5-4 Maschinendatenliste, Fortsetzung 
: Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 
Nr. Bezeichnung weite Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 

11 K | Weg pro Geber- 10 000 | 1...1 000 000 000 DWORD [MSR] 9.6.1 
umdrehung (Tei- (ganzzahliger Teil) 962 
lungsperiode)?) 

12 K | Restweg pro Ge- 0 0...232-1 DWORD 
berumdrehung?) [2°3?MSR] (gebro- 

chener Teil) 

13 K | Inkremente pro 2500 |21..225 (bei Absolutgeber) DWORD 9.6.1 
Geberumdre- Bei Inkrementalge- | 9.6.2 
hung (Teilungs- bern erfolgt die 
periode)2) Auswertung zu 4- 

MD. 

14 K | Anzahl Umdre- 0 0/1 = Singleturn-Geber DWORD 9.6.1 
hungen Absolut- 21...212 für Multiturn-Geber Es sind nur 2er- 962 
geber Potenzen zulässig. 

15 K  Baudrate Abso- 2 2= 156 000 DWORD 
lutgeber 3= 312 000 
bei Zwischenwer- 4= 625 000 
ten ist die nächst- 5 = 1 250 000 F 
niedrige Baud- 6 = 2 500 000 (ohne Gewähr) 
rate einzustellen 

16 K | Referenzpunkt- 0 -1 000 000 000...+1 000 000 000 DINT [MSR] 9.2.3 
koordinate 

17 K | Absolutgeberju- 0 0...225-1 DWORD 9.6.4 
stage [Geberraster] Ab- 

solutgeber 

18 K | Art der Referenz- 0 0 = Richtung +, Nullmarke rechts DWORD 9.2.3 
punktfahrt 1 = Richtung +, Nullmarke links Nullmarke: 
(Referenzpunkt- 2= Richtung -, Nullmarke rechts Siehe Auswahl: 
Anfahrrichtung) 3 = Richtung -, Nullmarke links schema Nullmarke 

4 = Richtung +, RPS mitte Bild 5-5 
5 = Richtung -, RPS mitte 5 
8 = Richtung +, RPS Flanke 
9 = Richtung -, RPS Flanke 
19 K | Richtungsanpas- 0 0 = Messwertrichtung invertieren BITFELD32 9.7 








sung 








(nicht bei Gebertyp = 0) 
1 = Drehrichtung Antrieb invertieren 











MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 


2) siehe Abhängigkeiten 
3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
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Parametrieren 









































Tabelle 5-4 Maschinendatenliste, Fortsetzung 
: Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 
Nr. Bezeichnung werte Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 
20 K | Hardwareüber- 0 0 =Kabelbruch Geber BITFELD32 9.6.1 
wachung 1 = Fehler Absolutgeber 9.6.2 
2 = Impulsüberwachung 
(Inkrementalgeber) 
3 = Spannungsüberwachung Geber 
8 = Spannungsüberwachung +15 V 
9 = Spannungsüberwachung 
dig. Ausgänge 
21 E | Softwareend- -109 | -1 000 000 000...1 000 000 000 DINT [MSR] 9.7 
schalter Anfang?) 99 
22 E | Softwareend- 109 -1 000 000 000...1 000 000 000 
schalter Ende?) 
23E | Maximalge- 30-106 | 10...500 000 000 DWORD 9.7 
schwindigkeit [MSR/min] 
24 E | Zielbereich (Posi- | 1000 |0...1 000 000 DWORD [MSR] 
tion erreicht, Halt) 
25 E | Überwachungs- 0 0 = ohne Überwachung DWORD [ms] 9.7 
zeit 1...65 534 in der Stufung des 
FM-Zyklusses auf- 
gerundet 
26 E | Stillstandsbe- 104 1...1 000 000 DWORD [MSR] 9.7 
reich 
27 E | Referenzpunkt- 0 -1 000 000 000...+1 000 000 000 DINT [MSR] 9.2.3 
verschiebung 
28 E | Referenzierge- 6-106 | 10...500 000 000 DWORD 
schwindigkeit2) [MSR/min] 
29 E | Reduzierge- 3-106 | 10...500 000 000 
schwindigkeit2) 
30 E | Losekompensa- 0 0...1 000 000 DINT [MSR] 9.7 
tion 
31 E | Richtungsbezug 0 0 = wie Referenzpunktfahren DWORD 
der Lose (nicht für Absolutgeber) 
1 = positiv 
2 = negativ 


























MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 


2) siehe Abhängigkeiten 
3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


5-14 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
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Parametrieren 






































Tabelle 5-4 Maschinendatenliste, Fortsetzung 
; Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 
Nr. Bezeichnung werte Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 
32 K | Ausgabeart 1 während der Positionierung: DWORD 10.3 
M-Funktion 1 = zeitgesteuert serielle Ausgabe 91 
2 = quittungsgesteuert von max. 3 M- 
seus Funktionen im NC- 
vor der Positionierung: Satz 
3 = zeitgesteuert 
4 = quittungsgesteuert 
nach der Positionierung: 
5 = zeitgesteuert 
6 = quittungsgesteuert 
33 K | Ausgabezeit 10 1...100 000 DWORD [ms] 

M-Funktion in der Stufung des 
FM-Zyklusses auf- 
gerundet 

34 K | digitale 0 0 = Start extern BITFELD32 9.2.3 
g 
Eingänge? 1 = Freigabeeingang bitcodierte Funkti- 9.8 
2 =externer Satzwechsel onszuordnung: 
=fli Istwert set 
Ea e stwert setzen Bit-Nr. Voo 
ze Bit-Nr.+ 8 1/01 
5 = RPS für Referenzpunktfahrt A N 16 1/02 
6 = Umkehrschalter für ER = 24 1/03 
Referenzpunktfahrt I 
— = - aktivierend für die 
35 K | digitale 0 0 = Position erreicht, Halt Funktion ist immer 9.8 
Ausgänge?) 1 = Achsbewegung vorwärts die Vorderflanke 
2 = Achsbewegung rückwärts 
3 = Anderung M97 
4 = Anderung M98 
5 = Startfreigabe 
7 = Direktausgabe 
36 K | Eingangsanpas- 0 8 = l0 invertiert BITFELD32 9.8 
sung 9 = 11 invertiert 
(Signalverarbei- 10= I2 invertiert 
tung invertiert) 11 = I3 invertiert 








MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 
2) siehe Abhängigkeiten 


3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


5-15 





Parametrieren 









































Tabelle 5-4 Maschinendatenliste, Fortsetzung 
: Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 
Nr. Bezeichnung werte Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 
37 K | Steuersignale 1 0 = Reglerfreigabe aktiv BITFELD32 9.7 
2 = Regler bereit aktiv 
3 = Regler bereit invertiert 
4 = Regler bereit über Stecker X5 
(wenn Bit 24...27 aktiv) 
7 = Zeit-Override aktiv 
15= Weiterarbeiten nach Not-Aus 9.1.1 
(Antriebsfreigabe [AF]) 
16= autom. Driftkompensation aktiv 
17 = Boost aktiv 
18= PWM aktiv 
19= Boost/PWM invertiert 
24= BMN aktiv 
25= BMN invertiert 
26= NIX aktiv 
27 = NIX invertiert 
38 E | Lagekreisverstär- | 1000 | 1...10 000 DWORD 9.7 
kung [(MSR/min) / MSR] 
39 E | minimaler (0) 0 = ohne Überwachung DWORD [MSR] 9.7 
Schleppabstand 1...1 000 000 
dynamisch 
40 E | Beschleunigung 1000 |0 = ohne Rampe DWORD 9.7 
3 2 
41 E | Verzögerung 1 000 1...100 000 [10°MSR/s“] 
42 E | Ruckzeit 0 0...10 000 DWORD [ms] 9.7 
43 E | Sollspannung 8000 |1 000...10 000 DWORD [mV] 9.7 
max 
44 E | Offsetkompensa- 0 -5 000...+5 000 DINT [mV] 9.7 
tion 
45 E | Stellsignalrampe (0) 0...10 000 000 DWORD 9.7 
Spannungsrampe bei MD61 = 0 [mV/s] 
Frequenzrampe bei MD61 = 1, 7 [Hz/s] 
46 E Mindeststill- 2 1...10 000 DWORD [ms] 9.7 
standszeit zwi- in der Stufung des 
schen zwei Posi- FM-Zyklusses auf- 
tionierungen gerundet 
47 E | Mindestverfahr- 2 
zeit mit konst. 
Geschwindigkeit 
48 E | Boostdauer ab- 100 1...1 000 000 9.7 
solut 





























MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 


2) siehe Abhängigkeiten 
3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


5-16 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Parametrieren 




































































Tabelle 5-4 Maschinendatenliste, Fortsetzung 
: Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 

Nr. Bezeichnung werte Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 

49 E | Boostdauer rela- 100 1...100 DWORD [%] 9.7 
tiv 

50 E | Phasenstrom 100 
Fahren 

51 E | Phasenstrom 100 
Stillstand? 

52 K | Schritte pro Mo- 1000 |O = kein Schrittmotor 9.7 
torumdrehung?) 4...10 000 

53 K | Schrittzahl pro 20 0...400 DWORD 9.7 
Bestromungsmu- 
ster-Zyklus 

54 E Start/Stopp-Fre- 1000 | 10...100 000 DWORD [Hz] 9.7 
quenz 

55 E | Frequenzwert für | 10000 | 10...1 000 000 9.7 
Beschleuni- Minimalwert: MD54 + 1 
gungsumschal- Maximalwert: MD56 - 1 
tung?) 

56E | Maximalfre- 50 000 |500...1 000 000 9.7 
quenz?) 

57 E | Beschleunigung | 100 000 | 10...10 000 000 DWORD [Hz/s] 9.7 
12 

58 E | Beschleunigung | 100 000 | 10...MD57; 0 = wie MD57 9.7 
22) 

59 E | Verzögerung 12) | 100 000 | 10...10 000 000; 0 = wie MD57 9.7 

60 E | Verzögerung 2?) | 100 000 | 10...MD59; 0 = wie MD58 9.7 

61 K | Ansteuerungsart (0) 0 = Servomotor mit Lageregelung - | DWORD 9.7 
Hinweis: einfache Kennlinie 
MD kann nur 1 = Schrittmotor mit Lageregelung - 
durch Ein-/Aus- einfache Kennlinie 
schalten aktiviert 7 = Schrittmotor ohne Lageregelung 
werden - geknickte Kennlinie 

65E | Geschwindigkeit 0 0 DWORD 9.7 
für Losekompen- 1...100 [%] 
sation 

66E | Modus der Lose- 0 0 = vor der Positionierung DWORD 9.7 





kompensation 








1 = während der Positionierung 











MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 


2) siehe Abhängigkeiten 
3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 





Parametrieren 

















Tabelle 5-4 Maschinendatenliste, Fortsetzung 
: Default- Datentyp/Einheit/ | siehe 
Nr. Bezeichnung werte Wert/Bedeutung Kommentar Kap. 
67E | Stillstandsge- 0 0 - 7.3.15 
schwindigkeit automatische Stillstandserkennung 
1...1 000 000 [MSR/min] 
Stillstandserkennung bei Unter- 
schreitung der Stillstandsgeschwin- 
digkeit 
68E | TimeOut-Zeit für 0 0 i - 7.3.15 
Stillstandserken- keine TimeOut-Uberwachung bei 
nung Stillstandserkennung [ms] 
1...100 000 
erzwungene Stillstandserkennung 
nach Ablauf der TimeOut-Zeit 
69 E | Ansprechzeit für (0) (0) [ms] 7.3.16 
Standarddia- unverzögerte Standarddiagnose 
gnose 1...10000 
(10 V - Begren- Ansprechzeit für Standarddiagnose 
zung) (im 3 ms-Raster aufgerundet wirk- 
sam) 
> 10000 
Parametriertool Fehlermeldung: 
0x055B MD69 
70 E | Funktionsfrei- 0 101 Code 
schaltung für An- Funktionsfreischaltung für An- 
sprechzeit in sprechzeit in MD69 
MD69 alle anderen Werte 
keine Funktionsfreischaltung für An- 
sprechzeit in MD69 























MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter BMN = Bestromungsmuster Null 
NIX = Nullimpuls extern PWM = Pulsweitenmodulation 
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adresserweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1” 
2) siehe Abhängigkeiten 


3) der Achsname ist in Byte 3 und 4 abgelegt (Byte 1, 2 Zeichenlängenangabe) 


5-18 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 





Parametrieren 





Abhängigkeiten 


Zwischen den einzelnen Maschinendaten bestehen in bestimmten Konstellationen 


Einschränkungen bezüglich Wertebereich der Nichtverarbeitung bestimmter Ma- 


schinendaten. 


Diese Abhängigkeiten werden bei der Annahme des MD-DBs bzw. einzelner Ma- 
schinendaten geprüft und bei Verletzungen Fehler gemeldet. Bestimmte Prüfungen 
werden auf intern berechneten Hilfsgrößen basierend durchgeführt. 


Im folgenden sind diese Hilfsgrößen beschrieben sowie die durchgeführten Abhän- 
gigkeitsprüfungen tabellarisch dargestellt. 


Aus MD gebildete interne Größen (Hilfsgrößen): 
Bildung Weg pro Geberumdrehung UMWEG 








UMWEG = MD11 + MD12: 2-32 





Bildung interner Messwertfaktor MWFAKTOR 








MD10 MD61 Messwertfaktor 
0 0 MWFAKTOR = 1 
1,7 MWFAKTOR = UMWEG / MD52 





1 


MWFAKTOR = UMWEG / (4: MD13) 








3, 4, 5, 6, 13, 14, 15, 16 








MWFAKTOR = UMWEG / MD13 





Bildung Mindestbeschleunigung für Schrittmotor SMAMIN 














MD61 SMAMIN 
(0) beliebig, wird für Prüfungen nicht benötigt 
1,7 SMAMIN = 1000 : MD52 / UMWEG 





Aktivierung der Softwareendschalter SEAKT 























MD21 MD22 SEAKT 
= -109 = +109 0 (inaktiv) 
= -109 = +109 
= -109 = +109 1 (aktiv) 
= -109 = +109 





Bildung absolute Verfahrbereichsgrenzen intern VFBABS 





MWFAKTOR 


<1 


109 - MWFAKTOR 


VFBABS 








> 1 





109 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


5-19 

















Parametrieren 





5-20 


Prüfungen für Servomotor und Schrittmotor: 


Prüfung MD9 






































MD8 MD10 MD61 zulässiges Rundachsende 
0 - - beliebig, nicht verwendet 
1 0 - 
0 
1,7 
17 zusätzliche Abhängigkeit von 
4 MD18 beachten! (MD23/60 000) - 
0 Tastzeit < MD9 < 
VFBABS 
3, 13 - UMWEG mod MD9 == 0 
4,5,6,14, |- (MD14-UMWEG) mod MD9 == 0 ') 
15, 16 
MD18 zulässiges Rundachsende 


zusätzliche Abhängigkeit 


von MD18 


>4 - 











<4 MD9 mod UMWEG == 





1) MDS9 steht im Verhältnis einer Zweierpotenz 2X oder 2”* zum Absolutwertbereich des Ge- 


bers (siehe Kap. 9.6.2) 
Anmerkung: Tastzeit 3 ms vorgesehen 


Prüfung MD11, MD12, MD13 — daraus resultiert MWFAKTOR (s. o.) 








zulässiger Messwertfaktorbereich: 2714 < MWFAKTOR < 214 





Prüfung MD13 



































MD10 Schritte pro Geberumdrehung 
0, 1 - 
3, 4, 13, 14 2X X= 1, 2, 3,... 
5,15 2% x= 1...12 
6, 16 2X x=1...13 
Prüfung MD14 
MD10 Anzahl Umdrehung 
0, 1,3, 13 - 
4,14 2X x=1, 2 3n: 
5,15 2X x= 1...9 
6, 16 2% x= 1...12 











PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 














Parametrieren 





Prüfung MD21, MD22 (Teil 1) 





SEAKT MD8 zulässige Softwareendschalter 
0 - MD21 = -109, MD22 = +109 

1 0 MD21 = -VFBABS 

MD22 = VFBABS 

MD21 < MD22 


1 0 < MD21 < MD9 
0 < MD22 < MD9 
MD21 = MD22 























Prüfung MD21, MD22 (Teil 2) 














SEAKT MD10 zulässige Softwareendschalter 
0 - MD21 = -109, MD22 = +109 
1 0, 1 u 

3, 13 MD22-MD21 < UMWEG 

4,5, 6, 14, 15, 16 MD22-MD21 < MD14- UMWEG 

















Prüfung MD28 





zulässige Geschwindigkeit: 10 < MD28 < MD23 











Prüfung MD29 








MD10 zulässige Geschwindigkeit 
3, 4, 5, 6, 13, beliebig, nicht verwendet 
14, 15, 16 
0, 1 10 < MD29 < MD23 











Prüfung MD31 





MD30 MD10 zulässiger Richtungsbezug der Lose 





z0 0,1 
3, 4, 5, 6, 13, 14, 15, 16 1,2 

















Prüfung MD34 





zulässig: 
BYTEO(MD34) = BYTE1(MD34) = BYTE2(MD34) = BYTE3(MD34) 








PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 5-21 











Parametrieren 





Prüfung MD35 





zulässig: 


BYTEO(MD35)&0x7F = BYTE1(MD35)&0x7F = BYTE2(MD35)&0x7F = 
BYTE3(MD35)&0x7F 











Prüfungen nur für Schrittmotor (MD61.0 == 1): 
Prüfung MD52 (durch Eingabegrenze geprüft) 





zulässige Schrittzahl: 4 < MD52 








zulässiger Schrittbewertungsfaktor: 2-14 < UMWEG/MDS52 < 214 











Prüfung MD53 





MD53 zulässige Schrittzahl pro Bestromungsmuster-Zyklus 
0 
=0 MD53 = 4 

















Prüfung MD55 





zulässige Frequenz: MD54 < MD55 < MD56 











Prüfung MD56 
zulässige Frequenz: MD23/MWFAKTOR/60 = MD56 < MD23max/MWFAKTOR/60 














Prüfung MD57 











zulässige Beschleunigung: MD57 = SMAMIN 





Prüfung MD58 





MD58 zulässige Beschleunigung 
0 
=0 SMAMIN < MD58 < MD57 

















Prüfung MD59 





MD59 zulässige Beschleunigung 





=0 SMAMIN < MD59 














PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
5-22 A5E00056647-005 


Parametrieren 





Prüfung MD60 






































MD60 MD59 zulässige Beschleunigung 
0 
z0 0 SMAMIN < MD60 < MD57 
#0 SMAMIN < MD60 < MD59 
Prüfung MD66 
MD66 MD61 zulässiges MD65 
0 0,1 0...100 
7 0...(MD56 - MWFAKTOR : 60) - 10 / MD23 
1 0 MD65 < (10 V - MD43 [V)) : 100/10 V 
1 MD65 < (MD56 - MD23FREQ) - 100 / MD23FREQ 
7 MD65 < (MD54 - MD23FREQ) - 100 / MD23FREQ 











(Der erste %-Schritt, der MD54 absolut überschreitet, 
ist zulässig. Er wird jedoch auf MD54 abgerundet wirk- 
sam) 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


5-23 








Parametrieren 





Nullmarke 


Das Bild 5-5 zeigt Ihnen den Zusammenhang zwischen der Nullmarke in Ihrer An- 


wendung und den relevanten Maschinendaten. 





> 1 (Absolutgeber) 


Maschinendaten 


Nullmarke 








= 1 (Inkrementalgeber) 








= 0 (Servomotor) 


Anschluss Geber über i 
Stecker X2...X4 





Nullimpuls des 





( MD10 (Gebertyp) ) 


= 0 (kein Geber) i 








Inkrementalgebers 

















= 1, 7 (Schrittmotor) 
MD61 (Ansteuerart) ) 





=1( 


JH 





=0 MD37.26 (Steuersignal 


NIX aktiv) 








MD37.24 (Steuersignal - | = 1 (Nullimpuls vom Schrittmoto 


BMN aktiv) 





> 4 (n = Pulse pro 





MD53 (Schrittzahl/Bestro- 
e muüngsmuster: Zyklus) 








= 0 (1 Puls pro Umdrehung) 





Anschluss Eingang NL 
über Stecker X1 


Nullimpulsgeber) 





externer Nullimpuls- 
geber (NIX) 











Bestromungsmuster-Zyklus) ' 





Bestromungsmuster 
Null-Signal 
(BMN: n pro U) 


— 














Nullimpulsgeber motor- 





i (BMN: 1 pro U) i 


intern schrittgenau 





























»> keine Nullmarke definiert 





Bild 5-5 


5-24 


Auswahlschema Nullmarke 





Hinweis 


Bei den grau hinterlegten Nullmarkenvarianten ist für 
torbetrieb die Funktion “*Drehüberwachung” nutzbar. 


den gesteuerten Schrittmo- 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


Parametrieren 





5.3.2 


Schrittmaße 


DB-Struktur 


Die Tabelle 5-5 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbausteins 
”Schrittmaße” (DB-SM). 

DB-Nr.: 1230 für Kanal 1 

DB-Nr.: 1530 für Kanal 2 

DB-Nr.: 1830 für Kanal 3 


Tabelle 5-5  DB-Struktur Schrittmaße 




































































Adress | Variablentyp Wert Bedeutung der Variablen Bemerkung 
e 
DB-Kopf (36 Byte) 
0 WORD Rack Steckplatz BG-Adresse 
2 WORD DB-Nr. (> 1000) wie im DB-Kopf 
4 DWORD reserviert 
8 WORD Fehler-Nr. (von FM) bei B&B-Dienste 
10 WORD 1 Kanalnummer 
12 2 STRING SM DB-Kennung/Typ 2 ASCII-Zeichen 
16 DWORD 453 Baugruppenkennung FM 453 
20 4 CHAR 0 Versionsnummer/Satznummer (DB-Struktur) 
24 DWORD 1...3 Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßeinheit 
28 WORD 0/1 Parameter (DB) Sichern Auftrag über "B&B” 
30 WORD reserviert 
32 DWORD 0...109 Schrittmaß 1 
36 DWORD 0...109 Schrittmaß 2 bis Schrittmaß 100 siehe Kap. 9.2.4 





Eingabe der Werte 


Die Eingabe der Werte erfolgt in dem Menü für Schrittmaße im Parametriertool. 


IÆ Schrittmaße2 - Kanal 1 -olx 


Schrittmaße 








Bild 5-6 Eingabe der Werte für Schrittmaße 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 5-25 





Parametrieren 





5.3.3 


Werkzeugkorrekturdaten 


DB-Struktur 


Die Tabelle 5-6 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbausteins 
"Werkzeugkorrekturdaten” (DB-WK). 


DB-Nr.: 1220 für Kanal 1 
DB-Nr.: 1520 für Kanal 2 
DB-Nr.: 1820 für Kanal 3 










































































Tabelle 5-6 DB-Struktur Werkzeugkorrekturdaten 
Adress | Variablentyp Wert Bedeutung der Variablen Bemerkung 
e 
DB-Kopf (36 Byte) 
0 WORD Rack Steckplatz BG-Adresse 
2 WORD DB-Nr. (> 1000) wie im DB-Kopf 
4 DWORD reserviert 
8 WORD Fehler-Nr. (von FM) bei B&B-Dienste 
10 WORD 1 Kanalnummer 
12 2 STRING WK DB-Kennung/Typ 2 ASCIl-Zeichen 
16 DWORD 453 Baugruppenkennung FM 453 
20 4 CHAR 0 Versionsnummer/Satznummer (DB-Struktur) 
24 DWORD 1...3 Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßeinheit 
28 WORD 0/1 Parameter (DB) Sichern Auftrag über "B&B” 
30 WORD reserviert 
32 DINT -109...109 | Werkzeuglängenkorrektur 1 Werkzeug 1 
DINT -109...109 | Verschleißwert 1 absolut siehe Kap. 10.1 
DINT -109...109 | Verschleißwert 1 additiv 
44 DINT -109...109 | Werkzeuglängenkorrektur 2 Werkzeug 2 
DINT -109...109 | Verschleißwert 2 absolut 
DINT -109...109 | Verschleißwert 2 additiv 
bis bis 
Werkzeuglängenkorrektur 20 Werkzeug 20 
Verschleißwert 20 absolut siehe Kap. 10.1 
Verschleißwert 20 additiv 
PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
5-26 A5E00056647-005 


Parametrieren 





Eingabe der Werte 


Die Eingabe der Werte erfolgt in dem Menü für Werkzeugkorrekturdaten im Para- 
metriertool "FM 453 parametrieren”. 


Wird der Verschleißwert additiv online geändert, so rechnet die FM den neuen Ver- 
schleißwert absolut aus und der Verschleißwert additiv steht wieder auf 0. 


E werkzeugkorrekturdaten - Kanal 1 


ee Verschleiß abs. Verschleiß Fra 


01 ME om im o 
| 02 Lo 2 [on 2 2 foooo | 
| 03 bo 2 2 jo [on | 
| 04 bo 2 2 jo [on | 
5 bo 2 [2 jo [bo | 
6 00 [on 2 2 jo | 
| og bo 2 [2 jo [on | 
| 09 bo 2 2 jo [on | 
| 10 bo 2 2 [ jo [on 1 
[11 O0 2 [on 2 foooo  — | 
2 Do 2 2 [on ho | 
3 bo  (o.oo0 [io | 
[14 bo 2 2 jo [on 1 
| 15 000 jo [on | 
[16 (0.000 [io 2 foooo | 
| 18 000 jo [on 1 
1 fo.0o00 jo [on | 
| 20 (oo 2 [on 2 — jo | 
4 





Bild 5-7 Eingabe der Werte für Werkzeugkorrekturdaten 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
ASE00056647-005 5-27 


Parametrieren 





5.3.4 Verfahrprogramme 


DB-Struktur 


Die Tabelle 5-7 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbausteins 


"Verfahrprogramme” (DB-NC). 


DB-Nr.: 1001...1199 für Kanal 1 
DB-Nr.: 1301...1499 für Kanal 2 
DB-Nr.: 1601...1799 für Kanal 3 



























































Tabelle 5-7 DB-Struktur Verfahrprogramme 

Adresse | Variablentyp Wert Bedeutung der Variablen Bemerkung 

DB-Kopf (36 Byte) 

0 WORD Rack Steckplatz BG-Adresse 

2 WORD DB-Nr. (> 1000) wie im DB-Kopf 

4 DWORD reserviert 

8 WORD Fehler-Nr. (von FM) bei B&B-Dienste 
10 WORD 1 Kanalnummer 

12 2 STRING NC DB-Kennung/Typ 2 ASCIl-Zeichen 
16 DWORD 453 Baugruppenkennung FM 453 

20 4 CHAR 0 Versionsnummer/Satznummer (DB-Struktur) 

24 DWORD 1...3 Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßein- 

heit 

28 WORD reserviert 

30 WORD reserviert 

32 18 STRING ASCII-Zeichen | NC-Programmname max. 18 Zeichen 
52 STRUCT NC-Satz NC-Satz neu (Änderungsbereich) 

72 STRUCT NC-Satz 1. Verfahrsatz 

92 STRUCT NC-Satz 2. Verfahrsatz bis 100. Verfahrsatz | siehe Kap. 9.3.12, 

10.1 























5-28 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


Parametrieren 





Eingabe der Verfahrprogramme 


Für die Eingabe der NC-Verfahrprogramme wird Ihnen ein leeres Fenster angebo- 
ten. Sie geben Ihr Verfahrprogramm wie folgt ein: 













E Verfahrprogrammi - Kanal 1 -iof x] 
Programm-Nummer: 0 | Programm-Name: | 
G-Befehle Position/Aerweilzet Geschwindigkeit M-Befehle \WZK UP-Nr. UP-Aufruf 
I N Gl G2 63 x F MI M2 M3 D L P 


IA aA ml mie 

















Bild 5-8 Eingabe für Verfahrprogramme 


1. % Programmnummer Programmname 


Die Eingabe ”%” ist nur in der 1. Zeile möglich. Diese Eingabe muss gemacht 
werden. Aus der Programmnummer wird die DB-Nr. gebildet. 


Der Programmname ist optional und darf maximal 18 Zeichen lang sein. 


2. N<Satznummer> - G<Befehl> (G1, G2, G3) - X<Wert> - F<Wert> - M<Befehl> 
(M1, M2, M3) - D<Nr.> (Werkzeugkorrekturnummer) - L<Nr.> - P<Nr> - 
(Progr. von Verfahrprogrammen siehe Kapitel 10). 


- Die Satznummer (N) müssen Sie als erstes und aufsteigend eingeben. Die 
Reihenfolge der übrigen Eingaben kann beliebig sein. 


- Das Trennzeichen geben Sie als Leerzeichen ein. 
Zeichen müssen Sie in Großbuchstaben eingeben. 


Außerdem ist es möglich den geführten Eingabebereich am oberen Bildrand zu 
nutzen. Die Programmnummer und der Programmname werden nach Verlassen 
des Eingabefeldes ins Eingabefenster übernommen. Die Übernahme der Verfahr- 
sätze erfolgt mit der Schaltfläche “Satz übernehmen”. 


Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
ASE00056647-005 5-29 


Parametrieren 





5.4 


Parametrieren mit ”FM 453 parametrieren” 


Eingabe der Werte 


5-30 


Sie haben verschiedene Möglichkeiten Ihre Parametrierdaten einzugeben. 


1. 


Anwenderdaten 


In einer Tabelle können Sie die Werte eingeben bzw. Texte auswählen. Die Ein- 
gabefelder wählen Sie mit dem Cursor an und geben die Werte ein. Die zuge- 
hörigen Texte der Werte können Sie mit der Leertaste anwählen. 


. Maschinendaten 


Die Eingabe der Werte erfolgt über Dialoge und Karteikarten. 


Über das Menü Ansicht > Tabellenform erhalten Sie die Maschinendaten in 
einer Tabelle. Dort können Sie die Werte, wie unter Anwenderdaten beschrie- 
ben, eingeben. 


. Werkzeugkorrekturdaten und Schrittmaße 


In einer Tabelle können Sie die Werte eingeben. Die Eingabefelder wählen Sie 
mit dem Cursor an und geben die Werte ein. 


. Verfahrprogramme 


Verfahrprogramme werden in Textform eingegeben. 


In den Tabellen für MD-, SM-, WZK-Werte gibt es eine Kommentarspalte. Dieser 
Kommentar wird nicht im Datenbaustein abgelegt. Er kann ausgedruckt werden 
bzw. wird bei Export mit in der Datei abgelegt. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Parametrieren 





5.5 Ablegen der Parametrierdaten im SDB >= 1 000 


Übersicht 


Die FM 453 speichert intern die Parametrierdaten. 


Um bei einem Defekt dieser FM 453 und keinem vorhandenen PG/PC die Parame- 
trierdaten zur Verfügung zu haben, sind diese zusätzlich in der CPU in einem Sy- 
stemdatenbaustein (SDB > 1 000) abzuspeichern. Die CPU überträgt nach jedem 
Neuanlauf diese im SDB > 1 000 abgelegten Daten zur FM 453. Falls die FM 453 
keine Maschinendaten besitzt bzw. der interne Zeitstempel (Zeitpunkt der Erstel- 
lung) nicht übereinstimmt, werden die Daten des SDB > 1 000 von der FM 453 
übernommen und dort gespeichert. 


Der Zeitstempel wird bei jedem Öffnen eines DBs (Parametrierdaten) bzw. beim 
Importieren einer Datei erneuert. Wird der Inhalt des DBs geändert (z. B. Maschi- 
nendaten ändern), so wird beim Speichern oder Laden des DBs ebenfalls ein 
neuer Zeitstempel erzeugt. 


Es muss darauf geachtet werden, dass die Parametrierdaten in dem 
SDB = 1 000 mit den Parametrierdaten auf der FM 453 nach Abschluss der 
Inbetriebnahme immer übereinstimmen. 





Hinweis 


Werden Parametrierdaten in der FM nach Erstellen des SDB > 1 000 nochmals 
geändert, so werden diese nach Neuanlauf der CPU wieder überschrieben (siehe 
oben “Zeitstempel”. 


Deshalb ist der SDB = 1 000 erst am Ende der Inbetriebnahme zu erstellen! 





Falls nachträglich nochmals eine Änderung der Daten nötig ist, ist der SDB > 

1 000 erneut zu erstellen und in die CPU zu laden. Der vorhergehende SDB ist 
vorher zu löschen bzw. beim Erstellen eines neuen SDB wird dieser überschrie- 
ben. Der neue SDB muss nicht die gleiche Nummer haben wie der vorher erstellte. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 5-31 


Parametrieren 





SDB erstellen 


Voraussetzung: Online-Verbindung zur FM 453 








Menü Datei > SDB erstellen anwählen 
Ist auf der FM 453 kein DB-MD vorhanden — Abbruch 











| 











kein zugehöriger SDB 
vorhanden 








Für die FM 453 ist im S7-Projekt nein 
ein zugehöriger SDB > 1 000 
N vorhanden. 


|” 


Soll dieser SDB überschrieben nein 
werden? 


| ja Abbruch 

















SDB wird erstellt und im S7-Projekt unter 








CPU\S7-Programm\Bausteine\Systemdaten abgelegt 














Bild 5-9 SDB > 1 000 erstellen 


SDB im S7-Projekt anzeigen/löschen 


5-32 








Menü Datei > SDB anzeigen anwählen 











y 





alle SDBs für FM 453 des Projektes 
werden angezeigt 














y 








k 


soll der SDB gelöscht werden? jn Schließen des 
Fensters 





entsprechenden SDB anwählen und löschen 




















Bild 5-10 SDB > 1 000 anzeigen/löschen 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5E00056647-005 


Parametrieren 





SDB in die CPU übertragen 


Wenn Sie SDBs erstellt haben, müssen Sie die “Systemdaten” des Projektes in 
die CPU übertragen. 


Sie haben zwei Möglichkeiten und gehen wie folgt vor: 


1: 


Variante 


Im SIMATIC Manager das Online-Fenster anwählen (Online- und Offline-Fen- 
ster müssen geöffnet sein) 


Im Offline-Projekt unter CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten System- 
daten (mit Maus ziehen bzw. mit Kopieren/Einfügen) in das Online-Projekt spei- 
chern. 


. Variante 


Im SIMATIC Manager unter CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten 
anwählen. 


Über das Menü Zielsystem > Laden (oder rechte Maustaste) die Systemdaten 
in die CPU laden 


bzw. 


Über das Menü Zielsystem > Laden in EPROM-Memory-Card auf CPU 


Sie können auch die Memory-Card für die CPU am PG/PC programmieren. 


Erfolgt ein Laden der Konfiguration aus HW-CONFIG heraus, so wird dieser SDB 
nicht mit in die CPU übertragen. 


SDB in der CPU löschen 


Wollen Sie SDBs in der CPU löschen, so gehen Sie wie folgt vor: 


1. 
2. 


Wählen Sie “FM 453 parametrieren” an. 


Wählen Sie das Menü Datei > SDB anzeigen an. Löschen Sie den/die entspre- 
chenden SDB(s). 


. Schließen Sie “FM 453 parametrieren” und wählen Sie im SIMATIC Manager 


unter Online-Projekt CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten an. Löschen 
Sie die Systemdaten. 


. Übertragen Sie die Systemdaten erneut zur CPU s. o. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


5-33 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 


Kapitelübersicht 









































Kapitel Titel Seite 
6.1 Grundlagen zum Programmieren 6-3 
6.2 Inbetriebnahme mit dem Parametriertool 6-10 
6.3 Beschreibung der Standard-Funktionsbausteine 6-10 
6.4 Alarme 6-27 
6.5 Anwender-Datenbaustein (AW-DB) 6-29 
6.6 Anwendungsbeispiele 6-40 
6.7 Fehlerliste, Systemmeldungen (CPU) 6-47 
6.8 Technische Daten 6-49 

Allgemeines 


Die vorliegende Funktionsbeschreibung der Bausteine und der Schnittstelle soll die 
Kommunikation zwischen der CPU und der FM 453 im Automatisierungssystem 
SIMATIC S7 verdeutlichen. Mit den zu parametrierenden Bausteinen und den 
AW-DB (= Schnittstelle zur FM 453) wird es Ihnen ermöglicht, Ihr Anwenderpro- 
gramm (AWP) entsprechend Ihrer Anwendung zu programmieren. 





Hinweis 


Diese Beschreibung gilt nur für einen Kanal/Achse, für jeden weiteren Kanal/ 
Achse ist analog zu verfahren. 





Positionierbaugruppe FM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-1 


Programmieren der Technologiefunktion 












































































































































































S7-400 
CPU FM 453 
A d Faen P-Bus Steuer-/Rückmel- 
nwenderprogra designale 
und Systemdaten 
AW-DB 
(je1 DB pro Kanal) K-Bus Datenbausteine 
MPI 
Online 
Offline 
Pa AWL/KOP-Editor 
(STEP 7) 
Fc| uDTi unter STEP7 wird ein | AW-DB Der AW-DB wird in die 
DB erstellt d CPU geladen 
Quelle dafür ist UDT 1 | Íe 1 DB pro 
Kanal) 
anwenderdefinierter Datentyp 
Setup.exe 
AT] RER 
e Parametriertool "FM 453 parametrieren 
° Funktionsbausteine (FCs, UDT 1 und Beispiel- 
programme) 
e MD-DBs (zur Inbetriebnahme Schrittmotor)?) 
e vorprojektierte Oberfläche für OPs 
Handbuch im PDF-Format 
Getting started im PDF-Format 
1) siehe Getting started und Kapitel 7 











Bild 6-1 Übersicht Programmieren 


Voraussetzungen 


Folgende Voraussetzungen müssen für die Erstellung Ihres Anwenderprogrammes 
erfüllt sein, wenn Sie die FM 453 steuern wollen: 


e Auf dem PG/PC haben Sie die Software nach Kapitel 5.1 installiert. 


Die Bausteinbibliothek mit den darin enthaltenen Grundfunktionen ist standard- 
mäßig unter dem Verzeichnis [STEP7-Verzeichnis]\S7LIBS\FMSTSV_L abge- 
legt. 


e Die Verbindung vom PG/PC zur S7 CPU muss hergestellt sein 
(siehe Bild 4-1 bis 4-2). 


e Sie haben für die SIMATIC S7 Ihr Projekt bereits eingerichtet 
(siehe “FM 453, Erste Schritte”). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-2 A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





6.1 Grundlagen zum Programmieren 


Übersicht 
In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu: 
e Schnittstelle, Anwender-Datenbausteine (AW-DB), Kapitel 6.1.1, Seite 6-3 
e Standard-Funktionsbausteine, Übersicht, Kapitel 6.1.2, Seite 6-5 
e Kommunikation CPU / FM 453, Kapitel 6.1.3, Seite 6-6 
e Alarme, Kapitel 6.4, Seite 6-27 
e Aufbau eines Anwenderprogramms, Kapitel 6.1.4, Seite 6-7 
e Ziehen-/Stecken-Alarm, Kapitel 6.1.5, Seite 6-8 
e Baugruppenträgerausfall, Kapitel 6.1.6, Seite 6-8 
e Einbinden eines OP, Kapitel 6.1.7, Seite 6-8 


e Vorgehen zum Erstellen des Anwenderprogrammes (AWP), Kapitel 6.1.8, 
Seite 6-9 


6.1.1 Schnittstelle, Anwender-Datenbausteine (AW-DB) 


Der AW-DB (Schnittstelle) wird offline erstellt. 


Der Anwender kann absolut und symbolisch (Erstellung des AW-DBs mit UDT- 
Struktur) auf die Signale/Daten der Schnittstelle zugreifen. 


Mit dem Eingangsparameter der Standard-Funktionsbausteine "DB_NO” wird die 
Schnittstelle dem entsprechenden Kanal zugeordnet. Die Baugruppenadresse ist 
Bestandteil des AW-DBs. Sie wird eintragen vom Baustein POS_INIT oder manuell 
über “FM 453 parametrieren” mit der Schaltfläche “BG-Adr in AW-DB eintragen” im 
Übersichtsbild. Der AW-DB muss vorher erstellt worden sein. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-3 


Programmieren der Technologiefunktion 





Anlegen des AW-DBs 
Sie gehen wie folgt vor: 


1. Öffnen Sie Ihr Projekt und wählen Sie darin SIMATIC xxx > CPUxxx > S7-Pro- 
gramm > Bausteine an. 


2. Mit dem Menübefehl Einfügen > S7-Baustein > Datenbaustein erzeugen Sie 
unter STEP 7 den Datenbaustein (z. B. DB 1). 


3. Mit Doppelklick auf diesen erzeugten Datenbaustein wird der KOP/AWL/FUP- 
Editor gestartet. 


4. Im Dialog “Neuer Datenbaustein” wählen Sie “Datenbaustein mit zugeordneten 
anwenderspezifischen Datentyp” aus. 


5. Es wird Ihnen der UDT 1 angeboten. 

Der UDT 1 beinhaltet die Struktur des AW-DBs. 
. Wählen Sie den UDT 1 an und bestätigen Sie mit OK. 
. Sie haben den AW-DB angelegt. 
. Mit Datei > speichern wird dieser AW-DB gespeichert. 
. Schließen Sie den Editor. 


oo © N © 


Hinweise zur symbolischen Programmierung 


Standardmäßig sind die Bausteine mit Name des Symboles, Adresse und Daten- 
typ in der Symboltabelle eingetragen. (Symboltabelle wird im Projekt und in der 
Bibliothek mitgeliefert). Ändern Sie die Bausteinnummern im SIMATIC-Manager in 
Ihrem Projekt, so muss ebenfalls in der Symboltabelle die Numerierung geändert 
werden. Die Zuordnung der Bausteine ist eindeutig über die Symboltabelle herge- 
stellt. 


Bevor Sie Ihr Anwenderprogramm schreiben und übersetzen, müssen Sie die 
Bausteine (AW-DB, FCs), die Sie entsprechend Ihrer Konfiguration verwenden in 
die Symboltabelle eintragen. Die symbolische Struktur der Schnittstelle ist in dem 
mitgelieferten UDT-Baustein hinterlegt. Der symbolische Bezug ist über Ihr 
STEP 7-Projekt, der Symboltabelle sowie dem UDT-Baustein hergestellt. 


Im Anhang C finden Sie den UDT mit Symbolen und absoluter Adresse dargestellt. 
Beispiel Symboltabelle. 














Symbol | Adresse | Datentyp Kommentar 
DB_FM1 DB 1 UDT 1 AW-DB für die FM 453 Kanal 1 
POS_INIT |FCO FC 0 Initialisierung Kanal 1 
POS_CTRL | FC 1 FC 1 Datenaustausch Kanal 1 
DB_FM2 DB 2 UDT 1 AW-DB für die FM 453 Kanal 2 




















PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-4 A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 



































6.1.2 Standard-Funktionsbausteine, Übersicht 
Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Funktionen (FC), Da- 
tenbausteine (DB) und Organisationsbausteine (OB), die zur Kommunikation und 
zum Steuern der FM 453 nötig sind. 
Tabelle 6-1 Standard-Funktionsbausteine für die FM 453 (Übersicht) 
Baustein | Bausteinname Bedeutung/Funktion Hinweis 
FC 0 POS_INIT Aufruf im OB 100 und OB 83, Anlauf/lnitiali- | für Anwendung notwendig, 
Seite 6-11 sierung Nr. änderbar 1) 
FC 1 POS_CTRL Aufruf im OB 1, zyklischer Betrieb (Synchro- 
Seite 6-13 nisation mit FM 453) 
Grundfunktionen und Betriebsarten, 
Schnittstellenbearbeitung, Schreib- und 
Leseaufträge 
FC2 POS_DIAG Aufruf im OB 82, interne Fehler, externe 
Seite 6-23 Fehler und externe Kanalfehler der FM 
FC3 POS_MSRM Aufruf im OB 40 bzw. OB 1, nur anzuwenden, falls 
Seite 6-26 Auslesen der Messwerte Funktion für die Anwen- 
dung benötigt wird, 
Nr. änderbar 1) 
DB (UDT) | AW-DB Schnittstelle zur FM für Anwendung notwendig 
OB 1 - zyklische Ebene für Anwendung notwendig 
OB 82 - Diagnosealarm-Ebene 
OB 100 - Anlauf-Ebene 
OB 83 - Ziehen-/Stecken-Alarm für Ziehen / Stecken /Bau- 
ii z gruppenträgerausfall der 
OB 86 Baugruppenträgerausfall FM notwendig 
OB 122 - Peripheriezugriffsfehler 

















1) - Änderung der Baustein-Nr. ist im SIMATIC-Manager möglich 
- ein Andern der Symboltabelleneinträge ist nur bei symbolischer Programmierung notwendig 





Hinweis 


In der nachfolgenden Beschreibung wird die symbolische Bausteinbezeichnung 


verwendet. 





PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


6-5 





Programmieren der Technologiefunktion 





6.1.3 Kommunikation CPU / FM 453 


Einbindung der FM 453 in das Anwenderprogramm 


Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen wie die FM 453, der AW-DB und die Technolo- 
giefunktionen kommunizieren. 






























































































































































CPU | FM 453 
OB 40 OB 82 [3 
(Prozessalarm) (Diagnose) 4 Byte OB-Startinformation ETA Diagnose- und 
2) Prozessalarm- 
4 Byte POS_DIAG ja Informationen 
OB-Startinfor- 
mation Se 
1 
y Schreib-/Leseaufträge Steuer- und Rück- 
POS MSRM 1)| | Fehlermeldung meldesignale 
OB 100 Si A Daten, Fehlermel- 
Neustart (Anlauf) POS-ETHE Bes dung und Fehler- 
AW-DB N spezifikation 
POS_INIT > 
= (je 1 DB pro Kanal) POS_MSRM 
1) Dieser Baustein ist nur im OB 40 oder im OB 1 aufrufbar, aber nicht in beiden gleichzeitig. 
2) Dieser Baustein braucht nur einmal für einen Kanal pro Baugruppe aufgerufen werden. Er beinhaltet 
Diagnoseinformationen für alle drei Kanäle (siehe Kapitel 6.5 und 11.2.2). 





Bild 6-2 Übersichtsbild für die Einbindung der FM 453 ins Anwenderprogramm 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-6 A5E00056647-005 





Programmieren der Technologiefunktion 





6.1.4 Aufbau eines Anwenderprogrammes 


Das nachfolgende Bild gibt Ihnen einen Überblick, über den Aufbau des Anwender- 
programmes (AWP). 








OB 100/OB 83 und OB86 


n x CALL POS_INIT (Parameter: wie DB_NO, CH_NO, LADDR) 
Bei Inbetriebnahmefehler geht die CPU in “STOP”. 








Eintragen der Parameter 








OB 1 (oder andere zyklische Ebenen) AW-DB 
e nxCALL POS_CTRL (Parameter: DB_NO) 
e Ihr AWP: zum Steuern Ihrer Anlage 
° AWP: Fehlerauswertung 








AWP: Signale/Daten 
OB 82 setzen, löschen, abfragen 
e nxCALL POS_DIAG (Parameter: DB_NO) 
e AWP: NOT-AUS-Kreis öffnen, Signale zurücksetzen 
(es wurde die FM zurückgesetzt bzw. ein schwerer Fehler in der 
FM ist aufgetreten, siehe “Hinweise zur Fehlerauswertung”) 























n - Anzahl der Kanäle (max. 3) 











Hinweis 

Für GET/PUT-Aufträge (SFC 72/73) zur FM wird keine Funktiongewährleistung 
garantiert bzw. diese Funktion wird nicht unterstützt, da diese auch nicht notwen- 
dig ist. Anderungen von Parametrierdaten können über das Signal “Parameter/Da- 
ten ändern” (AW-DB, DBX39.3) vorgenommen werden. 





Hinweise zur Signalbearbeitung: 


Der Bearbeitungszyklus der FM 453 (= 3 ms) und der Anwenderzyklus (OB 1) ar- 
beiten asynchron zueinander. Abhängig vom Zeitpunkt der Signalübergabe an die 
FM 453 kann die Bearbeitungsdauer der Signale = 1 bis < 2 x FM-Zyklus sein. 
Dies ist besonders bei kleinen Anwenderzyklen zu beachten! Gegebenenfalls ist 
vor Aktivieren einer neuen Aktion der Bearbeitungsstatus der FM 453 abzufragen. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-7 


Programmieren der Technologiefunktion 





Hinweise zum Testen des Anwenderprogrammes 


6.1.5 


6.1.7 


6-8 


Beim Test des Anwenderprogrammes mit “Haltepunkt setzen” beachten Sie bitte, 
dass nach Erreichen des Haltepunktes ein Fortsetzen des Programmablaufes mit 
der FM 453 nicht immer möglich ist (technologiebedingt). 


Z. B. können vom AWP aktivierte Bewegungen nicht angehalten werden, wenn das 
AWP den Haltepunkt erreicht hat. 


Das Fortsetzen kann nach erneutem Anlauf erfolgen (CPU: STOP/RUN) bzw. über 
Rücksetzen des Kanals oder auch bei Betriebsartenwechsel. 


Ziehen-/Stecken-Alarm OB 83 


Falls die Anlage bei einer defekten FM 453 weiter betrieben werden muss, muss 
der OB 83 ins Anwenderprogramm eingebunden werden. Im OB 83 muss beim 
Ziehen der FM 453 dafür gesorgt werden (z. B. Merker setzen und im OB 1 aus- 
werten), dass die Kommunikation im OB 1 mit der FM 453 unterbunden wird. Da- 
mit sich das Anwenderprogramm mit der FM 453 wieder synchronisiert, ist beim 
Stecken der FM 453 der Baustein POS_INIT (entsprechend Ablauf wie in OB 100) 
einzubinden. Zusätzlich ist der Organisationsbaustein OB 122 (Peripheriezugriffs- 
fehler-OB) mit in die CPU zu laden. 


Baugruppenträgerausfall 


Steckt in einem Erweiterungsgerät eine FM 453 und soll die Anlage bei Stromaus- 
fall des Gerätes weiter betrieben werden, muss der OB 86 ins Anwenderprogramm 
eingebunden werden. 


Handhabung analog OB 83 siehe Kapitel 6.1.5. 


Einbinden eines OP 


Der Speicherbereich des AW-DB (DBB498 bis DBB515) “Datenfeld für Bedienen/ 
Beobachten” dient nur als Speicher für Signale/Daten für ein OP It. mitgelieferter 
vorprojektierter Oberfläche. Um Aktionen auszulösen, sind die entsprechenden 
Signale/Daten mittels AWP auf die Schnittstelle (entspr. Bereich im AW-DB) zu 
übertragen (siehe Kapitel 6.6, Beispiel 4). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Vorgehen zum Erstellen des Anwenderprogrammes (AWP) 


Das im Projektierpaket mitgelieferte Beispielprojekt “zDt17_02_FM453_EX” dient 
Ihnen als Vorlage zum Erstellen eines AWP. 

Vorschlag zur Vorgehensweise: 

1. Öffnen Sie im SIMATIC-Manager Ihr Projekt. 

2. Anwahl SIMATIC xxx > CPUxxx > S7-Programm 


3. Öffnen Sie im SIMATIC-Manager mit Datei > Öffnen... > Projekte das Projekt 
“zDt17_02_FM453_EX”. 


4. Darin markieren Sie das Verzeichnis ”’EXAMPLES” 


5. Markieren Sie die Datei "Symbole” und kopieren Sie diese in Ihr Projekt unter 
SIMATIC xxx > CPUxxx > S7-Programm (das bestehende Objekt ersetzen). 


6. Öffnen Sie das Verzeichnis ”Quellen” und kopieren Sie daraus alle AWL-Quel- 
len in das Verzeichnis ”Quellen” Ihres Projektes. 


7. Öffnen Sie das Verzeichnis ”Bausteine” und kopieren Sie daraus alle Bausteine 
in das Verzeichnis ”Bausteine” Ihres Projektes (einschließlich UDT-Bausteine). 


8. Wählen Sie in Ihrem Projekt das Verzeichnis “Quellen” an. Mit Doppelklick auf 
die markierte Datei “OB_example” starten Sie den "KOP/AWL/FUP-Editor”. 


9. Modifizieren Sie im OB 100 im Baustein POS_INIT-Aufruf und im OB 82 im 
POS_DIAG-Aufruf die für Sie zutreffenden Eingangsparameter (siehe Ka- 
pitel 6.3.1, Baustein POS_INIT und Kapitel 6.3.3, Baustein POS_DIAG). 


10.Sie können im OB 1 im Netzwerk “AUFRUFE DER EXAMPLES” die für Sie 
relevanten Funktionen aus dem Beispielprojekt “zDt17_02_FM453_EX” 
(siehe Kapitel 6.6) einfügen. Mit Setzen/Löschen der Signale im mitgelief- 
erten DB 100 (AW-DB für die Beispiele) durch Ihr AWP sind die Funktio- 
nen entsprechend zu aktivieren. 
Modifizieren Sie den Baustein-Aufruf für den POS_CTRL (Einganspara- 
meter bzw. mit entsprechendem Instanz-DB). 


1 


— 


.Mit den Menübefehlen Datei > Speichern und Datei > Übersetzen werden aus 
der AWL-Quelle die Organisationsbausteine (OB 1, OB 82, OB 100) erzeugt. 
(Warnungen aus dem UÜbersetzungslauf können ignoriert werden.) 


12.Schließen Sie den Editor. 
13.Schalten Sie den Schalter der CPU auf “STOP” und schalten Sie die CPU ein. 


14.Wählen Sie im SIMATIC-Manager unter SIMATIC xxx > CPUxxx > S7-Pro- 
gramm > Bausteine an. 


15.Laden Sie alle darin befindlichen S7-Bausteine (auch Systemdaten) über Ziel- 
system > Laden in Ihre CPU (CPU im STOP-Zustand). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-9 


Programmieren der Technologiefunktion 





6.2 


6.3 


Übersicht 


Inbetriebnahme mit dem Parametriertool 


Für die Inbetriebnahme der FM 453 mit dem Parametriertool “FM 453 parametrie- 
ren” muss die CPU in “STOP” sein. Sie kann auch, falls Sie z. B. Teile Ihrer Anlage 
steuern bzw. die Antriebe leistungsmäßig zuschalten wollen, in “RUN” geschaltet 
werden. Dabei sind die Steuer-/Rückmeldesignale “Umschalten P-Bus-Schnittstelle 
auf Inbetriebnahme” (AW-DB, DBX14.1) und “Umschalten P-Bus-Schnittstelle er- 
folgt” (AW-DB, DBX22.1) zu beachten. Die Beschreibung der Signale siehe Kapitel 
9.1). 


Nach der Rückmeldung des Bits “Umschalten P-Bus-Schnittstelle erfolgt” (AW-DB, 
DBX22.1) wird die Schnittstelle in der FM nicht mehr aktualisiert. Es können kein 
Diagnosealarm, keine Messwerte usw. gelesen werden. 


Beachten Sie auch Kapitel 7.3 “Test und Optimierung”! 





Hinweis 


Achten Sie auf entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, wenn Sie die Achse bewe- 
gen wollen. 





Beschreibung der Standard-Funktionsbausteine 


In diesem Kapitel finden Sie Informationen zu: 

e POS_INIT (FC 0) - AW-DB Initialisierung, Kapitel 6.3.1, Seite 6-11 

e POS_CTRL (FC 1) - Datenaustausch, Kapitel 6.3.2, Seite 6-13 

e POS_DIAG (FC 2) - Diagnosealarmdaten lesen, Kapitel 6.3.3, Seite 6-23 
e POS_MSRM (FC 3) - Messwerte lesen, Kapitel 6.3.4, Seite 6-26 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





6.3.1 Baustein POS_INIT (FC 0) - Initialisierung 


Aufgabe 


Mit dem Baustein POS_INIT initialisieren Sie bestimmte Bereiche Ihres AW-DBs. 


Aufrufmöglichkeiten 


Der Baustein POS_INIT ist einmal pro Kanal im Anlauf-OB 100, OB 83 für 
“Ziehen-/Stecken-Alarm” und OB 86 für “Baugruppenträgerausfall” aufzurufen. 





Aufruf in KOP-Darstellung 


Aufruf in AWL-Darstellung 








(Kontaktplan) (Anweisungsliste) 
POS INIT CALL POS_INIT 
EN = ENO— DB_NO = 
—DB_NO RET_VALT- CH_NO = 
— CH_NO LADDR = 
—7 LADDR 

















Beschreibung der Parameter 


Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses Bausteins. 























Name Daten- | P-Typ Bedeutung 
typ 
DB_NO | INT Datenbausteinnummer 
CH_NO |BYTE Nummer des Kanals: 
0 - nur ein Kanal auf der Baugruppe) intern gleiche 
1 - erster Kanal auf der Baugruppe Bedeutung 
2 - zweiter Kanal auf der Baugruppe 
3 - dritter Kanal auf der Baugruppe 
4...255 - unzulässig 
LADDR |INT E e logische Basisadresse der Baugruppe, Eintrag aus 
“HW-KONFIG”, — “Eigenschaften”, — “Adresse” über- 
nehmen (siehe Kapitel 5.2) 
e 0 - kein Eintrag von Adressen in den AW-DB 





Parametertypen: E = Eingangsparameter 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


6-11 








Programmieren der Technologiefunktion 





Funktionsweise 


Der Baustein führt die folgenden Aktionen durch: 


1: 


Eintrag von Adressierungswerten in den AW-DB, wenn Parameter LADDR # 0 
- Baugruppenadresse 
- Kanalnummer 


- Kanaladresse, daraus abgeleitete Offsetadresse 


. Löschen folgender Strukturen im AW-DB 


Steuersignale 
- Rückmeldesignale 
- Anstoß-, Fertig-, Fehlersignale der Aufträge 


- Einzeleinstellung und Einzelkommandos, ihre Fertig- und Fehlersignale 


. Wenn der Eingangsparameter LADDR = 0 ist, erfolgt kein Eintrag in den 


AW-DB. Es wird angenommen, dass die Eintragung der Adressierungswerte 
(Baugruppenadresse und Kanalnummer) manuell über “FM 453 parametrieren”, 
Schaltfläche “BG-Adr in AW-DB eintragen” im Übersichtsbild erfolgte. 


Fehlerauswertung 


Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) und der RET_VAL < 0 an. 


Mögliche Fehler sind: 


Unbekannte Kanalnummer CH_NO und DB-Nr. = 0 als Eingangsparameter, der 
AW-DB wird nicht initialisiert. 


Bei nicht vorhandenen AW-DB geht die CPU in STOP, siehe Diagnosepuffer der 
CPU. 


Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur Verfügung gestellt. 











RET_VAL Fehler 
1 unbekannte Kanalnummer 
-2 DB-Nr. =0 











PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





6.3.2 


Aufgabe 


Baustein POS_CTRL (FC 1) - Datenaustausch 


Der Baustein POS_CTRL ist der Grundbaustein zum Steuern der FM 453. 
Mit dem Baustein POS_CTRL können Sie: 

e Schreib- und Leseaufträge bearbeiten 

e Betriebsarten steuern (Steuer- und Rückmeldesignale) 

Der Baustein POS_CTRL führt die folgenden Aktionen durch: 


1. Synchronisation mit der Baugruppe/Kanal (erst danach ist der Austausch von 
Signalen/Daten möglich). 


2. Lesen der Rückmeldesignale. Die gelesenen Werte/Signale werden vom 
Baustein POS_CTRL in dem AW-DB abgelegt. 


3. Die Steuersignale werden aus dem AW-DB zur FM 453 übertragen. 


4. Ausführen des Schreibauftrages aus dem AW-DB mit Übertragen der zugehöri- 
gen Daten aus dem AW-DB und Setzen des Schreibauftragstatus. Bevor die 
Funktion aktiviert wird, sind alle Daten in den AW-DB einzutragen, die für die 
Ausführung der beabsichtigten Funktionen erforderlich sind. 


5. Ausführen des Leseauftrages aus dem AW-DB mit Übertragen der zugehörigen 
Daten in den AW-DB und Setzen des Leseauftragstatus. 


6. Automatisches Übertragen aller Einzeleinstellungen aus dem AW-DB zur 
FM 453 bei Anderung einer/mehrerer Einzeleinstellungen und Setzen des 
Schreibauftragstatus (Setzen bzw. Löschen). 


7. Automatisches Übertragen aller Einzelkommandos aus dem AW-DB zur 
FM 453 und Setzen des Schreibauftragstatus. Die Einzelkommandos werden 
nach der Übertragung gelöscht. 


8. Automatisches Lesen der Fehlernummer wenn ein Bedien-/Fahrfehler oder Da- 
tenfehler aufgetreten ist. Die Fehlernummer wird in den AW-DB (DBB90...97) 
eingetragen und der Leseauftragstatus gesetzt. 


Aufrufmöglichkeiten 


Sie müssen den Baustein POS_CTRL zyklisch (z. B. einmal im OB 1-Zyklus) pro 
Kanal aufrufen. Bevor Sie die Funktion aufrufen, tragen Sie alle Daten/Signale in 

den AW-DB ein, die für die Ausführung der beabsichtigten Funktionen erforderlich 
sind. 








Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung 
(Kontaktplan) (Anweisungsliste) 
POS CTRL CALL POS_CTRL 
—EN = ENO— DB_NO = 
—DB_NO RET_VAL—- RET_VAL = 























PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-13 


Programmieren der Technologiefunktion 





Beschreibung der Parameter 


Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses Bausteins. 








Name Datentyp | P-Typ Bedeutung 
DB_NO INT E Datenbausteinnummer 
RET_VAL | INT A Rückgabewert 




















Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangssparameter 


Rückgabewerte 


Die Funktion liefert folgende Rückgabewerte: 














RET_VAL BIE Beschreibung 
1 1 mindestens 1 Auftrag/Übertrag aktiv 
0 1 kein Auftrag/Übertragung aktiv, kein Fehler 
<0 0 Fehler: 
e  Datenfehler (AW-DB, DBX22.4) aufgetreten 
e Kommunikationsfehler (AW-DB, DBW66) aufgetreten 











Funktionsweise 


Die Funktion arbeitet mit einem AW-DB zusammen. Die DB-Nummer wird beim 
Aufruf des Bausteins mit dem Parameter DB_NO übergeben. 


e Anlauf 


Der Baustein POS_CTRL quittiert den Anlauf der Baugruppe/Kanal. Während 
dieser Zeit sind der Parameter “RET_VAL” und die Signale “Schreib-/Leseauf- 
trag aktiv” (AW-DB, DBX68.0 und DBX68.2) = TRUE. 


e Steuer- und Rückmeldesignale 


Mit Aufruf des Bausteins POS_CTRL werden zuerst die Rückmeldesignale 
(über Direktzugriff) aus der FM 453 gelesen. Da die Steuersignale und Aufträge 
anschließend bearbeitet werden, geben die Rückmeldesignale den Status der 
Baugruppe vor dem Aufruf des Bausteins wieder. Die Steuersignale werden 
ebenfalls mit Direktzugriff zur FM 453 geschrieben. 


Je nach angewählter Betriebsart werden nach erkanntem Start die Steuersi- 
gnale “Start”, “Richtung Minus” und “Richtung Plus” (AW-DB, DBX15.0, 15.2 
und 15.3) gelöscht (Flankenbildung der Signale für FM). 


Erzeugen der Statussignale “Bearbeiten” (AW-DB, DBX13.6) und “Position” 
(AW-DB, DBX13.7). Siehe unter Anstrich “Betriebsarten steuern”. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-14 A5E00056647-005 





Programmieren der Technologiefunktion 





e Aufträge 


Der über die Steuer- und Rückmeldesignale hinausgehende Datenaustausch 
mit der Baugruppe wird über Aufträge vorgenommen. Mehrere gleichzeitig an- 
stehende Schreib- bzw. Leseaufträge können jedoch nur nacheinander ausge- 
führt werden, wobei ein Lese- und ein Schreibauftrag in einem Aufruf bearbeitet 
werden. 


Um einen Auftrag abzugeben, setzen Sie das entsprechende Anstoßsignal im 
AW-DB (DBB383...43) und bei Schreibaufträgen vorher noch die entsprechen- 
den Daten. 


Mit Aufruf des Bausteins POS_CTRL wird der Auftrag ausgeführt. Ein Leseauf- 
trag wird beim Aufruf ausgeführt. Ein Schreibauftrag benötigt wegen der erfor- 
derlichen Quittungen der Baugruppe mindestens 3 Aufrufe (bzw. OB-Zyklen). 
Der zeitliche Abstand der Aufrufe sollte größer als ein FM-Zyklus sein. 


Ist ein Auftrag fertig bearbeitet, wird das Anstoßsignal (gilt nicht für Einzelein- 
stellungen) zurückgenommen. 


Erst beim nächsten Aufruf des Bausteins wird der folgende Auftrag ermittelt und 
ausgeführt. 


Zu jedem Auftrag gibt es neben dem Anstoßsignal auch ein Fertig- (AW-DB, 
DBX44.0...53.7) und ein Fehlersignal (AW-DB, DBX54.0...63.7). 


Fertig- und Fehlersignale des Auftrags sollten Sie nach der Auswertung oder 
vor Abgabe dieses Auftrages zurücksetzen. 


e Reihenfolge der Auftragsbearbeitung/Priorität 


Sie können mehrere Aufträge gleichzeitig abgeben, auch zusammen mit 
Schreibaufträgen für Einzelkommandos und Einzeleinstellungen. 


Sobald ein Schreibauftrag erkannt wird (auch bei Signaländerung von Einzelein- 
stellungen) wird dieser, falls noch andere Aufträge angewählt sind, nach Ab- 
schluss der laufenden Übertragung sofort ausgeführt. Es ist darauf zu achten, 
dass Signale für Einzelkommandos nicht zyklisch zu setzen sind, da sonst evtl. 
andere Aufträge nicht ausgeführt werden können (Priorität). 


Reihenfolge/Priorität Schreibauftrag: 
1. Einzelkommandos schreiben 
2. Einzeleinstellungen schreiben 


3. Schreibaufträge. 
Die Schreibaufträge werden in der Reihenfolge der Anstoßsignale 
abgearbeitet, die im AW-DB festgelegt ist (Beginn DBX38.0...39.7). 


Reihenfolge/Priorität Leseauftrag: 
1. Fehlercode, Bedien-/Fahrfehler oder Datenfehler auslesen 


2. Leseaufträge 
Die Leseaufträge werden in der Reihenfolge der Anstoßsignale abgearbeitet, 
die im AW-DB festgelegt sind (Beginn DBX42.0...43.6). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-15 


Programmieren der Technologiefunktion 





e Auftragsstatus 


Den Status der Auftragsbearbeitung können Sie am Rückgabewert RET_VAL 
und an den Signalen “Schreib-/Leseauftrag aktiv” im AW-DB (DBX68.0 und 
DBX68.2) ablesen. Den Status eines einzelnen Auftrags können Sie anhand 
der Anstoß-, Fertig- und Fehlersignale dieses Auftrags auswerten. 


Tabelle 6-2 Auftragsstatus 















































RET VAL Aufträge aktiv Anstoß- Fertig- Fehler- 
Auftragsstatus (Int er er) (DBX68.0 signale signale signale 
g DBX68.2) (DBB34...43) | (DBB44...53) | (DBB54...63) 

1. Auftrag aktiv 1 1 1 - - 
2. Auftrag fertig ohne Feh- |O - - 1 - 

ler 
3. Schreibauftrag fertig mit | -1 - - 1 1 

Fehler in diesem Auftrag 
4. Schreibauftrag abge- -1 - - - 1 

brochen oder nicht aus- 

geführt 
5. Leseauftrag abgebro- -2 - - - 1 

chen 
6. Schreib- und Leseauf- -3 - - - 1 

trag abgebrochen bzw. 

nicht ausgeführt (bei 

gleichzeitigem Auftrag) 
-  unrelevant für Fehlerauswertung 

Bearbeitungsstatus 
Signal Bedeutung 

Schreibauftrag nicht = TRUE, eine Schreibauftragsbearbeitung ist in diesem Zyklus nicht möglich: 
möglich e da die Achse nicht parametriert ist 


(AW-DB, DBX6S:1) e der Testbetrieb eingestellt ist 


e keine Betriebsart aktiv ist 
e die angewählte Betriebsart noch nicht eingestellt ist 


In diesem Fall können Sie den Schreibauftrag anstehen lassen oder auch 
löschen. Der Baustein POS_CTRL löscht das Signal, wenn alle oben ge- 
nannten Bedingungen erfüllt sind. 





Leseauftrag nicht möglich | = TRUE, eine Leseauftragsbearbeitung ist z. Z. nicht möglich: 
(AW-DB, DBX68.3) e dadie Achse nicht parametriert ist 

e keine Betriebsart vorgewählt ist 

e der Testbetrieb eingestellt ist 

In diesem Fall können Sie den Leseauftrag anstehen lassen oder auch lö- 
schen. Der Baustein POS_CTRL löscht das Signal, wenn alle oben genann- 
ten Bedingungen erfüllt sind. 





Status/Fehler rücksetzen | Mit dem Signal können Sie vor der Bearbeitung der anstehenden Aufträge 
(AW-DB, DBX69.1) alle Fertig- und Fehlersignale zurücksetzen. Das Signal wird anschließend 
vom Baustein wieder gelöscht. 














PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-16 A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Fehlerauswertung 


Aufgetretene Fehler in der Kommunikation bzw. bei der Dateninterpretation auf der 
FM zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) und der RET_VAL < 0 an, siehe Auftragssta- 
tus. 


Mögliche Fehler sind: 


Datenübertragungsfehler (Kommunikation wird nicht vollständig ausgeführt) bei 
der Übertragung mit dem SFC 58/59 “WR_REC / RD_REC”. Der Fehlercode 

wird im AW-DB, DBW66 (RET_VAL-Wert dieser internen SFCs) zur Verfügung 
gestellt (Auftragsstatus 4., 5., 6. Tabelle 6-2, siehe auch Fehlerliste Kapitel 6.7). 


Die mit Schreibauftrag übertragenen Daten werden von der Baugruppe auf Da- 
tenfehler geprüft und interpretiert. Tritt ein Datenfehler auf, wird im AW-DB das 
Rückmeldesignal “Datenfehler” (AW-DB, DBX22.4) = TRUE gesetzt (Meldung: 

“Schreibauftrag fertig mit Fehler in diesem Auftrag”). Die Fehlernummer, durch 

einen internen Leseauftrag ausgelesen, wird im AW-DB “DBB94 und 95” einge- 
tragen (Auftragsstatus 3. Tabelle 6-2). 


Weitere Information zum Datenfehler finden Sie im Parametriertool über den 
Menübefehl Test > Fehlerauswertung und im Kapitel 11. 


Verhalten im Fehlerfall bei einem Schreibauftrag (gilt nicht für Einzeleinstellungen 
und -kommandos): 


Bei dem fehlerhaften Auftrag wird das Anstoßsignal zurückgenommen und das 
Fehlersignal (AW-DB, DBX54.0...63.7) und das Fertigsignal (AW-DB, 
DBX44.0...53.7) gesetzt (Auftragsstatus 3. Tabelle 6-2). 


Bei allen noch anstehenden Schreibaufträgen wird ebenfalls das Anstoßsignal 
zurückgenommen und das Fehlersignal gesetzt (Auftragsstatus 4. Tabelle 6-2). 


Die anstehenden Leseaufträge werden weiter bearbeitet. Dabei wird der Fehler- 
code (AW-DB, DBW66) für jeden Auftrag wieder neu gesetzt, falls wieder ein 
Fehler auftritt. 


Verhalten im Fehlerfall bei einem Leseauftrag: 


Bei dem fehlerhaften Auftrag wird das Anstoßsignal zurückgenommen und das 
Fehlersignal gesetzt (Auftragsstatus 5. Tabelle 6-2). 


Die noch anstehenden Leseaufträge werden weiter bearbeitet. Dabei wird der 
Fehlercode (AW-DB, DBW66) für jeden Auftrag wieder neu gesetzt, falls wieder 
ein Fehler auftritt. 


Verhalten im Fehlerfall bei Einzelkommandos und Einzeleinstellungen: 


Schreibauftrag wird nicht vollständig ausgeführt, das Fehlersignal wird gesetzt 
(Auftragsstatus 4. Tabelle 6-2). 


Die gesetzte/gelöschte Funktion, die zum Auslösen des Schreibauftrages 
führte, wird nicht aktiviert. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Schreibaufträge bearbeiten 


Vor der Bearbeitung von Schreibaufträgen muss der zum Schreibauftrag zu- 
gehörige Datenbereich mit den entsprechenden Werten versorgt und die entspre- 
chende Betriebsart aktiviert sein. 


Einen Schreibauftrag stoßen Sie an, indem Sie die entsprechende Schreibaufträge 


setzen. 


In der nachfolgenden Tabelle bedeuten: 


Betriebsart: T 


STE - 
REF - 
SM - 
MDI - 
ARE - 


Folgende Schreibaufträge sind bekannt: 


Tippen 
Steuern 


Referenzpunktfahrt 
Schrittmaßfahrt relativ 


MDI (Manual Data Input) 


Automatik/Automatik Einzelsatz 
























































































































































Sen en ee Daten | T | STE | REF SM MDI | A/AE ka 
Geschwindigkeitsstufen 1,2 | DBX38.0 | DBB160...167 o o o o 9.2.1 
Aa Frequenzstu- | DBxa8.1 | DBB168...175 | © o || o | o |922 
Sollwert für Schrittmaß DBX38.2 | DBB156...159 | © O O o o 9.2.4 
MDI-Satz DBX38.3 | DBB176...195 | © o o o o 9.2.5 
MDI-Satz fliegend DBX38.4 | DBB222...241 | - - - - x - 9.2.5 
reserviert DBX38.5 

Bezugspunkt setzen DBX38.6 | DBB152...155 | x x x x x - 9.3.9 
Istwert setzen DBX38.7 | DBB144...147 | x x - x x x 9.3.5 
fliegendes Istwert setzen DBX39.0 | DBB148...151 | x x - x x - 9.3.6 
Nullpunktverschiebung DBX39.1 | DBB140...143 | x x - x x x 9.3.4 
reserviert DBX39.2 x x x x x x 
Parameter/Daten ändern DBX39.3 | DBB196...219 | x x x x x x 9.3.1 
digitale Ausgänge DBX39.4 | DBB220...221 | x x x x x x 9.8.2 
Programmanwahl DBX39.5 | DBB242...245 | - - - - - 9.2.6 
Anforderung Applikation DBX39.6 | DBB246...249 | x x x x x x 9.3.7 
Teach In DBX39.7 | DBB250...251 | x - - x x - 9.3.8 
Achskopplung DBX40.0 | DBB252...253 | x O 0) O xX x 19.3.10 














Daten werden angenommen und erst in der entsprechenden BA bearbeitet. 


Daten werden angenommen bzw. bearbeitet. 
- Daten werden mit Fehlermeldung (siehe Fehlerbearbeitung Tabelle 11-8 KI.4/Nr. 1) abgewiesen. 














6-18 


Daten, die für die Bewegung der Achse benötigt werden; 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Leseaufträge bearbeiten 


Einen Leseauftrag stoßen Sie an, indem Sie die entsprechenden Leseaufträge set- 
zen. Die entsprechende Betriebsart muss aktiviert sein. 


Folgende Leseaufträge sind bekannt: 






























































een en a Daten T | STE | REF | SM | MDI | A/AE K 
Grundbetriebsdaten DBX42.0 | DBB310...333 | x x x x x x 19.3.12 
aktiver NC-Satz DBX42.1 | DBB342...361 x 
nächster NC-Satz DBX42.2 | DBB362...381 x 
Istwert-Satzwechsel DBX42.3 | DBB398...401 x [9.3.15 
Servicedaten DBX42.4 | DBB402...433 | x x x x x x 19.3.16 
Betriebsfehler-Nr. DBX42.5 | DBB86...89 x x x x x x 6.3.3 
Zusatzbetriebsdaten DBX43.5 | DBB434...442 | x x x x x x [9.3.17 
Parameter/Daten DBX43.3 | DBB446...469 | x x x x x x 19.3.18 
digitale Ein-/Ausgänge DBX43.4 | DBB220...221 | x x x x x x 9.8 
Applikationsdaten DBX43.6 | DBB382...397 | x x x x x x 19.3.14 
Messwerte lesen DBX43.7 | DBB486...497 | x x x x x x 9.3.11 
6.3.4 
Status Achskopplung DBX43.0 | DBB470...471 | x x x x x x 19.3.19 














x Daten werden angenommen bzw. bearbeitet 


Betriebsarten steuern 


Die Betriebsarten sind im Kapitel 9.2 beschrieben. Die Steuer-/Rückmeldesignale 
und Handhabungshinweise sind im Kapitel 9.1 beschrieben. 


Die Steuersignale sind vom Anwender in den AW-DB zu schreiben. Durch den 
Baustein POS_CTRL werden die Steuersignale aus dem AW-DB zur FM 453 und 
die Rückmeldesignale von der FM 453 in den AW-DB übertragen. Die FM muss 
parametriert sein. 


In der nachfolgenden Tabelle sind die Steuer- und Rückmeldesignale, Symbole in 
Deutsch und Englisch, aufgeführt. 














Tabelle 6-3  Steuer-/Rückmeldesignale 

Deutsch Englisch AW-DB Bedeutung 

Steuersignale 

TFB TEST_EN DBX14.1 | Umschalten P-BUS-Schnittstelle auf “Inbetrieb- 

nahme” 

BFO/FSQ | OT_ERR_A DBX14.3 | Bedien- und Fahrfehler quittieren 

ST START DBX15.0 Start 

STP STOP DBX15.1 | Stopp 

















PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


6-19 








Programmieren der Technologiefunktion 





6-20 

























































































Tabelle 6-3  Steuer-/Rückmeldesignale, Fortsetzung 
Deutsch Englisch AW-DB Bedeutung 

R- DIR_M DBX15.2 | Richtung Minus 

R+ DIR_P DBX15.3 | Richtung Plus 

QMF ACK_MF DBX15.4 Quittung M-Funktion 

EFG READ_EN DBX15.5 | Einlesefreigabe 

SA SKIP_BLK DBX15.6 | Satz ausblenden 

AF DRV_EN DBX15.7 | Antriebsfreigabe 

BA MODE _IN DBB16 Betriebsart Codierung 
Tippen 01 
Steuern 02 
Referenzpunktfahrt 03 
Schrittmaßfahrt relativ 04 
MDI 06 
Automatik 08 
Automatik Einzelsatz 09 

BP MODE _TYPE | DBB17 Betriebsartenparameter Codierung 
Geschwindigkeitsstufen 1 und 2 
Spannungs-/Frequenzstufen 1 und 2 
Schrittmaßauswahl 1...100, 254 

OVERR | OVERRIDE DBB18 | Override 

Rückmeldesignale 

TFGS TST_STAT DBX22.1 | Umschalten P-BUS-Schnittstelle erfolgt 

BF/FS OT_ERR DBX22.3 | Bedien-/Fahrfehler 

DF DATA_ERR DBX22.4 | Datenfehler 

PARA PARA DBX22.7 | Kanal parametriert 

SFG ST_ENBLD DBX23.0 | Startfreigabe 

BL WORKING DBX23.1 | Bearbeitung läuft 

WFG WAIT_EI DBX23.2 | Warten auf externe Freigabe 

T-L DT_RUN DBX23.5 | Verweilzeit läuft 

PBR PR_BACK DBX23.6 | Programmbearbeitung rückwärts 

BAR MODE_OUT |DBB24 | aktive Betriebsart 

SYN SYNC DBX25.0 | Kanal synchronisiert 

ME MSR_DONE |DBX25.1 | Messung Ende 

FR- GO_M DBX25.2 | Fahren Minus 

FR+ GO_P DBX25.3 | Fahren Plus 

SRFG ST_SERVO DBX25.4 | Status Reglerfreigabe 

FIWS FVAL_DONE | DBX25.5 | fliegendes Istwert setzen fertig 

PEH POS_RCD DBX25.7 | Position erreicht, Halt 

MNR NUM_MF DBB26 M-Funktionsnummer 

AMF STR_MF DBX27.4 | Änderung der M-Funktion 

















PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Die Rückmeldesignale “Bearbeitung läuft” bzw. “Position erreicht, Halt” werden erst 
zum Anwenderprogramm zurückgemeldet, wenn die FM das Startsignal erkannt 
und bearbeitet hat (< 2 FM-Zyklen). 


Mit Aufruf des Bausteins POS_CTRL und den entsprechenden Steuer-/Rückmel- 
designalen werden die nachfolgenden Signale gebildet, damit zeitiger erkannt wird, 
dass der Vorgang bereits gestartet wurde. 





Signal 


Bearbeitung 
gestartet 


(AW-DB, DBX13.6) 


“Bearbeitung gestartet” 


“Bearbeitung läuft” 


Bedeutung 


= TRUE Beim Starten einer Betriebsart/Bewegung mit den 
entsprechenden Steuersignalen oder bei der 
Rückmeldung “Bearbeitung läuft” (AW-DB, DBX23.1) = 1 


























mit Aufruf/Start des 
Bausteins 

mit Start der Bewegung 
durch die FM 





Position 





(AW-DB, DBX13.7) 


= FALSE Bei der Rückmeldung “Position erreicht, Halt” 
(AW-DB, DBX25.7) = 0 oder beim Starten einer 
Betriebsart mit den entsprechenden Steuersignalen. 





“Position” 


“Position erreicht, Halt” 























mit Aufruf/Start des 
Bausteins 

mit Start der Bewegung 
durch die FM 








Weiterhin sind zum Steuern der FM 453 Einzeleinstellungen und Einzelkomman- 


dos nötig. 


Es werden immer alle Einzelkommandos bzw. Einzeleinstellungen übertragen, die 
zum Zeitpunkt des Bausteins POS_CTRL Aufrufes aktiviert sind. Die Einzelkom- 
mandos werden nach der Übertragung gelöscht, auch bei Fehler. 










































































Betriebsarten| Schreib- siehe 

Funktio T | STE | REF ‚SM | MDI AE 
Systemdaten auftrag N a Kap. 
Einzeleinstellungen intern DBB34 u. 35 x 9.3.2 
Einzelkommandos intern DBB36 u. 37 x x x x x x 9.3.3 




















x Daten werden angenommen bzw. bearbeitet 














Daten, die für die Bewegung der Achse benötigt werden; 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


6-21 


Programmieren der Technologiefunktion 





Nachfolgend sind die Funktionen, die über Einzeleinstellungen bzw. -kommandos 


in der FM aktiviert werden können, aufgelistet. 





Einzeleinstellungen 


Reglerfreigabe 

fliegendes Messen 

Drehüberwachung (nur bei Schrittantrieb ohne Geber) 
parkende Achse 

Simulation 

Längenmessung 

Referenzpunkt nachtriggern 

Freigabeeingang abschalten 


Einzelkommandos 


Maschinendaten aktivieren 
Restweg löschen 
automatischer Satzrücklauf 
automatischer Satzvorlauf 
Restart 

Istwert setzen rückgängig 





Nachführbetrieb (nur bei Antrieben mit Geber) 
Software-Endlagenüberwachung abschalten 
automatische Drifikompensation (nur bei Servoantrieb) 











Fehlermeldungen der FM 


6-22 


Wenn ein Bedien-/Fahrfehler oder Datenfehler aufgetreten ist, wird die Fehlernum- 
mer über einen Leseauftrag automatisch gelesen. Die Fehlernummer wird in den 
AW-DB eingetragen und der Leseauftragstatus gesetzt. 


Der Betriebsfehler, über Diagnosealarm gemeldet, kann mit Leseauftrag “Betriebs- 
fehler-Nr.” (AW-DB, DBX42.5) ausgelesen werden. 








Tabelle 6-4 Fehlermeldungen der FM 
Fehler Meldung Fehler-Nr. Fehlerquittung 
Datenfehler Rückmeldesignal | wird über Leseauftrag aus- | mit neuem 
(AW-DB, DBX22.4) | gelesen Schreibauftrag 
(AW-DB, DBB94 u. 95) 
Bedien-/Fahrfehler | Rückmeldesignal | wird über Leseauftrag aus- | Setzen/Löschen 


(AW-DB, DBX22.3) 


gelesen 
(AW-DB, DBB90 u. 91) 


des Steuersignals 
“Bedien-/Fahrfeh- 
ler quittieren” 
(AW-DB, DBX14.3) 





Diagnosealarm 








mit OB 82 aktiviert, 
Daten sind mit 
POS_DIAG auszu- 
lesen 





bei Betriebsfehler, der mit 
POS_DIAG ausgelesen 
wird 

Fehler-Nr. wird über Le- 
seauftrag DBX42.5 ausge- 
lesen 

(AW-DB, DBB886 u. 87) 





Einzelkommando: 
Restart 








Weitere spezifische Hinweise siehe Kapitel 11 “Fehlerbehandlung”. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


ASE00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





6.3.3 


Baustein POS_DIAG (FC 2) - Diagnosealarmdaten lesen 


Bei schweren Fehlern löst die FM 453 einen Diagnosealarm aus (OB 82 ist in das 
AWP einzubinden, die Alarmparametrierung der FM 453 ist zu aktivieren) und stellt 
die Information in den Lokaldaten zur Verfügung. Informationen zu Diagnosealar- 
men siehe Kapitel 6.4. 


Weitere Informationen über externe Kanalfehler (Betriebsfehler) für die Kanäle 1 
bis 3 der FM 453 erhalten Sie mit Aufruf des Bausteins POS_DIAG. 


Aufrufmöglichkeiten 


Der Aufruf des Bausteins POS_DIAG ist im Alarm-OB 82 oder OB 1 möglich. 








Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung 
(Kontaktplan) (Anweisungsliste) 
POS DIAG CALL POS_DIAG 
—EN = ENO — DB_NO = 
— DB_NO RET_VALT- RET_VAL = 
— IN_DIAG IN_DIAG = 























Beschreibung der Parameter 


Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses Bausteins. 








Name Daten- | P-Typ Bedeutung 
typ 
DB_NO INT E Datenbausteinnummer 
RET_VAL | INT A -1 





IN_DIAG | BOOL E/A Anstoß zum Lesen der Diagnosedaten, wird nach 
Ausführung von POS_DIAG gelöscht. 




















Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangsparameter, 
E/A = Durchgangsparameter (Anstoßparameter) 


Funktionsweise 


Die Funktion arbeitet mit einem AW-DB zusammen. Die AW-DB-Nr. wird bei Aufruf 
der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben. 


Das Lesen der Diagnosealarmdaten wird gestartet, indem Sie den Durchgangspa- 
rameter IN_DIAG auf TRUE setzen. Der Parameter wird vom Baustein nach Erfül- 
lung des Auftrags wieder zurückgesetzt. 


Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die Übertra- 
gung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter zurückgesetzt ist 
(IN_DIAG = FALSE). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-23 


Programmieren der Technologiefunktion 





Fehlerauswertung 


Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) und der RET_VAL < 0 an. 


Mögliche Fehler sind: 


Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 51 “RDSYSST”. 
Der Fehler wird im AW-DB, DBWS$6 zur Verfügung gestellt (siehe Fehlerliste Kapi- 


tel 6.7). 


Diagnosedaten 


Voraussetzung für das Melden eines Diagnosealarmes ist das Aktivieren des Alar- 
mes mit Hilfe der Parametrierung, siehe Kapitel 5.2. 


Ist kein OB 82 in das AWP eingebunden geht die CPU in STOP. 


Die nachfolgende Tabelle enthält die Diagnoseinformationen der FM 453 (für Kanal 


1...3). 


Beachten Sie, dass Informationen über die Kanalfehler in den anderen Kanälen 
der FM mit ausgelesen werden. 


Tabelle 6-5 Diagnoseinformationen 





Daten- Meldung 
format 


4 x Byte | Information steht mit 
Auslösen des Dia- 
gnosealarmes in der 
CPU zur Verfügung 
(Lokaldaten OB 82) 
und wird mit Aufruf 
des Bausteins 
POS_DIAG in den 
AW-DB eingetragen. 





















































AW-DB Bedeutung 
[4x Byte | Information steht mit |DBX70.0 | Baugruppen-/Sammelstörungen —7[L | 
DBX70.1 interner Fehler/HW-Fehler (Sammelfehler DBB72, 73) 
DBX70.2 externer Fehler 
DBX70.3 externer Kanalfehler (Sammelfehler Byte 78, 80, 82) 
DBX70.5 Fronstecker fehlt 
DBX70.6 Baugruppe nicht parametriert 
DBX71.0...3 | Typklasse der Baugruppe, für die FM 453 = 08H 
DBX71.4 Kanalinformation vorhanden 
DBX72.1 Kommunikationsstörung (K-Bus) 
DBX72.3 Zeitüberwachung angesprochen/Watch-Dog 
DBX72.4 Baugruppeninterne Versorgungsspannung ausgefallen 
(NMI) 
DBX73.2 FEPROM-Fehler 
DBX73.3 RAM-Fehler 
DBX73.6 Prozessalarm verloren 








6-24 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





















































Tabelle 6-5 Diagnoseinformationen, Fortsetzung 
Daten- Meldung AW-DB Bedeutung 
format 
12x Mit Aufruf des Bau- DBB74 FM-Pos-Kennung (74H) 
Byte steins: POS- DIAG DBB75 Länge der Diagnoseinformation (16) 
wird die Information 
(inkl. Byte 0 bis 3) DBB76 Kanalanzahl (3) 
gelesen und in den 
AW-DB (ab DBB70) DBX77.0...2 | Kanalfehlervektor (1...3) 
eingetragen. DBX78.0 Kabelbruch (Inkrementalgeber) für Kanal 1 
DBX78.1 Fehler Absolutgeber für Kanal 1 
DBX78.2 Fehlerimpulse Inkr. bzw. Nullmarke fehlt für Kanal 1 
DBX78.3 Spannungsüberwachung Geber für Kanal 1 
DBX78.4 Spannungsüberwachung = 15 V für Kanal 1 
DBX78.5 Spannungsüberwachung digitale Ausgänge für Kanal 1 
Bei Betriebsfehler DBX78.7 Betriebsfehler (siehe Kap. 11, Fehlerbehandlung) für 
kann über einen Le- Kanal 1 
seauftrag DBX42.5 F 
die Fehlernummer DER Trej 
gelesen werden. DBB80 analog DBB 78 für Kanal 2 
AW-DB DBB86... 
( ee) DBB81 frei 
DBB32 analog DBB 78 für Kanal 3 
DBB83...85 frei 

















Hinweise für den Anwender 


Nach einem Diagnosealarm steht die Diagnoseinformation und die dazugehörige 
Baugruppenadresse (OB82_MDL_ADDR) in den Lokaldaten des OB 82 zu einer 
schnellen Analyse zur Verfügung. 



































Lokaldaten MDL_DEFECT 
Baugruppenstörung 
INT_FAULT EXT_FAULT PNT_FAULT 

interner externer externer 

Fehler Fehler Kanalfehler 
COMM_FAULT AW-DB , 1 EN 
WTCH_DOG_FLT Byte.Bit Byte. Bit: Byte. Bit: 
INT_PS_FLT 78.0...7 80.0...7 82.0...7 
EPROM_FLT 
RAM_FLT Kanal 1 Kanal 2 Kanal 3 
HW_INTR_FLT 













































































Auswerten Diagnoseinformation 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 


A5SE00056647-005 


6-25 





Programmieren der Technologiefunktion 





6.3.4 


Aufgabe 


Baustein POS_MSRM (FC 3) - Messwerte lesen 


Mit dem Baustein POS_MSRM lesen Sie die Messwerte in den AW-DB. 
Informationen zu Prozessalarmen siehe Kapitel 6.4. 


Informationen zu Messwerten siehe Kapitel 9.3.11. 





Hinweis 


Das Auslesen der Messwerte ist auch mit Baustein POS_CTRL (Leseauftrag) 
möglich. Bei mehreren Leseaufträgen wird dieser Auftrag jedoch in der entspre- 
chenden Reihenfolge ausgeführt. 


Mit Aufruf des Bausteins POS_MSRM erhalten Sie die Messwerte unabhängig von 
anderen Leseaufträgen. 





Aufrufmöglichkeiten 


Der Aufruf des Bausteins POS_MSRM kann im OB 40, falls der Prozessalarm akti- 
viert wurde (siehe Kapitel 5.2) oder im OB 1 erfolgen. Der Aufruf des Bausteins 
POS_MSRAM in beiden OBs gleichzeitig ist nicht erlaubt. Der Baustein ist einmal 
pro Kanal aufzurufen. 








Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung 
(Kontaktplan) (Anweisungsliste) 
POS MSRM CALL POS_MSRM 
—EN E ENO — DB_NO = 
—]DB_NO RET_VAL— RET_VAL = 
—]IN_MSR IN_MSR = 























Beschreibung der Parameter 


6-26 


Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses Bausteins. 











Name Datentyp | P-Typ Bedeutung 
DB_NO INT E Datenbausteinnummer 
RET_VAL | INT A -1 
IN_MSR |BOOL E/A Lesevorgang starten 




















Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangsparameter, 
E/A = Durchgangsparameter (Anstoßparameter) 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Funktionsweise 


Die Funktion arbeitet mit einem AW-DB zusammen. Die DB-Nr. wird bei Aufruf der 
Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben. 


Das Lesen der Messwerte wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter 
IN_MSR auf TRUE setzen. Der Parameter wird vom Baustein nach Erfüllung des 
Auftrags wieder zurückgesetzt. 


Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die Übertra- 
gung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter zurückgesetzt ist 
(IN_MSR = FALSE). 


Fehlerauswertung 
Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) und der RET_VAL < 0 an. 
Mögliche Fehler sind: 


Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59 “RD_REC”. 
Der Fehler wird im AW-DB, DBW98 zur Verfügung gestellt (siehe Fehlerliste Kapi- 
tel 6.7). 


6.4 Alarme 


Alarmbearbeitung 


Die FM 453 kann Prozessalarme und Diagnosealarme auslösen. Diese Alarme 
bearbeiten Sie in einem Alarm-OB (OB 40 bzw. OB 82). Wenn ein Alarm ausgelöst 
wird, ohne dass der zugehörige OB geladen ist, geht die CPU in STOP (siehe 
Handbuch Programmieren mit STEP 7). 


Die Alarmbearbeitung geben Sie in folgenden Stufen frei: 
1. Generelle Alarmfreigabe für die gesamte Baugruppe: 
- Wählen Sie die Baugruppe in HW-Konfig aus. 


- Geben Sie über Bearbeiten > Objekteigenschaften > Grundparameter 
den Diagnose- und /oder Prozessalarm frei (siehe auch Bild 5.2). 


- Wähle Sie die OB-Nummer für den Prozess über Bearbeiten > Objektei- 
genschaften > Adressen. 


- Speichern und übersetzen Sie die HW-Konfiguration. 
- Laden Sie die HW-Konfiguration in die CPU. 


2. Freigabe der Ereignisse für den Prozessalarm in den Maschinendaten. 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 6-27 


Programmieren der Technologiefunktion 





Auswertung eines Prozessalarms 


Wird ein Prozessalarm von der FM 453 ausgelöst, steht in der Variablen 
OB40_POINT_ADDR (bzw. in der entsprechenden Variablen eines anderen Pro- 
zessalarm-OB) folgende Information zur Verfügung: 


Tabelle 6-6 Inhalte des Doppelworts OB40_POINT_ADDR 









































Byte | Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 
fliegendes | fliegender Längenmes- | Position 
1 Messen Satzwechsel sung beendet | erreicht 
Kanal 3 Kanal 3 Kanal 3 Kanal 3 
2 fliegendes | liegender Längenmes- | Position 
Messen Satzwechsel sung beendet | erreicht 
Kanal 2 Kanal 2 Kanal 2 Kanal 2 
3 fliegendes | liegender Längenmes- | Position 
Messen Satzwechsel sung beendet | erreicht 
Kanal 1 Kanal 1 Kanal 1 Kanal 1 








Die Alarmursache können Sie aus Byte 1, 2, 3 entnehmen. 


Verlorene Prozessalarme 


Ist die Bearbeitung eines Prozessalarms im Prozess-OB noch nicht abgeschlos- 
sen, merkt sich die Baugruppe alle folgenden Prozessalarmereignisse. Tritt ein 
Ereignis ein weiteres Mal auf, bevor der Prozessalarm ausgelöst werden konnte, 
löst die Baugruppe den Diagnosealarm “Prozessalarm verloren” aus. 


Auswertung eines Diagnosealarms 


Nach einem Diagnosealarm steht Ihnen die Diagnoseinformation in den Lokaldaten 
des OB 82 zu einer schnellen Analyse zur Verfügung. Rufen Sie die Funktion 
POS_DIAG auf, um die genaue Fehlerursache zu erfahren (siehe Kap. 6.3.3). 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-28 A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





6.5 Anwender-Datenbaustein (AW-DB) 


Übersicht 
Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen den Aufbau des AW-DBs. 


Dieser AW-DB muss für jeden genutzten Kanal angelegt werden. 


Tabelle 6-7  AW-DB 















































AW-DB FM 453- und Kanal-Signale 
Byte Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 

Allgemeine Adressen 
DBWwo Baugruppenadresse (Datentyp: INT) 
DBW2 Kanalnummer (Datentyp: INT) 
DBD4 Kanaladresse 
DBW8 intern (DS-Offset; Datentyp: INT) 
DBW10 
bis reserviert 
DBB12 

Bearbei- 
DBB13 Position tung 

gestartet 














Steuersignale 










































































Bedien-/ Umschalt. 
DBB14 Fahrfehler P-BUS 
quittieren Inbetriebn. 
Antriebs- Satz Einlese- Quittung Richtung Richtung 
DEDS freigabe ausblenden | freigabe M-Funktion | Plus Minus Stopp Salt 
DBB16 Betriebsart 
DBB17 Betriebsartenparameter 
DBB18 Override 
DBB19 
bis reserviert 
DBB21 
Rückmeldesignale 
Kanal ‚ Umschalt. 
DBB22 | parame- Datenfehler | Bedien-/ P-BUS 
i Fahrfehler 
triert erfolgt 
Programm- SA Warten auf | Bearbei- 
DBB23 bearbeit. R externe tung a 
rückwärts Freigabe | läuft g 
DBB24 aktive Betriebsart 
Position fliegendes | Status 
DBB25 | erreicht, Istwert set- | Reglerfrei Fanen Fahren Messung Kanal: Syn: 
. Plus Minus Ende chronisiert 
Halt zen fertig gabe 














PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


6-29 


Programmieren der Technologiefunktion 





Tabelle 6-7 _  AW-DB, Fortsetzung 
















































































AW-DB FM 453- und Kanal-Signale 
Byte Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 BitO 
DBB26 M-Funktionsnummer 
Änderung 
DBB27 der 
M-Funktion 
DBB28 
bis reserviert 
DBB33 
Anstoßsignale 
Anstoßsignale für Einzeleinstellungen (Schalter); Übertragung bei Änderung durch Schreibauftrag 
: ; parkende Drehüber- fliegendes | Regler- 
DEESA Simulation Achse wachung Messen freigabe 
automat. = Freigabe- | Refpunkt. R _ 
DBB35 | Driftkomp- SAN Ele :Nachführ: Eingang nachtrig- Langen 
x gen aus betrieb messung 
sation aus aus gern 
Anstoßsignale für Einzelkommandos; Übertragung bei Änderung durch Schreibauftrag 




































































(werden nach Übertragung gelöscht) 
DBB36 reserviert 
Istwert automat automat Restweg MD 
DEES SS tzan ; Restar Satzrückl. | Satzvorlauf | löschen aktivieren 
rückgängig 
Anstoßsignale für Schreibaufträge 
Bezugs- „| Spannungs | Geschwin- 
DBB38 a punkt et MDI-Satz a. /Frequenz- | digkeitsstu- 
setzen 9 stufen 1,2 |fen 1,2 
Anfordern Piögramm.'diaitals Parameter/ Nullpunkt- | fliegendes 
DBB39 | Teach In Applikati- 9 gra’ Daten verschie- Istwert 
anwahl Ausgänge |. 
onsdaten ändern bung setzen 
Achs- 
DBB40 Kopplung 
DBB41 reserviert 








Anstoßsignale für Leseaufträge 














DBBA2 Betriebs- | Service- RA nächster aktiver Grundbe- 
fehler-Nr. daten sel NC-Satz NC-Satz triebsdaten 
es na Status 
Messwerte | Applikati- Zusatzbe- | dig. Ein-/ Parameter/ 
DBB43 ; $ Achs- 
lesen onsdaten triebsdaten | Ausgänge | Daten kopplung 








6-30 


PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Tabelle 6-7 _  AW-DB, Fortsetzung 










































































AW-DB FM 453- und Kanal-Signale 
Byte Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 BitO 
Fertigsignale 
Status-/Rückmeldungen der Auftragsverwaltung Baustein POS_CTRL 
DBB44 | Simulation parkende Drehüber- fliegendes Regler- 
Achse wachung Messen freigabe 
automati. SW-Endla- | Nachführ- | Freigabe- | Refpunkt Längen- 
DBB45 3 i 3 i 
Drift aus gen aus betrieb Eing. aus nachtrigg. | messung 
DBB46 reserviert 
letyen automat automat Restwe MD 
DBB47 setzen Restart EN i y 9 GE 
RE Satzrückl. | Satzvorl. löschen aktivieren 
rückgängig 
Bezugs- „| Spannungs | Geschwin- 
DBB48 lewer punkt lee MDI-Satz Sawan ur /Frequenz- | digkeitsstu- 
setzen fliegend Schrittmaß 
setzen stufen 1,2 fen 1,2 
Anfordern Pragammeldiaitäle Parameter/ Nullpunkt- | fliegendes 
DBB49 | Teach In Applikati- 9 gita Daten verschie- Istwert 
anwahl Ausgänge |. 
onsdaten ändern bung setzen 
DBB50 au, 
kopplung 
DBB51 reserviert 
DBB52 a as au ee Service- En nächster aktiver Grundbe- 
daten NC-Satz NC-Satz triebsdaten 
gelesen gelesen gelesen sel 
Messwerte | Applikat+ | Zusatzbe- | dig. Ein-/ Parameter/ SEUS 
DBB53 2 N Achs- 
lesen onsdaten triebsdaten | Ausgänge | Daten 
kopplung 
PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5SE00056647-005 6-31 


Programmieren der Technologiefunktion 





Tabelle 6-7 _  AW-DB, Fortsetzung 





Fehlersignale 





Fehlermeldungen der Auftragsverwaltung Baustein POS_CTRL 


DBB54 


DBB55 








DBB56 


DBB57 


DBB58 


DBB59 


DBB60 


DBB61 


DBB62 


DBB63 


DBB64 
bis reserviert 
DBB65 








PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
6-32 A5E00056647-005 


Programmieren der Technologiefunktion 





Tabelle 6-7 _  AW-DB, Fortsetzung 































































































































































































AW-DB FM 453- und Kanal-Signale 
Byte Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 
Bearbeitungsstatus des Baustein POS_CTRL 
DBW66 Fehlercode (Kommunikationsfehler) des letzten Auftrages/Übertragung (Datentyp: INT) 
Leseauf- Schreibauf- i 
DBB68 trag nicht ESSRaUr trag nicht ZEN EIDaUE 
möglich trag aktiv möglich trag aktiv 
Status/ 
DBB69 Fehler 
rücksetzen 
Diagnosedaten der FM, ausgelesen mit Baustein POS_DIAG 
BG nicht ext. Kan.fe. int. /HW- 
DBB70 parame- | Frontstek- (0BB78, |@demer | Fehi. (pe | BG-/Sam- 
friert ker fehlt 80, 82) Fehler 72, 73) melstörung 
er Kanalinfo. Typklassen der Baugruppe (08H) 
vorhanden 
BG-intern | Zeitüberw. Kommunik. 
DBB72 Versorgsp. | angespro./ störung 
ausgefallen | Watch-Dog (K-Bus) 
Prozessa- 
RAM- FEPROM- 
DBBZS nn Fehler Fehler 
DBB74 FM-Pos-Kennung (74H) 
DBB75 Länge Diagnoseinformation (16) 
DBB76 Kanalanzahl (3) 
Kanalfehlervektor 
DBB77 
3 2 1 
Kanal 1 
DBB78 | Betriebs- Spannung- | Spannung- | Spannung- | Fehlerimp. | Fonjer Kabelbruch 
fehler überwach. | überwach. | überwach. | Inkr. bzw. Abs. Geber | (Ink.Geber) 
dig. Ausg. +15V Geber Nullm. fehlt í 5 
DBB79 reserviert 
Kanal 2 
DBB80 | Betriebs- Spannung- | Spannung- | Spannung- | Fehlerimp. | Fonjer Kabelbruch 
fehler überwach. | überwach. | überwach. | Inkr. bzw. Abs. Geber | (Ink.Geber) 
dig. Ausg. +15V Geber Nullm. fehlt i 5 
DBB31 reserviert 
Kanal 3 
DBB82 | Betriebs- Spannung- | Spannung- | Spannung- | Fehlerimp. | Fonjer Kabelbruch 
fehler überwach. | überwach. | überwach. | Inkr. bzw. Abs. Geber | (Ink.Geber) 
dig. Ausg. +15V Geber Nullm. fehlt i ` 











PositionierbaugruppeFM 453 für Servo- bzw. Schrittantrieb 
A5E00056647-005 


6-33 


Programmieren der Technologiefunktion 





Tabelle 6-7 _  AW-DB, Fortsetzung 











AW-DB FM 453- und Kanal-Signale 
Byte Bit 7 Bit 6 Bit 5 Bit 4 Bit 3 Bit 2 Bit 1 Bit 0 
DBB83 
bis reserviert 
DBB85 





Fehlercode nach Fehlermeldung “Betriebsfehler” 
(wird gelesen, falls Betriebsfehler nach POS_DIAG-Aufruf gesetzt ist) 











DBB86 Fehlernummer (DS 164) - Detailereignisklasse 
DBB87 Fehlernummer (DS 164) - Detailereignisnummer 
DBB88 

bis reserviert 

DBB89 





Fehlercode, nach Fehlermeldung “Bedien-/Fahrfehler” 











DBB90 Fehlernummer (DS 162) - Detailereignisklasse 
DBB91 Fehlernummer (DS 162) - Detailereignisnummer 
DBB92 

bis reserviert
…[truncated]