Ein- und Ausbauen der FM 353

Survival, Water, Medical Field Manuals

Military Manuals

Document text

SIEMENS 


SIMATIC 57-300 


Positionierbaugruppe FM 353 für 
Schrittantrieb 


Handbuch Ausgabe 04.97 


Dieses Handbuch wird zusammen mit dem Projektierpaket, 
Bestell-Nr.: 6ES7 353-1 AH0O1-7AG0, ausgeliefert. 





SIEMENS 


SIMATIC S7 


Positionierbaugruppe FM 353 für 
Schrittantrieb 


Handbuch 


Vorwort, Inhaltsverzeichnis 


Benutzerinformation 


Parametrieren der FM 353 5 
Programmieren der FM 353 6 
In Betrieb nehmen der FM 353 1 


B & B Standardoberfläche 8 
für das OP 07/OP 17 





Referenzinformation 


Beschreiben der Funktionen 


Ä 9 
Programmierung von Verfahrpro-- 10 
grammen 
Fehlerbehandlung 11 


Anhänge 


Technische Daten А 
EG-Konformitätserklärung B 
| С 





Abkürzungsverzeichnis 


Indexverzeichnis 





Sicherheitstechni- Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Ver- 
sche Hinweise meidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck her- 
vorgehoben und je nach Gefährdungsgrad folgendermaßen dargestellt: 


N Gefahr 
bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten wer- 
den, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. 


| À Warnung 
bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten kön- 
nen, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. 


N Vorsicht 
bedeutet, daß eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn 
die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. 


Hinweis 


ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den 
jeweiligen Teil der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll. 


Qualifiziertes Perso- Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes dürfen nur von qualifiziertem Personal vorge- 

nal nommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise die- 
ses Handbuchs sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise 
gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kenn- 


zeichnen. 
Bestimmungsgemä- Beachten Sie folgendes: 
Ber Gebrauch 
` Warnung 
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen 


Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen 
Fremdgeräten und -Komponenten verwendet werden. 


Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachge- 
mäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung 


voraus. 


Marken SIMATIC undSINEC sind eingetragene Marken der SIEMENS AG. 


Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch 
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können. 


Copyright » Siemens AG 1996 , 1997 All rights reserved 


Weitergabe sowie Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung 
und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht 
ausdrücklich zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu 
Schadenersatz. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere fürden Fall 
der Patenterteilung oder GM-Eintragung 


Siemens AG 

Bereich Automatisierungstechnik 
Geschäftsgebiet Industrie-Automatisierung 
Postfach 4848,D- 90327 Nürnberg 


Haftungsausschluß 


Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der 
beschriebenen Hard-und Software geprüft. Dennoch können Ab- 
weichungen nicht ausgeschlossen werden. Die Angaben in dieser 
Druckschriftwerden regelmäßig überprüft, und notwendige Korrek- 
turen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten. Für Verbesse- 
rungsvorschläge sind wir dankbar. 


e Siemens AG 1997 
Technische Anderungen bleiben vorbehalten. 





Siemens Aktiengesellschaft 


Positionierbaugruppe FM 353 


Vorwort 


Einführung 


Informations- 
blöcke des Hand- 
buches 


Das Handbuch beinhaltet alle Informationen zur Baugruppe FM 353: 


Hardware und Funktionen 
Parametrierung 

Bedienen und Beobachten 
S7-Bausteine 


sicherheitsgerechter Aufbau 


Nachstehende Informationsblöcke beschreiben den Zweck und den Nutzen 
des Handbuches. 


Produktübersicht zur Baugruppe (Kapitel 1) 


Dieser Abschnitt zeigt dem Anwender den Zweck und die Einsatzmög- 
lichkeiten der Baugruppe. Er beschreibt einführende Informationen zur 
FM 353 und deren Funktionen. 


Grundlagen zum Positionieren (Kapitel 2) 


Der Anwender findet hier einführende Informationen zu den Positionier- 
verfahren und zugehörige Begriffserklärungen. 


Ein- und Ausbauen der FM 353 (Kapitel 3) 
Dieser Abschnitt erläutert den Ein- und Ausbau der FM 353. 
Verdrahten der FM 353 (Kapitel 4) 


Beschreibt den Anschluß und die Verdrahtung der Antriebe und der digi- 
talen Ein-/Ausgänge. 


Parametrieren der FM 353 (Kapitel 5) 


Beschreibt das Parametrieren und die Funktionen von "EM 353 parame- 
Dieren. 


Programmieren der FM 353 (Kapitel 6) 

Beschreibt die Programmierung der FM 353 mit STEP 7. 

In Betrieb nehmen der FM 353 (Kapitel 7) 

Beschreibt Abläufe, wie die FM 353 in Betrieb zu nehmen ist. 
Bedienen und Beobachten (Kapitel 8) 


Beschreibt die Möglichkeiten zum Bedienen und Beobachten der Bau- 
gruppe und welche Daten/Signale bedient und beobachtet werden können. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Vorwort 


Voraussetzung für 
die Anwender 


Anwender der 
FM 353 


Referenzinformationen und Anhänge zum Nachschlagen von Faktenwis- 
sen (Baugruppenfunktionen, Programmieranleitung, Schnittstellensignale, 
Fehlerbehandlung, Technische Daten, B&B Standardoberfläche) 


Abkürzungsverzeichnis und Stichwortverzeichnis zum Finden der Infor- 
mationen 


Das vorliegende Handbuch beschreibt die Hardware und die Funktionen der 
Baugruppe FM 353. 


Für den Aufbau, die Programmierung und die Inbetriebnahme einer 
SIMATIC S7-300 mit FM 353 benötigt der Anwender Kenntnisse über: 


SIMATIC S7 

Installationshandbuch Auromatisierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen 
Programmiergerät (PG) 

Programmieren mit STEP 7 


Projektierung der Bedienoberfläche einer Bedientafel 


Die Struktur und die Darstellungsweise der Informationen in dem Handbuch 
richtet sich nach dem Einsatzgebiet der FM 353 und nach der Tätigkeit des 
Anwenders. 


Dabei wird unterschieden zwischen: 


Montieren 


Diese Tätigkeiten umfassen die Montage und die Verdrahtung der 
FM 353. 


Programmieren 


Diese Tätigkeiten umfassen die Parametrierung und Programmierung der 
FM 353. 


Fehlersuche und Diagnose 
Diese Tätigkeiten umfassen die Fehlersuche und die Fehlerbehebung 
— im Hardwareaufbau der Baugruppe und deren Komponenten 


— und in der Programmierung, Handhabung und Steuern der Baugrup- 
penfunktionen. 


Bedienen 


Diese Anwender bedienen die FM 353. Der Bediener setzt sich demzu- 
folge nur mit der Steuerung der Positionieraufträge auseinander. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


CE-Kenn- 
zeichnung 
Ansprechpartner 
Hotline 


Vorwort 


Unsere Produkte erfüllen die Anforderungen der EU-Richtlinie 89/336/EWG 
”Elektromagnetische Verträglichkeit” und die dort aufgeführten harmonisier- 
ten europäischen Normen (EN). 


Die EG-Konformitätserklärung gemäß der obengenannten EU-Richtlinie, 
Artikel 10, ist Inhalt dieses Handbuches (siehe Kapitel B). 


Sollten Sie im Umgang mit dem Handbuch auf Probleme oder Fragen stoßen, 
so wenden Sie sich bitte an die auf dem Rückmeldeblatt am Schluß des 
Handbuches angeführte zuständige Dienststelle. 


Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 


Test-Hotline, 0911 / 895 — 7000 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Inhaltsverzeichnis 





1 Prodliktübersicht „u. Gear aan a a a йа хив жа йж йэки йй к жаа 1-1 
1.1 Die FM 353 іт Automatisierungssystem 57-300 ..................... 1-3 
1.2 Darstellung der Baugruppe ........................................ 1-8 
1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen ............................ 1-11 
Grundlagen zum Positionieren ........................................... 2-1 
Ein- und Ausbauen der FM 353 ........................................... 3-1] 
Sc? Einbau der FM 353 2... ee 3-2 
3.2 Ausbau der EM 353 EE 3-3 
3.3 Baugruppentausch NEE 3-4 
4 Verdrahten der FM 353 ec тоса он aa na aan en 
4.1 Verdrahtungsschema einer FM 353 ................................ 4-2 
4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle ............................. 4-4 
4.3 Anschließen der Апїпер<е!їпһеї.................................... 4-10 
4.4 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle ........................... 4-11 
4.5 Verdrahtung der Frontstecker ...................................... 4-16 
5 Parametrieren der FM 353 ................................................ 5-1 
SCH Installation von "EM 353 parametrieren” ............................. 5-2 
5:2 Einstieg in “ЕМ 353 parametrieren” ................................. 5-9 
5.3 Parametrierdaten ................................................ 
5.3.1 Maschinendaten ................................................. 
5.3.2 edd ае er een age кз ee оне 
5.3.3 Werkzeugkorrekturdaten 
5.3.4 Verfahrprogramme ............................................... 
5.4 Parametrieren mit “ЕМ 353 parametrieren” .......................... 5-24 
5.5 Ablegen der Parametrierdaten im SDB > 1000 ..................... 5-27 
6 Programmieren der FM 353 ............................................... 
6.1 FC INIT_DB (ЕС 1) – Anwender-DB initialisieren ..................... 6-4 
6.2 ЕС МОРЕ МА (FC 2) – Betriebsarten steuern und 
Schreibaufträge bearbeiten ........................................ 6-6 
6.2.1 Schreibaufträge bearbeiten ........................................ 6-8 
6.2.2 Betriebsarten steuern ............................................. 6-11 
6.3 FC АО СОМ (FC З) – Leseaufträge zyklisch bearbeiten .............. 6-13 
6.4 Diagnoseinformationen lesen ...................................... 6-17 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Inhaltsverzeichnis 


yi 


6.4.1 FC DIAG_RD (FC 4) – Diagnosealarmdaten im OB 82 lesen .......... 6-17 
6.4.2 ЕС DIAG_INF (FC 6) – Diagnosealarmdaten іт ОВ 1 lesen ........... 6-21 
6.5 FC MSRMENT (FC 5) – Meßwerte lesen ............................ 6-22 
6.6 Anwender-Datenbaustein ......................................... 6-25 
6.7 Anwendungsbeispiele ............................................ 6-41 
6.8 Technische Daten re ЕСЕР УТЕС ТОРО ОРА Сот 6-45 
In Betrieb nehmen der FM 353 ............................................ 7-1 
7.1 Einbauen und Verdrahten ......................................... 7-2 
7.2 Anfangswerte für Test und Optimierung ............................. 7-3 
7.3 Test und Optimierung ............................................. 
7.3.1 Aktivierung der Maschinendaten ................................... 
ën 4 Auswertung der Betriebskennlinien des Schrittmotors ................. 
7.3.8 Grundinbetriebnahme der Schrittmotorsteuerung ..................... 
7.3.4 Optimierung des dynamischen Verhaltens ........................... 
[зо Justage der Referenzpunktkoordinate .............................. 
7.3.6 Aktivierung der Schrittmotordiagnose ............................... 
To Aktivierung Softwareendschalter und Losekompensation .............. 
Bedienen und Beobachten ............................................... 
8.1 В & В Standardoberfläche für das ОР 07 und das OP 17 .............. 
8.1.1 Standardoberfläche für das OP 07 ................................. 
8.1.2 Standardoberfläche für das OP 17 ................................. 
8.2 Auswertung des Anwender-DBs durch das Anwenderprogramm 
für das Bedienen .................................................. 
8.3 Datenbaustein für Statusmeldungen (0В-55) ........................ 
Beschreibung der Funktionen ..........-..-zsuasnonanennunnn nun nun nn nun nn 
9.1 Steuer-/Rückmeldesignale ........................................ 
9.1.1 Ѕіеиегѕідпаіе nennen 
9.1.2 Rückmeldesignale ............................................... 
9.1.3 Allgemeine Handhabungshinweise ................................. 
9.2 Betriebsarten .................................................... 
9.2.1 `5 = с van ee ee EE 
9.2.2 e un ann вк ae ne been rer 
9.2.3 Referenzpunktfahrt EE 
9.2.4 schrittmaßfahrt relativ ............................................ 
9.2.5 MDI (Manual Datalnput,,, 
9.2.6 Ale rue Cd Sunset See nee 
9.2.7 Automatik Einzelsatz ............................................. 
9.3 Systemdaten `... 
9.3.1 Parameter/Daten ändern (Auftrags-Nr. 8) ........................... 
9.3.2 Einzeleinstellungen (Auftrags-Nr. 10) ............................... 
9.3.3 Einzelkommandos (Auftrags-Nr. 11) ................................ 
9.3.4 Nullpunktverschiebung (Auftrags-Nr. 12) ............................ 
9.3.5 Istwert setzen (Auftrags-Nr. 13) .................................... 
9.3.6 Fliegendes Istwert setzen (Auftrags-Nr. 14) .......................... 
9.3.7 Anforderung der Applikationsdaten (Auftrags-Nr. 18) .................. 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


10 


11 


9.3.8 
9.3.9 
9.3.10 
9.3.11 
9.3.12 


9.3.13 
9.3.14 
9.3.15 
9.3.16 
9.3.17 


9.4 
9.9 


9.6 
9.6.1 


9.7 

9.7.1 
9.7.2 
9.1.83 


9.8 
9.8.1 
9.8.2 


9.9 
9.10 


Programmierung von Verfahrprogrammen ................................ 


Inhaltsverzeichnis 


Teach In (Auftrags-Nr. 19) ......................................... 
Bezugspunkt setzen (Auftrags-Nr. 21) 
Meßwerte ....................................................... 
Grundbetriebsdaten (Auftrags-Nr. 102) .............................. 
Aktiver NC-Satz (Auftrags-Nr. 103), nächster NC-Satz 

AUSG NIE О nenne rn ee ae Bra Ben Fe ndate ran Tree 
Applikationsdaten (Auftrags-Nr. 105) ................................ 
Istwert-Satzwechsel (Auftrag-Nr. 107) ............................... 
Servicedaten (Auftrags-Nr. 108) .................................... 
Zusatzbetriebsdaten (Auftrags-Nr. 110) ............................. 
Parameter/Daten (Auftrags-Nr. 114) ................................ 





Maßsystem 
АОЛ о Be Se en кык en Be a р кекир кни кекен 9-56 


Positionsbestimmung ...................а..аааа ааа... 
Synchronisation der Schrittmotorachse ............................. 


Schrittmotorsteuerung ............................................ 
Frequenzgenerierung ............................................. 
Schnittstelle zum Antrieb 
Drehüberwachung 

















Digitale Ein-/Ausgänge 
Funktionsbeschreibung digitale Eingänge ........................... 
Funktionsbeschreibung digitale Ausgänge ........................... 


б$ойууагеепассПаПег.............................................. 


Prozeßalarme `, 


10.1 VON ба ee кешш шж кшк казбай кый ыр ааыа 
10.2 Ablauf von Programmen und Bearbeitungsrichtung ................... 
10.3 Satzübergänge `... 
Fehlerbehändlung о.е еее Ee EEN anna aan нае на 
11.1 Fehlerklasse und Reaktionen der Baugruppe ........................ 
11.2 Fehlermeldungen EE 
11.2.1 Fehleranzeigen durch LEDS ....................................... 
11.22 DIAGNOSE AA TE ее еер a a a ne we ee 
11.2.3 Fehlermeldung über Rückmeldesignale ............................. 
11.2.4 Meldung im Datenbaustein ........................................ 
11.2.5 ` Diagnosepuffer ansehen (PG/PO) .................................. 
11.3 Seel wa ee ae казы класка касын Ai еы ый en 
11.3.1 Оіадпоѕеаіагте 

11.3.2 Fehlermeldung 

E Cu CT EE 
EG-Konformitätserklärung `... un nn nn nun nn nun nn nn 
Abkürzungsverzeichnis ........-.-.=-22sunnenunnnn nun nn nun nun nn nun nn 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


vii 


Inhaltsverzeichnis 


Bilder 
1-1 Mehrzeiliger Aufbau einer SIMATIC 57-300 mit FM 353 (Beispiel) ...... 
1-2 Systemübersicht (schematisch) .................................... 
1-3 Datenablagekonzept ............................................. 
1-4 Lage der Schnittstellen und Frontelemente .......................... 
1-5 Typenschild der FM 353 2. аео ge eer Es 
2-1 Prinzip einer Positionierung ....................................... 
2-2 Aufbau der Positionierung mit Schrittmotor (Beispiel) ................. 
3-1 Tausch der FM 353 bei ausgeschalteter Anlage ...................... 
4-1 Verdrahtungsschema einer FM 353 ................................ 
4-2 Lage des SteckersX2 ............................................ 
4-3 Beschaltungsmöglichkeiten der Ausgangssignale der 
Antriebs-Schnittstelle ............................................. 
4-4 Beschaltung des Eingangs "ҢЕАБҮ1_М”............................ 
4-5 Anschluß eines Antriebsgerätes .................................... 
4-6 Lage des SteckersX1 ............................................ 
4-7 Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung von der Steuerung......... 
4-8 Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung vom Antriebsgerät ........ 
4-9 Verdrahtung des Frontsteckers .................................... 
5-1 ÜbersichtParametrieren ....... cc ааа... 
5-2 Einstieg “FM 353 parametrieren” ................................... 
5-3 Übersichtsbild für die Parametrierung ............................... 
5-4 Eingabe der Werte für Maschinendaten ............................. 
5-5 Arbeitsbereich Frequenzgenerätor ................................. 
5-6 Eingabe der Werte für Schrittmaße ................................. 
5-7 Eingabe der Werte für Werkzeugkorrekturdaten ...................... 
5-8 Eingabe für Verfahrprogramme .................................... 
5-9 SDB > 1 000 erstellen ........................................... 
5-10 SDB > 1 000 anzeigen/löschen ................................... 
6-1 Übersicht Programmieren ......................................... 
6-2 Übersichtsbild für die Einbindung der FM 353 ins Anwenderprogramm .. 
6-3 Auswerten Diagnoseinformation ................................... 
7-1 Übersichtsbild für die Parametrierung und Inbetriebnahme ............ 
7-2 Inbetriebnahmeoberfläche (z. В. für BA "Referenzpunktfahrt”) .......... 
7-3 Fehlerauswertung ................................................ 
7-4 эс М ж-з Г ОГ Г Г Т Г e D Sg 
7-5 Betriebskennlinie des Schrittmotors ................................ 
7-6 Auswertung der Betriebskennlinien ................................. 
7-7 Grundinbetriebnahme Schrittmotorsteuerung ........................ 
7-8 Kontrolle des Positionierens ....................................... 
7-9 Struktur der Schrittmotorachse ..................................... 
7-10 Testbewegungen zur Optimierung der Schrittmotorsteuerung .......... 
7-11 Ermittlung der Lose und Aktivierung der Losekompensation ........... 
8-1 Bedienen und Beobachten der FM 353 ............................. 
8-2 Menübaum der Bedienoberfläche des OP 07 ........................ 
8-3 Menübaum der Bedienoberfläche des ОР 17 ........................ 
8-4 Bildaufbau der vorprojektierten Oberfläche .......................... 
8-5 Grundbild PIC, 
8-6 Betriebsartenanwahl PIC75 ....................................... 
8-7 Teach In PIC735 EE 
8-8 MDI-Satzeingabe PIC74 sur wa wenn we rn ann 
8-9 MDI-Satz #іедепа Р1С741......................................... 





8 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 
VIII 


8-10 
8-11 
8-12 


8-14 


8-17 


Tabellen 


— > Ооо о ~ 


1- 
1- 
1- 
1- 
4- 


4-2 
4-3 
4-4 
4-5 
4-6 
4-7 
4-8 
5-1 
5-2 
5-3 
5-4 
5-5 
5-6 
5-7 
5-8 
5-9 
6-1 
6-2 


Inhaltsverzeichnis 


Automatik-Grundbild PIC73 ....................................... 
Programmanwahl PIC734 ......................................... 
aktueller Satz PIC", 
Seiler 
Parameter DEE 
Inbetriebnahme PIC76 WEEN 
IBN-Einstellungen PIC 61. 
Maschinendaten PIC763 EE 
Diagnose, Fehlermeldung Р1ЇС77................................... 
Alarmmeldungen PIC772 _......................................... 
Nullpunktverschiebung ... n... nananana anana 
Istwert setzen ................................................... 
Biesen с о des are nn En ee Saar киш карын 
Rundachse ann ans en na ae Dane Denen honda: 
Einschränkung für Rundachszyklus ................................. 
Übersichtsbild Schrittmotorsteuerung ............................... 
Frequenzprofil Maximalgeschwindigkeit ............................. 
Frequenzprofil bei G64 bzw. Geschwindigkeits-Override .............. 
Frequenzprofil bei Stop bzw. G60 .................................. 
Relative Lage des Zulässigkeitsbereiches für den externen Nullimpuls .. 
Bezugsmaßeingabe G90 .......................................... 
Kettenmaßeingabe О91........................................... 
Rundachse н na ren Br a gen Ben ee 
Werkzeugkorrektur ............................................... 
Übersicht Diagnose/Fehler ........................................ 
Status- und Fehleranzeigen der FM 353 ............................ 








Kompatibilitätsliste der FM 353 mit den S7-300-CPUs und mit OPs 











Komponenten einer Positioniersteuerung ........................... 
ОВИЕ EE 
Status- und Fehleranzeigen ....................................... 1-9 
Verbindungskabel einer Positioniersteuerung mit FM 353 ............. 
Belegung des SteckersX2 ........................................ 
Elektrische Parameter der Signalausgänge für Schrittantriebe ........ 
Elektrische Parameter des Signaleingangs "READYI_N” ............ 
Belegung des Steckers X1 ........................................ 
Elektrische Parameter der digitalen Eingänge ....................... 
Elektrische Parameter Eingang "Bereitschaftsmeldung” ............... 
Elektrische Parameter der digitalen Ausgänge ...................... -1 
Datenbausteine `... 
Anwender DB ................................................... 5-8 
Datenbausteinstruktur `... 
DB-Struktur Maschinendaten ...................................... 5- 
Maschinendatenliste `... 
DB-Stroktur Schrittmabe ъс еее rri дд» чё шка жаша 
DB-Struktur Werkzeugkorrekturdaten ............................... 
DB-Strüktur Verfahrprogramme .................................... 

Menüs von "FM 353 рагатеїйегеп” ................................ 
Technologiefunktion für die FM 3953 ............................... 
Schreibauftragstatus `... 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Inhaltsverzeichnis 


6-3 Steuer-/Rückmeldesignale ........................................ 
6-4 Diagnoseinformationen ........................................... 
6-5 Anwender-DB für die FM 353 ..................................... 
6-6 Merker Anwendungsbeispiel 1 .................................... 
6-7 Merker Anwendungsbeispiel2 .................................... 
6-8 Merker Anwendungsbeispiel3 .................................... 
6-9 Speicherbelegung der FOS ....................................... 
6-10 Bearbeitungszeiten der FOS ...................................... 
7-1 Ckeckliste zum Einbauen und Verdrahten .......................... 
7-2 Ckeckliste zum Parametrieren ..................................... 
7-3 Anfangsbelegung der Maschinendaten ............................. 
7-4 Checkliste Inbetriebnahme der Maschinenachse .................... 
7-5 Wirkung der dynamikbestimmendenMD ............................ 
8-1 Beschreibung der Bilder in der Bedienoberfläche .................... 
8-2 Auswertung des Anwender-DBs durch das Anwenderprogramm ....... 
8-3 Variable für Anwender-DB ........................................ 
8-4 Parameter/Daten des DB-SS ...................................... 
8-5 Steuer- und Rückmeldesignale .................................... 
9-1 ае ана о e NEE Baer Bene 
9-2 Rückmeldesignale ............................................... 
9-3 Steuerhandlungen für die BA “Tippen” (Beispiele) .................... 
9-4 Steuerhandlungen für die BA “Referenzpunktfahrt” (Beispiele) ......... 
9-5 Steuerhandlungen für die BA “Schrittmaßfahrt relativ” (Beispiele) ...... 
9-6 MD SZ ee ee РНЕ een ee een 
9-7 Steuerhandlungen für die ВА “MDP” (Beispiele) ...................... 
9-8 Steuerhandlungen für die BA “Automatik” (Beispiele) ................. 
9-9 Funktionsparameter digitale Ein-/Ausgänge ......................... 
10-1 EE Funktionen EE 
10-2 M-Funktionen NEE 
11-1 Übersicht Fehlerklassen .......................................... 
11-2 Übersicht interne Fehlerreaktionen ................................ 
11-3 Status- und Fehleranzeigen ....................................... 
11-4 Diagnosealarm .................................................. 
11-5 Betriebsfehler ................................................... 
11-6 Bedienfehler .................................................... 
11-7 ГаАешек аео на нона наор о са кот 
11-8 Allgemeine Datenfehler, Maschinendatenfehler, Verfahrprogrammfehler 

A-1 Anschlußwerte ................................................... 
A-2 Technische Daten: Maße und Gewicht .............................. 
A-3 Technische Daten: zur Antriebs-Schnittstelle ......................... 
A-4 Technische Daten: digitale Eingänge ............................... 
A-5 Technische Daten: digitale Ausgänge .............................. 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Übersicht 


Was kann die 
FM 353? 


Wo kann die 
FM 353 eingesetzt 
werden? 


In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick zur FM 353. 


Die FM 353 ist eine mikroprozessorgesteuerte Positionierbaugruppe für die 
Ansteuerung eines Schrittmotors. 


Die FM 353 ist eine leistungsfähige Baugruppe für das Aufgabengebiet ”Po- 
sıtionieren mit Schrittantrieb”. 


Die Baugruppe arbeitet selbstständig und wird über das Anwenderprogramm 
im System SIMATIC 57-300 gesteuert. 


Es können Rund- und Linearachsen betrieben werden. 
Die FM 353 verfügt über verschiedene Betriebsarten. 


Die Baugruppe besitzt einen nicht flüchtigen Datenspeicher zum Speichern 
der Parametrierdaten. 


e Die FM 353 ıst wartungsfrei (keine Batterie). 


e Über eine systemkonforme Parametrierung erfolgt die Einbindung und 
Anpassung an Anwendergegebenheiten. 


Die FM 353 ist einsetzbar sowohl für einfache Positionierungen als auch für 
komplexe Verfahrprofile mit höchsten Ansprüchen an Dynamik, Genauigkeit 
und Geschwindigkeit. Sie ist auch geeignet für Positionieraufgaben in Ma- 
schinen mit hohen Taktraten. 


Typische Einsatzmösglichkeiten der Positionierbaugruppe sind: 
e Transferstraßen 

e Montagelinien 

e Holzbearbeitungsmaschinen 

e Handhabungsgeräte 

e Beschickungseinrichtungen 

e Hilfsbewegungen bei Fräs- und Drehmaschinen 

e Verpackungsmaschinen 

e Förder- und Transporteinrichtungen 


Der Funktionsumfang ist vergleichbar mit der Baugruppe WF 721 im System 
SIMATIC 55 und FM 354 im System SIMATIC S7. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


1-1 


Produktübersicht 


Kompatibilitäts- Beachten Sie die folgenden Abhängigkeiten der jeweiligen Ausgabeständen/ 
liste Bestellnummern beim Einsatz der FM 353 mit den CPUs der S7-300 und mit 
OPs. 


Tabelle 1-1 Kompatibilitätsliste der FM 353 mit den S7-300-CPUs und mit 
OPs 


Baugruppen sind FM FM 
kompatibel zueinander... 353-1AH00-0AE0 | 353-1AH01-0AEO 


CPUs S7-300 


313 313-1AD01-0ABO 
314 314-1 AE02-0ABO 
314 IFM 314-5SAE01-0ABO 
315 315-1AF01-0ABO 
315-2 DP 315-2AF01-0ABO 


CPUs S7-300 


312 IFM 312-5AC00-0ABO ja 
313 313-1AD00-0ABO 
314 314-1 AE00/01-0ABO 
314 IFM 314-5SAE00-0ABO 
315 315-1AF00-0ABO 
315-2 DP 315-2AF00-0ABO 


OPs... (mit Protool V 3.x) 


OP 7/DP 607-1JC20-0XA0 
OP 7/DP-12 607-1JC30-0XA0 
OP 17/DP 617 11С20-0ХАО 
OP 17/DP-12 617 1JC30-0XAO0 
OP 25 525-1ЕА .1-0АХО 
ОР 35 535-1FA01-0AX0 
OP 37 637-1 . L00-0 . ХО 


(kein Baugrup- 
pentausch ohne 


OPs (mit Protool < V 3.x) 


OP 3 503-1DB10 

OP 5/A2 505-1FB12 

OP 15/A2 515-1ЕВ32-1ААО 
ОР 15/C2 515-1MA22-1AAO 
OP 7/DP 607-1JC20-0X AO 
OP 7/DP-12 607-1JC30-0XAO 
OP 17/DP 617 1JC20-0XAO 
OP 17/DP-12 617 1JC30-0XAO 
OP 25 525-1EA .1-0АХО 
OP 35 535-1FA01-0AX0 
OP 37 637-1 . L00-0 . ХО 





4-2 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


1.1 Die FM 353 im Automatisierungssystem 57-300 


Wie wird die Die FM 353 ist als Funktionsmodul der Steuerung SIMATIC S7-300 reali- 
FM 353 in S7-300 siert. 


i 2 
eingebunden? Das Automatisierungsystem 57-300 besteht aus einer CPU und verschiede- 


nen Peripheriebaugruppen, die auf einer Profilschiene montiert werden. 


Je nach Anforderungen ist ein ein- oder mehrzeiliger Aufbau möglich. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 13 


Produktübersicht 


Mehrzeiliger Eine SIMATIC S7-300 CPU kann bis zu vier Zeilen (Racks) mit maximal je 
Aufbau acht Bus-Teilnehmern steuern (siehe Bild 1-1). 


BT PG 
Bedientafel Programmiergerät 


| 


Rückwandbus Rack З 














m = 
SM SM 
dig./anal. dig./anal. 

















Schritt- 


antrieb 
ш 
ЕМ 353 











Dezentrale Peripherie 
L2-DP mit Anschaltbau- 

> gruppe IM (in Vorberei- 
tung) 


























PS 24 V 
2/5/10 A 














MPI – Mehrpunktfähige Schnittstelle 
— Anschaltbaugruppe 
— Signalbaugruppe Schrittantrieb 
— Stromversorgung 

CPU - Zentralbaugruppe 





Bild 1-1  Mehrzeiliger Aufbau einer SIMATIC S7-300 mit FM 353 (Beispiel) 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Systemübersicht t Eine komplette Positioniersteuerung mit FM 353 besteht aus verschiedenen 
Einzelkomponenten. Diese sind im Bild 1-2 dargestellt. 


Bedientafel (BT) Programmiergerät (PG) 
(2. В. ОР 05) е ~ 


N 






































Projektierpaket 











































































































Profilschiene 






































Leistungsteil 
Z. В. 
FM STEPDRIVE 


z. B. Meßtaster 


Motor z. B. SIMOSTEP 





Bild 1-2 Systemübersicht (schematisch) 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Komponenten Die wichtigsten Komponenten und deren Funktion sind ın Tabelle 1-2 auf- 
geführt. 


Tabelle 1-2 Komponenten einer Positioniersteuerung 


Profilschiene ... ist der Baugruppenträger für die S7-300 


... ist die Positionierbaugruppe. Sie wird von der 
S7-300 CPU gesteuert. 


... führt das Anwenderprogramm aus; versorgt den 
S7-300 Rückwandbus mit 5 У; kommuniziert über die 
MPI-Schnittstelle mit dem PG und der Bedientafel. 


Stromversorgung (PS) ... setzt Netzspannung (120/230 У АС) in 24 У DC- 
Betriebsspannung um für die Versorgung der S7-300. 

Signalbaugruppen (SM) ... passen unterschiedliche Prozeßsignalpegel an die 
S7-300 an. 

Anschaltbaugruppe (IM) ... verbindet die einzelnen Zeilen einer 57-300 mitein- 
ander (gilt für mehrzeiligen Aufbau siehe Bild 1-1 ). 


Progammiergerät (PG) ... konfiguriert, parametriert, programmiert und testet 
die S7-300 und die FM 353. 


Bedientafel (BT) ... ist die Schnittstelle zur Maschine. Sie dient zum 
Bedienen und Beobachten. Für den Betrieb einer 
FM 353 ist sie nicht unbedingt Voraussetzung. 


Leistungsteil ... steuert den Motor an. 
... ist der Antrieb für die Achse. 


Projektierpaket ... beinhaltet folgendes: 


e Handbuch in deutscher Sprache 
e 3 1/2” Diskette mit: 
Bausteinpaket FCs 
Parametriertool "EM 353 parametrieren” 


vorprojektierte Oberfläche für die COROS- 
Geräte OP 07 und OP 17 





1-6 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Systemübersicht Das folgende Bild gibt Ihnen einen Überblick über das Datenablagekonzept. 


Datenhandling 


CPU 
Ladespeicher[| Arbeitsspeicher Baugruppen- 
daten 


inklusiv FCs 








P-Bus 
Anwenderprogramm ШЕ 


Anwender-DBx 


Onlinedaten 


Erstellung des 
Anwenderpro- 
gramms 


Diagnose-/ 
Prozeßalarm 





K-Bus 





Bedienen und 
Beobachten 


Parametrieren, 
Test und Diagnose 


E EES 
m 


KOP-/AWL- 
Editor 


Bild 1-3  Datenablagekonzept 


9) | 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


.B. 


e Baugruppendaten 
e Diagnosedaten 


DBx DBx 
Parame- |... | Parame- 
trierdaten trierdaten 





Maschinendaten 
Schrittmaße 
Werkzeugkorrekturdaten 
Verfahrprogramme 
Statusmeldungen 


1-7 


Produktübersicht 


1.2 Darstellung der Baugruppe 


Ansicht der Das Bild 1-4 zeigt die Baugruppe FM 353 mit ihren Schnittstellen und Front- 
FM 353 elementen (Fehler- und Status-Anzeigen). 


Profilschiene 


Beschriftung auf der Baugruppe: 


FM 353 
F.STEPPER MOTOR 








Busverbinder 
SIMATIC-Schnittstelle 
Fronttür 


(aufklappbar) Beschriftungsschild 


Frontansicht 
ohne Fronttüren 


EE 
Frontstecker 


| 
Status- und a ge 
Fehleranzeigen | 
© 
KS КЕТУ» 
Schnittstelle X2 gang 
m | 





Peripherie- 
Schnittstelle X1 





Bild 1-4 Lage der Schnittstellen und Frontelemente 


1-8 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Schnittstellen In der Tabelle 1-3 sind die Schnittstellen und ihre Bedeutung beschrieben. 


Tabelle 1-3 Schnittstellen 
Schnittstellen Beschreibung 


Busverbinder rückseitige Stecker zur Weiterführung des S7-Busses von 
SIMATIC-Schnittstelle | Baugruppe zu Baugruppe 


Antriebs-Schnittstelle 15poliger D-Sub-Stecker (X2) zum Anschluß des An- 
triebsgerätes 


Peripherie-Schnittstelle | 20роһоег Frontstecker (ХІ) zum Anschluß der Laststrom- 
versorgung und zur Verdrahtung der digitalen Ein- und 
Ausgänge 





Anzeige der LEDs An der Frontseite der FM 353 sind 12 LED-Anzeigen angeordnet. In der Ta- 
belle 1-4 sind die LEDs und ihre Bedeutung beschrieben. 


Tabelle 1-4 Status- und Fehleranzeigen 


SF (rot) – Diese LED zeigt einen Fehlerzustand der FM 353 an. 
Sammelfehler (siehe Fehlerbehandlung Kap. 11) 


DC 5V (grün) – Diese LED zeigt die Betriebsbereitschaft der Hardware an. 
Logikversorgung einges- 
chaltet 


DIAG (gelb) – Diese LED zeigt verschiedene Diagnose-Zustände an. 
Diagnose (siehe Fehlerbehandlung Kap. 11) 

10...13 (grün) — Diese LEDs zeigen den eingeschalteten Eingang an. 
digitalen Eingänge 

Q0...Q3 (grün) – Diese LEDs zeigen den eingeschalteten Ausgang an. 
digitalen Ausgänge 

RM (grün) – Diese LED zeigt den eingeschalteten Eingang an. 
Eingang Reglermeldung | (siehe Kap. 4.4) 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Typenschild der Das Bild 1-5 beschreibt Ihnen alle Informationen, die das Typenschild der 
FM 353 FM 353 enthält. 





SIEMENS 


SIMATIL 57 











POEST 353-1AH01-0AEO ee 


F. STEPPER MOTOR 





























INPUT DC24V, 2,5A 


570037. 9003.01] F 
C APPPOVED 
q7E-Stand: 01 AE TA 


Made in German; ‚ 


Zulassungen und Kennzeichnungen 
Bestellnummer Baugruppenbezeichnung 


























Erzeugnisstand 





Bild 1-5 Typenschild der FM 353 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen 


Übersicht 


Betriebsartenan- 
steuerung 


Positionsbestim- 
mung 


Schrittmotorsteue- 
rung 


In der Baugruppe FM 353 sind folgende Funktionen realisiert: 
e  Betriebsartensteuerung 

e Positionsbestimmung 

e Schrittmotorsteuerung 

e digitale Ein-/Ausgänge 

e betriebsartenübergreifende Einstellungen/Funktionen 
e Softwareendschalter 

• Prozeßalarme 

e Satzfolgesteuerung 

e Diagnose und Fehlerbehandlung 

e Datenhaltung auf der FM 353 


Die Betriebsart ist über das Anwenderprogramm an das FM zu übergeben. 
Die FM 353 verfügt über folgende Betriebsarten: 

e Tippen 

e Steuern 

e Referenzpunktfahrt 

e Schrittmaßfahrt relativ 

e Handeingabe (MDI-Manual Data Input) 

e Automatik 


e Automatik Einzelsatz 


Die von der FM 353 ausgegebenen Pulse der Steuerfrequenz werden intern 
zu einem Positionsistwert summiert. 


Die Schrittmotorsteuerung erfüllt folgende Aufgaben: 


e geschwindigkeitsrichtige Führung des Antriebs während des Bewegungs- 
ablaufs (z. B. einstellbare Beschleunigung und Verzögerung, Start/Stop- 
Betrieb) 


e Ausgabe der Schrittimpulse als Steuerfrequenz 
e Ausgabe eines Richtungssignales 
e zielgenaues Einfahren der Achse in die programmierte Zielposition 


e Phasenstromsteuerung zum Antriebsgerät 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Produktübersicht 


Digitale Ein-/Aus- 
gänge 


Betriebsartenüber- 
greifende Einstel- 
lungen/Funktionen 


Softwareendschal- 
ter 


Prozeßalarme 


Satzfolgesteue- 
rung 


Diagnose und Feh- 
lerbehandlung 


Datenhaltung auf 
der FM 353 


Je vier digitale Ein-/Ausgänge sind anwenderspezifisch verwendbar. 
Es können z. B. angeschlossen werden: 

e Referenzpunktschalter 

e Schalter für externen Start 

e Meßtaster 

e Position erreicht, Halt 

e Drehrichtung vorwärts/rückwärts 


Die Zuordnung der Schaltfunktion zur Nummer des Eingangs/Ausgangs er- 
folgt über Maschinendaten. 


In den Betriebsarten können durch bestimmte Einstellungen zusätzlich zur 
Betriebsart im Anwenderprogramm spezielle Funktionen aktiviert werden 
(z. B. fliegendes Messen). 


Der Arbeitsbereich (durch Softwareendschalter festgelegt) wird nach Auf- 
nahme der Synchronisation automatisch überwacht. 


Prozeßalarme werden ausgelöst z. B. bei: 
e Position erreicht 

e Längenmessung beendet 

e fliegender Satzwechsel 

e fliegendes Messen 


Die Auswahl von Prozeßalarmen erfolgt über Maschinendaten. 


Autonome Abarbeitung eines Verfahrprogrammes einschließlich Unterpro- 
gramme, die mittels Parametrierung erstellt wurden. Auf der Baugruppe steht 
eine bestimmte Anzahl von Verfahrprogrammen zur Abarbeitung zur Verfü- 


gung. 


Der Anlauf und der laufende Betrieb der Baugruppe werden durch Fehler- 
und Diagnosealarme überwacht. Dabei auftretende Fehler werden dem Sy- 
stem mitgeteilt und durch die LEDs auf der Baugruppe angezeigt. 


Auf der FM 353 werden Parametrierdaten (Maschinendaten, Werkzeugkor- 
rekturdaten, Verfahrprogramme und Schrittmaße) remanent gespeichert. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Grundlagen zum Positionieren 


Was ist Position- 
ieren? 


Was ist gesteuer- 
tes Positionieren 
mit Schrittmotor? 


Positionieren heißt, eine Last unter Berücksichtigung aller einwirkenden 
Kräfte und Momente in einer bestimmten Zeit in eine definierte Position zu 
bringen. 








Position A Position B 


F = antreibende Kraft Ax = zurückzulegende Wegstrecke s= Weg 





Bild 2-1 Prinzip einer Positionierung 


Positionieren mit Schrittmotor ist: 


e geschwindigkeitsrichtige Führung des Antriebs während des Bewegungs- 
ablaufs 


e Vorgabe einer Zielposition und zielgenaues Einfahren der Achse in die 
programmierte Zielposition 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


2-1 


Grundlagen zum Positionieren 


Aufbau der Posi- 
tionierung 


NOT-AUS 





Sicherheits- 
einrichtung 











А А 





In Bild 2-2 ist der Aufbau einer Positioniersteuerung mit FM 353 und Schritt- 
motor dargestellt. 











Netz 
Antriebs-Schnittstelle 


















































099909000600 99900009990 


















































Leistungsteil 





























Parametrieren 






































Bewegung 
al 













































































O 











Motor м) Z Z7 


mechanische \ 









































A 
Übertragungselemente Hardwareendschalter A 











"FM 353 parametrieren” 


Bild 2-2 Aufbau der Positionierung mit Schrittmotor (Beispiel) 


FM 353 


Leistungsteil 


Motor 


Mech. Übertra- 


gungselemente 


Peripherie 


2-2 


Die FM 353 generiert für das Leistungsteil: 


e Steuerfrequenz 
e Richtungssignal 


e Sonder-Steuersignale 


Das Leistungsteil verarbeitet die Steuersignale und speist den Motor lei- 
stungsseitig. 


Der Motor ist direkt oder über mechanische Übertragungselemente mit dem 
zu bewegenden Maschinenteil verbunden. 


Zu den mechanischen Übertragungselementen gehören neben der Achse auch 
Getriebe und Kupplungssysteme. 


Alle anderen zusätzlichen Einrichtungen werden unter dem Begriff Periphe- 
пе zusammengefaßt. 


Hauptsächlich gehören dazu: 


e die Endschalter zum Begrenzen des Positionierbereiches (Sicherheitsein- 
richtungen) 


e ein PG und die Parametriersoftware "EM 353 parametrieren” 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Ein- und Ausbauen der FM 353 


Übersicht 


Wichtige Sicher- 
heitsregeln 


Projektieren des 
mechanischen 
Aufbaus 


Einbaulage 


Was müssen Sie 
beim mechani- 
schen Aufbau 
beachten? 


Kapitelübersicht 


Die FM 353 wird als Peripherie-Baugruppe in eine Steuerung 
SIMATIC S7-300 eingebaut. 


Für die Integration einer 57-300 mit einer FM 353 in eine Anlage bzw. ein 
System gibt es wichtige Regeln, die Sie beachten müssen. 


Diese Regeln und Vorschriften sind in dem Installationshandbuch Automati- 
sierungssystem 57-300; Aufbauen erläutert. 


Welche Möglichkeiten Sie für den mechanischen Aufbau haben und wie Sie 
bei der Projektierung vorgehen müssen, finden Sie ım Installationshandbuch 
Automatisierungssystem 57-300; Aufbauen, 

Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AAO01-8AAO. 


Im folgenden werden nur einige ergänzende Hinweise gegeben. 


Der waagerechte Einbau ist zu bevorzugen. 


Beim senkrechten Einbau müssen Sie die eingeschränkten Umgebungstem- 
peraturen beachten (max. 40 °C). 


Die FM 353 kann auf jeden der möglichen acht Einbauplätze (Steckplatz-Nr.: 
4...11) für Peripherie-Baugruppen auf der Profilschiene montiert werden. 


Bei der Projektierung des mechanischen Aufbaus Ihrer Steuerung müssen Sie 
folgende Regeln beachten: 


1. Maximal acht SMs oder FMs sind pro Zeile (Rack) zulässig. 


2. Eingeschränkt wird die Maximalzahl durch die Breite der Baugruppen, 
bzw. der Länge Ihrer Profilschiene. 


Die FM 353 benötigt 80 mm Einbaubreite. 


3. Eingeschränkt wird die Maximalzahl durch die Summe der Stromaufnah- 
men aller Baugruppen rechts von der CPU bzw. IM aus der 5 V- 
Rückwandbus-Versorgung. 

Die CPU 314 kann z. B. maximal 1,2 A liefern. 


Die FM 353 benötigt davon 100 mA. 


pitel 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


3-1 


Ein- und Ausbauen der FM 353 


3.1 Einbau der FM 353 


Regeln 


IN 


Benötigtes 
Werkzeug 


Vorgehen 


3-2 


Für den Einbau der ЕМ 353 sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (ЕСВ- 
Richtlinien) erforderlich. 


Warnung 


Bauen Sie die FM 353 nur im spannungslosen Zustand der 57-300 ein! 


Schraubendreher 4,5 mm 


Gehen Sie wie folgt vor, um die FM 353 einzubauen: 


1. Der FM 353 liegt ein Busverbinder bei. Stecken Sie diesen auf den Bus- 
stecker der Baugruppe links von der FM 353. (Der Busstecker befindet 
sich an der Rückseite, gegebenenfalls müssen Sie die Baugruppe noch- 
mals lockern). 


Sollen rechts noch weitere Baugruppen montiert werden, so stecken Sie 
den Busverbinder der nächsten Baugruppe auf den rechten Rückwand- 
busstecker der FM 353. 


Ist die FM 353 die letzte Baugruppe der Zeile, stecken Sıe keinen Busver- 
binder auf! 


2. Hängen Sie die FM 353 auf der Schiene ein und schwenken Sie sie nach 
unten. 


3. Schrauben Sie die FM 353 fest (Drehmoment ca. 80...110 Necm). 


4. Nachdem die Baugruppen montiert sind, können Sie ihnen noch je eine 


Einbauplatznummer zuweisen. Dazu gibt es Einbauplatzschilder, die der 
CPU beigelegt sind. 


Nach welchem Schema Sie die Numerierung vornehmen müssen und wie 
Sie die Einbauplatzschilder stecken, finden Sie im Installationshandbuch 
Automatisierungssystem 57-300; Aufbauen, 

Bestell-Nr. : 6ES7 030-0AAO1-8AADO. 


Hinweis 


Der Einbauplatz bestimmt die Anfangsadresse jeder Baugruppe. Vergeben 
der Baugruppen-Anfangsadresse siehe Installationshandbuch Automatisier- 
ungssystem 57-300; Aufbauen, Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AAO01-8AAO. 


Die Adressierung der FM 353 erfolgt wie die einer Analogbaugruppe. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Ein- und Ausbauen der FM 353 


3.2 Ausbau der FM 353 


Regeln Für den Ausbau der FM 353 sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (EGB- 
Richtlinien) erforderlich. 


N Warnung 
Bauen Sie die FM 353 nur im spannungslosen Zustand der 57-300 aus! 
Benötigtes Schraubendreher 4,5 mm 
Werkzeug 
Vorgehen Gehen Sie wie folgt vor, um die FM 353 auszubauen: 
1. Öffnen Sie die Fronttüren. Nehmen Sie gegebenenfalls den Beschrif- 


ae mm 


tungsstreifen heraus. 

Lösen Sie die Verbindungen am Klemmblock für die Stromversorgung. 
Lösen Sıe den D-Sub-Stecker zur Antriebseinheit. 

Entriegeln Sie den Frontstecker und ziehen Sie ihn ab. 


Lösen Sıe die Befestigungsschrauben und schwenken die Baugruppe nach 
oben heraus. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


3-3 


Ein- und Ausbauen der FM 353 


3.3  Baugruppentausch 


Übersicht 


Tausch einer 


FM 353 


Wenn eine defekte FM 353 getauscht werden muß und für die Parametrierung 
kein PG/PC zur Verfügung steht bzw. der Tausch bei eingeschalteter Anlage 
erfolgen soll, dann ist schon bei der Inbetriebnahme der Anlage (CPU, FM) 
folgendes zu beachten: 


Zum Abschluß der Inbetriebnahme ist ein SDB > 1 000 zu erzeugen 
(Abspeichern der Parametrierdaten) siehe Kapitel 5.5. 


im Anwenderprogramm 


— Kommunikation mit der FM 353 bei gezogener FM unterbrechen und 
bei gesteckter FM wieder aufnehmen. 


— Werden Daten/Parameter während des Betriebes geändert und rema- 
nent in der FM gespeichert, so beachten Sie Kapitel 9.3.1. 


Wenn Sie eine schon parametrierte aber defekte FM 353 tauschen wollen, 
gehen Sie wie folgt vor: 


l. FM 353 bei ausgeschalteter Anlage (CPU, FM) tauschen 


FM 353 ausbauen It. Kap. 3.2 
FM 353 einbauen It. Kap. 3.1 
Anlage einschalten 


entsprechender SDB > 1000 in 
der CPU vorhanden?) 


ja 
FM 353 wird FM neu parametrieren 


automatisch — PG/PC erforderlich 


parametriert 


FM 353 betriebsbereit 


1) Wie Sie einen SDB > 1 000 nach Abschluß der Inbetriebnahme erstellen und 
in die CPU laden, ist im Kap. 5.5 beschrieben. 





Bild 3-1 Tausch der FM 353 bei ausgeschalteter Anlage 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


Sicherheitsregeln 


Weitere Literatur 


Normen und 
Vorschriften 


Kapitelübersicht 


Für den sicheren Betrieb Ihrer Anlage sind zusätzlich folgende Maßnahmen 
zu ergreifen und an Ihre Bedingungen anzupassen: 


e Ein NOT-AUS-Konzept nach gültigen Regeln der Technik (z. В. Europäi- 
sche Normen EN 60204, EN 418 und verwandte). 


e Zusätzliche Maßnahmen zur Endlagenbegrenzung von Achsen 
(z. B. Hardwareendschalter). 


e Einrichtungen und Maßnahmen zum Schutz von Motoren und Leistungs- 
elektronik nach Maßgabe der Aufbaurichtlinien von FM STEPDRIVE/SI- 
MOSTEP. 


Zusätzlich empfehlen wir zur Identifikation von Gefahrenquellen für die Ge- 
samtanlage eine Risikoanalyse nach den Grundlegenden Sicherheitsanforde- 
rungen / Anlage 1 der EG Maschinenrichtlinie durchzuführen. 


Beachten Sie bitte auch die folgenden Kapitel im Installationshandbuch Au- 
tomatisierungssystem 57-300, Aufbauen: 


e Richtlinie zur Handhabung elektrostatisch gefährdeter Baugruppen 
(EGB): Anhang В. 


e Projektieren des elektrischen Aufbaus: Kapitel 4. 


Als weitere Informationsquelle zum Thema EMV-Richtlinien empfehlen wir 
Ihnen die Beschreibung: Ausrüstungen für Bearbeitungsmaschinen, EMV- 
Richtlinien für WS/WF-Technik, Bestellnummer: 6ZB5 440-00Х01-0ВА І. 


Beim Verdrahten der FM 353 müssen Sie die entsprechenden VDE-Richtli- 
nien beachten. 


4.1 | Verdrahtungsschema einer FM 353 einer FM 353 


СИ der Antriebs-Schnittstelle a — 


Anschließen der Antriebseinheit An 
Sg Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle 
Verdrahtung der Frontsteckers 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


4-1 


Verdrahten der FM 353 


4.1  Verdrahtungsschema einer FM 353 


Übersicht Das Bild 4-1 zeigt Ihnen wie die einzelnen Komponenten der Positionier- 
steuerung mit der FM 353 miteinander verbunden werden. 








































































































үү ү үү үү ра ра раг ра: 
Dn Та ла аа а а алала а 
E 


























Frontstecker 








SIMATIC S7-300 




































































OOOOOOOOOO 090595099990 
































Verbindungskabel MPI 














z. B. FM STEPDRIVE dig. Ausgänge 


z. B. Drehrichtung 
Schnittstelle zum е : 


Antriebsgerät dig. Eingänge 
z. В. Meßtaster 


















































Sollwertkabel 





Bild 4-1  Verdrahtungsschema einer FM 353 


4-2 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


Verbindungskabel In der Tabelle 4-1 sind die Verbindungskabel für eine Positioniersteuerung 
mit FM 353 aufgelistet. 


Tabelle 4-1 Verbindungskabel einer Positioniersteuerung mit FM 353 
Bestell-Nr. Beschreibung 


Verbindungskabel | siehe Katalog ST 70, Best.-Nr. Verbindung zwischen BT, 
MPI E86060-K4670-A101-A2 PG und S7-300 CPU 


Sollwertkabel 6FX2 002-3AC01-1000 Verbindung zwischen 
siehe Katalog NC Z FM 353 und Schrittantrieb 
Bestell-Nr.:E86060-K4490-A001-A4A 





Frontstecker Für die Verdrahtung der digitalen Ein-/Ausgänge benötigen Sie einen 
Schraubfrontstecker 20polig. Dieser muß separat bestellt werden. 


Bestell-Nr.: 6Е57 392-1 AJ00-0A A0 
siehe Katalog ST 70, Bestell-Nr. E86060-K4670-A101-A2 
siehe Katalog NC 60.1, Bestell-Nr. Е86060-К4460-А 101-АЗ 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 4-3 


Verdrahten der FM 353 


4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle 


Stecker zum An dem 15poligen D-Sub-Stecker X2 der FM 353 können Schrittmotor-Lei- 
Antriebsgerät stungsteile angeschlossen werden, die mindestens über einen Takt- und Rich- 
tungseingang mit 5 V-Signalpegel verfügen. 


Die FM 353 stellt darüberhinaus ein Freigabesignal bereit. 


Lage des Steckers Im Bild 4-2 ıst die Einbaulage und die Bezeichnung des Steckers auf der 
Baugruppe dargestellt. 


STEP.CONTR. X2 


99669666006 
A 











—. 

о 

ө 
СО 


9960990660006 





Bild 4-2 Lage des Steckers X2 


Belegung des Steckerbezeichnung: Х2 STEP.CONTR. X2 
Steckers Steckertyp: 15polige D-Sub-Stiftleiste 


Tabelle 4-2 Belegung des Steckers X2 


rn [Same [m ва Kane Ган 
OT mus fo о тих fo 
| m Join m fo 
"ul man o 
л [тумлувоозкх | o 
э м CH 
ICH м CH 
SES E 





ки 
иш 


4-4 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Signalnamen 


Signaltyp 


Ausgangssignale 


Verdrahten der FM 353 


PULSE, PULSE_N Taktsignal wahr und negiert 

DIR, DIR_N Richtungssignal wahr und negiert 
ENABLE, ENABLE_N Freigabesignal wahr und negiert 
PWM/BOOST, PWM_N/BOOST_N  Stromsteuerung wahr und negiert 
READYI_N Bereitschaftsmeldung 

M Sıgnalmasse 

О Ausgang 

I Eingang 

Hinweis 


Alle Signale können bezüglich ihres Aktıvpegels über MD37 (siehe Kapitel 
5.3.1, 9.7) parametriert werden. Vergewissern Sie sich in der technischen 
Dokumentation Ihres Antriebsgerätes über die Zuordnung der Signalpegel 
zur Drehrichtung. 


Es wird ein Takt-, Richtungs- und ein Freigabesignal bereit gestellt. 
Zusätzlich kann ein weiteres Signal zur Stromsteuerung parametriert werden. 


PULSE (TAKT) 


Die Taktimpulse steuern den Motor. Bei jeder steigenden Impulsflanke 
führt der Motor einen Schritt aus. 


Die Anzahl der ausgegebenen Impulse bestimmt somit den Drehwinkel, 
d. h. den zu verfahrenden Weg. 


Die Impulsfrequenz bestimmt die Drehgeschwindigskeit, d. h. die Verfahr- 
Geschwindigkeit. 


DIRECTION (RICHTUNG) 
Der ausgegebene Signalpegel bestimmt die Drehrichtung des Motors. 


Signal EIN: ”Linksdrehung” 
Signal AUS: ”Rechtsdrehung” 


ENABLE (FREIGABE) 


Die FM 353 aktiviert dieses Signal, wenn der zyklische Steuerungsbetrieb 
aufgenommen wird. 


Sıgnal EIN: Leistungsansteuerung freigegeben 
Sıgnal AUS: je nach Leistungsteil können eine oder mehrere der 
genannten Reaktionen auftreten: 


— Pulseingang sperren 
— Motor stromlos schalten 
— Ringzähler rücksetzen 


— Fehlermeldungen löschen 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


4-5 


Verdrahten der FM 353 


Signalparameter 
der Ausgänge 


Verbindungskabel 
zum Antrieb 


4-6 


e PWM /BOOST 
Dieses Signal dient der Beeinflussung des Motorstromes. 


In der Funktion ”PWM’” wird ein pulsweitenmoduliertes Signal ausgege- 
ben, mit dem sich der Motorstrom zwischen О und 100 % einstellen läßt. 


Mit der Funktion ” BOOST” kann der Motorstrom überhöht werden: 


Sıgnal EIN: Motorstrom erhöht 
Sıgnal AUS: Motorstrom normal 


Die Verwendung dieses Signals muß über Maschinendaten (siehe MD37, 
Kap. 5.3.1, 9.7.2) eingestellt werden. 


Alle Ausgangssignale werden über Differenzsignal-Leitungstreiber nach 
RS422-Norm ausgegeben. Das Leistungsteil sollte für optimale Störsicherheit 
über Differenzsignal-Empfänger oder Optokoppler-Eingänge verfügen, so 
daß eine symmetrische Signalübertragung möglich ist. Eine unsymmetrische 
Übertragung ist auch möglich, allerdings ist hier die maximale Kabellänge 
auf 10 m begrenzt. 


In der Tabelle 4-3 sind die elektrischen Daten der Ausgangssignale zusam- 
mengefaßt. 


Tabelle 4-3 Elektrische Parameter der Signalausgänge für Schrittan- 
triebe 


Parameter [min mar (mal ы _ 
Leen een in BE EZ E73 
Ausgangsspannung "High”VoH зз | | у ослоор 


Анкени too | [| v [wenn 
DEER ESCH SS 
emeng JI Lalin _ 
eme Гаю а _ 





zulässige Länge (1): 
bei symmetrischer Übertragung 35 m 
bei unsymetrischer Übertragung 10 m 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


Signalbeschaltung Das Bild 4-3 zeigt verschiedene Möglichkeiten der Signalbeschaltung. 
(Ausgangssignale) 


Symmetrische Übertragung mit Differenzeingang nach RS422 


FM 353 | < 35 т Leistungsteil 




















Symmetrische Übertragung mit Optokopplereingang 


| < 35m 


| <q > 
) 
RL Y = A 
) 
GND 

















Unsymmetrische Übertragung mit Optokopplereingang 


Le Em 





lo 


— ~ p 














GND 


Unsymmetrische Übertragung mit Spannungseingang 


I< 10m 














Bild 4-3 Beschaltungsmöglichkeiten der Ausgangssignale der Antriebs-Schnittstelle 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 47 


Verdrahten der FM 353 


Eingangssignal 


Signalparameter 
des Eingangs 


4-8 


READYI_N (BEREIT) 


Dieser Eingang ist potentialgebunden und arbeitet mit 5 V-Pegel, es kann ein 
potentialfreier Ausgang (Schaltkontakt oder Optokoppler) angeschlossen 
werden. Die FM 353 wertet diesen Eingang als Bereitschaftsmeldung vom 
Leistungsteil. 


Eine alternative Anschlußmöglichkeit besteht über den Peripheriestecker ХІ 
(siehe Kapitel 4.4). 


Seine Verwendung wird im Maschinendatum (siehe MD37, Kapitel 5.3.1, 
9.7.2) parametriert. 


In der Tabelle 4-4 sind die elektrischen Parameter des Einganssignales zu- 
sammengefaßt. 


Tabelle 4-4 Elektrische Parameter des Signaleingangs "READYI_N” 


l-Signal, Spannungsbereich Уң o Ae er in) oder Eingang offen 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


Signalbeschaltung Das Bild zeigt Ihnen verschiedene Möglichkeiten der Signalbeschaltung des 


des Eingangs Einganges ”"READYI_N”. 
"READY1_N” 


Ansteuerung des ”"READY1_N”-Eingang durch Kontakt 


Leistungsteil 














Ansteuerung des ”"READY1_N”-Eingang durch Optokoppler 


| < З5 т 




















GND 


Ansteuerung des "READY1_N”-Eingang durch Transistor (Open-Collector) 


| < 35m 











Bild 4-4 Beschaltung des Eingangs "READYI_N” 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 





Verdrahten der FM 353 


4.3 Anschließen der Antriebseinheit 


Verbindungskabel Beachten Sie folgendes: 
anschließen 


Hinweis 


Verwenden Sie nur geschirmte paarig verdrillte Leitung, der Schirm muß mit 
dem metallischen bzw. metallisierten Steckergehäuse auf der Steuerungsseite 
verbunden sein. Um niederfrequente Störungen vom analogen Sollwertsignal 
fernzuhalten, empfehlen wir, den Schirm auf der Antriebsseite nicht zu er- 
den! 


Die als Zubehör angebotene konfektionierte Leitung bietet optimale Störsi- 
cherheit. 


©©©©®©®©©®©®®® 

















2. В. FM STEPDRIVE 


Schnittstelle zum А 


Antriebsgerät 


















































6699666600 


Verbindungskabel 





Bild 4-5 Anschluß eines Antriebsgerätes 


Vorgehen beim Gehen Sie wie folgt vor, um die Antriebseinheit anzuschließen: 
ENEE? 1. Verdrahten Sie das freie Kabelende des Verbindungskabels an den Klem- 
anschließen 


men des Antriebsgerätes. 


2. Öffnen Sie die Fronttür und stecken Sie den D-Sub-Stecker an der Bau- 
gruppe an. 


3. Arretieren Sie den Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie 
die Fronttür. 


Bezeichnung des Das Verbindungskabel ist eine konfektionierte Leitung für eine Achse mit 
Verbindungska- Klemmenbezeichnung für Antriebsgeräte. 
Ber Bestell-Nr.: ЕХО 002-3AC01-1 000 


Das Verbindungskabel ist in verschiedenen Längen beziehbar. 


siehe Katalog NC Z , Bestell-Nr.: E86060-K4490-A001-A4. 


4-10 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


4.4 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle 


Frontstecker An den 20роһоеп Frontstecker ХІ mit Einzeldrahtanschluß können vier digi- 
tale Ein-/Ausgänge und ein Meldesignal vom Leistungsteil angeschlossen 
werden. 


Lage des Steckers Im Bild 4-6 ıst der Frontstecker in Verdrahtungsstellung und die Beschriftung 
auf der Fronttür innen dargestellt. 


Frontstecker in Verdrahtungsstellung Beschriftung der 
Tür innen 


Verriegelungselement 



























































Ф ЕЕ 
© 
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© 
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© 
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I 


(п 





Bild 4-6 Lage des Steckers ХІ 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb ЛЕТ 


Verdrahten der FM 353 


Belegung des 
Steckers 


Signalnamen 


Signaltyp 


4 digitale 
Eingänge (DE1...4) 


Steckerbezeichnung: ХІ 
Steckertyp: 20poliger S7-Frontstecker für 
Einzeldrahtanschluß 


Tabelle 4-5 Belegung des Steckers X1 


Pin [Name Га н Name [me 

IT ie Tun э To 

>] nn Tue me In 
3 DEI I DA3 





DEI. A digitaler Eingang 1...4 

DAT A digitaler Ausgang 1...4 

RM_P positiver Eingang der Reglermeldung 
RM_N negativer Eingang der Reglermeldung 
L+, M Laststromversorgung 24 V/Masse 

O Ausgang 

I Eingang 

VI Spannungseingang 


Alle Eingänge sind gleichrangig. Die Zuordnung der Schaltfunktion zur 
Nummer des Eingangs erfolgt über Maschinendaten, ebenso die Wahl der 
Polarität der Eingänge (Ein- oder Ausschalt-Flanke). 


Diese schnellen Eingänge sind SPS-kompatibel (24 V- P-schaltend). Es 
können Schalter oder berührungslose Sensoren (2- oder 3-Draht Sensors) an- 
geschlossen werden. 


Sie können verwendet werden z. B.: 

e als Referenzpunktschalter 

e als Schalter für externen Start/Stop, externen Satzwechsel 
e als Meßtaster 


Weitere Anwendungen siehe Kapitel 5.3.1. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


Tabelle 4-6 Elektrische Parameter der digitalen Eingänge 


l-Signal, Spannungsbereich 11...30 ‚м у | 


0-Signal, Spannungsbereich oder Eingang offen 





Eingang ” Regler- An die Anschlüsse ”RM_P/RM_N” kann ein Meldesignal des Antriebs-Lei- 
meldung” (RM) stungsteils angeschlossen werden. 


Das Meldesignal wird im MD37 (siehe Kapitel 5.3.1) spezifiziert und kann 
sein (siehe Kapitel 9.7): 


e Regler bereit (alternativ zu Stecker X2) 
e Bestromungsmuster Nullsignal für Referenzpunktfahrt 


e Nullimpuls extern (z. В. Referenzpunktschaltersignal) für Referenzpunkt- 
fahrt 


Hinweis 


Der Eingang "RM_P/RM_N” ist als potentialfreier Optokoppler-Eingang 
ausgeführt. Dadurch kann sowohl ein P- als auch N-schaltender Ausgang des 
Leistungsteils angeschlossen werden. Einzelheiten zur Verdrahtung 

siehe Kapitel 4.5. 


Tabelle 4-7 Elektrische Parameter Eingang "Bereitschaftsmeldung” 


l-Signal, Spannungsbereich 15...30 г т 


0-Signal, Spannungsbereich oder Eingang offen 





Es gibt zwei Möglichkeiten der Versorgung des Bereitschaftssignals: 
e Versorgung erfolgt von der Steuerung 


e Versorgung erfolgt vom Antriebsgerät 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 4-13 


Verdrahten der FM 353 


Versorgung von Im Bild 4-7 sind Beispiele für die Versorgung des Bereitschaftssignals von 
der Steuerung der Steuerung dargestellt. 


Ansteuerung P-schaltend 


FM 353 Leistungsteil 



























































Bild 4-7 Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung von der Steuerung 


Versorgung vom Im Bild 4-8 sind Beispiele für die Versorgung des Bereitschaftssignals vom 
Antriebsgerät Antriebsgerät dargestellt. 


Ansteuerung P-schaltend 
FM 353 Leistungsteil 





















































Bild 4-8 Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung vom Antriebsgerät 


4-14 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Verdrahten der FM 353 


4 digitale Aus- Alle Ausgänge sind gleichrangig. Die Zuordnung der Schaltfunktion zur 
gänge (DA1...4) Nummer des Ausgangs erfolgt über Maschinendaten (siehe MD34, 35, 
Kap. 5.3.1). 


Die vier Ausgänge dienen der Verdrahtung anwendungsspezifischer Signale. 


Diese können z. B. sein: 

e Position erreicht, Halt 

e Schaltfunktion M-Befehl 

e Drehrichtung vorwärts/rückwärts 


Weitere Anwendungen siehe Kapitel 5.3.1. 


Tabelle 4-8 Elektrische Parameter der digitalen Ausgänge 


Versorgungsspannung DC 24 V 
(zulässiger Bereich: 20,4...28,8 V) 


Ausgangspannung e 0-Signal: Reststrom max. 2 mA 
e ]-Signal: (Versorgungsspannung —3 У) 
Ausgangsstrom bei Signal “1” 
® bei Umgebungstemperatur 40°С 
— Nennwert 0,5 A (Summenstrom 2 A) 


—  zulässiger Bereich 5 mA...0,6 A (über Versorgungsspannungsbe- 
reich) 


— Lampenlast тах. 5 W 
® bei Umgebungstemperatur 60°С 
— Nennwert 0,1 A (Summenstrom 0,4 A) 


—  zulässiger Bereich 5 mA...0,12 A (über Versorgungsspannung) 


Schaltfrequenz e ohmscher Last: max. 100 Hz 
e induktiver Last: 0,25 Hz 





Laststrom- Hier muß eine 24 V-Laststromversorgung angeschlossen werden. Bei Verpo- 
versorgung (L+, M) lung arbeitet das Gerät nicht. 


Hinweis 


Beachten Sie die Aufbaurichtlinien für SIMATIC. Insbesondere muß der 
Anschluß M (Bezugspotential) mit der Gerätemasse des Automatisierungs- 
geräts verbunden sein (Anschluß М am Klemmblock der S7-300-CPU). 


siehe Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300, Aufbauen, 
Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AAO1-8AAO. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 4-15 


Verdrahten der FM 353 


4.5 Verdrahtung der Frontstecker 


Verdrahtung des Das Bild 4-9 zeigt Ihnen die Verlegung der Leitungen zum Frontstecker und 
Frontsteckers die Zugentlastung der Leitungen durch das Schirmanschlußelement. 






























































digitale 
Ausgänge Schirmanschlußelement 


digitale 
Eingänge 
2. В. 
Meßtaster 




















Bild 4-9 Verdrahtung des Frontsteckers 


Anschlußleitungen Flexible Leitung, Querschnitt 0,25...1,5 mm? 
Aderendhülsen sind nicht erforderlich. 


Sıe können Aderendhülsen ohne Isolierkragen nach DIN 46228, Form A 
lange Ausführung verwenden. 


Sıe können zwei Leitungen mit je 0,25...0,75 mm? in einer Aderendhülse 
anschließen. 


Hinweis 


Für den Anschluß von Meßtastern oder Sensoren ist für eine optimale Störfe- 
stigkeit die Verwendung geschirmter Leitungen erforderlich. 


116 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Benötigtes 
Werkzeug 


Vorgehen Front- 
stecker-Verdrah- 
tung 


Geschirmte 
Leitungen 


Schirmanschluß- 
element 


Verdrahten der FM 353 


Schraubendreher oder Motorschrauber 3,5 mm 


Gehen Sie wie folgt vor, um die Klemmenleiste zu verdrahten: 
1. Leitung 6 mm abisolieren, eventuell Aderendhülse aufpressen. 


2. Fronttür öffnen, Frontstecker in Verdrahtungsstellung bringen (dabei Ver- 
rıiegelungselement siehe Bild 4-6 drücken). 


Der Stecker ist arretiert, ohne elektrischen Kontakt zur Baugruppe zu ha- 
ben. 


3. Bringen Sie die Zugentlastung am Stecker an. 


4. Falls Sie die Leitungen nach unten herausführen, beginnen Sie die Ver- 
drahtung unten, andernfalls oben. Verschrauben Sie auch nicht belegte 
Klemmen. 


Das Anzugsmoment beträgt 60...80 Мет. 
5. Ziehen Sie die Zugentlastung für den Kabelstrang fest. 


6. Schieben Sie den Frontstecker in Betriebsstellung (dabei Verriegelungs- 
element drücken). 


7. Sie können das beiliegende Beschriftungsfeld ausfüllen und in die 
Fronttür einschieben. 


Bei der Verwendung geschirmter Leitung ist zusätzlich wie folgt vorzugehen: 


1. Nach Eintritt der Leitung in den Schrank ist der Kabelschirm auf eine 
geerdete Schirmschiene aufzulegen (Leitung dazu abisolieren). 


Sıe können hierfür das Schirmanschlußelement verwenden, das in die 
Profilschiene eingehängt wird und bis zu acht Schirmanschlußklemmen 
aufnimmt. 


siehe Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300, Aufbauen, 
Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AAO1-8AAO. 


2. Geschirmte Leitung bis zur Baugruppe weiterführen, dort aber keine Ver- 
bindung zum Schirm herstellen. 


Zur Schirmableitung von geschirmten Leitungen kann dieses Element ın die 
Profilschiene eingeschoben werden. Es nimmt bis zu acht Schirmanschluß- 
klemmen (Reihe KLBÜ der Fa. Weidmüller) auf. 


Bestell-Nr.: Schirmanschlußelement: 6ES7 390-5AA00-0AAO 
Schirmanschlußklemme: 6ES7 390-5CA00-7AAO 


siehe Katalog NC 60.1, Bestell-Nr. Е86060-К4460-А 101-АЗ 
siehe Katalog ST 70, Bestell-Nr. Е86060-К4670-А 101-А2 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


4-17 


Parametrieren der FM 353 


Übersicht In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über das Parametrieren der 
FM 353 mit dem Parametriertool "EM 353 parametrieren”. 





FM 353 

Datenbausteine (DB) 

Anwender- DB-MD 

Datenbaustein DB-SM SI ne d 

епи Zielsystem un 
DB-WK 
Auswahl der Option On- 

НЕМ linebearbeitung siehe 

Tab. 5-9) 











Offline (Bearbeitung im 
Menü Datei siehe 
Tab. 5-9) 





Rackparametrierung 
Baugruppenauswahl 
Alarme aktivieren 
(Grundparameter) 


Parametrier- 
masken 





Konfigurierung: Systemdaten erzeugen 


Setup.exe 








Baugruppe parametrieren 








Parametriertool 
"ЕМ 353 parametrieren” 


Funktionsbausteine 
vorprojektierte Oberfläche für OPs 














Bild 5-1 ÜbersichtParametrieren 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 54 


Parametrieren der FM 353 


Installation von ”ЕМ 353 parametrieren” 
Einstieg in“ FM 353 parametrieren” GN 


Fr Parametrieren mit ”ЕМ 353 parametrieren” 





Ablegen der Parametrierdaten im SDB > 1 000 


5.1 Installation von "FM 353 parametrieren” 


Voraussetzung Auf dem Programmiergerät (PG/PC) müssen das Betriebssystem 
"Window 95” und das entsprechende STEP 7-Programm (ab V3.1) installiert 


sein. 


Für den Onlinebetrieb muß die Verbindung vom PG/PC zur S7-300 CPU her- 
gestellt sein (siehe Bild 4-1). Bei dezentralem Einsatz (in Vorbereitung) der 
FM muß eine Verbindung vom PG/PC zum L2-DP-Netz hergestellt werden. 


Installation Die gesamte Software (Parametriertool, Funktionsbausteine und vorprojek- 
tierte Oberfläche für OPs) befindet sich auf zwei 3,5-Zoll-Disketten und wird 
komplett installiert. 


So installieren Sie die Software: 


1. Legen Sie die Diskette 1 in das Diskettenlaufwerk Ihres PGs/PCs ein. 


2. Starten Sie unter Windows 95 den Dialog zur Installation von Software 
durch Doppelklick auf das Symbol "Software" in ”Systemsteuerung”. 


3. Wählen Sie im Dialog das Diskettenlaufwerk und die Datei Setup.exe aus 
und starten den Installationsvorgang. 


4. Befolgen Sie Schritt für Schritt die Anweisungen, die Ihnen das Installa- 
tionsprogramm anzeigt. 


Ergebnis: Die Software ist in folgenden Verzeichnissen installiert: 


Parametriertool “ЕМ 353 parametrieren”: 
SIEMENS\STEP7\S7FSTEP 

Funktionsbausteine: SIEMENS\STEP7\S7LIBS\FMST_SRV 
Oberfläche für OPs: SIEMENS\STEP7T\EXAMPLES\S7OP_BSP 
Anwenderbeispiele: SIEMENS\STEP7T\EXAMPLEI\FMSTSVEX 


Hinweis 


Wenn Sie bei der Installation von STEP 7 statt SIEMENS\STEPT ein ande- 
res Verzeichnis gewählt haben, wird Ihnen dieses Verzeichnis eingetragen. 


92 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


5.2 Einstieg in “ЕМ 353 parametrieren” 


Voraussetzung Auf dem PG/PC haben Sie йе Software nach Kapitel 5.1 installiert. 


Konfigurieren Konfigurieren setzt voraus, daß Sie ein Projekt angelegt haben, in dem Sie 
die Parametrierung speichern können. Weitere Informationen, zum Konfigu- 
пегеп von Baugruppen finden Sie in Ihrem Benutzerhandbuch Basissoftware 
für S7 und М7, STEP 7. Nachfolgend sind nur die wichtigsten Schritte erläu- 
tert. 


1. Starten Sie den SIMATIC Manager und öffnen Sie Ihr Projekt. 


2. Fügen Sie über das Menü Einfügen > Station eine SIMATIC 300-Sta- 
tion ein. 


3. Wählen Sie die SIMATIC 300-Station an. Über das Menü Bearbeiten > 
Objekt öffnen gelangen Sie in die Konfigurationstabelle. 


4. Wählen Sıe einen Baugruppenträger aus und ordnen Sie diesen an. 


5. Wählen Sie die Positionierbaugruppe FM 353 mit der zugehörigen Be- 
stellnummer aus dem Baugruppenkatalog aus, und fügen Sie diese in die 
Hardwaretabelle gemäß Ihrer Konfiguration ein. 


6. Gehen Sie mit Doppelklick auf die zu parametrierenden Baugruppe. 


Es erscheint der Dialog Eigenschaften 


Eigenschaften - FM353 STEPPER - (R0755) EN 


Allgemein | Adressen | Grundparameter | 


Baugruppe 
Kurzbezeichnung: ЕМ353 STEFFER 


Fositiorierbaugruppe für Schrittmator, 1 Kanal 






Bestell-Nr: DEG € 395-1АНОТ-0АЕ0 
Bezeichnung: FM 353 STEFPER|1] 


Urt 
Station: SIMATIC S00-Stationl 1] 


Teilnehmer 





MFI... 


PROFIBUS... | -- 


Baugruppenträger [A]; Йй 


Steckplatz [5] Б 


Schnittstellenmodul- 
Schacht [IF]: 


Bthemet... | zs 


Kommentar: 





Parameter... | Abbrechen | Hilfe | 


Bild 5-2 Einstieg “FM 353 parametrieren” 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.3 


Parametrieren der FM 353 





7. In diesem Bild können Sie über die Karteikarten (Allgemein, Adressen 
und Grundparameter) der FM 353 


— eine Bezeichnung geben, 

— die Adresse für йе FM ändern und 

— die Alarme parametrieren. 
Hinweis: 


Ein Weiterarbeiten im Zustand CPU-STOP ist für die FM 353 nicht vorgese- 
hen. 


Mit Klick auf die Schaltfläche Parameter gelangen Sie in die Parametrier- 
oberfläche. 


E Übersicht В 


Anpassung der Mur für die Betriebs- Миг für die Betriebsart Automatik 
FM ап die Achse art Schrttmaßfahrt 


MD А МАК үр 
Рагате!пегеп der к 
awe SJ э [М Lé 


Werkzeug- Yerfahr- 


Maschinendaten Schrittmaße 
korektunwerte programme 


Farametnerdaten e 
eingegeben? —7 Daten zur FM übertragen. ... | 


132.245mm 


Е und Inbetreb- 
nahme der EM Rel R-| 


Inbetriebnahme Fehleranzeige Semicedaten 


ЕМ ıst parametnert und getestet 


Daten als SOB 
sichern? SDE erstellen | 


Wd für den Baugruppentausch ohne PG benatigt 


Bild 5-3  Übersichtsbild für die Parametrierung 


Über das Menü Ansicht » Übersicht können Sie dieses Bild während der 
Parametrierung immer wieder anwählen. 


Die Baugruppe FM 353 für Positionieren mit Schrittantrieb wird über auf der 
Baugruppe remanent speicherbare Parameter-DBs parametriert. Eine 
Schlüsselfunktion nimmt hierbei der Datenbaustein ”Maschinendaten” 
(DB-MD) ein, da dieser unabhängig von der technologischen Funktionalität 
der Baugruppe immer benötigt wird. Alle anderen Parameter-DBs sind 
technologieabhängig erforderlich. 


Jetzt können Sie Ihre Baugruppe parametrieren. Das nachfolgende Kapitel 
gibt Ihnen einen Überblick über die Daten, die parametriert werden können. 


Die Fenstergröße für die Eingabe der Parametrierdaten sowie die Größe des 
Übersichtsbildes können Sie mit der Maus an Ihre Bildschirmgröße anpassen. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Gehen Sie wie folgt vor: 


1. 


SE = ч» Ze 


Stellen Sie den Mauszeiger solange auf den oberen Fensterrand bis er sich 
in einen Pfeil wandelt. 


Betätigen Sie die linke Maustaste und ziehen Sie die Maus nach unten. 
Lassen Sie die Maustaste los. 
Stellen Sie den Mauszeiger auf die Zeile mit dem Fensternamen. 


Betätigen Sie die linke Maustaste und schieben Sie die Maus nach oben. 
Nach der Positionierung des Fensters an die richtige Stelle, lassen Sie die 
Maustaste los. 


Wenn Sie Ihr Projekt konfiguriert haben, können Sie auch über S7-Konfigu- 
ration, mit Anwahl der Baugruppe und den Menübefehl Bearbeiten > Ob- 
Jekteigenschaften in den Dialog Eigenschaften gelangen. 


Hinweis 


Wenn Sie ein Projekt aus STEP 7 V2.1 importiert haben, so können Sie 
keine Parametrierdaten (Datenbausteine) in diesem Projekt ablegen. Die Pa- 
rametrierdaten können Sie in diesem Projekt nur über Import vom File lesen 
bzw. über Export ins File ablegen. 


Vorschlag! 
1. Legen Sie in STEP 7 V3.1 ein neues Projekt an. 


2. Kopieren Sie alle Programme (“*.awl) in das neue Projekt. 


Integrierte Hilfe Die Parametrieroberfläche ist mit einer Integrierten Hilfe ausgestattet, die Sie 
beim Parametrieren der Positionierbaugruppe unterstützt. So rufen Sie die 
Integrierte Hilfe auf: 


Über den Menübefehl Hilfe » Hilfethemen... oder 
durch Drücken der Taste Fl oder 


über das Zeichen Eé und anschließend gehen Sie auf das Element bzw. 
Fenster, über welches Sie informiert werden wollen und betätigen die 
linke Maustaste. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


9-9 


Parametrieren der FM 353 


5.3 Parametrierdaten 


Was kann parame- 
triert werden? 


Datenbausteine 
(DB)der FM 353 


5-6 


Es können die folgenden Datenbereiche parametriert werden: 
e Maschinendaten (MD) 

e Schrittmaße (SM) 

e \Werkzeuskorrekturdaten (WK ) 

e Verfahrprogramme (МС) 

e Anwenderdaten (Anwender-Datenbaustein) 


Diese Daten (außer Anwenderdaten) werden in Datenbausteinen (DB) im 
Nummernbereich von 1001 bis 1239 abgelegt. 


Die Datenbausteine MD, SM, WK, NC werden in die FM 353 übertragen und 
dort remanent gespeichert. 


Die Parametrierung von SM, WK und NC kann entfallen, falls die entspre- 
chenden Funktionen nicht genutzt werden. 


Der Anwender-Datenbaustein muß in der CPU gespeichert sein. Erst dann 
kann er mit Anwenderdaten online beschrieben werden (siehe Kapitel 6). 


Die Parametrierdaten (außer Anwenderdaten) können auch offline auf dem 
PG erstellt, bearbeitet und gespeichert werden. 


Die Tabelle 5-1 gibt einen Überblick über die Datenbausteine in der FM 353 
und ihre Bedeutung. 


Tabelle 5-1 Datenbausteine 


Datenbaustein Bedeutung 


DB-MD Maschinendaten (DB-Nr. = 1210) 
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 250 


Maschinendaten dienen zur Anpassung der FM 353 an den Ein- 
satzfall des Anwenders. Eine Parametrierung mit Maschinendaten 
ist unbedingt notwendig, um die FM funktionell zu aktivieren. Der 
parametrierte DB-MD ist in die FM zu laden. Der DB-MD wird 


beim Schreiben auf die FM 353 bezüglich Eingabegrenzen der 
einzelnen Werte und Abhängigkeiten untereinander geprüft. Nur 
bei Zulässigkeit aller Werte erfolgt die remanente Speicherung, 
andernfalls erfolgen über die MPI Datenfehlermeldungen. Ein 
fehlerhafter DB bleibt über Netz-AUS hinweg nicht erhalten. 


Die Maschinendaten können über ”Maschinendaten aktivieren” 
oder durch Aus-/Einschalten aktiv geschaltet werden. 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Tabelle 5-1 Datenbausteine, Fortsetzung 


Datenbaustein Bedeutung 


DB-SM Schrittmaße (DB-Nr. = 1230) 
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 460 
Die Schrittmaße dienen in der Betriebsart (BA) ”Schrittmaßfahrt 
relativ” als frei wählbare relative Wegbeträge zur Einzelpositionie- 
rung. Es sind 1 bis 100 Schrittmaße möglich (siehe Kap. 5.3.2). 
Änderungen sind in allen BA (auch in der BA “Schrittmaßfahrt 
relativ”) während der Bewegung möglich. Die Änderungen von 
Schrittmaßen müssen immer abgeschlossen sein, bevor in der BA 
“Schrittmaßfahrt relativ” eine neue Bewegung gestartet wird. Ist 
dies nicht der Fall, erfolgt die Fehlermeldung “Schrittmaß nicht 
vorhanden” КІ. 2/Nr. 13. 

DB-WK Werkzeugkorrekturdaten (DB-Nr. = 1220) 
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 310 
Die Anwendung der Werkzeuglängenkorrektur und der Ver- 
schleißwerte sind in Kap. 10.1 beschrieben. Es stehen maximal 20 
Korrektur- bzw. 20 Verschleißwerte zur Verfügung. 
Werkzeugkorrekturdaten werden für die Betriebsart ” Automatik 
und Automatik/Einzelsatz” benötigt. 
Änderungen sind in allen BA und während der Bewegung 
möglich. Erfolgen Änderungen bei eingeschalteter Werkzeugkor- 
rektur während des Startens bzw. an Satzübergängen (interner 
Zugriff auf Korrekturwerte) kommt es zur Fehlermeldung “Werk- 
zeugkorrekturwert nicht vorhanden” K1.3/Nr.35. 


DB-NC Verfahrprogramme 

(Programm-Nr. + 1000 = DB-Nr. = 1001...1199) 

Bausteingröße (gerundet in Byte) = 110 + (20 x Anzahl Ver- 

fahrsätze) 

Verfahrprogramme werden für die Betriebsart ” Automatik” und 

Automatik/Einzelsatz benötigt. 

e Nicht angewählte Programme sind immer änderbar. 

e Wird in einem vorgewählten Programm inklusiv Unterpro- 
gramm geändert, wird die Programmvorwahl aufgehoben. Das 
Programm ist anschließend neu anzuwählen. Eine Programm- 
änderung kann erfolgen, wenn BL = 0 (Programmanfang/Pro- 
sgrammende) und bei Stop. 


Systemdatenbau- | Für Baugruppentausch ohne PG 


stein In den SDB > 1 000 werden alle Parametrierdaten (DB-MD, 

SDB > 1000 | DB-SM, DB-WK, DB-NC) der FM 353 abgelegt. Dieser SDB 
wird in die CPU geladen und dient als zusätzliche Speichermög- 
lichkeit. 


Datenbaustein für Statusmeldungen (DB-Nr. 1000) 


Der DB-SS ist ein interner DB der FM, für Test, Inbetriebnahme 
und B & B. 


DB 1249 Interner DB der FM, für Anwender nicht relevant. 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.7 


Parametrieren der FM 353 


Anwender-Daten- Wie Sie einen Anwender-DB erzeugen, ist im Kapitel 6 beschrieben. 


baustein Mit “FM 353 parametrieren” können Sie den Anwender-DB mit den in der 


Tabelle 5-2 aufgeführten Daten beschreiben. 


Mit dem Menü Zielsystem » Onlinebearbeitung® Anwenderdaten können 
Sıe Ihren Anwender-DB auswählen und editieren. 


Tabelle 5-2 Anwender-DB 


Datenbaustein Bedeutung 


Anwender-DB Aufbau und Datenformate sıehe Kap. 6 


Mit folgenden Daten können Sie den DB, wenn dieser in der CPU 
geladen wurde, vorbelegen: 


Baugruppenadresse) 


Kanaladresse!) 

Kanaloffset reserviert 
Nullpunktverschiebung 

Istwert setzen 

Fliegendes Istwert setzen 
Bezugspunkt setzen 

Sollwert für Schrittmaß 
Geschwindigkeitsstufe 1 
Geschwindigkeitsstufe 2 
Frequenzstufe 1 

Frequenzstufe 2 

MDI-Satz 

MDI-Satz fliegend 

Programmanwahl, Programmnummer 
Programmanwahl, Satznummer 
Programmanwahl, Bearbeitungsrichtung 
Code Applikationsdaten 1 

Code Applikationsdaten 2 

Code Applikationsdaten 3 

Code Applikationsdaten 4 





1) Diese Daten werden nur angezeigt. Bearbeitet werden diese Daten durch den FC 
INIT_DB (siehe Kap. 6). 


5.8 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Datenbaustein- Die Tabelle 5-3 zeigt eine grobe Darstellung der Datenbausteinstruktur. 
Struktur 


Tabelle 5-3 Datenbausteinstruktur 


DB-Kopf Systeminformation, für Anwen- 
der nicht relevant 


Nutzdatenbereich/Strukturkopf | Angaben für die Kennzeich- 


nung des Datenbausteins im Sy- 
stem. 


ab 24 bei MD Nutzdaten Parametrierdaten 
bzw. 32 


Die ausführlichen Datenbausteinstrukturen und Parametrierdaten der einzel- 
nen Datenbausteintypen sind in nachfogenden Kapiteln dargestellt. 





5.3.1 Maschinendaten 


DB-Struktur Die Tabelle 5-4 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau- 
steins "Maschinendaten” (DB-MD). 


Tabelle 5-4 DB-Struktur Maschinendaten 


ү E 
WORD Rack Steckplatz BG-Adresse 

2 WORD DB-Nr. (> 1000) wie im DB-Kopf 

‚ noe 


ка 
| 
DB-Kennung/Typ 2 ASCII-Zeichen 
ar ч RK шшш шы Шш `" 
ым) 
BT Teenies | 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Eingabe der Werte 


5-10 





In “FM 353 parametrieren” rufen Sie im Menü Datei > Neu > Maschinenda- 
ten folgendes Bild auf. 


Ёё OFFLINE - MASCHINENDATEN - DE1210 рае x] 


Interpolatisnsdaten | Antnebsdaten | Antnebsschnittstelle | 57-5 chnittstelle | 
| Heferenzpunkt | Dig. Eingänge | Dig. Ausgänge | 


MOB Achzname x 


МП Malsystem * 


MOS Achzart * 
Ce Linearachse СС Aundachse 


MOS Rundachzende * [2600 mm 


MI) A1 Scoftwäare-Endschalter Anfang -100 


M23 5ottware-Endachalter Ende 


х Das Ander und Aktvieren dieser Daten bewirkt das ME akti 
Rücksetzen der Achse a EE 
Schließen | Hilfe | 


Bild 5-4 Eingabe der Werte für Maschinendaten 


Geben Sie auf den jeweiligen Karteikarten йе Maschinendaten ein. 


Sie können auch über das Menü Ansicht > Tabellenform ihre Werte in einer 
Tabelle eingeben. 


Bei der Erstellung des MD-DBs sollten Sie unbedingt das Kapitel 7 
“In Betrieb nehmen der FM 353” beachten. 


Hinweis 
Das Maßsystem (MD7) muß mit dem angegebenen Maßsystem der anderen 


DBs übereinstimmen. 


Das Maßsystemraster (MSR) ist die kleinste Wegeinheit im jeweiligen Maß- 
system. 


Sollten Sie diesen Hinweis einmal nicht beachtet haben, dann gehen Sie wie 
folgt vor: 


1. Löschen aller Datenbausteine (die nicht mit dem Maßsystem überein- 
stimmen) oder löschen des gesamten Speichers auf der FM 353. 


Die übrigen Datenbausteine auf dem PG ändern. 


Die Datenbausteine wieder neu in die FM 353 laden. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Maschinendatenli- In der Tabelle 5-5 sind alle Maschinendaten der FM 353 aufgelistet. 
sie Erläuterungen zur Maschinendatenliste: 
K sind Konfigurationsdaten siehe Kap. 9.3.3 


E sind einstellbare Maschinendaten für Justage (Inbetriebnahme-Optimie- 
rung) und Technologie siehe Kap. 9.3.3 


Die Maßeinheiten beziehen sich auf die betragsmäßige Wertedarstellung im 
Maschinendaten-DB. 


Tabelle 5-5 Maschinendatenliste 


MD- Bezeichnung Default- Wert/Bedeutung Datentyp/Einheit/ siehe 
Nr. werte Kommentar Kap. 


ә | 


5 Е | Prozeßalarmgenerie- 0 = Position erreicht BITFELD32 9.10 
1 = Längenmessung beendet 
3 = fliegender Satzwechsel 
4 = fliegendes Messen 


7K | Maßsystem 1 1 = 10 mm DWORD [MSR] 
2 = 10 inch 
3 = 107 grd 
4 = 1072 grd 
8 К | Achsart О = Linearachse DWORD 
1 = Rundachse 
9K | Rundachsende?) 36 -105 | 0...1 000 000 000 DWORD [MSR] 


Weg pro Motorumdre- | 10 000 | 1...1 000 000 000 DWORD [MSR] 
hung (Teilungspe- (ganzzahliger Teil) 
riode)? 
12 K | Restweg pro Moto- 0...232—1 DWORD [2-3?MSR] 
rumdrehung? (gebrochener Teil) 

Schritte pro Motorum- 21. DWORD 

drehung (Teilungspe- 

riode)2) 


Referenzpunktkoordi- ка —1 000 000 000...+1 000 000.000 | DINT [MSR] 
nate 


MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter 

1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert. 
zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, О, Е, 1...9 2. B.: “X”, “ХІ” 

2) siehe Abhängigkeiten 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.11 


Parametrieren der FM 353 


Tabelle 5-5 Maschinendatenliste, Fortsetzung 


` ` inhei ch 
MD Bezeichnung Default Wert/Bedentung Datentyp/Einheit/ siehe 
Nr. werte Kommentar Kap. 


18 К | Art der Referenz- 0 = Richtung +, Bestromungsmuster | DWORD 
punktfahrt Null bzw. Nullimpuls extern Code ist lagekenn- 
rechts vom RPS zeichnend für Syn- 


fahrrichtung) 1 = Richtung +, Bestromungsmuster | Chronisationspunkt 
Null bzw. Nullimpuls extern bzgl. RPS 
links vom RPS beachte MD37! 


2 = Richtung -, Bestromungsmuster 
Null bzw. Nullimpuls extern 
rechts vom RPS 


(Referenzpunkt-An- 


3 = Richtung -, Bestromungsmuster 
Null bzw. Nullimpuls extern 
links vom RPS 


4 = Richtung +, RPS Mitte 
5 = Richtung — RPS Mitte 
8 = Richtung +, RPS Flanke 
9 = Richtung -, RPS Flanke 


21 E | Softwareendschalter 109 —1 000 000 000...1 000 000 000 DINT [MSR] 9.7 
Anfang?) 9.9 
22E | Softwareendschalter 109 —1 000 000 000...1 000 000 000 
Ende? 
23 FM 353 intern ver- 
wendet 


24 nicht belegt 
bis 
26 
27 Е | Referenzpunktver- —1 000 000 000...+1 000 000 000 DINT [MSR] 9.2.3 
schiebung 
28 E | Referenziergeschwin- | 6:106 | 10...500 000 000 DWORD 923 
digkeit?) [MSR/min] 
29 Е | Reduziergeschwindig- | 3:106 | 10...500 000 000 DWORD 9.2.3 
keit?) IMSR/min] 


31 E | Richtungsbezug der 0 = wie Referenzpunktfahrt DWORD 
1 = positiv 
2 = negativ 


MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter 

1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert. 
zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, В, С, U, У, W, О, Е, 1...9 z. B.: “X”, “ХІ” 

2) siehe Abhängigkeiten 





540 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Tabelle 5-5 Maschinendatenliste, Fortsetzung 


Parametrieren der FM 353 


It- D inhei ge 
НЕГЕЕ Bezeichnung BEE: Wert/Bedeutung on. еш 


Ausgabeart M-Funk- 
tion 


während der Positionierung: 


1 = zeitgesteuert 
2 = quittungsgesteuert 


vor der Positionierung: 


3 = zeitgesteuert 
4 = quittungsgesteuert 


nach der Positionierung: 


5 = zeitgesteuert 
6 = quittungsgesteuert 


Ausgabezeit M-Funk- 1...100 000 
0 = Start extern 
1 = Freigabeeingang 
2 = externer Satzwechsel 
3 = fliegendes Istwert setzen 
4 = Messen 
5 = RPS für Referenzpunktfahrt 
6 = Umkehrschalter für 
Referenzpunktfahrt 


digitale Eingänge?) 


0 = Position erreicht, Halt 

1 = Achsbewegung vorwärts 
2 = Achsbewegung rückwärts 
3 = Änderung M97 

4 = Änderung M98 

5 = Startfreigabe 

7 = Direktausgabe 


digitale Ausgänge?) 


8 = 0 invertiert 
9 = П invertiert 
10 = [2 invertiert 
11 = I3 invertiert 


Eingangsanpassung 


(Signalverarbeitung 
invertiert) 


MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter 


DWORD 

serielle Ausgabe von 
max. 3 M-Funktio- 
nen im NC-Satz 


DWORD [ms] 
in 2 ms-Stufen auf- 
gerundet 


BITFELD32 


bitcodierte Funkti- 
onszuordnung: 


Bit-Nr. I/O 0 
Bit-Nr.+ 8 UO) 
Bit-Nr. + 16 ПО 2 
Bit-Nr. +24 ПО 3 
aktivierend für die 

Funktion ist immer 
die Vorderflanke 


unabhängig von 
MD36! 


BITFELD32 





1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert. 


zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, О, Е, 1...9 2. B.: “X”, “ХІ” 


2) siehe Abhängigkeiten 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


5-13 


Parametrieren der FM 353 


Tabelle 5-5 Maschinendatenliste, Fortsetzung 


It- D inhei sich 


37 K | Sonder-Steuersignale Reglerfreigabe aktiv BITFELD32 9.7 
= Regler bereit aktıv 
Regler bereit invertiert 
= Regler bereit über Stecker Х2 
(wenn Bit 24...27 aktiv) 
= Zeit-Override aktiv 
= Pulsausgang invertiert 
= Richtungsausgang invertiert 
15 = Weiterarbeiten nach Not-Aus 
(Antriebsfreigabe [AF]) 
16 = Boost aktiv 
17 = Boost invertiert 
18 = PWM (Pulsweitenmodulation) 
aktiv 
19 = PWM invertiert 
24 = Bestromungsmuster Null aktiv 
25 = Bestromungsmuster Null 
invertiert 
26 = Nullimpuls extern aktiv 
27 = Nullimpuls extern invertiert 










38 К | Schrittzahl pro Bestro- 0...400 ш 
mungsmuster-Zyklus?) 
Start/Stop-Frequenz 1000 | 10...10 000 йи [Hz] 


40 E | Frequenzwert für Be- Beachten Sie das 


schleunigungsum- Diagramm 
"Arbeitsbereich Fre- 


quenzgenerator” 


Maximalfrequenz 50 000 | 500...200 000 (siehe Bild 5-5 ) 
Beschleunigung 12) | 100000 | 10...10 000 000 DWORD [Hz/s] 
Beschleunigung 22 | 100000 | 10...MD42, 0 = wie MD42 оо 
Diagramm 
Verzögerung 12) 100 000 | 10...10 000 000, 0 = wie MD42 "Arbeitsbereich Fre- 
quenzgenerator” 
Verzögerung 22) 100 000 | 10...MD44, 0 = wie MD43 (siehe Bild 5-5 ) 


46 E | Mindeststillstandszeit 2 1...10 000 DWORD [ms] 
zwischen zwei Positio- in Stufung des BG- 
nierungen Zyklusses gerundet 

47 Е | Mindestverfahrzeitmit 
konstanter Frequenz 


48K | К | Boostdauer absolut кас 1100000 000 


Phasenstrom Fahren 
Phasenstrom Stillstand 


MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter 

1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert. 
zulässige Zeichen: X, Y, Z, А, В, С, U, У, W, О, Е, 1...9 z. B.: “X”, “ХІ” 

2) siehe Abhängigkeiten 


10 000 | 500...75 000 


Minimalwert: MD39 + 1 


schaltung?) Maximalwert: MD41 — 1 








544 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Abhängigkeiten 


Parametrieren der FM 353 


Zwischen den einzelnen Maschinendaten bestehen in bestimmten Konstella- 
tionen Einschränkungen bezüglich Wertebereich der Nichtverarbeitung be- 
stimmter Maschinendaten. 


Diese Abhängigkeiten werden bei der Annahme des MD-DBs bzw. einzelner 
Maschinendaten geprüft und bei Verletzungen Fehler gemeldet. Bestimmte 
Prüfungen werden auf intern berechneten Hilfsgrößen basierend durch- 
geführt. 


Im folgenden sind diese Hilfsgrößen beschrieben sowie die durchgeführten 
Abhängiskeitsprüfungen tabellarisch dargestellt. 


Aus MD gebildete interne Größen (Hilfsgrößen): 
Bildung Weg pro Motorumdrehung UMWEG 


UMWEG = MD11 + MD12:- 2-32 


Bildung interner Meßwertfaktor MWFAKTOR 


MWFAKTOR = Umweg / MII: 


Aktivierung der Softwareendschalter SEAKT 


MD21 MD22 SEAKT 


Bildung absolute Verfahrbereichsgrenzen intern VFBABS 


MWFAKTOR VFBABS 


Prüfungen: 


Prüfung MD9 


MD18 zulässiges Rundachsende 


beliebig, nicht relevant 











Va в 


Prüfung MD11, MD12, MD13 — daraus resultiert MWFAKTOR (s. о.) 


zulässiger Meßwertfaktorbereich: 2714 <MWFAKTOR < 214 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


3-19 


Parametrieren der FM 353 


5-16 


Prüfung MD21, MD22 


SEAKT zulässige Softwareendschalter 
© [= | MD21 =—109, MD22 = +109 





1 MD21 2-VFBABS 
MD22 < VFBABS 
Мр21 < MD22 
1 0 < Мр21 < Мр 
0 < Мр22 < Мр9 
MD21 + Мр22 


Prüfung MD28 





zulässige Geschwindigkeit: 10 < MD28 < MD41 · МҰҒАКТОК / 60 


Prüfung MD29 


zulässige Geschwindigkeit: 10 < Мр29 < MD41 : MWFAKTOR / 60 





Prüfung MD34 


zulässig: 
BYTEO(MD34) + BYTEl(MD34) = BYTE2(MD34) + BYTE3(MD34) 


Prüfung MD35 


zulässig: 


BYTEO(MD35)&0x7F + BYTE1(MD35)&0x7F + BYTE2(MD35)&0x7F + 
BYTE3(MD35)&0x7F 





Prüfung MD38 


MD38 zulässige Schrittzahl pro Bestromungsmuster-Zyklus 





Prüfung МЮ40 

zulässige Frequenz: MD39 < MD40 < МО41 
Prüfung MD42 

zulässige Beschleunigung: мр41 / 200 < MD42 < MD39? 
Prüfung MD43 


MD43 zulässige Beschleunigung 





мр41 / 200 < MD43 < MD392 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Prüfung MD44 


MD44 zulässige Beschleunigung 





MDA41 / 200 < MD44 < MD392 


Prüfung MD45 


MD45 zulässige Beschleunigung 





MDA41 / 200 < Мр45 < MD392 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 547 


Parametrieren der FM 353 


"Arbeitsbereich 
Frequenzgenera- 


tor 


5-18 





Mit Hilfe des nachfolgenden Diagrammes können Sie überprüfen, daß die in 


den Maschinendaten MD39 bis MD45 gewählten Parameter in ihrer Konstel- 
lation im Arbeitsbereich des Frequenzgenerators liegen (weißer Bereich). 


10 20 40 100 1000 10 000 








10 MHz/s 





























Beschleunigung zu 
hoch bezogen auf fs, 











1 MHz/s 




















100 KHz/s 











Maximalfrequenz 
absolut zu hoch 





10 kHz/s 

















1 kHz/s 



































Beschleunigung zu 
niedrig bezogen auf 


fmax 
























































1 000 10 000 100000| f- [Hz] 
200 000 


df/dt 10 20 40 100 Hz/s 


x Arbeitspunkte des Frequenzgenerators mit Richtung der Verlagerung 
von 2. В. Рх durch die Funktion Beschleunigungs-Override (Aover) 
und Zeit-Override (tover)- 


Bild 5-5 Arbeitsbereich Frequenzgenerator 


Wertebereich der Maschinendaten: 


Start/Stop-Frequenz fgs: (MD39) 10 Hz...10 kHz 
Maximalfrequenz fmax: (MIMI) 500 Hz...200 kHz 
Frequenzanstieg df/dt: (MD42...45) 10 Hz/s...10 MHz/s 


Bedingung: Die Schnittpunkte der Linien df/dt mit fss und df/dt mit 
fmax müssen im weißen Bereich liegen! 


Beispiel: MD39 = 4 kHz, MD41 = 50 kHz 
MD42, 44 = 200 kHz/s — Р1/Р2 
MD43, 45 = 80 kHz/s — P3/P4 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


5.3.2 Schrittmaße 


DB-Struktur Die Tabelle 5-6 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau- 
steins ”Schrittmaße” (DB-SM). 


Tabelle 5-6 DB-Struktur Schrittmaße 


veer I än ва 
mer meim нарв 
Im [ше 
Tor I ennen авав _ 
oer p Fam 


DWORD Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßeinheit 
WORD Parameter (DB) Sichern Auftrag über ”В&В” 
ж [жю eene 


36 DWORD 0...109 Schrittmaß 2 siehe Kap. 9.2.4 
bis 
Schrittmaß 100 


Eingabe der Werte Die Eingabe der Werte erfolgt in dem Menü für Schrittmaße im Parametrier- 
tool ”ЕМ 353 parametrieren”. 





Ё Schrittmaßel 















Schrittmaße 


mm 
001 (A 
004 0000 ____ 
d 





| 2 





Bild 5-6 Eingabe der Werte für Schrittmaße 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.19 


Parametrieren der FM 353 


5.3.3  Werkzeugkorrekturdaten 


DB-Struktur Die Tabelle 5-7 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau- 
steins ”Werkzeugkorrekturdaten” (DB-WK). 


Tabelle 5-7 DB-Struktur Werkzeugkorrekturdaten 


о ee I Tears [ле _ 
Tor [эмеш нарв 
mme [  |һтше 
so [poo | ennen [ымм _ 
Ter p rom 
bom Ir rommmepeme ` (mae _ 
г И Е 


DWORD Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßeinheit 
WORD Parameter (DB) Sichern Auftrag über ”В&В” 
э жж | ИЕ Е 


Werkzeuglängenkorrektur 1 Werkzeug 1 
Verschleißwert 1 absolut 
Verschleißwert 1 additiv 


Werkzeuglängenkorrektur 2 Werkzeug 2 
Verschleißwert 2 absolut 

Verschleißwert 2 additiv 

bis bis 
Werkzeuglängenkorrektur 20 Werkzeug 20 


Verschleißwert 20 absolut siehe Kap. 10.1 
Verschleißwert 20 additiv 





5.00 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Eingabe der Werte Die Eingabe der Werte erfolgt in dem Menü für Werkzeugkorrekturdaten im 
Parametriertool "EM 353 parametrieren”. 


Wird der Verschleißwert additiv online geändert, so rechnet die FM den 
neuen Verschleißwert absolut aus und der Verschleißwert additiv steht wieder 
auf 0. 





Ё OFFLINE - WERKZEUGKORREKTURDATEN - DB1220 


me Verschleiß abs. Yerschleiß "E 


Оп иш so воо 
02 20000 am __ ыш 
_ м мшш ii __ |ыш 
_ 05 шш мш мыш 
06 Б юш ш ыш ___ 
0s зш тооп иш 
шш мшш 000 
шыш Wun 000 
пыш Wun 000 
мыш Wun ыш 
5ш мшш om 
мшш 0000 000 
18 мшш мш 000 
19 0000 om 000 
+ 





Bild 5-7 Eingabe der Werte für Werkzeugkorrekturdaten 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.01 


Parametrieren der FM 353 


5.3.4 Verfahrprogramme 


DB-Struktur Die Tabelle 5-8 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau- 
steins ”Verfahrprogramme” (DB-NC). 


Tabelle 5-8 DB-Struktur Verfahrprogramme 


р = В 
SSES EE 
ve 
won 
DWORD СТЕ И 
ve 
vm авна 


1...3 Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßeinheit 


ASCI-Zei- | NC-Programmname max. 18 Zeichen 
chen 


NC-Satz NC-Satz neu (Änderungsbereich) Gr 
NC-Satz 2. Verfahrsatz bis 100. Verfahrsatz siehe Kap. 9.3.11, 10.1 


DWORD 
WORD 
WORD 


18 STRING 


STRUCT 
STRUCT 
STRUCT 





5.00 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Eingabe der Ver- 
fahrprogramme 


Parametrieren der FM 353 


Für die Eingabe der NC-Verfahrprogramme wird Ihnen ein leeres Fenster 
angeboten. Sie geben Ihr Verfahrprogramm wie folgt ein: 










Ё OFFLINE - VERFAHRPROGRAHM - DB1030 


Programm-Hummer: bi Programm-Name: | 





-Befehle Position Yerweilzet Geschwindigkeit M-Befehle МУК UF-Nr. UP-äufruf 
JN Gl G2 ER A F МІ M2 M3 Do L F 


(RI d dd _ __т[__теъ [| ри 








9030 
N10 090 500.000 Fb0.000 
N20 400.000 

N25 600.000 

N28 600.000 Е400.000 
N30 «600.000 

NAD 20.000 

№0 MZ 


Bild 5-8 Eingabe für Verfahrprogramme 


1. % Programmnummer Programmname 


Die Eingabe ”%” ist nur in der 1. Zeile möglich. Diese Eingabe muß ge- 
macht werden. Aus der Programmnummer wird die DB-Nr. gebildet. 


Der Programmname ist optional und darf maximal 18 Zeichen lang sein. 


2. N<Satznummer> – G<Befehl> (Gl, G2, G3) — X<Wert> — F<Wert> — 
M<Befehl> (МІ, М2, M3) – D<Nr.> (Werkzeugkorrekturnummer) — 
L<Nr.> – P<Nr> + (Progr. von Verfahrprogrammen siehe Kapitel 10). 


— Die Satznummer (N) müssen Sie als erstes und aufsteigend eingeben. 
Die Reihenfolge der übrigen Eingaben kann beliebig sein. 


— Das Trennzeichen geben Sie als Leerzeichen ein. 
Zeichen müssen Sie in Großbuchstaben eingeben. 


Außerdem ist es möglich den geführten Eingabebereich am oberen Bildrand 
zu nutzen. Die Programmnummer und der Programmname werden nach Ver- 
lassen des Eingabefeldes ins Eingabefenster übernommen. Die Übernahme 
der Verfahrsätze erfolgt mit der Schaltfläche “Satz übernehmen”. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


5-23 


Parametrieren der FM 353 


5.4 Parametrieren mit “FM 353 parametrieren” 


Eingabe der Werte Sie haben verschiedene Möglichkeiten Ihre Parametrierdaten einzugeben. 
1. Anwenderdaten 


In einer Tabelle können Sie die Werte eingeben bzw. Texte auswählen. 
Die Eingabefelder wählen Sie mit dem Cursor an und geben die Werte 
ein. Die zugehörigen Texte der Werte können Sie mit der Leertaste 
anwählen. 


2. Maschinendaten 
Die Eingabe der Werte erfolgt über Dialoge und Karteikarten. 


Über das Menü Ansicht > Tabellenform erhalten Sie die Maschinendaten 
in einer Tabelle. Dort können Sie die Werte, wie unter Anwenderdaten 
beschrieben, eingeben. 


3. Werkzeugkorrekturdaten und Schrittmaße 


In einer Tabelle können Sie die Werte eingeben. Die Eingabefelder 
wählen Sıe mit dem Cursor an und geben die Werte ein. 


4. Verfahrprogramme 
Verfahrprogramme werden in Textform eingegeben. 


In den Tabellen für MD-, SM-, WZK-Werte gibt es eine Kommentarspalte. 
Dieser Kommentar wird nicht im Datenbaustein abgelegt. Er kann ausge- 
druckt werden bzw. wird bei Export mit in der Datei abgelegt. 


Menüs von “FM Nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen eine Übersicht über die Menüs von 
353 parametrieren” "FM 353 parametrieren”. 


Tabelle 5-9 Menüs von "EM 353 parametrieren” 
Menütitel bzw. -eintrag (mit | Kurzbe- Bedeutung 
Einzelbefehl) dienung 
“o HE Erstellen, Öffnen, Speichern, Drucken und Generieren von Datenbau- 
steinen 


Maschinendaten = Erstellt einen neuen DB-MD 
Schrittmaße = Erstellt einen neuen DB-SM 


` Segen | Geeneen _ 
` rem [О ванае вас 
` Weien 1. [Oer den a dom POPC И 
` sme [О ramatesnoseennen _ 
` Segen [С (One den a don POPC eigen ew _ 
ИИИ ТТГ 





5.04 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 353 parametrieren”, Fortsetzung 


Einzelbefehl) dienung 
юеш = звана den а Duenas nene Daci _ 
Кон раа Гаара EELER 


SDB erstellen Liest die Datenbausteine der FM, erstellt aus diesen einen SDB (Sy- 
stemdatenbaustein) und legt ihn auf dem PG/PC ab. 
SDB anzeigen... Zeigt die für die FM 353 vorhandenen SDBs auf dem PG/PC an, 
diese können gelöscht werden. 
Druckt den aktuellen Datenbaustein oder Teile daraus 
| Druckvorschau 1: Zeigt das Dokument in der Seitenansicht – keine Bearbeitung möglich 


Seite einrichten... = Legt das Seitenlayout für den Druck fest 
Drucker einrichten... = Richtet den Drucker ein und setzt die Druckoptionen 


1 <Name der zuletzt Öffnet die zuletzt geöffnete DB 
geöffneten DBs> 

2 <Name der vorletzt Öffnet die vorletzt geöffnete DB 
geöffneten DBs> 

3 <Name der drittletzt Öffnet die drittletzt geöffnete DB 
geöffneten DBs> 

4 <Name der viertletzt Öffnet die viertletzt geöffnete DB 
geöffneten DBs> 


„см Rückgängig der letzten Aktion, Ausschneiden, Kopieren, Einfügen 
und Löschen markierter Objekte, Suchen und Standard wert 


Kopiert die markierten Daten und legt sie in die Zwischenablage 
Fügt den Inhalt der Zwischenablage an der Cursorposition ein 


песме Überschreibt das Feld einer Tabelle mit dem Inhalt der Zwischenab- 
lage 


EE 
ЕИ O 
BEER 
ле 1 fuschneien — | 
nn раманча ранае агаем зз 
en опат ааыа 
REEGELE 








Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.05 


Parametrieren der FM 353 


Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 353 parametrieren”, Fortsetzung 


Einzelbefehl) dienung 
"ee Petite _ 
sense 1 peareidischnmabetierm _ 
` Wagener | рель die Меаца fd Fa _ 
` nemen 1 [peeter die ена ааа ia _ 
ТИИ Jamie 


FM-RAM komprimieren Kompromiert den Arbeitsspeicher der FM 353. Dies ist nur möglich, 


wenn die CPU im Betriebszustand ” STOP” ist. 





FM-Speicher löschen = Löscht den FLASH auf der FM 353 
Test TI Inbetriebnahme und Fehlerauswertung 


y Inbetriebnahme Öffnet das Inbetriebnahmefenster 
"rei 05 Steuern und Beobachten der Baugruppe 

 Fehlerauswertung Öffnet das Fehlerauswertungsfenster 
Болаи Anzeige der Fehler auf der Baugruppe 
Ceme OOO Опа ан Вента занава 
C EE 
O 
"wanne" еннан der eren Spa ee geg 
T Steet | asee аван 
EE 
BEER 
"dent Tock _ 
Оз O e e Peene OO 
DEER 
EENEG 
ESCHER 
D 


Fenster Anordnen aller Fenster der Parametrierung, Wechsel zu einem be- 
stimmten Fenster 


о 
EENEG 
oma TE oree Fese seee vor oosa | 
EENEG 
REEL 
REENEN 


5.06 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 353 parametrieren”, Fortsetzung 


Menütitel bzw. -eintrag (mit | Kurzbe- Bedeutung 
Einzelbefehl) dienung 
<n> <geöffnetes Fenster n> СІЗ Wechselt zum Fenster <Fenstername> 
He Suchen und Anzeigen von Hilfefunktionen 


Hilfethemen... Bietet verschiedene Zugänge zum Anzeigen von Hilfeinformationen 
an 


Hilfe benutzen BE Zeigt Informationen zur Benutzung der Hilfe 
бош. E Zeigt Informationen zur aktuellen Version des Parametriertools an 





5.5 Ablegen der Parametrierdaten im SDB > 1 000 


Übersicht Die FM 353 speichert intern die Parametrierdaten. 


Um bei einem Defekt dieser FM 353 und keinem vorhandenen PG/PC die 
Parametrierdaten zur Verfügung zu haben, können diese zusätzlich in der 
CPU in einem Systemdatenbaustein (SDB > 1 000) abgespeichert werden. 
Die CPU überträgt nach jedem Neuanlauf diese im SDB > 1 000 abgelegten 
Daten zur FM 353. Falls йе FM 353 keine Maschinendaten besitzt bzw. der 
interne Zeitstempel (Zeitpunkt der Erstellung) nicht übereinstimmt, werden 
die Daten des SDB > 1 000 von der FM 353 übernommen und dort gespei- 
chert. 


Es muß darauf geachtet werden, daß die Parametrierdaten in dem 
SDB > 1 000 mit den Parametrierdaten auf der FM 353 nach Abschluß 
der Inbetriebnahme immer übereinstimmen. 


Hinweis 


Der SDB > 1 000 ist erst am Ende der Inbetriebnahme zu erstellen. 


Falls nachträglich nochmals eine Änderung der Daten nötig ist, ist der 

SDB > 1 000 erneut zu erstellen und in die CPU zu laden. Der vorherge- 
hende SDB ist vorher zu löschen bzw. beim Erstellen eines neuen SDB wird 
dieser überschrieben. Der neue SDB muß nicht die gleiche Nummer haben 
wie der vorher erstellte. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.07 


Parametrieren der FM 353 


SDB erstellen Voraussetzung: Online-Verbindung zur FM 353 


Menü Datei ® SDB erstellen anwählen 

Ist auf der FM 353 kein DB-MD vorhanden — Abbruch 

Für die FM 353 ist im S7-Projekt en | Eu 

ein zugehöriger SDB > 1 000 kein zugehöriger SDB 
vorhanden 


vorhanden. 


ja 


Soll dieser SDB überschrieben 
werden? 


ja Abbruch 
SDB wird erstellt und im S7-Projekt unter 
CPU\S7-Programm\Bausteine\Systemdaten abgelegt 


Bild 5-9 SDB > 1 000 erstellen 





SDB im S7-Pro- 


jekt anzeigen/lö- Menü Datei® SDB anzeigen anwählen 
schen 
alle SDBs für FM 353 des Projektes 
werden angezeigt 


Schließen des 
Fensters 


soll der SDB gelöscht werden? 


entsprechenden SDB anwählen und löschen 


Bild 5-10 SDB > 1 000 anzeigen/löschen 





5.08 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Parametrieren der FM 353 


SDB in die CPU Wenn Sie SDBs erstellt haben, müssen Sie die “Systemdaten” des Projektes 
übertragen in die CPU übertragen. 


Sie haben zwei Möglichkeiten und gehen wie folgt vor: 
1. Variante 


Im SIMATIC Manager das Online-Fenster anwählen (Online- und Offline- 
Fenster müssen geöffnet sein) 


Im Offline-Projekt unter CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten 
Systemdaten (mit Maus ziehen bzw. mit Kopieren/Einfügen) in das Onli- 
ne-Projekt speichern. 


2. Variante 


Im SIMATIC Manager unter CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten 
anwählen. 


Über das Menü Zielsystem > Laden (oder rechte Maustaste) die System- 
daten in die CPU laden 


bzw. 


Über das Menü Zielsystem > Laden in EPROM-Memory-Card auf 
CPU 


Sıe können auch die Memory-Card für die CPU am PG/PC programmieren. 


Erfolgt ein Laden der Konfiguration aus HW-CONFIG heraus, so wird dieser 
SDB nicht mit in die CPU übertragen. 


SDB in der CPU Wollen Sie SDBs in der CPU löschen, so gehen Sie wie folgt vor: 
a 1. Wählen Sie “FM 353 parametrieren” an. 
2. Wählen Sie das Menü Datei > SDB anzeigen an. Löschen Sie den/die 
entsprechenden SDB(s). 


3. Schließen Sie “FM 353 parametrieren” und wählen Sie im SIMATIC Ma- 
nager unter Online-Projekt CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten 
an. Löschen Sie die Systemdaten. 


4. Übertragen Sie die Systemdaten erneut zur CPU s. о. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 5.09 


Programmieren der FM 353 


Übersicht Die vorliegende Programmieranleitung beschreibt die Funktionen (FCs), die 
Ihnen die Kommunikation zwischen CPU und Funktionsbaugruppe FM 353 
in SIMATIC 57-300 ermöglichen. 


CPU FM 353 Mit “ЕМ 353 parametrie- 
Steuer-/Rückmel- ren” kann der Anwen- 
designale der-DB auf der CPU be- 
und Systemdaten arbeitet werden. 
Anwender-DB 








Anwenderprogramm 








Datenbausteine 





Online 


Offline 
AWL/KOP-Editor 


unter STEP7 wird ein | Anwender- Der Anwender-DB wird 
DB erstellt DB in die CPU geladen und 
dort gespeichert 

















Parametriertool 
"FM 353 parametrieren” 


Funktionsbausteine (FCs, UDT 1 
und Beispielprogramme) 


vorprojektierte Oberfläche für OPs 








Bild 6-1 Übersicht Programmieren 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-1 


Programmieren der FM 353 


Voraussetzungen 


Anlegen des An- 
wender-DBs 


Bausteine 


6-2 


Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wenn Sie die FM 353 über Ihr 
Anwenderprogramm steuern wollen: 


e Auf dem PG/PC haben Sie die Software nach Kapitel 5.1 installiert. 


e Die Verbindung vom PG/PC zur 57-300 CPU muß hergestellt sein (siehe 
Bild 4-1). 


Sıe gehen wie folgt vor: 
1. Sie erzeugen unter STEP 7 einen Datenbaustein (DB 1). 


2. Sie öffnen den DB 1 und wählen die Eigenschaft “mit zugeordneten an- 
wenderspezifischen Datentyp” aus. 


Ergebnis: Es wird Ihnen der UDT 1 (anwenderdefinierter Datentyp) 
angeboten 


3. Sie klicken auf den ОРТ 1 
Ergebnis: Sie haben den Anwender-DB (DB 1) angelegt. 
4. Diesen Anwender-DB laden und speichern Sie in die CPU. 


5. Mit dem Parametriertool “FM 353 parametrieren” können Sie den An- 
wender-DB auf der CPU mit Anwenderdaten beschreiben. 


Sie müssen für jeden Kanal einen Anwender-DB anlegen. 


Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über das Bausteinpaket 
(FCs) für die FM 353. 


Tabelle 6-1 Technologiefunktion für die FM 353 


INIT_DB Anwender-DB initialisieren 
MODE_WR Betriebsarten steuern und Schreibaufträge bearbeiten 





Hinweis 


Die FC-Nr. können Sie für Ihr Projekt beliebig ändern. Das Ändern erfolgt 
im SIMATIC Manager, indem Sie den entsprechenden FC in Ihrem Projekt 
in eine freie Nummer umbenennen. Gleichzeitig sollten diese Änderungen in 
der Symboltabelle vorgenommen werden. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Einbindung der Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen wie die FM 353, der Anwender-Datenbau- 
FM 353 in das An- stein (Anwender-DB) und die Technologiefunktionen kommunizieren. 
wenderprogramm 


CPU 








FM 353 
OB 40 OB 82 | k 
(Prozeßalarm) (Diagnose) 4 Byte OB-Startinformation Diagnosealarm- 


Informationen 
4 Byte FC DIAG RD 


OB-Startinfor- 


| ОВ 1 
mation 


m E 
| 
| 


Schreib-/Leseauftrag Steuer- und Rück- 
| und meldesignale 
— | Schreib-/Lesestatus 
OB 100 Systemdaten, 
Së FC МОРЕ WR a 


Neustart (Anlauf) Fehlermeldung 
Anwender-DB und Fehlerspezifi- 


FC INIT_DB Eegen 
= (je 1 DB pro Kanal) FC RD_COM 


Г 71) 
| FC MSRMENT | 























1) Dieser FC ist nur im OB 40 oder im OB 1 aufrufbar, aber nicht in beiden gleichzeitig. 





Bild 6-2 Übersichtsbild für die Einbindung der FM 353 ins Anwenderprogramm 


Hinweise für den Der Anwender benötigt mindestens den FC INIT_DB zur Initialisierung des 
Anwender Anwender-DB und den ЕС MODE_WR zur Betriebsarten- und Schreibauf- 
tragsbearbeitung. 


Der FC RD_COM zum Daten lesen ist nur erforderlich, wenn die FM-Daten 
im Anwenderprogramm bearbeitet werden sollen (evtl. für Anzeigezwecke). 


Unabhängig davon, welche und wieviele Technologiefunktionen Sie verwen- 
den, wird ein Datenbaustein mit fest vorgegebener Struktur (UDT 1) 
benötigt, der alle erforderlichen Daten bzw. Datenbereiche enthält. Dieser 
Datenbaustein ist als Anwender-Datenbaustein realisiert und kann u. a. durch 
das Parametriertool "EM 353 parametrieren ” vorbelegt werden. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-3 


Programmieren der FM 353 


Kapitelübersicht 


nl ` |FCINIT_DB - Anwender-DB initialisieren | INIT_DB – Anwender-DB initialisieren 


S 2 асса МОРЕ МК – Betriebsarten steuern und E = 
bearbeiten 


FC RD_COM - Leseaufträge zyklisch bearbeiten 


06 [меерим [єз _ 
з [шмек ee 





6.1 FC INIT_DB (FC 1) - Anwender-DB initialisieren 


Aufgabe 


Aufrufmöglich- 
keiten 


6-4 


Mit dem FC INIT_DB initialisieren Sie bestimmte Bereiche Ihres Anwender- 
DBs. Dazu rufen Sie den FC INIT_DB im Anlauf-OB 100 einmal auf. 


Der FC führt die folgenden Aktionen durch: 
1. Eintrag von Adressierungswerten in den Anwender-DB 
— FM-Adresse 
— Offset-Adresse 
2. Löschen folgender der Strukturen im Anwender-DB 
— CONTROL_SIGNALS (Steuersignale) 
— CHECKBACK_SIGNALS (Rückmeldesignale) 
— JOB_WR (Schreibauftrag) 
— JOB_RD (Leseauftrag) 


FC INIT_DB CALL INIT_DB( 


DB_NO 
CH_NO 
LADDR 


w? n `~ 
ne 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Beschreibung der 


Parameter 


Funktionsweise 


Fehlerauswertung 


Programmieren der FM 353 


Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses FCs. 


Datentyp | P-Typ Bedeutung 


CH NO |BYTE E Nummer der Achse: 
О oder 1 zulässig, da einkanalige Baugruppe 
4...255 — unzulässig BIE = 0 


LADDR |INT E logische Basisadresse der Baugruppe, Eintrag von 
HW-KONFIG übernehmen 


Parametertypen: E = Eingangsparameter 





Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die Struktur des 
Anwender-DBs finden Sie in der Bibliothek FMSTSVLI im Datentyp 

UDT 1. Sıe benötigen einen Anwender-DB, der Einträge zum Adressieren 
der FM 353 und die Daten für die einzelnen Funktionen der FM 353 enthält. 
Die DB-Nummer wird beim Aufruf des FC mit dem Parameter DB_NO über- 
geben. 


Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an. 
Mögliche Fehler sind: 


Unbekannte Kanalnummer CH_NO, der Anwender-DB wird nicht initiali- 
siert. 





Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC INIT_DB. 
AWL Erläuterung 
VAR_ TEMP 
MODUL_ADR : INT; // Moduladresse 
END_VAR 
L 512; // Eintrag der Moduladresse 
T MODUL, ADR: 
CALL INIT_DB( // Moduladresse 
DB_NO = W#16#1, // DB-Nummer 
CH_NO = B#16#1, // nur ein Kanal auf der Baugruppe 
LADDR = MODUL_ADR); // Moduladresse 
UN BIE; // Binärergebnis 
S FEHLER_INITIALISIERUNG; // Fehler bei der Initialisierung 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


6.2 FC MODE МА (FC 2) - Betriebsarten steuern und 
Schreibaufträge bearbeiten 


Aufgabe 


Aufrufmöglich- 
keiten 


Beschreibung der 
Parameter 


6-6 


Mit dem FC 2 MODE_WR können Sie: 

e  Betriebsarten steuern 

e Schreibaufträge bearbeiten 

Dazu müssen Sie den FC МОРЕ МК einmal im OB 1-Zyklus aufrufen. 
Der FC führt die folgenden Aktionen durch: 


1. Lesen der Rückmeldesignale. Die gelesenen Werte werden vom FC in 
dem Anwender-DB in der Struktur CHECKBACK_SIGNALS abgelegt. 


2. Die Steuersignale werden aus dem Anwender-DB (Struktur CON- 
TROL_SIGNALS) übertragen. Je nach angewählter Betriebsart CHECK- 
BACK_SIGNALS.MODE werden nach erkanntem Start die Steuersignale 
CONTROL_SIGNALS.START, CONTROL_SIGNALS.DIR_P und CON- 
TROL_SIGNALS.DIR_M selöscht (Flankenbildung der Signale für FM). 


3. Ausführen des Schreibauftrages (JOB_WR) aus dem Anwender-DB mit 
übertragen der zugehörigen Daten aus dem Anwender-DB und anzeigen 
des Schreibauftragstatus. 


4. Erzeugen der Statusbits JOB_WR.MODE_BUSY (Betriebsart gestartet) 
und JOB_WR.POS_REACHED (Position erreicht). 


CALL MODE_WR ( 





Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses FCs. 


Datentyp | P-Typ Bedeutung 


RET_VAL Returncode des SFC 58 “WR_REC?” 


Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangssparameter 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die Struktur des 
Anwender-DBs finden Sie in der Bibliothek FMSTSVLI im Datentyp 
UDT 1. Sıe benötigen einen Anwender-DB, der Einträge zum Adressieren 
der FM 353 und die Daten für die einzelnen Funktionen der FM 353 enthält. 
Die DB-Nummer wird beim Aufruf des FCs mit dem Parameter DB_NO 
übergeben. 


Was muß der Anwender tun? Was tut der 


Anwenderprogramm Anwender-DB РС 2? 


entspr. Auftr.-Nr. | ` 
Schreibauftr.-Nr. Abfragen/Löschen 
Status auswerten Р 
Status des FC 2 Setzen/Löschen 
z. B. Schreibauftrag möglich 


Leseauftr.-Nr. “Flankenbildung” 


von R+, R-, ST, je 
Setzen der Betriebsart u. Status des FC 3 nach Betriebsart 


der entspr. Steuersignale | ч 
- Steuersignale Übertragen zur FM 
Betriebsart u. entspr. Rück- ИШ u 
meldesignale auswerten Rückmeldesignale Übertragen von FM 


1 
Systemdaten eintragen ) Systemdaten — Systemdaten It. 


Daten/Werte für Auftrags-Nr. zur FM 
Schreibaufträge übertragen 


Systemdaten — 
Daten/Werte von 
der FM 353 zu- 
rückgemeldet 


1) Bevor die entsprechenden Schreibauftrags-Nr in den Anwender-Datenbaustein gesetzt wird, 
müssen die (zu schreibenden) Systemdaten eingetragen sein. 





Fehlerauswertung Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (ВТЕ = 0) an. 
Mögliche Fehler sind: 
e unbekannter Schreibauftrag (siehe JOB_WR.UNKNOWN) 


e Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 58 
“WR_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur 
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für 
57-300/400; System- und Standardfunktionen). 


e Die übertragenen Daten werden von der Baugruppe auf Datenfehler 
geprüft und interpretiert. Tritt ein Datenfehler auf ist im Anwender-DB 
Struktur CHECKBACK_SIGNALS.DATA_ERR = “1” gesetzt. Weitere 
Information zum Datenfehler finden Sie über das Parametriertool über 
den Menübefehl Test > Fehlerauswertung und im Kapitel 11. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-7 


Programmieren der FM 353 


Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC MODE_WR. 


AWL Erläuterung 





О рв PM. JOB_WR. BUSY; // Schreibauftrag läuft 
О DB_FM.JOB_WR.IMPOSS; // Schreibauftragsbearbg. nicht möglich 
SPB DAWR; // Sprung zum Aufruf 
AT02: U G_STUFE_SETZEN; 
SPEN STRS; 
L B#16#1; // Schreibauftr.-Nr. 1 für Geschw.-St. 
SPA ЕІМТ; 
STRS: L B#16#0; // nur Steuersignale übertragen 
EINT: T DB_FM.JOB_WR.NO; // Schreibauftrags-Nr. im Anwender-DB 
DAWR: CALL МОРЕ ИР ( // FC Daten schreiben 
DB_NO = w#16#1, 
RET_VAL = FEHLERCODE_SCHREIBEN) 
UN BIE; // Binärergebnis 
S FEHLER_SCHREIBFKT; // Fehler bei der Initialisierung 


6.2.1 Schreibaufträge bearbeiten 


Übersicht Vor der Bearbeitung von Schreibaufträgen muß der zum Schreibauftrag zu- 
gehörige Datenbereich mit den entsprechenden Werten versorgt sein. Der 
letzte Schreibauftrag muß abgearbeitet sein, d. h. im Anwender-DB ist 
JOB_WR.NO (Datenbyte ОВВО) gelöscht und das Statusbit JOB_WR.DONE 
gesetzt. 


Einen Schreibauftrag stoßen Sie an, indem Sie die entsprechende Schreibauf- 
trags-Nr. in JOB_WR.NO eintragen. 


Folgende Schreibaufträge (JOB_WR.NO) sind bekannt: 


In der nachfolgenden Tabelle bedeuten: 


Betriebsart: T — Tippen 
SIE — Steuern 
REF —  Referenzpunktfahrt 
SM —  Schrittmaßfahrt relativ 
MDI — MDI (Manual Data Input) 
A/AE -  Automatik/Automatik Einzelsatz 


6-8 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


м Auf- Adr. im siehe 


Solldaten sind Daten/Parameter für die entsprechende Betriebsart. 


УГЕУЕ 12 – 
Geschwindigkeitsstufen 1, 2 
CLEVEL_I_2- 
Frequenzstufen 1, 2 
TARGET_254 – 

Sollwert für Schrittmaß 


(мот вгоск Mët | er F R w a 


Solldaten mit Ausführung aktivieren betriebsartenübergreifende Einstellungen/Funktionen. 


PAR_CHAN - 126.0 
Parameter/Daten ändern 

SINGLE_FUNCTIONS – 

Einzeleinstellungen 

SINGLE_COMMANDS – 

Einzelkommandos 

ZERO_OFFSET - 

Nullpunktverschiebung 


SETTING_ACT_VALUE – 

Istwert setzen 

FLYING_SETTING_ACT_VALUE – 

fliegendes Istwert setzen en 

DIG_IO - digitale Ausgänge = 150.0 =. 


следена Te Basso 
| PROG_SEL – Programmanwahl ` SEL — | PROG_SEL – Programmanwahl | 172.0 


REQ_APP - 1760 
Anforderung Applikationsdaten 


| TEACHIN-Teachn 0000 _IN - Teach In 1800 | 0 


nn — 
Bezugspunkt setzen 


SRV_IN - reserviert 





о Daten werden angenommen und erst in der entsprechenden ВА bearbeitet. 
Daten werden angenommen bzw. bearbeitet. 
— Daten werden mit Fehlermeldung (siehe Fehlerbearbeitung Tabelle 11-8 K1.4/Nr. 1) abgewiesen. 


о Daten, die für die Bewegung der Achse benötigt werden; bei Einzeleinstellungen wird die Reglerfreigabe benötigt. 
Daten/Einzeleinstellungen sind mindestens einmal zur FM 353 übertragen. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Schreibauftragsta- Der Status eines Schreibauftrag wird im Anwender-DB in (Datenbyte DBB1) 
tus angezeigt. 


Tabelle 6-2 Schreibauftragstatus 


Bit im JOB_WR Bedeutung 
(DBX1.) 


.BUSY, 0 = 1, Schreibauftrag läuft 


Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gesetzt, sobald er einen Schreibauftrag 
bearbeitet (JOB_WR.NO > 0 und Bit 2 im JOB_WR.IMPOSS = 0). 


Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gelöscht, sobald der Schreibauftrag beendet ist 
(JOB_WR.NO = 0). 
РОМЕ, 1 = 1, Schreibauftrag beendet 


Dieses Ви wird уот ЕС МОРЕ МК gesetzt, sobald er einen Schreibauftrag beendet 
hat (auch mit Fehler und unbekanntem Auftrag). 


Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gelöscht, wenn ein neuer Schreibauftrag 
beginnt. Sie können dieses Bit selbsständig löschen. 
.IMPOSS, 2 = 1, eine Schreibauftragsbearbeitung ist in diesem Zyklus nicht möglich: 
da die Achse nicht parametriert ist 
der Testbetrieb eingestellt ist 
keine Betriebsart aktiv ist 
die angewählte Betriebsart noch nicht eingestellt ist 
In diesem Fall können Sie den Schreibauftrag (JOB_WR) anstehen lassen oder 
auch löschen. Der ЕС МОРЕ МК löscht das Bit, wenn alle oben genannten 
Bedingungen erfüllt sind. 
.UNKNOWN, 3 = 1, Schreibauftrag unbekannt 


Der von Ihnen angegebene Schreibauftrag (JOB_WR) liegt nicht im bekannten Bereich 
(siehe Fehlerauswertung). Der ЕС MODE_WR löscht dieses Bit, sobald ЈОВ WR eine 
erlaubte Nummer enthält. Die unbekannte Nummer bleibt solange erhalten. 


.MODE_BUSY, 6 = 1, Beim Starten einer Betriebsart/Bewegung mit den entsprechenden Steuersignalen oder 
bei der Rückmeldung BL = 1 (Bearbeitung läuft). 
MODE_BUSY mit Aufruf/Start des FCs | L 
WORKING (BL) mit Start der Bewegung durch die FM IL 


.‚POS_REACHED, 7 |=0 Ва der Rückmeldung POS_ROD = 0 (Position erreicht, Halt) oder beim Starten 
einer Betriebsart mit den entsprechenden Steuersignalen. 


POS_REACHED о [7 mit Aufruf/Start des FCs 


mit Start der Bewegung durch die FM 


POS_POD (PEH) = j 





6-10 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


6.2.2 Betriebsarten steuern 


Übersicht Zum Steuern der Achse in den einzelnen Betriebsarten sind Steuer-/Rückmel- 
designale notwendig. 


Die Betriebsarten sind im Kapitel 9.2 beschrieben. Die Steuer-/Rückmeldesi- 
gnale und Handhabungshinweise sind im Kapitel 9.1 beschrieben. 


Die Steuersignale sind vom Anwender in den Anwender-DB zu schreiben. 
Durch den FC MODE_WR werden die Steuersignale im Anwender-DB zur 
FM 353 und die Rückmeldesignale von der FM 353 in den Anwender-DB 
übertragen. 


Byte 


Steuersignale: 


"al III [юш [ер 
Оол [= | [не тє "ms 


ава и SE 


Па EEE... _____ 
Бр 


Rückmeldesignale: 


ST Pe fe] Tee fe Ten 
30 BAR 


"olli "mi [не Iess 


_з_| | | jur 





Weiterhin sind zum Steuern der FM 353 Einzeleinstellungen (im Anwen- 
der-DB ab Adr. 40) und Einzelkommandos (im Anwender-DB ab Adr. 42) 
nötig. Diese sind mit Schreibaufträgen (Systemdaten) zu übertragen. 


Einzeleinstellungen Einzelkommandos 


Längenmessung Maschinendaten aktivieren 
fliegendes Messen Restweg löschen 
Referenzpunkt nachtriggern automatischer Satzrücklauf 
Freigabeeingang abschalten automatischer Satzvorlauf 


Software-Endlagenüberwachung abschalten | Restart 
Drehüberwachung Istwert setzen rückgängig 
Reglerfreigabe 

parkende Achse 

Simulation 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-11 


Programmieren der FM 353 


Fehlerbehand- 
lung 


6-12 


Rückmeldesignale [BF/FS] und [DF] (Sammelfehlermeldungen) 


Fehlerspezifikation im Anwenderprogramm (falls nötig) 


Auslesen des DS 162 (bei BF/FS) bzw. Auslesen des DS 163 (bei DF) 
siehe unter Anwendungsbeispiele Beispiel 2 





Fehlerquittierung 


Setzen/Löschen des Steuersignales [BFQ/FSQ] 
bzw. 
bei Meldung [ОЕ] — Schreiben eines neuen Schreibauftrages 


In der nachfolgenden Tabelle sind йе Steuer- und Rückmeldesignale in 
deutsch und englisch erklärt. 


Tabelle 6-3 Steuer-/Rückmeldesignale 


Steuersignale 


MODE Betriebsartenparameter 

PARAMETER | Geschwindigkeitsstufen 1, 2 
Spannunssstufen 1, 2 
Schrittmaßauswahl 1...100, 254 


MODE Betriebsart: Codierung: 

Tippen 01 
Steuern 02 
Referenzpunktfahrt 03 
Schrittmaßfahrt relativ 04 
MDI 06 
Automatik > 
Automatik Einzelsatz 


рк аа 
т Ton Tomm _ 
э [тє Бе 
ми [име [иии —————— 
вс мокко freme 
so Ion een ooo 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-3 Steuer-/Rückmeldesignale, Fortsetzung 


мю ата ааган ree 


e fom [шеме _ 


T-L 
PEH 
FR+ 
FR- 
ME 
SYN 
DF 
WFG 





6.3 FC ВО СОМ (FC З) – Leseaufträge zyklisch bearbeiten 


Aufgabe Mit dem FC RD_COM führen Sie Leseaufträge aus. Dazu rufen Sie den 
ЕС RD_COM im OB 1-Zyklus einmal auf. 


Der letzte Leseauftrag muß abgearbeitet sein, d. h. im Anwender-DB ist 
JOB_RD.NO (Datenbyte DBB2) gelöscht und das Lesestatusbit 
JOB_RD.DONE gesetzt. 


Einen neuen Leseauftrag stoßen Sie an, indem Sıe die entsprechende Le- 
seauftrag-Nr. in JOB_RD.NO eintragen. 


Den FC RD_COM binden Sie nicht in Ihr Anwenderprogramm ein, wenn Sie 
keine Leseaufträge bearbeiten. 


Der FC führt die folgende Aktion durch: 


Ausführen des Leseauftrages (JOB_RD) aus dem Anwender-DB mit übertra- 
gen der zugehörigen Daten in den Anwender-DB und anzeigen des Leseauf- 
tragstatus. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-13 


Programmieren der FM 353 


Aufrufmöglich- Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung 
keiten (Kontaktplan) (Anweisunssliste) 


CALL RD_COM( 





Beschreibung der Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses FCs. 


Parameter 
Datentyp | P-Typ Bedeutung 
RET_VAL Returncode des SFC 59 “ВЮ ВЕС” 


Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangssparameter 





Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die Struktur des 
Anwender-DBs finden Sie in der Bibliothek FMSTSVLI im Datentyp 
UDT 1. Sie benötigen einen Anwender-DB, der Einträge zum Adressieren 
der FM 353 und die Daten für die einzelnen Funktionen der FM 353 enthält. 
Die DB-Nummer wird beim Aufruf des FCs mit dem Parameter DB_NO 
übergeben. 


Was muß der Anwender tun? Was tut der 
Anwenderprogramm Anwender-DB FC 3? 
Schreibauftr.-Nr. 
Status des FC 2 


entspr. Auftr.-Nr. 

Leseauftr.-Nr. Abfragen/Löschen 
Status auswerten - 

Status des FC 3 Setzen/Löschen 


2. В. Leseauftrag möglich | 
Steuersignale 


Rückmeldesignale 


Systemdaten — 
Daten/Werte für 
Schreibaufträge 


Systemdaten Systemdaten — Systemdaten It. 
3. EE Daten/Werte von === Auftrags-Nr. von 
der FM 353 zu- der FM eintragen 


rückgemeldet 





6-14 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Folgende Leseaufträge (JOB_RD.NO) sind bekannt: 


In der nachfolgenden Tabelle bedeuten: 


Betriebsart: T — Tippen 
SIE — Steuern 
REF —  Referenzpunktfahrt 
SM —  Schrittmaßfahrt relativ 
MDI — MDI (Manual Data Input) 
A/AE -  Automatik/Automatik Einzelsatz 


КЕ 
саска си си p Ту Ts Ts Ts [+ [з 
ОР DAT - Grundbetriebsdaten 102 |1980 |х |х [х Ix|x [х |931. 
pomene ИЕТ I Г [‹_ 

т wenes [ыш [эю I I I I IR 


cn т наалат [жоу | I | | [‹ ран 
swommen o [жо ү | _ 





о Daten werden angenommen und erst in der entsprechenden BA bearbeitet. 
x Daten werden angenommen bzw. bearbeitet. 
— Daten werden mit Fehlermeldung (siehe Fehlerbearbeitung Tabelle 11-8 КІ.4/Ҹ. 1) abgewiesen. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-15 


Programmieren der FM 353 


Leseauftragstatus Der Status eines Leseauftrag wird im Anwender-DB (Datenbyte DBB3) an- 
gezeigt. 


Bit im JOB_RD Bedeutung 
(DBX3.) 


.BUSY, 0 = 1, Leseauftrag läuft 


Dieses Bit wird vom FC КЮ СОМ gesetzt, sobald er einen Leseauftrag bearbeitet 
(JOB_RD.NO > 0 und JOB_RD.IMBOSS = 0) 


Dieses Ви wird vom ЕС КЮ СОМ gelöscht, sobald der Leseauftrag beendet ist 
(JOB_RD.NO = 0). 
= 1, Leseauftrag beendet 


Dieses Bit wird vom ЕС КЮ СОМ gesetzt, sobald er einen Leseauftrag beendet hat 
(auch mit Fehler und unbekanntem Auftrag) 


Dieses Bit wird vom ЕС КЮ СОМ gelöscht, wenn ein neuer Leseauftrag beginnt. Sie 
können dieses Bit selbständig löschen. 
.IMPOSS, 2 = 1, Leseauftrag 7. Z. nicht möglich 
Eine Leseauftragsbearbeitung ist nicht möglich: 
— da die Achse nicht parametriert ist 
— Кеше Betriebsart vorgewählt ist 


— der Testbetrieb eingestellt ist 


In diesem Fall können Sie den Leseauftrag (JOB_RD.NO) anstehen lassen oder auch 
löschen. Der FC RD_COM löscht das Bit, wenn alle oben genannten Bedingungen 
erfüllt sind. 


.UNKNOWN, 3 = 1, Leseauftrag unbekannt 
Der von Ihnen angegebene Leseauftrag (JOB_RD.NO) liegt nicht im oben bekannten 
Bereich (siehe Fehlerauswertung). Der FC RD_COM löscht dieses Bit, sobald 
JOB_RD.NO eine erlaubte Nummer enthält. Die unbekannte Nummer bleibt solange 
erhalten. 





Fehlerauswertung Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an. 
Mögliche Fehler sind: 
e unbekannter Schreibauftrag (siehe JOB_RD.UNKNOWN) 


e Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59 
“RD_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur 
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für 
57-300/400; System- und Standardfunktionen). 


6-16 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC RD_COM. 


AWL Erläuterung 





О рв PM. JOB_RD.BUSY; // Leseauftrag läuft 
О DB_FM. JOB_RD.IMPOSS; // Leseauftragsbearbg. nicht möglich 
SPB DARD; // Sprung zum Aufruf 
L B#16#66; // Leseauftr. 102 für Grundbetriebsdaten 
T DB_FM.JOB_RD.NO; // Ablage in das Auftragsfach 
DARD: CALL RD_COM ( // ЕС Daten lesen aufrufen 
DB_NO = w#16#1, // DB-Nummer 
RET_VAL = FEHLERCODE_LESEN) // Returnwert 
UN BIE; // Binärergebnis 
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei der Initialisierung 


6.4 Diagnoseinformationen lesen 


Übersicht Mit dem FC DIAG_RD (FC 4) bzw. FC DIAG_INF (ЕС 6) lesen Sie die 
Diagnosealarmdaten in den Anwender-DB. 


FC 4 und FC 6 sind entsprechend der Anwendung nur alternativ zu verwen- 
den. 


6.4.1 FC DIAG_RD (FC 4) - Diagnosealarmdaten im OB 82 lesen 


Aufgabe Der Aufruf des FC DIAG_RD ist nur im Alarm-OB 82 erlaubt. 


Er kann erst mit den entsprechenden S7-300-CPU-Ständen siehe Kompatibi- 
litätsliste Tab. 1-1 eingesetzt werden. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-17 


Programmieren der FM 353 


Aufrufmöglich- 
keiten 


Beschreibung der 
Parameter 


Funktionsweise 


Fehlerauswertung 


6-18 


Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung 
(Kontaktplan) (Anweisungsliste) 


FC DIAG RD CALL DIAG_RD( 


DB_NO 
— _ RET_VAL 
IN_DIAG IN_DIAG 





Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen йе Parameter des FC DIAG_RD. 


Datentyp | P-Typ Bedeutung 


RET_VAL эт анача |Returneode des SFC 59RD_REC | des SFC 59 RD_REC 


IN_DIAG | BOOL Anstoß zum Lesen der Diagnosedaten, wird nach 
Ausführung von FC 4 gelöscht. 


Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangsparameter, 
E/A = Durchgangsparameter (Anstoßparameter) 





Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die DB-Nr. wird 
bei Aufruf der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben. 


Das Lesen der Diagnosealarmdaten DIAGNOSTIC_INT_INFO (im Anwend- 
er-DB ab Adr. 72) wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter 
IN_DIAG auf Eins setzen. Der Parameter wird vom FC nach Erfüllung des 
Auftrags wieder zurückgesetzt. 


Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die 
Übertragung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter 
zurückgesetzt ist (IN_DIAG = FALSE). 


Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an. 
Mögliche Fehler sind: 


Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59 

“Кр КЕС”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur 
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für 5 7-300/400; 
System- und Standardfunktionen). 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Diagnosedaten 


Programmieren der FM 353 


Diagnosealarm 
Meldung an die CPU (vorausgesetzt: Alarmmeldung aktiviert (siehe Kap. 5.2) 


keinOB 82 |OB 82 


az Eintrag der Diagnoseinfor- | Eintrag der Diagnoseinfor- | Aufruf 
mation in den Diagnosepuf- | mation in den AW-DB ab FC 6 
fer der CPU (4Byte) mit Adr. 72 mit Aufruf des FC 4 

call SFC 52 


CPU geht in 
STOP 


wenn Betriebsfehler: 
(Adr. im AW-DB 80.7) 


weitere Fehlerspezifikation durch Auslesen des DS 164 im OB 1 
siehe unter Anwendungsbeispiele Beispiel 2 





Die nachfolgende Tabelle enthält die Diagnoseinformationen DIAGNO- 
STIC_INT_INFO im Anwender-DB ab Adresse 72. 


Tabelle 6-4 Diagnoseinformationen 


format | Bit-Nr. 

взе [oo |Baerppen/Sammeirungen Gommend und gehend) | 
DEE [о interner Fehler/HW-Fehler (Sammelfehler Byte 2, 3) 

Jo екше 
"omg? 
"In ememr 
ИСТЕ 
а онота voran 
а оннан em 
ИТТ СТИ 
ОО Ju втрати Veronunspumung ang eg. 
ро еони 
Ps frames 
In LoVo 
e 
Ir ien 
OO p mens 
ef 
ООО [ию Toon ie ap, neies 
Оруз еш 





Positionierbaugruppe ЕМ 353 für Schrittantrieb 


6-19 


Programmieren der FM 353 


Hinweise für den Byte 0 bis 3 werden bei einem Diagnoseereignis automatisch zur CPU über- 

Anwender tragen, und der Diagnose-Organisationsbaustein (OB 82) wird aufgerufen. 
Der Diagnose-OB ist in das AWP aufzunehmen, sonst geht die CPU in den 
Betriebszustand ”Stop”. Byte 0 enthält Sammelfehlermeldungen, die gleich- 
zeitig mit den entsprechenden Meldungen im Byte 2, 3, 8 gesetzt werden. 


Der Betriebsfehler (Byte 8.7) ist nochmals spezifiziert. Die Fehlernummern 
stehen im Diagnosepuffer der FM 353 und im Datenbaustein der System- 
Schnittstelle (DB-SS) für Anzeigezwecke zur Verfügung (siehe Kapitel 8.1). 
Für eine besondere Fehlerauswertung im Anwenderprogramm stehen diese 
Fehlernummern im DS 164 zur Verfügung. 


Byte.Bit: 0.0 


Baugruppen- 
störung 


Byte.Bit: 0.1 


interner 
Fehler 


Byte.Bit: 2.1...4 
Byte.Bit: 3.2...6 


Byte.Bit: 0.2 Byte.Bit: 0.3 


externer externer 
Fehler Kanalfehler 


Byte.Bit: 8.0...7 





Bild 6-3 _Auswerten Diagnoseinformation 


Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC DIAG_RD. 
im OB 82 
AWL Erläuterung 





S DIAG_READ; // 
CALL DIAG_INF ( // 
DB_NO = w#16#1, // 
RET_VAL = FEHLERCODE_ LESEN, // 
IN _ DIAG = DIAG _ READ); // 
UN BIE; // 
$ FEHLER_LESEFKT; // 


6-20 


Anstoß der Lesefunktion 


Aufruf FC Diagnoseinformation 
DB-Nummer 

Returnwert 

Anstoß zum Lesen 


Binärergebnis 
Fehler bei der Initialisierung 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


6.4.2 FC DIAG_INF (FC 6) – Diagnosealarmdaten im OB 1 lesen 


Aufgabe Der Aufruf des FC DIAG_INF ist im OB 1 (bzw. auch in einer anderen zyk- 
lischen Programmebene) erlaubt. 


Aufrufmöglichkeit, Parameter und Fehlerauswertung siehe Kapitel 6.4.1. 


Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die DB-Nr. wird 
bei Aufruf der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben. 


Das Lesen der Diagnosealarmdaten DIAGNOSTIC_INT_INFO (im An- 
wender-DB ab Adr. 72) wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter 
IN_DIAG auf Eins setzen. Der Parameter wird vom FC nach Erfüllung des 
Auftrags wieder zurückgesetzt. Der FC muß solange aufgerufen werden, bis 
er den Durchgangsparameter wieder zurückgesetzt hat. Bei zentralem Einsatz 
der FM 353 wird der Leseauftrag innerhalb eines einzigen Bausteinaufrufes 
abgearbeitet. Bei dezentralem Einsatz der FM 353 kann die Bearbeitung des 
Leseauftrag mehrere Bausteinaufrufe benötigen. 


Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die 
Übertragung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter 
zurückgesetzt ist (IN_DIAG = FALSE). 


Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC DIAG_INF. 
im OB 1 
AWL Erläuterung 





U DIAG_READ; // FC-Aufruf, wenn Anstoßmerker gesetzt 
SPB DIRD; 
S DIAG_READ; // Anstoß der Lesefunktion 
DIRD: CALL DIAG_INF( // Aufruf FC Diagnoseinformation 
DB_NO = W#16#1, // DB-Nummer 
RET_VAL = FEHLERCODE_LESEN, // Returnwert 
IN_DIAG = DIAG_READ); // Anstoß zum Lesen 
U DIAG_READ; // Sprung zum Ende, wenn Leseauftrag noch 
SPB END; // nicht beendet ist 
UN BIE; // Binärergebnis 
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei Lesefunktion 


END: NOP 0; 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6.21 


Programmieren der FM 353 


6.5 FC MSRMENT (FC 5) — Meßwerte lesen 


Aufgabe Mit dem FC MSRMENT lesen Sie die Meßwerte in den Anwender-DB (ab 
Adresse 60). Der Aufruf des FC MSRMENT kann im OB 40, falls der Pro- 
zeßalarm aktiviert wurde (siehe Kapitel 5.2 ) oder im OB 1 erfolgen. Der 
Aufruf des FC 5 ın beiden OBs gleichzeitig ist nicht erlaubt. 


Im OB 40 kann der FC 5 erst mit den entsprechenden S7-300-CPU-Ständen 
siehe Kompatibilitätsliste Tab. 1-1 eingesetzt werden. 


Einsatz zentral Einsatz dezentral (in Vorbereitung) 


entweder Aufruf im Alarm-OB 40 Aufruf im Alarm-OB 40 nicht möglich, da die 

(in Vorbereitung) oder im OB 1-Kon- | Datenübertragung von DP (dezentrale Periphe- 

text пе) nicht synchron erfolgt, deshalb Aufruf im 
OB 1-Kontext 


Aufrufmöglich- Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung 
keiten (Kontaktplan) (Anweisunsgsliste) 


FC MSRMENT CALL MSRMENT ( 
EN DB_NO 


DB МО Е RET_VAL 
IN_MSR IN_MSR 





Beschreibung der Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter des 
Parameter FC MSRMENT. 


Datentyp | P-Typ Bedeutung 


RET VAL Returncode des SFC 59 Вр ВЕС 





Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangsparameter, 
E/A = Durchgangsparameter (Anstoßparameter) 


6.22 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die DB-Nr. wird 
bei Aufruf der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben. 


Das Lesen der Meßwerte MEASUREMENT_VALUES (im Anwender-DB ab 
Adr. 60) wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter IN_MSR auf 
Eins setzen. Der Parameter wird vom FC nach Erfüllung des Auftrags wieder 
zurückgesetzt. Der FC muß solange aufgerufen werden, bus er den Durch- 
gangsparameter wieder zurückgesetzt hat. Bei zentralem Einsatz der FM 353 
wird der Leseauftrag innerhalb eines einzigen Bausteinaufrufes abgearbeitet. 
Bei dezentralem Einsatz der FM 353 kann die Bearbeitung des Leseauftrag 
mehrere Bausteinaufrufe benötigen (gilt nur für Aufruf im OB ]). 


Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die 
Übertragung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter 
zurückgesetzt ist (IN_MSR = FALSE). 


Fehlerauswertung Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an. 
Mögliche Fehler sind: 


Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59 
“RD_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur 
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für 5 7-300/400; 
System- und Standardfunktionen). 





Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel im OB 1. 
im OB 1 
AWL Erläuterung 
U DB_FM.CHECKBACK_SIGNALS.MSR_DONE; // Rückmeldung "Messung beendet” 
FP FLANKENMERKER_MESSUNG_BEENDET; // Flankenmerker für ”Messung beendet” 
S "ANSTOSS_LESEFKT”; // Anstoßparameter setzen 
CALL MSRMENT ( // AUFRUF FC MSRMENT 
DB_NO = w#16#1, 
RET_VAL = FEHLERCODE_LESEN, 
IN_MSR = "ANSTOSS_LESEFKT”); 
U "ANSTOSS_LESEFKT”; // Anstoßbit ist noch gesetzt 
SPB NWE; 
UN BIE; // Kommunikationsfehler 
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei Lesefunktion anzeigen 


NWE: МОР 0; 


Aufrufbeispiel siehe Anwendungsbeispiel 2 Kapitel 6.7 
im OB 40 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6.23 


Programmieren der FM 353 


Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel im OB 40. 
im OB 40 
AWL Erläuterung 





S MW_LESEN; // Auftrag setzen 

CALL MSRMENT ( // AUFRUF FC für Meßwerte lesen 
DB_NO := W#16#1, // DB-Nummer 
RET_VAL := FEHLERCODE_LESEN, // Returnwert 
IN_MSR := MW _ LESEN); // Anstoßparameter 

UN BIE; // Binärergebnis 

S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei Lesefunktion anzeigen 

Hinweis 


Das Aktivieren von “Messen” und die Bildung der Meßwerte ist im 
Kapitel 9.3.10 beschrieben. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


6-24 


Programmieren der FM 353 


6.6 Anwender-Datenbaustein 


Übersicht Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen den Aufbau des Anwender-DBs. 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353 


fon] pow oe es _ 
nu Lol Ia вик mt schrinugnummer _ 
10 fao | Jus poor ms Ian _ 
и Ter wa me Tra _ 
12 [пз [О Tam ` wa ` ms Trraeuen _ 
p fas | олком [soo [выле schein unten _ 
pa fas Tome wa [м [men _ 
15 Tas Ia wa malen _ 
16 [пе | мое иу [poor ms [sir emersero _ 
[ит | |юзхелсн [soor ` ms [юше _ 
femme | 
р em рст eme _ 
20 Tea Ia вик [эн een _ 
30 feo | [мз poo [разе een _ 
a fe Ier Tun [риле ee _ 
32 [ea | [mros [soor ms eem _ 
эз Ts | Tomm [poor ` rm eene 
Lo TI mme | 
ш [о [ [ош |ю {тю ГТЗ 
(00 [о мокре мою (ию |н 
nu [о [шт мою elen _ 
ко [roo | [wom [wor нию ренче 


14. un ` +14. +140. an CH ADR | ADR DWORD |  DW#16#0 | | Капајайгеѕве | 


= 0 ЕСС 0 stat e _OFFS ма _— к für Kanalspezifische 
Datensatznummer 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-25 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


- Anf - 
кашан ne оса Variable Datentyp en Kommentar 
absolut | relativ | ration wert 


Steuersignale: FC MODE_WR 


20.0 stat CONTROL_ STRUCT Steuersignale 
SIGNALS 


SEE TEST EN BOOL FALSE | Umschalten P-Bus-Schnitt- 
stelle 


202 2 EN 2 pm? 2 BOOL | FALSE | reserviert 


жч [| лк сол Ska 
ma [o Im poor mee 
эз [шю Im mn ms eere 
ms [os Im mn ms feere 
эт [ют Ia mn ms ee _ 
зо [ao Io en [ms fe 
au ы Im mn mm 
a [aa Inn ` en ms ege _ 
ээ [э mn poor Trasse [кшш _ 
pa [aa | Leem poor (ms onome _ 
эз [as | [mann poor ms [ernten _ 
a [as | [ses mn [кїз see 
эт [ar оков poor ms Dommen _ 


22. mn ` +2. (+20 ` © [MOE BYTE | B#16#0 | Betriebsart 00000 


0 Ен 0 u == = — —_ 
PARAMETER 


240 |+о | [OVERRIDE | OVERRIDE | BYTE | B#16#0 | Override 

so al [es fore эю [шшш _ 
э [ш [кт Je эю jee _ 
тю [и [иы Jet Jam шы _ 
_ | ES DT Ir 
| Rückmeldesignale: FC MODE-WR O O 


Rückmeldesignale: FC MODE_WR 


28.0 stat CHECKBACK_ STRUCT Rückmeldesignale 
SIGNALS 


зо [#00 | DAIN BOOL FALSE reserviert 


28.1 +0.1 TST_STAT BOOL FALSE Se P-Bus-Schnitt- 
stelle erfolgt 


232 | 2 SEN 2 Bm 2 BOOL | FALSE | reserviert 


раса ОТ ERR a 38 ее 
84 lau | | DATA ERR BOOL FALSE | Datenfehler 


6.26 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


эз [ms | [мезо ear mees _ 
e [нє Io wa | feere 
эт or | [юк оо разе [шт _ 
wo fao Joen [soo ms [san _ 
э far [О [жокто wa ` ms [эзет _ 
эз [пз | Tamm [коо ` ms |та наван 
ээ rs | Toms ua mm lee 
шс шшш: 'эшв e e 


235 | 5 +1. 45 DT DTRUN | воо FALSE | | Verweilzeit läuft | läuft 


EZAN 6 E 6 PR ni = == мча 
Е 


СИЕСИИ СИИ on ` Je Tock 
зо feo Joe Jun ms Joe _ 
pa fer | [mson Ian ms | мечны _ 
эз [э Ian wa ms Tome _ 
ээ fe [ feos Ian ms Ian _ 
pa fea | [ema о [nse [эме _ 
эз [e | [кун воо ease | пеене затне 
хе fee | [ome fon mm len _ 
эт fer | озор wa ease [posson erena _ 
20 [че | [ммк feve [мю |на 
зо [во | [omo poo [inse |н 
эм [ө [ыза wa [мв |м 
эз fe Jaen a ms [эмт _ 
ээ [ss Jas wa [мє feere 
эм [ea | [sm воо ms (eens _ 
эз [ss | Jas wa ms len _ 
56 [ве Jaen wa разе [eeren 
эл [er Jaen wa ms len _ 
мо [о моко |моко [нвн eee 
жо [a | Tpwonns mm ` mies 
me femme | 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6.27 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


- Anf - 
эсе иле оса Variable Datentyp en Kommentar 
absolut | relativ | ration wert 


Einzeleinstellungen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 10 


40.0 stat SINGLE_ STRUCT Einzeleinstellungen 
FUNCTIONS 


хо Lo Lomp ` e ms eer _ 
01 mi Jemen [воо ms eeneg _ 
хз [шю 1 EE 
жэ es Im poor вазь eere 
oa [ы Im poor ms ene _ 
хз [из (eewer ms Fotz _ 
os [os | (men [оо [кек rare _ 
07 Lo Гамон en Im men _ 
EELER [omo poor fse feere 
au Toi oma poor ms а 
a [a In вдос ms eme _ 
хз [пэ 1 [ките poor ms | аамиин панин 
aa Tre] [pos poor ms Foster 

тїзє Jee 


41. DE +1. #45 © | FOLLOWUP boot, FALSE | reserviert 


= 6 Em 6 Ee _DIS ке FALSE SW-Endlagenüberwachung 
abschalten 


Einzelkomandos: ЕС МОРЕ МК, Auftrags-Nr. 11 


42.0 stat SINGLE_ STRUCT Einzelkommandos 
COMMANDS 


alaj [кз ee 
эз [e | [em poor fise feere 
e pe Immo poor fise feere 
pa [o | [omoa poor fise em _ 
es pe атов poor fise а 
es [os | [oms froo [inse [eere _ 
er [or Immo poor ms eem 
зо [ao | [vomas [оо ma mes _ 
э Toi ms en ms fewer _ 
эз [пз 1 [em e [parse romaer san ` 
эз ms 1 [sems In [кчзк [шотын _ 
o [a [ [oma In [мз jee _ 


6.28 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


эз [ms | [их о [из кш _ 
зе [пе | [arme воо [їзє ынена аана _ 
эт [пит [ып a ms len _ 
| О mmer | 

















Nullpunktverschiebung: ЕС MODE_WR, Auftrags-Nr. 12 
ZERO_OFFSET ІМТ Nullpunktverschiebung 

Istwert setzen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 13 

48.0 48.0 stat SETTING_ DINT L#0 Istwert setzen 
ACT_VALUE 

fliegendes Istwert setzen: ЕС МОРЕ ҰК, Auftrags-Nr. 14 

52.0 52.0 stat FLYING_SET- DINT L#0 fliegendes Istwert setzen 
TING_ACT_VA- 
LUE 

Bezugspunkt setzen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 21 

56.0 56.0 stat SETTING_REFE- | DINT L#0 Bezugspunkt setzen 
RENCE_PIONT 

Meßwerte: FC MSRMENT 





stat MEASURE- STRUCT Meßwerte 
MENT_VALUES 
BEGIN_VALUE | DINT Anfangswert bzw. fliegender 
Meßwert 


mn 0 +4. än | END_VALUE | _VALUE DNT o | Ian [Endwert | 


=. 0 си 0 — Ei ЭШ м 
VALUE 





Diagnosealarmdaten: FC DIAG_RD/FC DIAG_INF 
72.0 stat DIAGNOSTIC_ STRUCT Diagnosealarmdaten 
— i _INFO 
mon ` 0 oun 0 pm | BYTE | Bailen ` geren Diagnose- 


mo [жо | Terme [тк Tann 
жо [чо | [ere mm эю Кыз _ 
то [so | [sves [ove om [ime норо каа 
mo feo | ferme [ove эю [mman _ 
mo Ira [ [ere [ore oe eme _ 
so [oo Io [ovm [eno 








Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


6-29 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


юз [mo Tam ec "mies _ 
50 [шо | [een fere lee _ 
мо [то [| вк [мю [emn 
so [то [виз к вивне 
Te TI Te | 


Sollwert für Schrittmaß: ЕС MODE_WR, Auftrags-Nr. 3 


Geschwindigkeitsstufe 1 und 2: FC МОРЕ ҰК, Auftrags-Nr. 1 

Too Tea Гаа [тт [ Тантананы тас 
980 [шо ушат Toworn [pwa [asenadas _ 
930 [o | um owon ` mmer? _ 
[= [| [|с | И 
Frequenzstufe 1 und 2: ЕС МОРЕ МК, Auftrags-Nr. 2 

ИИИ ЕИ Го ВИСТЕ 
жо [oo | ален [pwo [оу [mama _ 
120 [+40 | fonva "mer ` "moere? _ 
[= Teer | 
MDI-Satz: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 6 

О [= [ш mer [икт [ Тан _ 
о [шо | ав Tore p [rien _ 
шю [ио [ты am Tamm | _ 
Tal ein Im [мє [бшмше _ 
кат [э осам poo [кїз eoe 
вз [ез | pe воо [зк еч 
СИЕСИИ СЕИ СИ НИСИ 
æa [ea | In poo ms oa _ 
ons [юз [ Tomas вдос [юз [menden _ 
Mono [юв [ Tomas Toon [їзє [menen _ 
r [ют aen Im [м кее _ 
100 [зо [ [уш Im [и Soe _ 
10a [эт Im oor mt амнын 
1002 [e (zm [воо [мє toen? _ 
1003 [эз (um [оо mat tan? _ 
wa [ea пва Im mt jee 
өз [эз 1 [omas Toon равен 
бв [зв | [изе aa mem 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


or [эт | [юз Sa "mees _ 
moo [нче | Tam fere em |©лмюмейбе! 
mo fso | ала [вик ma Jerarezcpes? 
mo [о [ [св үк [эю lee _ 
зо [то Tee em melen _ 
Bee [eu ш» = С 222—3 


180 ` 0 +12. +20 У VAN. DNT o Lan [Wert | Wert der Geschwindigkeit | | Wert der Geschwindigkeit | 


ск 0 СЕ 0 M_ ZZ _ VAL ZZ M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 1 

123.0 +17.0 М 2 VAL ВҮТЕ В#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 2 

124.0 +18.0 М 2 VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 3 


ES 0 +90 0 | ВҮТЕІ9 O| BYTE | Beien | reserviert 
Fr el] a END_STRUCT DE 
Parameter/Daten ändern: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 8 


[= [ш [икс [тшт "Soco _ 
ко [шо | [мите [ют [в mm 
ото [чо | nam [ют эю ëm _ 
зо [жо [| [мис [orm am en 
зо [зо | [мю fore эш |а 
зо [чо Tan [юк [эю Seng _ 
ио [о Im Joe 
эю feo [къ | o _ 
мю ню 
ао тано oo 
em ню 
мо [жю ню _ 
эю [шо [втш [юр _ 
зо [эю Immo 
зо [жо [тз [эр _ 
шо [рю fee ee 
шо [жо [вт [эю EEE 
o fao Immo 
зо fa [кт oe 
но [жю [вт [юр И 
mso [о [эт [| e _ 


Positionierbaugruppe ЕМ 353 für Schrittantrieb 6-31 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


о [ою [тю |  _ 
эю fao Im TI ml 
so [эю Im TI ml 
mo [жо Im IL Fam ПИ 
ai TI mec I 





digitale Ein-/Ausgänge: ЕС MODE_WR, Auftrags-Nr. 15/ЕС КЮ СОМ, Auftrags-Nr. 101 


[=з [ш рю [шт etc 
oo орао воо рызе Ганын внано 
1501 fo Ire poo ps epes _ 
1502 [o | оома Im ps |а _ 
103 [из | [оз REES 
юа [o [ fema Im [м feere 
юз [юз | fems Im [и feere 
1500 [os | feme |[юо [и feere 
or [or | fema Im [м кее _ 
1510 [ro [ роле [воо [мє [шымлен _ 
и [ит (mm [воо mt |анын Ааа 
ыз [из рола Toon [raus Ганын ано 
113 [из [ роз [воо [мє oe? _ 
ыа [и [ыта воо [юз еч 
ыз [из | Toms [poor [юз [теме _ 
в [ие Im [ют malen _ 
ыз [ит I [oma Im [юзи чн 
ee mamm ү [| И 
MDL Satz fliegend: ЕС MODE_WR, Auftrags-Nr. 16 

О [зо [ш [их [кт  ëecrei __ 
1520 [шо | | Terre malen 
1550 [ио | [вты ГИ ЛИ ГСС 
ою [eo | an Im [мє Spee) _ 
зы fa | озан mt "ps eoe 
зз [e | [þm poor [юз fee 
ыз [юз | fms poor P анн 
зы [e Ion poo s poren _ 
C Im [юз [menden _ 
e fes | fome o poor fose fere 
пат EREECHEN 


6.32 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


о [ma | [к Sa "msn _ 
ei [ы Ten poo ms Tome _ 
1552 [эз Tun воо ms Tome _ 
1553 [ss | Jun oo ms Tue? _ 
з [sa Ia wa mee _ 
1553 fes | Toms wa malen _ 
pse fee | [ыз ua malen 
зл [эт Jaen a [м feeen 
жо [не | Tam em mm Ieren _ 
это [зе | азаа ee em Jeroen? _ 
зо [мо Im к leen _ 
зо Ira Tam em (мю feere 
on [жо Jam [рит a [wen eoo vene 
ыо [чю [ууч [рит fee [чебен _ 


168.0 +16.0 M_1_VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 1 

169.0 +17.0 M_2_VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 2 

170.0 +18.0 М 3 УАІ, ВҮТЕ B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 3 


1710 ` 0 +19.0 0 [Bye | BYE ` B#16#0 ` reserviert ` 
Et Кош END_STRUCT Zn 
Programmanwahl: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 17 


[то [ш [тозы [ют Ганн 
ma [шо | (mme [к mm ponme 
зо [но | [mens [к эю mme 
чо Ton [moon [в Tara [emeni 
зо [зо mee me mme _ 
Io TI mme 


Anforderung Applikationsdaten: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 18 


ш 176.0 REQ_APP STRUCT ШЕ Anforderung Applikationsda- 
ten 


во [шо | Loan form mm eene" _ 
то Trio [ Loan fere Tara aprio _ 
Ins [эю Io me [кию eene? _ 
mn [o | [солы fere mm mere? _ 
Jolie | 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


E 
со 
©з 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


[юз [ш [тинн [ртт [ ear 
ко [oo | [mmoo.wo fer mm ронан 
мо [мо | (nem [вт [эю [summe 
[= IT Tess | И 
ЕС MODE_WR, Auftrags-Nr. 22 

Тюз [= Бин [ртт ВИИ СИ 
о [шю ам [ыт In 
ко [мо ee рм 
эю | [| Jee mr nl 
эю [ию [ом [ит In 
[= IT wel [| 
Grundbetriebsdaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 102 

[зз [ш [тэт [тит [ Тонна 
жо [ш Lem mer ына 
эло [мо | Im Toworn [pwan [resonis _ 
ы [иш = ш эъ а _ 
2100 | +120 | ser pos mr | 


a 0 a 0 СЛЕ ОЕЅТ Сни = = der aktiven Koordina- 
tenverschiebung Werkzeug- 
korrektur., Nullpunktverschie- 
Ee 


ж ше ee 
200 [эю | (mme ыт a кее _ 
a И e] И 
aktiver NC-Satz: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 103 

[о [ш [тк [икт eme _ 
300 [oo | космо [з mm Ire _ 
эмо [ио (neng form [ию name 
220 ао [елү a os foroen _ 
221 [эт [елы вдос [мє [бшмше _ 
222 [e | [озы вдос mt Spee? _ 
223 [из 1 omas воо [мз мзш _ 
a [ез Tun ma ms oe _ 
228 [res Ian Im ` ms aen _ 
эв [ча [ [жк СТАС 














Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


ют [ет | [кт ear mess _ 
530 [ma [ук юп ` ms Iren _ 
эзы fe men воо [разе um _ 
592 [эз [ [мок oo ms Tome _ 
533 [өэ [О [мэк коо ` ms [Meriones _ 
зы fea Inn foo [ки Tree _ 
эз [эз [ Toms un ms leen 
538 [ве [ыз a ms [эмт _ 
эз [эт aer a И ГТЗ 
эмо [че Jam em mt Jeroecxsgoei 
mso [зе [ [озы [вик em [CFom derre? 
эмо [ке Teo ere em [runkionsndernmges 
это [ио Te вк [мю |м 
эю [ә Jam рт a Im 
эю [шо [ум р т е [е _ 


246.0 +16.0 М І УАІ, ВҮТЕ B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 1 

247.0 +17.0 М 2 _VAL ВҮТЕ B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 2 

248.0 +18.0 М 3З _ VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 3 


29.0 0 +19.0 ` 0 [тома _VAL BYTE | B#16#0 | |B#16#0 | Werkzeugkorrektur-Nr. |  Werkzeugkorrektur-Nr. | 
maill P DJ | BE 
nächster NC-Satz: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 104 


С [о [ш [тюк ртт "emer _ 
500 [фо | оомо [к [в remm | 
00 [чо | Jun [ore em [summe 
o [жо | Ten mm ` as Spee! _ 
ze fe Jean ` mm ` ar ëmge? | 
a fe Jean um at ëmge? | 
s fes | fems froo [inse feere 
эм fea In a sr [юеш _ 
ээ [эз | [жык mm ar aen _ 
эв [ee [| [sone воо [ense fora 
ээл [ел aen a sr Soe _ 
эю [a | [уш mm ` ar Seier _ 
зы Lou | Im ` Jam ` Je [мешш _ 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-35 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


зз [т | [ош fsoor e [Мизи _ 
333 [өз | [мэ [poor at [Мишин _ 
зз [э Iren ` mm [юз rte _ 
эз [өз Jaen um am jee _ 
эзе [ве | feme [oor [inse feere 
эл [эл Jun mm fise тте _ 
эмо [чо | [елмы [күте [ню [einion Ne sereme 
550 [зо | [олум [eve oe Sënn? 
500 [жо | [езум [тє [көю |а анн ночи 
эю [уо [вы Terme am jee _ 
мыр н жее 


262.0 ` 0 +12. +20 У VAN. DNT o Ian | ш | 


ш 0 сж 0 M_ En eg _ VAL eo on M- EEE Nr. der 
Gruppe 1 

267.0 +17.0 М 2 _VAL ВҮТЕ В#16#0 M-Funktions-Nr. der 
Gruppe 2 

268.0 +18.0 М 3 УАІ, ВҮТЕ В#16#0 M-Funktions-Nr. der 
ee 3 


Sel o a 
Applikationsdaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 105 

Toro [ш eo o eebe __ 
mo [шо | far po Tom Jee _ 
ma [не [те ИГ ИГТ 
зо [ж | [arms [ыт ИТИИ 
820 ао | [ame Ton Tom aoa _ 
Tee PT Jesse | И 


Istwert-Satzwechsel: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 107 
286.0 | 286.0 BLCK_EXT DWORD DW#16#0 | Istwert-Satzwechsel 
Servicedaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 108 


Toms [шы [изэ ртт Ге 
о [шо | fourn [omr fio [remeras 
эю [чо | fea Jon o ioaea _ 
so fao | frus mer a ee 
o f [кк [эт a тшт _ 


306.0 +16.0 FOLL_ERR DINT L#0 Differenz zwischen Soll- und 
Istposition 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


Sn as | асны — = == — 
эзо [эю | nm ыт a jee _ 
о ават | 
О [роо Tau [ут [ют ees 
эю [ш [| fwon ыт fm _ 
эю [но [жїз [ыт In 
oo [о | mme ыт a 
эмо [ию [ fwon [ыт a 
amer [жуз [ыт In 
эю [о mam ыт a 
зо [eo | fwon [ыт a 
эю [эю [ mmm ыт a 
о ee | 
Zusatzbetriebsdaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 110 

"e [тэп [кт ee _ 
zo [шо | Toma [к (эю et 
3550 [ию | оа мо [в [виене ` 
эмо [+20 | (ue form [эю mn _ 
Tal ормо ore aa | Орлана ана 
эмо [мо (man form ` mm emm _ 
3500 [зо | [сы form ` mm eme _ 
poo [жо | [ози form form a 
эю [то | [mono fore [эю аер 
жо [eo Inn mm malen _ 
жет [e | [unse (ut ms осна 
зат а омо воо ача ача 
жюз [шз [| имзо poor malen _ 
poa [sa | [вика Im mee _ 
з [rss | |ызз poor [юз eee 
кон М = e 


3627 ` 7 487 7 Erz _7 BOOL | FALSE | reserviert 


=_ 0 н LIM_FR = — == -e Frequenz wird be- 
grenzt 


Positionieroaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-37 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 
ala DL С 
gungsumschaltung begrenzt 
(3632 ` 2 (+02 ` 2 bma 2 boot, FALSE | reserviert 
E p E See 
жө wird az 
ze [эз | [oms ma mm _ 
эзе [е | [oms [roor [inse [een 
ээл [эт Ian poor mee _ 
эю [чо | [вши [вк [эю feere 
жо [чю | [втш me [эю eere 
Joel 1 mmer | 
Parameter/Daten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 114 
Tran [ш [экз [тит | Гана 
эко [шо Im [кт mmm 
жо [чо | Tom mm юш [rome 
жю [eo Inn fere [эю [ana _ 
жо [зо | [кюю вк [эю |м 
это [мо | [юк [sre (эн [puea 
эпо [о [ [eves [ют юш _ 
зо [мо | [m me вю  _ 
эзо [ио [ [ткы am mm 
эю [о Immo 
эво [о | [m me вю  _ 
эмо [шо | Form me вю  _ 
это [шо [күт [oe om 
это [шю Jomes me вю  _ 
эмо [шю | [тыз me a И 
о [ao | [вка om mm 
эмо faso Jomes mm om 
эко [чю | Im me Tamm |  _ 
эко [шю Jomes me Tamm |  _ 
эмо [ую [ Im om mm 
эко [эю [ mmm me me 


6-38 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


зо [ию | [шт er "me 

жол [я б e 
Lal mn [| 
[оо Ts [от [рт Seet ` 
za [шо | Jaen wa mm Tase _ 
эю [ш Jaen wa ma [юке _ 
эюз [02 | femea воо ms Tasen _ 
эюз [юз Ian [коо me ees 
жер с = == _ 


3905 | 5 +05 ` a BITC5S | 3 BOOL | FALSE | | Schrittmaß übertragen | | Schrittmaß übertragen | 


= 6 a e BITC_6 === = Geschwindigkeitsstufen über- 
tragen 


390.7 ял | ВІТС 7 BOOL FALSE Frequenzstufen übertragen 
391.0 сонии ВІТС 8 BOOL FALSE MDI-Satz fliegend übertragen 


3911 | 1 (во | _9 BOOL | FALSE | Istwert setzen übertragen | setzen Istwert setzen übertragen | 


SH 2 fm ВІТС 10 ШЫ ~ Nullpunktverschiebung über- 
tragen 


391.3 яз | ВЇТС_11 BOOL FALSE reserviert 

391.6 6 | BITC 14 BOOL FALSE | Datenfehler 

391.7 чл | ВЇТС_15 BOOL FALSE |Bedien-/Fahrfehler 

398.0 1398.0 эш | INC_NO BYTE B#16#0 
3990 [399.0 RESERV 3 BYTE B#16#0 
400.0 |4000 РІСТ NO WORD W#16#0 
402.0 |4020 KEY CODE WORD W#16#0 
404.0 |4040 RESERV 4 WORD W#16#0 
ЕЖ 406.0 ОР МОРЕ STRUCT Н BA-Anwahl 

406.1 л | ВЇТА_1 BOOL FALSE | Referenzpunktfahrt 

406.2 02 BITA 2 BOOL FALSE | Schrittmaßfahrt rel. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-39 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 353, Fortsetzung 


“ы [ют | [ют [poor ризвони _ 
эз ms Im poor ms men _ 
же [нє Im mn mm 
(won [ют [зл poor [юм аа 
хо [по Ian poor ms _ 
жэ [и [вэ mn ms eere 


хз [аз | Tom [roor [юз тте _ 
эз [яз | fem foor [inse тше _ 
хз Tea [ Tome a ee _ 
хз [яз | [хз воо [inse тте _ 
хе [чє Jann Toon ar aen _ 
хт [ат Tune mt ` at Dienst an _ 
вәт 





6-40 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


6.7 Anwendungsbeispiele 


Beispiel 1 siehe STEP 7 Anwendungsbeispiele FMSTSVEX\EXAMPLEI 


Zum Ausführen des Beispieles werden zusätzlich zu den Technologiefunktio- 
nen folgende Bausteine benötigt: 


e DB 1 (Anwender-DB), FC 100 (Aufrufbeispiel) 

e ОВ І (Zyklus) und OB 100 (Neustart) 

Folgende Betriebsarten werden im Beispiel 1 unterstützt: 
e Tippen 

e Referenzpunktfahrt 

e MDI-Satz 


Desweiteren werden die dazugehörigen Daten automatisch nach Netz EIN 
oder beim Übergang der CPU von STOP nach RUN an die FM übertragen 
(Geschwindigkeitsstufen, MDI-Satz, Einzeleinstellungen). Durch Setzen des 
entsprechenden Schreibmerkers (M17.4 bis M17.6) können diese Daten 
erneut übertragen werden. 


Im OB 100 sind einige Voreinstellungen für Geschwindigkeitsstufen, 
MDI-Satz, Einzeleinstellungen (Reglerfreigabe, Simulation), Betriebsart 
(beim Start ist die Betriebsart Tippen aktiv), Betriebsartenparameter und 
Override vorgenommen, die aber je nach Anwendung geändert werden 
können. 


Tabelle 6-6 Merker Anwendungsbeispiel 1 


MB18 Betriebsart (codiert) 
МВ19 Override 


M17.4 Geschwindigkeitsstufen übertragen 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-41 


Programmieren der FM 353 


Beispiel 2 


6-42 


siehe STEP 7 Anwendungsbeispiele FMSTSVEX\EXAMPLE2 


Zum Ausführen des Beispieles werden zusätzlich zu den Technologiefunktio- 
nen folgende Bausteine benötigt: 


e DB 1 (Anwender-DB), FC 100 (Aufrufbeispiel), 


e ОВ 1 (Zyklus), OB 40 (Prozeßalarm), OB 82 (Diagnosealarm) und 
OB 100 (Neustart). 


Folgende Betriebsarten werden ım Beispiel unterstützt: 
e Tippen 

e Referenzpunktfahrt 

e MDI-Satz 

e Automatik 


Desweiteren werden die dazugehörigen Daten nach Setzen der entsprechen- 
den Schreibmerker geschrieben (Geschwindigkeitsstufen, MI Satz, 
Einzeleinstellungen, Einzelkommandos und Programmanwahl). Erfolgt keine 
Bedienung der Schreibauftragsmerker (M17.4 bis M17.7), dann werden nur 
Steuer-/Rückmeldesignale übertragen. 

Ist der Merker “DATEN LESEN“ (M17.3) gesetzt, dann werden Daten 
gelesen (Grundbetriebsdaten). 

Ein Diagnosealarm kann durch Setzen des Merkers “RESTART” (M 17.0) 
quittiert werden. 

Für die spezielle Fehlerauswertung ist am Ende des FC 100 ein Beispiel zum 
Aufruf des Datensatzes 162 (Fehlerauswertung von Bedien-/Fahrfehler) 
aufgeführt. Analog ist der Datensatz 163 (Fehlerauswertung von Datenfehler) 
und der Datensatz 164 (Fehlerauswertung von Betriebsfehler) aufzurufen. 

Im OB 100 sind einige Voreinstellungen für Geschwindigkeitsstufen, MDI- 
Satz, Reglerfreigabe, Einzeleinstellungen (Reglerfreigabe, Simulation), 
Betriebsart (beim Start ist die Betriebsart Tippen aktıv), Betriebsarten- 
parameter und Override (100 %) vorgenommen, die je nach Anwendung auch 
geändert werden können. 


Tabelle 6-7 Merker Anwendungsbeispiel 2 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


Tabelle 6-7 Merker Anwendungsbeispiel 2, Fortsetzung 


verwendete EINGANGS-Merker verwendete AUSGANGS-Merker 
M17.3 Daten lesen М21.3 Fahren Minus 


M17.4 Geschwindigkeitsstufen M21.4 Fahren Plus 
übertragen 


M17.5 MDI-Satz übertragen M21.5 nicht verwendet 


Aufrufbeispiel für den DS 162 





Der Aufruf für die Datensätze 163 und 164 ist analog dem Aufruf des DS 162 


zu programmieren. 





AWL Erläuterung 
VAR_ TEMP 
R_DS162 ` BOOL; // Hilfsbit für Datensatz 
REO ` BOOL; // Parameter für SFC 59 
IOID : BYTE; // 
LADDR : WORD; // 
RECNUM : BYTE; // 
DSNR : BYTE; // 
BUSY : BOOL; // 
END УАК 
BEGIN 
NETWORK // Netzwerk 
TITLE = DS162 LESEN 
UN DB_FM.CHECKBACK_SIGNALS.OT_ERR; // DS162 nur lesen, wenn Bedienfehler 
SPB NW5E; // sonst Sprung zum Netzwerk-Ende 
U R_DS162; // ist Leseauftrag bereits aktiv, 
SPB D162; // Sprung zum Aufruf 
INIl: L 162; // absolute Datensatznummer 
T DSNR; 
S R_DS162; // Leseauftrag setzen 
D162: CALL SFC 59 ( // Bedien-/Fahrfehler-Nr. lesen (DS162) 
REO := TRUE, // Request 
IOID := B#16#54, // IOID 
LADDR := рв1.рви12, // Moduladresse 
RECNUM := DSNR, // Datensatznummer 
RECORD := P#M30.0 BYTE 4, // Pointer (Fehler-Nr. in Merkerw. 30) 
BUSY := BUSY, // Busy 
RET_VAL := FEHLERCODE_LESEN); // Returnwert 
UN BUSY; // wenn Leseauftrag abgeschlossen, 
R R_DS162; // Rücksetzen Leseauftrag DS162 
UN BIE; // Binärergebnis 
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler Lesefunktion anzeigen 


NWS5E: NOP 0; 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


6-43 


Programmieren der FM 353 


Beispiel 3 siehe STEP 7 Anwendungsbeispiele FMSTSVEX\EXAMPLE3 


Zum Ausführen des Beispieles werden zusätzlich zu den Technologiefunktio- 
nen folgende Bausteine benötigt: 


e DB 1 (Anwender-DB), FC 100 (Aufrufbeispiel), 
e ОВ 1 (Zyklus), ОВ 100 (Neustart). 


Beim Setzen des Merkers M 16.0 (P-Bus-Schnittstelle umschalten) wird der 
Auftrag mittels Steuersignale zur FM übertragen. Ist der Merker М20.0 
gesetzt, so wurde der Auftrag in der FM erfolgreich ausgeführt. Nun kann der 
Anwender mit dem Tool “FM 353 parametrieren” die FM in Betrieb nehmen, 
testen und optimieren. 


Tabelle 6-8 Merker Anwendungsbeispiel 3 
verwendete EINGANGS-Merker verwendete AUSGANGS-Merker 


M16.0 Umschalten P-Bus-Schnittstelle 
auf “Inbetriebnahme” erfolgt 





6-44 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Programmieren der FM 353 


6.8 Technische Daten 


Speicherbelegung Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Speicherbele- 
gung der FCs. 


Tabelle 6-9 Speicherbelegung der FCs 


Nr. FC Baustein in MC7-Code in Lokaldaten in 
Byte Byte Byte 


« [шек [ж e _ 





Bearbeitungszei- Folgende durchschnittliche Bearbeitungszeiten der FCs wurden mit einer 
ten CPU 314 gemessen. Die angegebenen Zeiten sind gerundet: 


Tabelle 6-10 DBearbeitungszeiten der FCs 


Übertragung Zyklus 1 | Zyklus 2 | Zyklus 3 


MODE_WR Steuer-/Rückmeldesignale 1,3 ms 
ohne Daten (Auftrag = 0) 
schreiben 


Steuer-/Rückmeldesignale 1,3 ms 3,0 ms 1,3 ms 
mit Daten (Auftrag > 1) 
schreiben 


DIAG_RD Prozeß- und Diagnosealarm- | 3,0 ms 
MSRMENT daten lesen 
DIAG_INF 





Hinweis 


Bei dezentralen Einsatz (in Vorbereitung) ist eine Erhöhung der Zyklenan- 
zahl möglich. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 6-45 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Übersicht In diesem Kapitel lernen Sie die Test-und Inbetriebnahmeoberfläche kennen 
und finden Sie Checklisten zur Inbetriebnahme der Positionierbaugruppe. Die 
Checklisten ermöglichen Ihnen 


e das Überprüfen aller Schritte bis zum Betrieb der Baugruppe. 
e ein Fehlverhalten der Baugruppe im Betrieb zu vermeiden. 


Sie werden bei der Inbetriebnahme der Maschinenachse angeleitet. 


Einbauen und Verdrahten 


Anfangswerte für Test und Optimierung 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 74 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.1 Einbauen und Verdrahten 


Informationen zum Informationen zum Einbauen finden Sie: 
EINDAUEN e Indiesem Handbuch Kapitel 3 


e Im Installationshandbuch Auromatisierungssystem 57-300; Aufbauen 


Informationen zum Informationen zum Verdrahten finden Sie: 


теве e Indiesem Handbuch Kap. 4 
• Im Installationshandbuch Auromatisierungssystem 57-300; Aufbauen 
Checkliste Nachstehende Checkliste hilft Ihnen, wichtige Arbeitsschritte beim Einbauen 


und Parametrieren der Positionierbaugruppe FM 353 zu überprüfen. 


Tabelle 7-1 Ckeckliste zum Einbauen und Verdrahten 


Steckplätze Stecken Sie die Baugruppe in einen der entsprechenden Steckplätze ein. ВХ 


2 Schirmung Kontrollieren Sie die Schirmung der Positionierbaugruppe FM 353! 
e Um eine ordnungsgemäße Schirmung zu gewährleisten, muß die Bau- 
gruppe auf der Schiene festgeschraubt sein. 
Die Schirme für abgeschirmten Leitungen für die digitalen Ein-/Aus- 
gänge müssen auf das Schirmanschlußelement aufgelegt sein. 
Der Schirm des Kabels zum Antrieb soll auf der Antriebsseite nicht geer- 
det sein. 


3 Endschalter Überprüfen Sie die Endschalter Anfang/Ende. Die Anschlüsse der Endschal- 
ter müssen mit dem Leistungsteil verbunden sein. Eine Verbindung der End- 
schalter Anfang/Ende mit den digitalen Eingängen ist nicht zulässig. 


Parametrieren Beachten Sie, daß der Aufbau der Positionierbaugruppe FM 353 mit der 
Parametrierung abgestimmt ist. Überprüfen Sie insbesondere, ob die Verdrah- 
tung der digitalen Ein-/Ausgänge mit den Maschinendaten übereinstimmt. 





7.0 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.2 Anfangswerte für Test und Optimierung 


Informationen zum Informationen zum Parametrieren finden Sie: 


гате e [п diesem Handbuch Kap. 5 
e In дег Integrierten Hilfe von "EM 353 parametrieren” 
Übersicht Folgendes Übersichtsbild wird Ihnen in “FM 353 parametrieren” angeboten: 


E Übersicht В 


Anpassung der Mur für die Betriebs- Миг für die Betriebsart Automatik 
FM ап die Achse art Schrttmaßfahrt 


SEN С WK YP 
Parameteren der К оше 
"= AE 5н э ЩЫ LA 


Werkzeug- Yerfahr- 
korektunwerte programme 


Farametnerdaten = 
eingegeben? —+ Daten zur FM übertragen. ... | 


132.245mm 


Maschmendalen Schrittmaße 


Е und Inbetrieb- 
nahme дег EM Rel R-| 


Inbetriebnahme Fehleranzeige Semicedaten 


ЕМ ıst parametnert und getestet 
Daten alz SDB 
sichern? SDB erstellen | 


Wd für den Baugruppentausch ohne PG benatigt 





Bild 7-1  Übersichtsbild für die Parametrierung und Inbetriebnahme 


Über das Menü Ansicht > Übersicht können Sie dieses Bild während der 
Parametrierung immer wieder anwählen. 


Der DB-MD wird beim Schreiben auf die FM 353 bezüglich Eingabegrenzen 
der einzelnen Werte und Abhängigkeiten untereinander geprüft. Nur bei 
Zulässigkeit aller Werte erfolgt die remanente Speicherung, andernfalls erfol- 
gen über die MPI Datenfehlermeldungen. Ein fehlerhafter DB bleibt über 
Netz-AUS hinweg nicht erhalten. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Checkliste 


Trotz der genannten Annahmeprüfung liegt die Verantwortung der Richtig- 
keit aller Maschinendaten beim Anwender der Baugruppe. Es ist deshalb rat- 
sam, die Inbetriebnahme nach folgender Checkliste durchzuführen. 


Tabelle 7-2 Ckeckliste zum Parametrieren 


Maschinendaten 





| 


Werkzeugkorrek- 
turdaten 





Anfangsbelegung der Maschinendaten herstellen 


Gemäß Tabelle 5-5 gliedern sich die Maschinendaten in Konfigurationsdaten 
(K) und Einstelldaten (E). Die K-Daten repräsentieren die Anschaltung der 
FM 353 an die Maschinenachse bzw. an das CPU-Anwenderprogramm und 
müssen deshalb bei Beginn der Inbetriebnahme bereits vollständig eingerichtet 
werden. Bei der Festlegung des MD13 (Anzahl Schritte pro Motorumdrehung) 
wählen Sie bei Antrieben mit einstellbarer Schrittzahl diejenige aus, mit welcher 
Ihre Maximalfrequenz (bei vorgesehener Maximalgeschwindigkeit der Achse) 
den nächst niedrigeren Wert unter der Maximalfrequenz 200 kHz der FM 353 
erreicht. 


Die E-Daten sind für Veränderungen während der Inbetriebnahme vorgesehen 
und dienen der Optimierung des FM 353-Verhaltens für den technologischen 
Prozeß des Positionierens. 


Als Anfangsbelegung sind die in Tab. 7-3 enthaltenen Werte zu empfehlen bzw. 
erforderlich. 


Anfangsbelegung der Maschinendaten für FM STEPDRIVE 
Als Starthilfe bei der Inbetriebnahme Ihrer Maschinenachse mit FM STEP- 
DRIVE und den Motoren SIMOSTEP finden Sie unter dem Verzeichnis 
SIEMENS\STEP7\EXAMPLES\FM_STEP die MD-DBs für den gesteuerten 
Betrieb mit: 

SIMOSTEP 2 sı02_353.md 

SIMOSTEP 4 5104 353.та 

SIMOSTEP 6 5106 353.та 

SIMOSTEP 10 5110 353.та 

SIMOSTEP 15 5115 353.та 


Mit diesen MD-DBs wird ein optimierter Betrieb unter den Annahmen 
= IMot 
= 0,1 И Mnenn 
= 2.000 тіп! 


erreicht. Optimieren Sie die Maschinendaten jedoch unbedingt auf die phy- 
sikalischen und technologischen Gegebenheiten Ihrer Maschinenachse. 


Schrittmaße werden nur für die Betriebsart ”Schrittmaßfahrt relativ” benötigt. 
Für den folgenden Ablauf der Inbetriebnahme ist es zweckmäßig, einen Daten- 
baustein ”Schrittmaße” (DB-SM) mit folgenden Werten einzurichten: 


Wert 1 1 MSR 
Wert 2 10 MSR 
Wert 3 100 MSR 
Wert 4 1 000 MSR 
Wert 5 10 000 MSR 


bei Rundachsen: 
Wert 6 1 Rundachszyklus [MSR] MSR = Maßsystemraster 


Werkzeugkorrekturdaten werden nur für die Betriebsarten ” Automatik” 
benötigt und sind für die hier beschriebene Inbetriebnahme nicht erforderlich. 
Sie werden 1. allg. erst bei der Inbetriebnahme des Anwenderprogrammes der 
S7-300-CPU von Bedeutung. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Tabelle 7-2 Ckeckliste zum Parametrieren, Fortsetzung 


Verfahrprogram- | Verfahrprogramme werden nur für die Betriebsart ” Automatik” benötigt und 

me sind für die hier beschriebene Inbetriebnahme nicht erforderlich. Sie werden 1. 
allg. erst bei der Inbetriebnahme des Anwenderprogrammes der S7-300-CPU 
von Bedeutung. 


SDB > 1000 Am Ende aller Inbetriebnahmehandlungen mit der FM 353 und Ihrer An- 

erzeugen lage ist ein SDB > 1 000 zu erstellen, abzuspeichern und in die CPU bzw. auf 
die Memory-Card der CPU zu laden. In dem SDB > 1 000 werden alle Para- 
metrierdaten (DBs) der FM 353 abgespeichert. Dieser SDB dient dazu, daß bei 
einem Defekt der FM 353 ein Baugruppentausch und damit eine Parametrie- 
rung ohne PG/PC erfolgen kann. 





Hinweis 
Das Maßsystem (MD7) muß mit dem angegebenen Maßsystem der anderen 


DBs übereinstimmen. 


Das Maßsystemraster (MSR) ist die kleinste Wegeinheit im jeweiligen Maß- 
system. 


Sollten Sie diesen Hinweis einmal nicht beachtet haben, dann gehen Sie wie 
folgt vor: 


1. Löschen aller Datenbausteine (die nicht mit dem Maßsystem überein- 
stimmen) oder löschen des gesamten Speichers der FM 353. 


2. Die übrigen Datenbausteine auf dem PG ändern. 


3. Die Datenbausteine wieder neu in die FM 353 laden. 


Anfangsbelegung Nachfolgend wird Ihnen gezeigt, welche Anfangsbelegung der E-Maschinen- 
der MD daten für die Inbetriebnahme der Maschinenachse zu empfehlen bzw. erfor- 
derlich ist. 


Geben Sie auf den jeweiligen Karteikarten oder in Tabellenform die Maschi- 
nendaten laut folgender Tabelle ein. 


Tabelle 7-3 Anfangsbelegung der Maschinendaten 


ES Т ЕМ 353 löst keine Prozeßalarme aus 
-10°...+10° [MSR] vorgesehene Referenzpunktkoordinate 


2 2122 | 22 —1 |—109/+109 [MSR] | +10 [MSR] Softwareendschalter inaktiv 


ERR М шш sl 
=т= Referenzpunktverschiebung ist zur numerischen Justage des Referenz- 
punktes einzutragen 





Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Tabelle 7-3 Anfangsbelegung der Maschinendaten, Fortsetzung 


т е Start/Stop-Frequenz aus Betriebskennlinie siehe Kap. 7.3.2 


Frequenzwert für Beschleunigungsumschaltung aus Betriebskennlinie 
siehe Kap. 7.3.2 


а р Maximalfrequenz aus Antriebsauslegung 


Beschleunigungswerte für Hochlauf und Bremsen aus Betriebskennli- 
e nie siehe Kap. 7.3.2 
44 
45 


1) Vmax berechnen Sie sich nach folgender Beziehung: 





Vmax = Гах ° 60 s/min И Spuls 


(MD11 + MD12 · 2-32) [MSR/U] 
Vmax [MSR/min] - MD41 [Hz] · 60 s/min > — 
MD13 [Schritte/U] 


7.3 Test und Optimierung 


Informationen zum Nach dem Einbauen, Verdrahten und Parametrieren können Sie die Positio- 

Testen und Opti- nierbaugruppe FM 353 testen und optimieren. Test und Optimierung kann mit 

mieren Hilfe der Test- und Inbetriebnahmeoberfläche mit oder ohne Anwenderpro- 
gramm (AWP) durchgeführt werden. 


Sıe können auch einzelne Betriebsarten und Ihre Verfahrprogramme testen, 
den Ablauf beobachten sowie korrigierend eingreifen. 


7.6 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Es gibt zwei Möglichkeiten die FM zu bedienen: 
e CPU ist in “STOP”, Test ohne Anwenderprogramm 
e CPU istin “RUN”, Test mit Anwenderprogramm 


Die Schnittstelle zwischen FM und Anwenderprogramm kann beobachtet 
werden. Ein Steuern von der Inbetriebnahmeoberfläche aus ist möglich, 
wenn im AWP das Steuersignal [TFB] (TEST_EN) gesetzt wird. Für die- 
sen Fall kann das Anwendunsgsbeispiel Beispiel 3 (siehe Kapitel 6.7) in 
das AWP eingebunden werden. 


Diese Oberfläche wird mit “FM 353 parametrieren” installiert. Der Aufruf 
erfolgt, vorausgesetzt die FM 353 ist parametriert, dort mit dem Menü Test > 
Inbetriebnahme bzw. über das Übersichtsbild. 


Wenn Sie dieses Menü aufrufen, erscheint folgendes Bild: 


Ik Inbetriebnahme 


© Diagnosealarm © Bedien-“Fahrfehler © Datenfehler Г Längenmessung ein 


Restart | Dutt | [ШЕ | Г Refpktfahren nachtrig. 


Г Freigabeeingang aus 





Sollwert: 10432000 тт  Sw-Endschalter aus 


мегі: 10452. 000 mm М Reglerfreigabe 
Geschw.: 0.000 mm/min ГГ fiegendes Messen 
Г Drehübersachung 
Г parkende Achse 
M Simulation 





Eirgange Ausgänge 
Eingang 0 EI Start 


Eingang 1 Fos. ereicht 


Eingang 2 vorwärts Start | Stop | 


Eingang 3 ruckwärts R: | А+ | [её Achsfreig. 


“NEUSTE 
Uverrde: | ШШ Ж 





Referenzpunktkoordinate: mm r r 
DT Referenzpunk.tanfahrt 


Referenziergeschw: mm min l 
[чет setzen d emer heg.. 


Reterenzpunktverschiebung. |- au BzPkt setzen... ПАБЕ 


Reduziergeschwundigkeit 1000000.000 mmmn Istwert туско. | MD aktiv | 
Referenzpunkt-änfahrnchtung: jo Richtung + , Nullmpuls rechts - | 





Fehlerfeld 

Statusfeld (z. B. Istwerte, Rückmeldesignale) 

Feld für betriebsartenspezifische Eingaben 

Feld für die Eingabe von Werten/Einstellungen/Kommandos und Start/Stop für die Bewegung 


Die Abkürzungen für die Rückmeldesignale sind im Kapitel 6.2.2 beschrieben. 





Bild 7-2 _Inbetriebnahmeoberfläche (z. B. für BA ”Referenzpunktfahrt’”) 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 77 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Hinweis 

Zum Starten einer Bewegung wird folgende Eingabereihenfolge empfohlen: 
e Betriebsart anwählen 

e Simulation ein (falls Betriebsfall gewünscht) 

e Reglerfreigabe 

e Achsfreigabe 

e Override 1...100 % 

Sie bedienen die Schaltflächen ”R+” und ”R-” in der Betriebsart ”Tippen” 
wie folgt: 

1. ”R+” oder ”R-” mit der Maus anwählen 

2. mit der Leertaste betätigen 


"Start" oder "Stop" können Sie mit der Maus oder bei angewählter Schaltflä- 
che mit der Leertaste betätigen. 


Die digitalen Ausgänge werden im ”Stop”-Zustand der CPU nicht gesetzt. 


Bei Betätigen folgender Schaltflächen werden Ihnen Dialoge angeboten: 
ө [stwert setzen... 

e  Istwert flieg... 

e BzPkt setzen... 

e Nullpktver... 


А Warnung 
Wenn Sie die Achse direkt bewegen (ohne Simulation), sollten Sie aus Si- 
cherheitsgründen für eine mögliche Hardwareabschaltung in Gefahrensitua- 
tionen sorgen. 


Hinweis 


Wenn Sie mit der Inbetriebnahme-Oberfläche die FM 353 ım “STOP” der 
CPU bedienen, dann die CPU in “RUN” schalten und anschließend іп Ihrem 
AWP über [TFB] (TEST_EN) sofort wieder auf die Inbetriebnahme-Oberflä- 
che (z. В. Anwendungsbeispiel З im AWP eingebunden) umschalten, dann 
müssen Sie folgendes beachten: 


Sie müssen in der Inbetriebnahme-Oberfläche die Betriebsart nochmals 
anwählen oder die Inbetriebnahme-Oberfläche schließen und erneut 
aufrufen. 


7.8 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Sıe können weitere Bilder aufrufen: 


Über das Menü Test > Fehlerauswertung erscheint folgendes Bild: 


E Fehlerauswertung 


© Diagnosealarm © Bedien-/Fahrfehler © Datenfehler 


Hestar | [ЕЕ | WA | 


© Baugruppe nicht © externe Fehler 


© interne (wl Fehler 


© Zeitüberwachung © FEFRÜM-Fehler 
© Frozeßalarm verloren © Bé Fehler 


© externe Kanalfehler E Betriebsfehler 


© Nullmarke fehlt 


Details zur Fehlerauswertung 


Diagnozealarme | 
Bedien- und Fahrtehler | 
D'atenfehler | 





Bild 7-3 _Fehlerauswertung 
Über das Menü Test > Servicedaten erscheint folgendes Bild: 


Ж Serice 
© Diagnosealarm © Bedien-/Fahrfehler © Datenfehler 


Semicedaten 
Sollwert: mm 

Frequenzausgabewert |0 
lztwert: mm 


(есил. к Fulsausgabezähler 
Differenz zwischen 


Soll- und lstpositicn 0.000 


Langenmessung ’Hegendes Messen 


en Schalteriustäge m ВА 
lstpasition ап om "Referenzpunktfahrt" 0.000 
lztposition ап Ruckflarke [Тї 
Längenmesswert om 


lshwert bei Satzwechsel 


[леп 





Bild 7-4 Servicedaten 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Checkliste Bei der Inbetriebnahme der Maschinenachse ist es erforderlich, in der Rei- 
henfolge der folgenden Schritte vorzugehen. Die Schritte 1 615 5 sind stets 
auszuführen, die weiteren optional den Anforderungen Ihres Anwendungs- 
falls entsprechend. 


Tabelle 7-4 Checkliste Inbetriebnahme der Maschinenachse 


1 [Aktivierung der Maschinendaen | der Maschinendaten siehe siehe Kapitel 7.3.1 0 7 7-11 11 


E ыа Auswertung der Betriebskennlinien des Schrittmo- | siehe m 13.2 Gë 
tors 


Жа Grundinbetriebnahme der Schrittmotorsteuerung siehe Kapitel 7.3.3 aef 


а Optimierung des dynamischen Verhaltens siehe Kapitel 7.3.4 719 
— Justage der Referenzpunktkoordinate siehe Kapitel 7.3.5 Git: 


| 6. [Aktivierung der Schrittmotordiagnose | | Aktivierung der Schrittmotordiagnose | Schrittmotordiagnose siehe Kapitel 736000 | siehe Kapitel 736000 | 7.3.6 (7-22 | 22 


БЕ Aktivierung Softwareendschalter und Losekompen- | siehe Kapitel 7.3.7 u 
sation 


Hinweis 





Voraussetzung für das Starten einer Achse ist die Rückmeldung der Startfrei- 
gabe. 

Ursachen für eine fehlende Startfreigabe sind: 

e ”Achsfreigabe” ist nicht gesetzt 

e Stop” ist gesetzt 


e "Bearbeitung läuft” ist aktiv 


740 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.3.1 Aktivierung der Maschinendaten 


Übersicht Das remanente Vorhandensein eines DB-MD wird Ihnen durch das Rückmel- 
designal РАКА angezeigt. Im Hochlauf werden diese Maschinendaten auto- 
matisch aktiviert. Die Baugruppe ist bezüglich der Positionierfunktionalität 
betriebsfähig. 


Ist beim Einschalten der Steuerung noch kein DB-MD auf der FM 353 vor- 
handen, dann ist die Baugruppe nur über die MPI-Schnittstelle kommunika- 
tionsfähig. Die Steuersignale werden von der FM 353 nicht bearbeitet. Mit 
Übertragung eines fehlerfreien DB-MD erfolgt eine automatische Aktivie- 
rung der Maschinendaten, РАКА wird gesetzt und die Steuersignale werden 
bearbeitet. 


Arbeitet die FM 353 mit aktivierten Maschinendaten, so können sowohl ein 
neuer Datenbaustein oder einzelne Parameter geändert zur Baugruppe über- 
tragen und bei Fehlerfreiheit des gesamten DB-MD über die Funktion ” Ma- 
schinendaten aktivieren” wirksam gemacht werden. 


Hierbei gibt es folgende Verhaltensweisen: 


e Sind mm Maschinendatensatz seit der letzten Aktivierung nur E-Daten 
geändert worden, so erfolgt die Aktivierung im Baugruppenzustand 
"Bearbeitung läuft” = 0 ohne Unterbrechung des Servozyklusses. ”SYN” 
bleibt erhalten. 


e Sind mm Maschinendatensatz seit der letzten Aktivierung auch K-Daten 
geändert worden, so erfolgt die Aktivierung im Baugruppenzustand 
"Bearbeitung läuft” = 0 durch einen Neuanlauf des Servo wie im Hoch- 
lauf der Baugruppe. Die momentane Istposition bleibt angezeigt. "SN" 
wird zurückgesetzt. 


e Beinhaltet der Maschinendatensatz zum Zeitpunkt der Aktivierung fehler- 
hafte Daten, so erfolgt ein Abweisen der Funktion mit Fehlermeldung 
”Maschinendaten nicht aktivierbar” (siehe Tabelle 11-5, КІ. 2/Nr. 21). 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 744 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.3.2 Auswertung der Betriebskennlinien des Schrittmotors 


Übersicht 


Vorgehensweise 


Grundsätzlich ist der Schrittmotor ein hochdynamischer Antriebsmotor, der 
den Sollwertvorgaben quasi schleppabstandsfrei folgen und den Übergang 
zwischen Stillstand und Bewegung (und zurück) über die Start/Stop-Frequenz 
mit extrem hoher Beschleunigung realisieren kann. Voraussetzung ist jedoch, 
daß in jedem momentanen Bewegungsstatus das verfügbare Motordrehmo- 
ment mindestens dem für die Ausführung der Bewegung erforderlichen Dreh- 
moment entspricht. Im folgenden wird davon ausgegangen, daß Sie die erfor- 
derlichen Drehmomente für Ihren Anwendungsfall aus der erfolgten 
Antriebsauslegung kennen. Ggf. nehmen Sie von den Schrittantriebsherstel- 
lern angebotenes Formel- bzw. Tabellenmaterial zu Hilfe (z. B. Positec/ 
Berger Lahr: ”Formeln + Berechnungen zur optimalen Anpassung eines 
Schrittmotors”). 


Eine optimale Gestaltung des Geschwindigkeitsprofils für die Verfahrbewe- 
gung erhalten Sie bei qualitativer Ausbildung des Geschwindigkeits-Zeit- 
Diagrammes nach Bild 9-7. 


Die Parameter des Geschwindiskeitsprofils ermitteln Sie wie im folgenden 
Parametrierungsbeispiel gezeigt aus den Betriebskennlinien Ihres eingesetz- 
ten Schrittmotors. Dabei sehen Sie bitte stets eine ca. 20 %ige Drehmoment- 
reserve vor. 


Ermittlung des verfügbaren bzw. benötigten Drehmomentes: 


Motor = Mt zer + MBeschleunigen 


Ermittlung der vorliegenden Trägheitsmomente: 


J Last — J extern _rotatorisch + J extern_translatorısch 
J total = J Motor + J Last 


Wertannahmen des Parametrierbeispiels: 


Ммоюг = 5 Nm 


Мү a = 0,6 Nm (Annahme: konstant bei allen Drehzahlen) 
JMotor = 4kg: cm? 

Ла = Ak: om 

MDI3 = 500 Schritte pro Umdrehung 

as = 10 kHz 


weitere Vorgaben beispielsweise: 


Beschleunigungswerte = Verzögerungswerte 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Ermittlung der Maschinendaten: 


М A Drehmomentenanhebung durch Boost 
[Мт] к, 











ме Betriebsgrenzmoment 


Start/Stop 
55 (Ј = 0) 














pæ 
п [1/min] 
pæ 
feg 10 000 f [Hz] 























fmax 


z. B. 500 Schritte/Umdrehung 








pæ 
n [1/min] 











Bild 7-5 Betriebskennlinie des Schrittmotors 


Im Ablauf der Auswertung dieser beispielhaften Betriebskennlinie nach dem 
Algorithmus laut Bild 7-6, ermitteln Sie folgende Maschinendaten: 


MD39 = 100 Hz Start/Stop-Frequenz 

MD40 = 3 000 Hz Frequenzwert feg 

MDA2 = 218 000 Hz/s Beschleunigung 1 (f < feg) 

MD43 = 109 000 Hz/s Beschleunigung 2 (f > feg) 

МР44 = 0 Verzögerung 1 = Beschleunigung 1 
MD45 =0 Verzögerung 1 = Beschleunigung 2 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 7.43 


In Betrieb nehmen der FM 353 


MD39: Start/Stop-Frequenz fs; 
1. Eintragen Ј sei іп J-Diagramm (z. B. З kg · cm?) 4. Eintragen Mi „<; In M-Diagramm (z. В. 0,6 Nm) 
2. aus dem Schnittpunkt mit J-Kennlinie 10 festlegen 5. aus Schnittpunkt mit SS-Kennlinie #1 festlegen 


(z. B. 150 Hz) (z. B. 130 Hz) 
з. Fußpunkt der SS-Kennlinie nach f0 verschieben 6. Eintragen MD39 = fss = 0,8 · f1 (z. В. 104 Hz) 


MD41: Maximalfrequenz fmax 
1. Eintragen der Maximalfrequenz fmax bei Maximalgeschwindigkeit der Achse in das M-Diagramm (z. В. 10 000 Hz) 
2. Eintragen MD41 = fmax 





Ablesen des verfügbaren Motor-Drenmomentes М2 bei fmax (z. В. 1,8 Nm) 






nein меде des Drehmomentes М2 тії dem Stillstands- EE ы) 


Drehmoment MO des Schrittmotors: M2 << MO? Parametrierung des 


Geschwindigkeitsprofils 
über geknickte Rampe 





Parametrierung des 
Geschwindigkeitsprofils 
über einfache Rampe 






MD40: Frequenzwert für Beschleunigungsumschaltung feg 
1. Eintragen M1 = 2 · М2 – Mu zer In M-Diagramm (z. В. З Nm) 
2. Ablesen feg auf der Frequenzskala (z. B. З 000 Hz) 

З. Eintragen MD40 = feg 


Eintragen 
MD40 = MD41 
MD43 = 0 
MD45 = 0 






sollen Werte für Beschleunigung und Verzöge- ja 
rung im Bereich f > feg identisch sein? 






Beschleunigungselement für alle f...fmax 
gleich setzen: Mp1 = Mp2 





MD45: Verzögerung 2 а,» 

Es kann z. B. nach technologischen Gesichtspunkten eine bestimmte Verzögerung | 
gewünscht sein oder durch Reibmomente ein vom Beschleunigungsfall abweichendes 
Moment verfügbar sein. Entweder ist MD45 analog zur Berechnungsformel für MD43 М045 = 0 
zu berechnen bzw. еіп technologisch gewünschter Wert zu kontrollieren. 








MD43: Beschleunigung 2 ар» 
1. Beschleunigungsmoment Mp2 ermitteln (z. В. 1,2 Nm) 
2. Verzögerung berechnen: 10 000 - Мь [Nm] - MD13 


a [Hz/s] = (z. В. 136 418 Hz/s) | “total = JMotor + JLast 


Лоа [Ко :ст2] · 2 -x Лоа = 7 kg ‘cm 


3. 20% Sicherheit: арг = 0,8 a (2. В. 109 134 Hz/s) 
4. Eintragen gerundeten Wert nach MD43 (z. B. 109 000 Hz/s) 


Beschleunigungselement Mp1 ermittelt (z. В. 2,4 Nm) 


|н [ sollen Werte für Beschleunigung und Verzöge- en 
rung im Bereich f < feg identisch sein? | 


| MD44: Verzögerung 1 а, 
Es kann z. B. nach technologischen Gesichtspunkten eine bestimmte Verzögerung 
М044 = 0 gewünscht sein oder durch Reibmomente еіп vom Beschleunigungsfall abweichendes 
Moment verfügbar sein. Entweder ist MD44 analog zur Berechnungsformel für MD42 


zu berechnen bzw. ein technologisch gewünschter Wert zu kontrollieren. 





1. Verzögerung berechnen: а [Н2/5] = (z. B. 272 837 Hz/s) 


Jtotal [kg : om? 2-1 


2. 20% Sicherheit: ар = 0,8 a (2. В. 218 269 Hz/s) 
3. Eintragen gerundeten Wert nach MD42 (z. B. 218 000 Hz/s) 


Y ENDE 


Bild 7-6 Auswertung der Betriebskennlinien 


744 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Hinweise Hinweise zu besonderen Randbedingungen: 


Im obigen Beispiel ist ersichtlich, daß das Beschleunigungsmoment im 
unteren Geschwindigkeitsbereich etwa den doppelten Wert gegenüber 
dem bei Maximalgeschwindigkeit hat. Dies führt zu zeitoptimalen Posi- 
tionierungen. Nach bestimmten technologischen Kriterien kann natürlich 
die Frequenzgrenze für die Beschleunigungsumschaltung frei gewählt 
werden. In diesem Fall resultiert daraus der Wert des verfügbaren Motor- 
drehmoments MI bzw. Mp4 gemäß Betriebskennlinie. 


Falls Ihr Schrittantrieb über die Funktion “Stromsteuerung durch Boost” 
verfügt, können Sie zur Ermittlung des Beschleunigungsmomentes mit 
dem angehobenen Verlauf rechnen. Ein Vorteil höheren Beschleunigungs- 
vermögens ergibt sich, ersichtlich aus dem Momentenverlauf, nur im un- 
teren Drehzahlbereich des Motors 

(z. В. My1 = 3,4 Nm – 0,6 Nm = 2,8 Nm, Mp2 unverändert). 


Folgende Einstellungen sind vorzunehmen: 

— elektrischer Anschluß 

— MD37 (Aktivierung der Funktion) 

– MD48/49 (Überwachung der Boostdauer, siehe Kapitel 7.3.6) 


Falls Ihr Schrittantrieb über die Funktion “Stromsteuerung durch PWM” 
verfügt, können Sie die im Motor umgesetzte Verlustleistung und damit 
die Motorerwärmung reduzieren, indem Sie infolge des nicht benötigten 
Beschleunigungsmomentes für den Stillstand und für die Konstantfahr- 
phasen den Motorstrom anteilig zum Lastmoment reduzieren. Ein Vorteil 
niedrigerer Erwärmung bei Konstantfahrt ergibt sich, ersichtlich aus dem 
Momentenverlauf, besonders im unteren Drehzahlbereich des Motors. 


Folgende Einstellungen sind vorzunehmen: 


elektrischer Anschluß 

MD37 (Aktivierung der Funktion) 

— MD50 = (Mast (fmax) ` MMotor (fmax)) : 100 % (z. В. 60 %) 
— MD51 = (Miast € = 0) : MMotor (Ё = 0)) · 100 % (z.B. 12 %) 


Positionierbaugruppe ЕМ 353 für Schrittantrieb 


7-15 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.3.3 Grundinbetriebnahme der Schrittmotorsteuerung 


Übersicht Mit Hilfe der nachfolgenden Ablaufdiagramme prüfen 51е die Antriebsan- 
schaltung und die Richtigkeit der bisher festgelegten Maschinendaten. Da die 
FM 353 die Schrittmotorachse ohne Meßgeber positioniert (aus regelungs- 
technischer Sicht also rein gesteuert betreibt, siehe Bild 7-9) ist besonderer 
Wert auf die Auswertung der Fahrbewegung zu legen. In einem ersten Test ist 
zu prüfen, daß sich der Schrittmotor durch die Ansteuerung der FM 353 
grundsätzlich verfahren läßt. In einem zweiten Test wird die Richtigkeit der 
Positionierung überprüft. (MD-Änderungen immer mit ”MD aktivieren” 
wirksam machen !) 


Hinweis 


MD-Anderungen immer mit ”Maschinendaten aktivieren” wirksam machen! 


N Vorsicht 
Vor allen auszulösenden Verfahrbewegungen ist das Vorhandensein eines 
Freiraumes für die Achsbewegung in der gewünschten Fahrtrichtung zu kon- 
trollieren! 
Grundinbetrieb- Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie die Antriebsan- 
nahme schaltung kontrollieren. 


746 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Parametrierung 
MD-DB auf FM 353 laden 
(K-Daten nach Achskonfiguration) 
(E-Daten nach Tab. 7-2 bzw. Kap. 7.3.2 eintragen) 


Anwahl | 
ВА = Тїрреп 


Geschwindigkeitsstufe 1 
OVER = 100 % 














Einstellung 
Maschinendaten aktivieren 


Einstellung 
Geschwindigkeitsstufe 1 = Vss 
Geschwindigkeitsstufe 2 = Vmax 






Einstellung 
Reglerfreigabe = EIN 


Achse starten 


Richtung Plus oder Minus ‚ 
(mehrfach ausführen) Fahrtest mit Start/Stop-Frequenz 


(freien Wegbereich beachten!) 


nein 
Achsbewegung erfolgt? 


Richtung korrekt? 










Schrittantrieb aktiv? nein 
(Motor-Moment liegt vor?) 


ja 
Antrieb kontrollieren 
MD kontrollieren: MD kontrollieren: MD kontrollieren: 


MD37.9 (invertiert) MD39 MD37.0 (RFG) 
MD37.17, MD37.19 MD37.16 bis MD37.19 


Anwahl 
BA = Tippen 


Geschwindigkeitsstufe 1 


Achse starten 
Richtung Plus oder Minus 


(mehrfach ausführen) каеп mit 
(freien Wegbereich beachten!) max 
nein 





Achsbewegung erfolgt? 
(incl. Bremsen korrekt?) 


MD kontrollieren: 


М042 bis MD45 
MD37.16 bis MD37.19 





ENDE Testablauf neu beginnen 


Bild 7-7 _Grundinbetriebnahme Schrittmotorsteuerung 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 7.47 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Positionieren 


Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie das Fahren der 


Achse auf eine Zielposition kontrollieren. 


Anwahl 


BA = Schrittmaß relativ 


Schrittmaß = 254 
ОУЕН = 10 % 





Einstellung 
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,5 - Vmax 
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 · Vmax 


Einstellung 
Bezugspunkt setzen mit Wert 0 





Kontrolle des Rückmeldesignals "GN" 


Einstellung 

Reglerfreigabe = EIN 
Einstellung 

Sollwert für Schrittmaß 


Achse starten 
Richtung Plus oder Minus 





(freien Wegbereich beachten!) 


Kontrolle des Positionsistwertes mittels 


externem Meßgerätes 


Richtung okay? 
ja 
nein 
Betrag okay? 
ja 
nein 
weiterer Test gewünscht? 


ja 


nein 





Anwahl 


OVER = 1...200 % 





Bild 7-8 Kontrolle des Positionierens 


7-18 


254 = Sollwert für Schrittmaß 


Wegbetrag im freien Schrittmaß je nach 
Verfahrgeschwindigkeit der Testbewegung 
so groß wählen, daß im Geschwindigkeits- 
profil der Testbewegung die Sollgeschwin- 
digkeit erreicht wird (Vorabberechnung 
oder Auswertung der Frequenzanzeige in 
den Sevicedaten). 


mögliche externe Meßgeräte z. B.: 

e | аѕегтеВдегаї 

e Linearmaßstab mit Positionsanzeige 
e MeßBuhr 

e ander Achse vorhandene Maßskala 


Grundinbetriebnahme 


ENDE wiederholen siehe Bild 7-7 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.3.4 Optimierung des dynamischen Verhaltens 


Übersicht Die durch die FM 353 aus regelungstechnischer Sicht rein gesteuert betrie- 
bene Schrittmotorachse hat folgende Struktur: 








ге Motor und 
ntrieb Phasenstromsteuerung Maschine 


PULS Iph 


Soll- Richtung Bestromungs- O Strom- 

position Schrittmotor- muster-Zähler regler 
steuerung 

Soll- 


geschwin- 
digkeit 




















Ion - Phasenstromsollwerte der п Statorwicklungen 
Bild 7-9 Struktur der Schrittmotorachse 


Das dynamische Verhalten der Achse wird von maschinenbauseitigen Eigen- 
schaften der Mechanik wie Reibungen, Lose, Torsionen usw. bestimmt. Die 
FM 353 als Steuerbaugruppe hat sich bzgl. der Parametrierung diesen Gege- 
benheiten unterzuordnen. Nach vollzogener Grundinbetriebnahme gemäß 
Kapitel 7.3.3 sollte nun eine auf diese Gegebenheiten sowie auf die Techno- 
logie abgestimmte Optimierung der Parametrierung erfolgen. 


Für unterschiedliche technologische Anwendungsfälle werden verschiedene 
Anforderungen an die Achsdynamik gestellt. Beurteilungskriterien für die 
Qualität des Positioniervorganges können sein: 


Beurteilungskriterien für die Qualität des Positioniervorganges können sein: 
e  stetiger Beschleunigungsverlauf (weiches Fahrverhalten) 


e gute Gleichförmigkeit der Verfahrbewegung 
(mechanische Schwingungen, Schrittmotorresonanzen!) 


e kurze Positionierzeit 


In den meisten Anwendungsfällen sind mehrere dieser Kriterien von Bedeu- 
tung, so daß dann nur eine kompromißbehaftete Parameterwahl möglich ist. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 7.19 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Optimierung der Die qualitative Betragswahl der Parameter bei einer gewünschten Achsdyna- 
Schrittmotorsteue- mik zeigt Ihnen die folgende Tabelle. In Ergänzung zu den bereits aus der 
rung Grundinbetriebnahme vorbelegten Maschinendaten kommen die Zeitwerte 


MD46 und MD47 hinzu. Diese Zeiten sind im wesentlichen schrittantriebs- 
spezifisch notwendig und liegen in der Größenordnung weniger ms, können 
aber bei Schwingneigung der Achsmechanik dazu benutzt werden, um z. В. 
bei nahtlosem Übergang zwischen Beschleunigung und Verzögerung 

(z. B. beim Verfahren kurzer Wege) den dabei entstehenden betragsmäßig 
doppelten Beschleunigungssprung zu vermeiden bzw. die an dieser Unstetig- 
keitsstelle angeregte Schwingung durch Einfügung einer Konstantfahrzeit 
abklingen zu lassen. 


Tabelle 7-5 Wirkung der dynamikbestimmenden MD 


ШН MD39 | MD41 | мра2...45 | MD46 | мраз 


Unterdrückung von sroß groß groß groß 
Schwinganregungen 


| kurze Positionierzeit | Positionierzeit | kurze Positionierzeit  |groß ` ‚klein | ‚klein | 





Auslösen von Durch folgende Inbetriebnahmehandlungen führen Sie eine Optimierung der 

Testbewegungen Schrittmotorsteuerung nach Ihren Anforderungen durch. Sie sollten dabei alle 
Geschwindigkeitsbereiche untersuchen, ggf. der technologisch bedeutsamsten 
Geschwindigkeit das höchste Gewicht bei der Ergebnisbeurteilung zuordnen. 
Lösen Sıe dazu an der zu optimierenden Achse Testbewegungen wie folgt 
aus: 


Anwahl 
BA = Tippen 


Geschwindigkeitsstufe 2 
OVER = verschiedene Werte 


Einstellung 
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,1 · Vmax 
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 · Vmax 


Einstellung 
Reglerfreigabe = EIN 


Achse starten 
Richtung Plus oder Minus 
(freien Wegbereich beachten!) 


Gleichförmigkeit der Bewegung 
Beurteilung des Achsverhaltens Schwingneigung 


Positionierzeit 


weiterer Test gewünscht? 





Bild 7-10 Testbewegungen zur Optimierung der Schrittmotorsteuerung 


7.20 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


7.3.5 


Achse 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Justage der Referenzpunktkoordinate 


Für йе eindeutige Reproduzierbarkeit der Referenzaufnahme ist Vorausset- 
zung, daß der durch einen externen Nullimpuls oder das “Bestromungsmuster 
Null”-Signal (siehe Kapitel 9.7.2) gebildete synchronisierende Nullimpuls 
(SYND) in einem eindeutigen Abstand vom Referenzpunktschalter RPS liegt. 
Empfohlen wird bei niedrigen Reduziergeschwindigkeitswerten ein Abstand 
von 10 % bus 90 % des Weges einer Schrittmotorumdrehung 

bzw. eines Bestromungsmusterzyklusses, für hohe Reduziergeschwindigkeits- 
werte 30 % bis 60 %. Kontrollieren Sie diesen Wert nach einer ausgeführten 
Referenzpunktfahrt in der Servicedatenrückmeldung (Wert Schalterjustage) 
und verändern Sie bei Nichteinhaltung des geforderten Wertebereiches die 
relative Lagezuordnung zwischen Nullimpulsgeber bzw. dem Schrittmotor 
und dem Referenzpunktschalter entsprechend. 


Beispiel: Suchrichtung positiv 


SYNI 


IT | RPS | | 


Nullimpuls 
MD12 


Anzeigedatum Schalterjustage: 40 % - MD12 
(für hohe Reduziergeschwindigkeiten geeignet) 





Die Referenziergeschwindigkeit richten Sie nach Ihren Anforderungen so 
groß wie möglich ein. Wichtig ist, daß über йе Länge des Referenzpunkt- 
schalters RPS ein Abbremsen auf die Reduziergeschwindigkeit erfolgen 
kann. Ist dies nicht der Fall, erfolgt ein zusätzliches Rückpositionieren auf 
den RPS vor Beginn der Suchphase. Vergleichen Sie den Zyklus der aus- 
geführten Verfahrbewegungen mit Kapitel 9.2.3 und optimieren Sie die Refe- 
renziergeschwindigkeit (М028). 


Die Justage der Referenzpunktkoordinate selbst führen Sie anschließend über 
den Eintrag einer erforderlichen Referenzpunktverschiebung in den Maschi- 
nendaten aus. Nach Aktivierung der MD wird die neue Referenzpunktver- 
schiebung mit der nächsten Referenzpunktfahrt wirksam. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


7-21 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.36 Aktivierung der Schrittmotordiagnose 


Übersicht Nach abgeschlossener Optimierung der Schrittmotorsteuerung aktivieren Sie 
bei Bedarf die Schrittmotordiagnosen. 


Boost Das Boostsignal wird auf seine Aktivzeit hin überwacht um den Antriebsmo- 
tor vor Übererwärmung zu schützen. 


Entnehmen Sie die Angaben für die maximale Boostdauer absolut und relativ 
den Angaben der Schrittantriebsdokumente und tragen diese in die dafür vor- 
gesehenen Maschinendaten MD48 und MD49 ein. 


Bei parametrierter Boostfunktion löst die FM 353 ım Falle der zeitlichen 
Überziehung der Aktivphase(n) des Boostsignals die Fehler “Boostdauer ab- 
solut” bzw. “Boostdauer relativ” aus. 


Prüfen Sie nach vollzogener Parametrierung die Diagnosefunktion auf ihre 
Wirksamkeit durch ein geeignetes Testprogramm, bei welchem im technolo- 
gischen Ablauf besonders große Anteile an Beschleunigungs- und Bremspha- 
sen auftreten. 


Drehüberwachung Die Aktivierung erfolgt über die Funktion Einzeleinstellung ”Drehüberwa- 
chung” (Funktionsbeschreibung der Drehüberwachung siehe Kapitel 9.7.3). 


Bei programmierter Funktion Drehüberwachung löst die FM 353 im Falle, 
wenn der Schrittmotor der gesteuerten Bewegungsvorgabe nicht folgen kann, 
den Fehler “Drehüberwachung” aus. 


Prüfen Sıe die Wirksamkeit der Diagnosefunktion, indem Sie z. B. den zyk- 
lischen Nullimpulsgeber elektrisch abtrennen oder das Leistungsteil des 
Schrittmotors ausschalten und eine Testbewegung in einer beliebigen Be- 
triebsart ausführen. 


7.00 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


In Betrieb nehmen der FM 353 


7.37 Aktivierung Softwareendschalter und Losekompensation 


Softwareend- 
schalter 


Losekompensation 


Verfahren Sie die Achse vorsichtig an die für den betriebsmäßigen Fall der 
Maschine bestimmten Endlagen. Tragen Sie diese Positionsistwerte als Soft- 
wareendschalter in die Maschinendaten MD21/MD22 ein und aktivieren Sie 
diese. 


Hinweis 


Bei späterer Veränderung der Referenzpunktkoordinate müssen Sie die Posi- 
tionswerte der Softwareendschalter neu bestimmen. 


Benötigen Sie die Softwareendschalter nicht, müssen in den MD21/MD22 
unbedingt die Eingabegrenzwerte -10? bzw. 10 [MSR] eingetragen sein 
(Defaultwerte siehe Tabelle 5-5). 


Durch Spiel an den mechanischen Übertragungselementen kann beim Posi- 
tionieren mittels Schrittmotor eine Lageabweichung des zu positionierenden 
Maschinenteils (z. B. Bettschlitten) auftreten. In der Regel ”fehlt” ein 
Wesstück nach einer Richtungsumkehr. Dieser Losebetrag kann als Mittel- 
wert an verschiedenen Achspositionen ermittelt und in den Maschinendaten- 
satz eingetragen werden. 


Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie die Lose ermit- 
teln und die Losekompensation aktivieren. 


Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


7-23 


In Betrieb nehmen der FM 353 


Parametrierung 
MD31 — Richtungsbezug der Lose 


einstellen 


Einstellung 
Maschinendaten aktivieren 
| 


Einstellung 
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,1 · Vmax 
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 · Vmax 


Einstellung 
Reglerfreigabe = EIN 


Anwahl 
BA = Schrittmaß relativ 
Schrittmaß = 3 DB-Schrittmaße, Wert 3 = z. B. 100 MSR 


OVER = 10 % 
Achse starten 
Richtung gemäß MD31 
| 
Meßgerät am zu positionierenden ` 
Maschinenteil nullen Ме Ваегаї 2. В. MeBuhr oder 
Lasermeßgerät 
Achse starten 
Richtung entgegen MD31 
Ablesen des verfahrenen Weg- 
betrages am Meßgerät 
Losewert ermitteln: Beachten Sie: | 
Lose = Schrittmaß — gemessener Weg Bei Wiederholungstest entstehen ggf. bei 
UÜberkompensation negative Losewerte 


[ weiterer Test zur Kontrolle bzw. Mit- 


ja (___telwertbildungerwünscht? _ 




























( weiterer Test an anderer Position zur 
Mittelwertbildung erwünscht? 


Anwahl 
BA = Tippen 


Geschwindigkeitsstufe 2 
OVER = 100 % 





Parametrierung 


Achse starten MD30 — Losebetrag auf den bisher 
ири ЖИНИ E wirkenden Wert vorzeichenrichtig 
ahren zur neuen Meßpositio addieren 
Kontrolle auf Wirksamkeit der 
Einstellung 
Maschinendaten aktivieren 


Korrektur erwünscht? 
Bild 7-11 Ermittlung der Lose und Aktivierung der Losekompensation 














nein 
ENDE 


7.04 Positionierbaugruppe FM 353 für Schrittantrieb 


Bedienen und Beobachten 


Übersicht In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über die Möglichkeiten zum 
Bedienen und Beobachten der FM 353. 


Zum Bedienen und Beobachten der FM 353 kann eine Bedientafel über die 
MPI-Schnittstelle an die CPU angeschlossen werden (siehe Bild 1-2). 


Durch die SIMATIC-Schnittstelle (Rückwandbus) kommuniziert die Bau- 
gruppe mit der Bedientafel. 


2. В. zeilenorientiertes 
Operator Panel (ОР) 


Bedientafel (BT) 


Projektierte 
Bedienbilder 


Bedienen und Beobachten 
über die MPI-Schnittstelle 


FM 353 


in Datenbausteinen: 
Rückwandbus Maschinendaten 
Anwenderdaten Schrittmaße 


(Anwender-Daten- Werkzeugkorrektur- 
baustein, Techno- daten 
logiefunktionen Verfahrprogramme 


siehe Kap. 6) Statusmeldungen 





Bild 8-1 Bedienen und Beobachten der FM 353 


Bedienen und Be- Die Daten/Signale, welche an der Bedientafel bedient und beobachtet werden 
obachten von FM- können, sind im Anwender-Datenbaustein aufgeführt. Diese Daten/Signale 
Daten/Signale in müssen durch das Anwenderprogramm bearbeitet werden (Daten/Signale 
der CPU 314 siehe Kap. 6 und Kapitel 8.1). 


Positionierbaugru
…[truncated]