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SIEMENS
SIMATIC 57-300
Positionierbaugruppe FM 354 für
Servoantrieb
Handbuch Ausgabe 04.97
Dieses Handbuch wird zusammen mit dem Projektierpaket,
Bestell-Nr.: 6ES7 354-1 AH01-7AG0, ausgeliefert.
SIEMENS
Vorwort, Inhaltsverzeichnis
Benutzerinformation
für das OP 07/OP 17
Referenzinformation
grammen
Anhange
Technische Daten A
EG-Konformitätserklärung B
SIMATIC S7
Positionierbaugruppe FM 354 für
Servoantrieb
Handbuch
Abkürzungsverzeichnis C
Indexverzeichnis
Sicherheitstechni- Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Ver-
sche Hinweise meidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise sind durch ein Warndreieck her-
vorgehoben und je nach Gefährdungsgrad folgendermaßen dargestellt:
N Gefahr
bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten wer-
den, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
i À Warnung
bedeutet, daß Tod, schwere Körperverletzung oder erheblicher Sachschaden eintreten kön-
nen, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
N Vorsicht
bedeutet, daß eine leichte Körperverletzung oder ein Sachschaden eintreten können, wenn
die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
Hinweis
ist eine wichtige Information über das Produkt, die Handhabung des Produktes oder den
jeweiligen Teil der Dokumentation, auf den besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Qualifiziertes Perso- Inbetriebsetzung und Betrieb eines Gerätes dürfen nur von qualifiziertem Personal vorge-
nal nommen werden. Qualifiziertes Personal im Sinne der sicherheitstechnischen Hinweise die-
ses Handbuchs sind Personen, die die Berechtigung haben, Geräte, Systeme und Stromkreise
gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Betrieb zu nehmen, zu erden und zu kenn-
zeichnen.
Bestimmungsgemä- Beachten Sie folgendes:
Ber Gebrauch
` Warnung
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschreibung vorgesehenen
Einsatzfälle und nur in Verbindung mit von Siemens empfohlenen bzw. zugelassenen
Fremdgeräten und -Komponenten verwendet werden.
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sachgemäßen Transport, sachge-
mäße Lagerung, Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung
voraus.
Marken SIMATIC undSINEC sind eingetragene Marken der SIEMENS AG.
Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch
Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.
Copyright. Siemens AG 1996 , 1997 All rights reserved
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und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht
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der Patenterteilung oder GM-Eintragung
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Bereich Automatisierungstechnik
Geschäftsgebiet Industrie-Automatisierung
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Haftungsausschluß
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der
beschriebenen Hard-und Software geprüft. Dennoch können Ab-
weichungen nicht ausgeschlossen werden. Die Angaben in dieser
Druckschriftwerden regelmäßig überprüft, und notwendige Korrek-
turen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten. Für Verbesse-
rungsvorschläge sind wir dankbar.
e Siemens AG 1997
Technische Anderungen bleiben vorbehalten.
Siemens Aktiengesellschaft
Positionierbaugruppe FM 354
Vorwort
Zweck der Doku-
mentation
Informations-
blöcke des Hand-
buches
Das Handbuch beinhaltet alle Informationen zur Baugruppe FM 354:
Hardware und Funktionen
Parametrierung
Bedienen und Beobachten
S7-Bausteine
sicherheitsgerechter Aufbau
Nachstehende Informationsblöcke beschreiben den Zweck und den Nutzen
des Handbuches.
Produktübersicht zur Baugruppe (Kapitel 1)
Dieser Abschnitt zeigt dem Anwender den Zweck und die Einsatzmög-
lichkeiten der Baugruppe. Er beschreibt einführende Informationen zur
FM 354 und deren Funktionen.
Grundlagen zum Positionieren (Kapitel 2)
Der Anwender findet hier einführende Informationen zu den Positionier-
verfahren und zugehörige Begriffserklärungen.
Ein- und Ausbauen der FM 354 (Kapitel 3)
Dieser Abschnitt erläutert den Ein- und Ausbau der FM 354.
Verdrahten der FM 354 (Kapitel 4)
Beschreibt den Anschluß und die Verdrahtung der Antriebe, der Geber
und der digitalen Ein-/Ausgänge.
Parametrieren der FM 354 (Kapitel 5)
Beschreibt das Parametrieren und die Funktionen von "FM 354 parame-
trieren”.
Programmieren der FM 354 (Kapitel 6)
Beschreibt die Programmierung der FM 354 mit STEP 7.
In Betrieb nehmen der FM 354 (Kapitel 7)
Beschreibt Abläufe, wie die FM 354 in Betrieb zu nehmen ist.
Bedienen und Beobachten (Kapitel 8)
— Beschreibt die Möglichkeiten zum Bedienen und Beobachten der
FM 354 und welche Daten/Signale bedient und beobachtet werden
können.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Vorwort
Referenzinformationen und Anhänge zum Nachschlagen von Faktenwis-
sen (Baugruppenfunktionen, Programmieranleitung, Schnittstellensignale,
Parameterlisten, Fehlerbehandlung, Technische Daten, B & B Standardo-
berfläche)
Abkürzungsverzeichnis und Stichwortverzeichnis zum Finden der Infor-
mationen
Voraussetzung für Das vorliegende Handbuch beschreibt die Hardware und die Funktionen der
die Anwender Baugruppe FM 354.
Für den Aufbau, die Programmierung und die Inbetriebnahme einer
SIMATIC S7-300 mit FM 354 benötigt der Anwender Kenntnisse über:
SIMATIC S7
Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-400/M7-400, Aufbauen
Programmiergerät (PG)
Programmieren mit STEP 7
Projektierung der Oberfláche einer Bedientafel
Anwender der Die Struktur und die Darstellungsweise der Informationen in dem Handbuch
FM 354 richtet sich nach dem Einsatzgebiet der FM 354 und nach der Tätigkeit des
Anwenders.
Dabei wird unterschieden zwischen:
Montieren
Diese Tätigkeiten umfassen die Montage und die Verdrahtung der
FM 354.
Programmieren
Diese Tätigkeiten umfassen die Parametrierung und Programmierung der
FM 354.
Fehlersuche und Diagnose
Diese Tätigkeiten umfassen die Fehlersuche und die Fehlerbehebung
— im Hardwareaufbau der Baugruppe und deren Komponenten
— und in der Programmierung, Handhabung und Steuern der Baugrup-
penfunktionen.
Bedienen
Diese Anwender bedienen die FM 354. Der Bediener setzt sich demzu-
folge nur mit der Steuerung der Positionieraufträge auseinander.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
CE-Kenn-
zeichnung
Ansprechpartner
Hotline
Vorwort
Unsere Produkte erfüllen die Anforderungen der EU-Richtlinie 89/336/EWG
”Elektromagnetische Verträglichkeit” und die dort aufgeführten harmonisier-
ten europäischen Normen (EN).
Die EG-Konformitätserklärung gemäß der obengenannten EU-Richtlinie,
Artikel 10, ist Inhalt dieses Handbuches (siehe Kapitel B).
Sollten Sie im Umgang mit dem Handbuch auf Probleme oder Fragen stoßen,
so wenden Sie sich bitte an die auf dem Rückmeldeblatt am Schluß des
Handbuches angeführte zuständige Dienststelle.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Test-Hotline, 0911 / 895 — 7000
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Inhaltsverzeichnis
1 Produktübersicht iaa nn 1-1]
1.1 Die FM 354 im Automatisierungssystem S7-300 ........2.2222erere nn 1-3
1.2 Darstellung der Baugruppe ...... nananana nananana nennen 1-8
1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen ....... 2.222222 eii
Grundlagen zum Positionieren .........occocococccc nun nn nn 2-1
Ein- und Ausbauen der FM 354 .......zuuunnunununnunununn nun nnn nun nn nun 3-1
3.1 Einbau der FM 354 0. ....oocccccococc en nennen nenn 3-2
3.2 Ausbau der FM 354 .......ooccccccco nananana 3-3
33 Baąaugrüuppentausch ein aa een 3-4
4 Verdrahten der FM 354 ......0..0occccccccc
4.1 Verdrahtungsschema einer FM 354 ........suusunisrnirurr erinran:
4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle ..........ooooocooccoccooooo.
4.3 Anschließen der Antriebseinheit..........oooooooccoocoocoroornonnoos
4.4 Beschreibung der Meßsystem-Schnittstelle .......................... 4-7
4.5 Anschließen der Geber .......o..oocoocccccococo 4-11
4.6 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle ........................... 4-13
4.7 Verdrahtung der Frontsteckers .......... ananuna nananana 4-18
5 Parametrieren der FM 334. ua ass ma m aa aga a a E a aA a R a a o aE 5-1
9:1 Installation von "FM 354 parametrieren” ....... nananana ananuna anann 5-2
5.2 Einstieg in “FM 354 parametrieren” .......anana naana nananana 53
5.3 Parametrierdaten .........22222ess sense eneenennen seen nennen nenn
58.1 Maschinendaten asesuesea see serien
SR SCHIEN AnS
5.3-9 Werkzeugkorrekturdaten
5.3.4 Verfahrprogramme ...o.occccc araea
5.4 Parametrieren mit "FM 354 parametrieren” .........oooocococoooooo.. 5-22
55 Ablegen der Parametrierdaten im SDB > 1000 .......ooocooccooocnoo... 5-25
6 Programmieren der FM 354 .........zzze=suusnnennennnennnenneonnnnnnnnnen
6.1 FC INIT_DB (FC 1) — Anwender-DB initialisieren ..................... 6-4
6.2 FC MODE_WR (FC 2) - Betriebsarten steuern und
Schreibaufträge bearbeiten ........ zn 6-6
6.2.1 Schreibaufträge bearbeiten ..........oooococcoocconoono ro 6-8
6.2.2 Betriebsarten steuern... ......22 nananana aanne 6-11
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Inhaltsverzeichnis
yi
6.3 FC RD_COM (FC 3) — Leseaufträge zyklisch bearbeiten ..............
6.4 Diagnoseinformationen lesen ........ nannaa nannan aaaea
6.4.1 FC DIAG_RD (FC 4) — Diagnosealarmdaten im OB 82 lesen ..........
6.4.2 FC DIAG_INF (FC 6) — Diagnosealarmdaten im OB 1 lesen ...........
6.5 FC MSRMENT (FC 5) — Meßwerte lesen .............o..ooooocoooomo..
6.6 Anwender-Datenbaustein .........oocoococooonnonn o
6.7 Anwendungsbeispiele ............oocoocooccononco een nenn
6.8 Technische Daten osas engere 6-45
In Betrieb nehmen der FM 354 ............coccccccc nun nun nun nun nn 7-1
7.1 Einbauen und Verdrahten .......aana naana aaan aaae 7-2
Le Anfangswerte für Test und Optimierung ........ 2222222 7-3
LS Test und Optimierung ........coocococcnn eeneneneeeenen nennen
7.3.1 Aktivierung der Maschinendaten .........o.cococcococcccn nenn
7.3.2 Kontrolle der Antriebs- und Geberanschaltung ............oo.oooooooo..
7.3.3 Grundinbetriebnahme der Lageregelung .............oooooooooooooo..
7.3.4 Optimierung der Lageregelung .........o.oocococcocononan nenn
7.3.5 Justage der Referenzpunktkoordinate ..............o.o.ooooooooomoomo.
7.3.6 Aktivierung der Lagereglerdiagnose ..........o.ooococcoonconnono ooo.
7:31 Aktivierung Softwareendschalter, Driftkompensation und
Bedienen und Beobachten ......0.0.occocccccc nn nn nn nn nn nn nn nn nn nn
8.1
8.1.1
8.1.2
8.2
8.3
Beschreibung der Funktionen .......sssasnssnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnne
9.1
9.1.1
9.1.2
9.1.3
9.2
9.2.1
9.2.2
9.2.3
9.2.4
925
9.2.6
9.2.7
9.3
9.3.1
9.3.2
9.3.3
9.3.4
Losekompensation sue ds a ad nn nd ee aan een
B & B Standardoberfläche für das OP 07 und das OP 17 ..............
Standardoberfläche für das OP 07 ....:. 2: ccm nn nen
Standardoberfläche für das OP 17 ...:... oc c cn onen
Auswertung des Anwender-DBs durch das Anwenderprogramm für
B35. BEdlENENeree O o nern
Datenbaustein für Statusmeldungen (DB-SS) ............2..2 22222200.
Steuer-/Rückmeldesignale ..........oooococooconcononr o
Steuersignale .......ooooocoocooo een
Rückmeldesignale ze: 22042 20 nee nenne ae ana nda
Allgemeine Handhabungshinweise .........oo.ooccocococccooco nenn
BE INES que a ea a re ae a ne a ee
Tippen ..........222osneaneenenennnnnennen nennen een nennen nennen
SICUS augen re nee en re raza
REISTCHZBUNKT A... credo cl aaa rear nee
Schrittmaßfäahrt relativ -..0uu..00u0 000000 rw uw ehern
MDI (Manual Data Input) erseueusn asien een
Automatik zone en ent ne en inti rak ana De KANRA KENEEN
Automatik Einzelsatz ......:: 222
VS EEE pointer na ee ee area
Parameter/Daten ändern (Auftrags-Nr. 8) ..........ooooooooooomoo...
Einzeleinstellungen (Auftrags-Nr. 10) .........ooooooooocoomommomomm.o..
Einzelkommandos (Auftrags-Nr. 11) ........2222n2eeseeenneenen nenn
Nullpunktverschiebung (Auftrags-Nr. 12) ...........oooooooooooooooo..
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
10
11
Inhaltsverzeichnis
9.3.5 Istwert setzen (Auftrags-Nr. 13) ........oooooooocococooocno
9.3.6 Fliegendes Istwert setzen (Auftrags-Nr. 14) ..........oooooooooooooo..
9.3.7 Anforderung der Applikationsdaten (Auftrags-Nr. 18) ..................
9.3.8 Teach In (Auftrags-Nr. 19) ........ooococcoccooncno
9.3.9 Bezugspunkt setzen (Auftrags-Nr. 21) ...........ooooooocoonconnn ooo
9.3.10: A o II
9.3.11 Grundbetriebsdaten (Auftrags-Nr. 102) ..........ooooooocononnoonooo.
9.3.12 Aktiver NC-Satz (Auftrags-Nr. 103), nächster NC-Satz
(Auftrags-Nr. 104) u ae en € P£É£—
9.3.13 Applikationsdaten (Auftrags-Nr. 105) ..........22 222m 2n sense
9.3.14 Istwert-Satzwechsel (Auftrag-Nr. 107) ..........2.22 2222 n sense enenn
9.3.15 Servicedaten (Auftrags-Nr. 108) .........2.2 22022 n sense nen
9.3.16 Zusatzbetriebsdaten (Auftrags-Nr. 110) .........oooooooocoooonooooooo
9.3.17 Parameter/Daten (Auftrags-Nr. 114) ...........ooocococooncnonnnooo..
9.4 Maßsystem ...o.o.ococcoc nennen nennen
9.5 ACEA ne a r rs e E EA
9.6 CODO a nn REEE E Dee
9.6.1 Inkrementalgeber .......nnnnn nananana aaae
9.6.2 Absolutgeber (SSI) .........oooocococcccoco
9.6.3 Synchronisation der Geber
9.7 Lageregelung Age
9.8 Digitale Ein-/Ausgänge .....oooccccccc nannaa
9.8.1 Funktionsbeschreibung digitale Eingänge ..............ooooocooooooo..
9.8.2 Funktionsbeschreibung digitale Ausgänge .......n nannaa nananana annaa
9.9 Softwareendschalter ....... ananunua nananana errar bs
9.10 ira Ei „u trennen niake Re RRRA RRENA
Programmierung von Verfahrprogrammen ...0.ccocccocccc o
10.1 Verfahrsätze ........nnana nee ne nenne rear
10.2 Ablauf von Programmen und Bearbeitungsrichtung ...................
10,3 Satzübergänge risas aL
Fehlerbehandlung ......ococcccocc un nn nn nun nn nun nn nun nn nn nn
11.1 Fehlerklasse und Reaktionen der Baugruppe ......o..ooocococcoccc oo
11.2 Fehlermeldungen su... = «uw we an an nn Banana
11.21 Fehleranzeigen durch LEDS ...........ooocococccoccno nenn
11.2.2 A o E EI
11.2.3 Fehlermeldung über Rúckmeldesignale ...............oo.oo.oomoomo...
11.24 Meldung im Datenbaustein ...........ococcocccconnnnecn nenn
11.2.5 Diagnosepuffer ansehen (PG/PO) ........oocoococoococccnc nennen en
11.3 Li A A In
11.3.1 Diagnosealarme wear er e tada
11.3.2 Fehlermeldung über Rückmeldesignale
TECHNISCHE Dalen „iinssesurrenn nennen
EG-Konformitätserklärung ........oocococcoccc nun nun nn nun nn nun
Abkürzungsverzeichnis .......occocccccc nun nun nun nun nun nun
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
vil
Inhaltsverzeichnis
Bilder
viii
7-6
7-10
7-11
7-12
7-13
7-14
7-15
8-1
8-2
8-3
8-4
8-5
8-6
Mehrzeiliger Aufbau einer SIMATIC S7-300 mit FM 354 (Beispiel) ......
Systemübersicht (schematisch) ....... onnan nananana nananana
Datenablagekonzept .......o.cooccococcccc
Lage der Schnittstellen und Frontelemente ..............oo.oooooooo.o..
Typenschild der FM 354 eo ios sus: cinra serranas
Prinzip einer Positionierung .........222susseeeesennennen nennen nenn
Aufbau der geregelten Positionierung, Beispiel .......................
Tausch der FM 354 bei ausgeschalteter Anlage ......................
Verdrahtungsschema einer FM 354 ........2o22en nase eneneneneen nn
Lage des SteckersX2 .....o.oococcococonon nennen
Anschluß eines SIMODRIVE 611-A-Antriebsgerätes ..................
Lage der Buchse X3 ..o.oocococccccoc nennen nen
Anschluß Geber .....o..ooooococ o
Lage des SteckersX1 .....o.ococcoococono een en
Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung von der Steuerung ........
Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung vom Antriebsgerát ........
Verdrahtung des Frontsteckers .........ooococcoccoocnnonnonnonoonoo.
Übersicht Parametrieren........ cc cn
Einstieg "FM 354 parametrieren” ........o.ooocococoocoonno nenn
Ubersichtsbild für die Parametrierung . . 222222
Eingabe der Werte für Maschinendaten ............:222e2c2neeeeee nn
Eingabe der Werte für Schrittmaße .............oooooooconoononoooo..
Eingabe der Werte für Werkzeugkorrekturdaten ......................
Eingabe für Verfahrprogramme .....ooccccccccc ennee nennen
SDB > 1 000 erstellen .............oooooocooconnononnonn
SDB > 1 000 anzeigen/löschen ........oococcoconcononcon nen
Übersicht Programmieren ....... cz nne nennen nennen
Übersichtsbild für die Einbindung der FM 354 ins Anwenderprogramm ..
Auswerten Diagnoseinformation .........2.22u22en seen aaeeea
Übersichtsbild für die Parametrierung und Inbetriebnahme ............
Inbetriebnahmeoberfläche (z. B. für BA "Referenzpunktfahrt”) ..........
Fehlerauswertung «a. u.a mn aaa ana dran wa nee aka
SMC ee iaa baena
Antriebsanschaltung .........ooooocoocconoc eeneenennen nennen
Geberanschaltung und Verfahrgeschwindigkeit ......................
Übergangszeit des Antriebs und max. Spannungsanstieg .............
melee 0: een anna nee want nenne runter
Positionieren 22... cur Jun nennen nee
LageregelkreiS aa ante en teten ee er en ee re wen een wa
Testbewegungen zur Optimierung der Lageregelung ..................
Übergangsfunktion des Lageregelkreises ........22 2.2222
Verhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeitsübergängen
(summative Wirkung aus Ruckfilter und Lageregelung) ...............
Aktivierung der Lagereglerdiagnose ...........oooccoococonnnoonno omo.
Ermittlung der Lose und Aktivierung der Losekompensation ...........
Bedienen und Beobachten der FM 354 ...........ooooccoocooococnommo..
Menúbaum der Bedienoberfläche des OP 07 ......... 2.2222 cenenenenn
Menúbaum der Bedienoberfläche des OP 17 .......o.oococoocococoooo..
Bildaufbau der vorprojektierten Oberfläche ..............oo.oo.ooooo.o..
GIURIBI PAST sor carmona creer oe ea
Betriebsartenanwahl PIC75 .......oooococcccccocoono nn
Ale
SES
—h | =l
TES
SIR
MA
sE
OD A
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
8-7
8-8
8-9
8-10
8-11
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8-13
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8-19
9-1
9-2
9-3
9-4
9-5
9-6
10-1
10-2
10-3
10-4
11-1
11-2
Tabellen
4-11
de
Inhaltsverzeichnis
e A Io
MDI-Satzeingabe PIC74 .........oococcoccccocn nenn nen
MDI-Satz fliegend PIC741 ........ooocococococcnonononon
Automatik-Grundbild PIC73 vicio ire ad
Programmanwahl PIC734 ocio is a aa
axlieclersalzPIOTOT ses riperisorrie oo pases rd pda
Folgesatz PIC732 .....o.oococccccoco nennen nen
Parameter PICI Siena ae ae ann po o Aare
Inbetriebnahme PIC76 .......ooooococccoconco nneneeneenenenn
IBN-Einstellungen PIC761 ..2...-...uuu40u0 000000 AR Rene
Maschinendaten PIC763 .........oococcoccccono nennen
Diagnose, Fehlermeldung PIC77 ........oooooococoocooco een
Alarmmeldungen PIC772 z..u..r..u5e sun He Rennen
NullpunktverschiebunQ .........ooocooccocccoo nennen nn
ISIWERLSEIZEN. suisses ran rear idee
Linearachse 23... 3 Pee nn are hen we era ae mach ae Aa
{lg 6 7= 10] IOO RUSSEN ERREGER porter E e EE UHERFERR
Geber an Rundachsen .......oococcoccccc nennen
Übersichtsbild Lageregler - ......2 2.2222
Bezugsmaßeingabe G90 .....o.occocococcc nennen
Kettenmaßeingabe G91 .......oocccccccoco nenne nennen
RURGSCHSE se see nn de das re ee ee
Werkzeugkorrektur zu eeren reden ne rege ee ar ek a Ba re
Übersicht Diagnose/Fehler ........oocoocccoccocccccco
Status- und Fehleranzeigen der FM 354
Kompatibilitátsliste der FM 354 mit den S7-300-CPUs und mit OPs ....
Komponenten einer Positioniersteuerung ...........0oooocooocoomommo.. 1-6
Schnittstellen zenans sans une ae posea dos hr tetona
Status- und Fehleranzeigen ..........ooo.oooocccccccnnoo oo
Verbindungskabel einer Positioniersteuerung mit FM 354 ............. 4-3
Belegung des Steckers X2 ......ooooooooocccocnco co
Elektrische Parameter des SollwertsignalS .............oooo.oooooo...
Elektrische Parameter der Relaiskontakte ................o.o.ooooo.o...
Belegung der Buchse X3 .....ooocoocccccco nennen nen
Elektrische Parameter der Geberversorgung .......ooocococooonooooo.o
Maximale Leitungslängen in Abhängigkeit von der Geberversorgung
Maximale Leitungslängen in Abhängigkeit von der
Übertragungsfrequenz ..... cn n nennen nennen een
Belegung des Steckers X1 .......oococococococcoc nennen
Elektrische Parameter der digitalen Eingänge ...............oo.oooo.o..
Elektrische Parameter Eingang "Reglermeldung” .....................
Elektrische Parameter der digitalen Ausgänge ..........ooooooooooo..
Datenbausteine .......oo.oooccocon nennen nen
Anwender DB peros pacos rl ros a rar AE
Datenbausteinstruktur ........ooooococcocnnnnr anno
DB-Struktur Maschinendaten ..........oocococcocconoonen o
MaschinendatenliSte ............ooooooooocoonconoonnonr a
DB-Struktur Schriimaße secos as
DB-Struktur Werkzeugkorrekturdaten ...........ooooococoooononooo..
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Inhaltsverzeichnis
5-8 DB-Struktur Verfahrprogramme ........2.22222eseseeenneeeeenen nenn
5-9 Menús von "FM 354 parametrieren” ..........oooococcocconocono nen
6-1 Technologiefunktion für die FM 354 .......ooococccocccccc nn
6-2 Schreibauftragstatus soci rennen
6-3 Steuer-/Rückmeldesignale ..........oooooocoocnoncononr o
6-4 Diagnoseinformationen „ae ..uru 4.04 Haren eier idee
6-5 Anwender-DB für die FM 354 .........ooooocoocococnoonoonno een
6-6 Merker Anwendungsbeispiel 1 ...........oooococcococcen nennen
6-7 Merker Anwendungsbeispiel2 ........ooooccoccocccoco o
6-8 Merker Anwendungsbeispiel3 .........oooocoococconcoco nennen
6-9 Speicherbelegung der FCS .....o.oococccconcocn nananana nann
6-10 Bearbeitungszeiten der FOS ......coococccccconoonn nen
7-1 Ckeckliste zum Einbauen und Verdrahten .........22.2222sn seen
7-2 Ckeckliste zum Parametrieren ......... 222 22unneeneenenneeneeenn een
7-3 Anfangsbelegung der Maschinendaten ............oooooccocooconooo..
7-4 Checkliste Inbetriebnahme der Maschinenachse ..............oo.o...
7-5 Wirkung der dynamikbestimmendenMD ...........ooooocccococonoo...
8-1 Beschreibung der Bilder in der Bedienoberfläche ....................
8-2 Auswertung des Anwender-DBs durch das Anwenderprogramm .......
8-3 Variable für Anwender-DB _........o.oocoococcoononnoon nenn
8-4 Parameter/Daten des DB-SS .......oooccccccoccco nn
8-5 Steuer- und Rúckmeldesignale ............o..ooooccoononconnnnonooo..
9-1 Steuersignale ......oooococooc o
9-2 Rückmeldesignale ...........oo.ooooccocococo nennen nenn
9-3 Steuerhandlungen für die BA “Tippen” (Beispiele) ....................
9-4 Steuerhandlungen für die BA “Referenzpunktfahrt” (Beispiele) .........
9-5 Steuerhandlungen für die BA “Schrittmaßfahrt relativ” (Beispiele) ......
9-6 MOSA ee E ea
9-7 Steuerhandlungen für die BA “MD!” (Beispiele) ......................
9-8 Steuerhandlungen für die BA “Automatik” (Beispiele) .................
9-9 Funktionsparameter Inkrementalgeber .............oooocooccoconnnooo.
9-10 Fehlerdiagnose Inkrementalgeber ..........oooooccococoononoonm ooo
9-11 Funktionsparameter Absolutgeber (SSI) ..........o.oooooococcconcoo oo
9-12 Fehlerdiagnose Absolutgeber .........ooococccccnconoonno nn
9-13 Funktionsparameter digitale Ein-/Ausgänge ........oooococcoccc o.
10-1 G-FUNKUIONON sesmorcoseciona ee na hear ae Heer
10-2 M-PFUÜNRIUOMEN. zassensunee ee AERA A A A A
11-1 Übersicht Fehlerklassen ........oooooococooo ocn
11-2 Übersicht interne Fehlerreaktionen ...... 22er
11-3 Status- und Fehleranzeigen .........ooooocoooononnono nr
11-4 DIAINOSEAlAN zuunanna ora ae dde add ds y eo AA aio da dd
11-5 Betriebsfehler .........o.oooococcocoonno on
11-6 BSUlentenler ae dove nos code pe ae Da anos
11-7 Fahrfehler .........ooocoococcoo nee nennen
11-8 Allgemeine Datenfehler, Maschinendatenfehler, Verfahrprogrammfehler
A-1 Anschlußwerte .......ooooocoococ o
A-2 Technische Daten: Maße und Gewicht .............oocoocoocoocoonomoo..
A-3 Technische Daten: Gebereingänge ......ooococcccconnnonn nannan
A-4 Technische Daten: Sollwertausgang .......oooococoononnononronoooo.
A-5 Technische Daten: digitale Eingänge ..............oooooccoooononooo..
A-6 Technische Daten: digitale Ausgänge .......ooocooccoccoo nenn
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
Was kann die
FM 354?
Wo kann die
FM 354 eingesetzt
werden?
Die FM 354 ist eine mikroprozessorgesteuerte Positionierbaugruppe für einen
Antrieb mit analoger Sollwert-Schnittstelle.
Die FM 354 ¡st eine leistungsfähige Baugruppe für das Aufgabengebiet ”La-
gegeregeltes Positionieren”.
Die Baugruppe arbeitet selbstständig und wird über das Anwenderprogramm
im System SIMATIC S7-300 gesteuert.
Es können Rund- und Linearachsen lagegeregelt bzw. gesteuert mit Istwert-
mitführung betrieben werden.
Die FM 354 verfügt über verschiedene Betriebsarten.
Die Baugruppe besitzt einen nicht flüchtigen Datenspeicher zum Speichern
der Parametrierdaten.
e Die FM 354 ıst wartungsfrei (keine Batterie).
e Über eine systemkonforme Parametrierung erfolgt die Einbindung und
Anpassung an Anwendergegebenheiten.
Die FM 354 ist einsetzbar sowohl für einfache Positionierungen als auch für
komplexe Verfahrprofile mit höchsten Ansprüchen an Dynamik, Genauigkeit
und Geschwindigkeit. Sie ist auch geeignet für Positionieraufgaben in Ma-
schinen mit hohen Taktraten.
Typische Einsatzmösglichkeiten der Positionierbaugruppe sind:
e Transferstraßen
e Montagelinien
e Pressen
e Holzbearbeitungsmaschinen
e Handhabungsgeräte
e Beschickungseinrichtungen
e Hilfsbewegungen bei Fräs- und Drehmaschinen
e Verpackungsmaschinen
e Förder- und Transporteinrichtungen
Der Funktionsumfang ist vergleichbar mit der Baugruppe WF 721 im System
SIMATIC S5 und FM 353 im System SIMATIC S7.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
1-1
Produktübersicht
Kompatibilitäts- Beachten Sie die folgenden Abhängigkeiten der jeweiligen Ausgabeständen/
liste Bestellnummern beim Einsatz der FM 354 mit den CPUs der S7-300 und mit
OPs.
Tabelle 1-1 Kompatibilitätsliste der FM 354 mit den S7-300-CPUs und mit
OPs
Baugruppen sind FM FM
kompatibel zueinander... 354-1AH00-0AE0 | 354-1AH01-0AEO
CPUs S7-300
313 313-1AD01-0ABO
314 314-1AE02-0ABO
314 IFM 314-5AE01-0ABO
315 315-1AF01-0ABO
315-2 DP 315-2AF01-0ABO
CPUs S7-300
312 IFM 312-5AC00-0ABO ja
313 313-1AD00-0ABO
314 314-1AE00/01-0ABO
314 IFM 314-5AE00-0ABO
315 315-1AF00-0ABO
315-2 DP 315-2AF00-0ABO
OPs... (mit Protool V 3.x)
OP 7/DP 607-13C20-OXAO
OP 7/DP-12 607-1JC30-0XAO
OP 17/DP 617 1JC20-0XAO
OP 17/DP-12 617 1JC30-0XAO0
OP 25 525-1EA .1-0AX0
OP 35 535-1FA01-0AX0
OP 37 637-1 . L00-0 . XO
(kein Baugrup-
pentausch ohne
OPs (mit Protool < V 3.x)
OP 3 503-1DB10
OP 5/A2 505-1FB12
OP 15/A2 515-1EB32-1AAO
OP 15/C2 515-1MA22-1AAO
OP 7/DP 607-1JC20-0X AO
OP 7/DP-12 607-1JC30-0XAO
OP 17/DP 617 1JC20-0XAO
OP 17/DP-12 617 1JC30-0XAO
OP 25 525-1EA .1-0AX0
OP 35 535-1FA01-0AX0
OP 37 637-1 . L00-0 . XO
4-2 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
1.1 Die FM 354 im Automatisierungssystem S7-300
Wie wird die Die FM 354 ist als Funktionsmodul der Steuerung SIMATIC S7-300 reali-
FM 354 in S7-300 siert.
i 2
eingebunden‘ Das Automatisierungsystem S7-300 besteht aus einer CPU und verschiedenen
Peripheriebaugruppen, die auf einer Profilschiene montiert werden.
Je nach Anforderungen ist ein ein- oder mehrzeiliger Aufbau möglich.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 13
Produktübersicht
Mehrzeiliger Eine SIMATIC S7-300 CPU kann bis zu vier Zeilen (Racks) mit maximal je
Aufbau acht Bus-Teilnehmern steuern (siehe Bild 1-1).
BT PG
Bedientafel Programmiergerät
|
Rückwandbus Rack 3
SM SM
dig./anal.| | dig./anal.
SM
dig./anal.
Dezentrale Peripherie
L2-DP mit Anschaltbau-
> gruppe IM (in Vorberei-
tung)
PS 24 V SIMATIC
2/5/10 A S7-300 CPU
MPI — Mehrpunktfähige Schnittstelle Servo-
IM — Anschaltbaugruppe antrieb
SM - Signalbaugruppe
PS - Stromversorgung
CPU - Zentralbaugruppe
Bild 1-1 Mehrzeiliger Aufbau einer SIMATIC S7-300 mit FM 354 (Beispiel)
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
Systemübersicht Eine Positioniersteuerung mit FM 354 besteht aus verschiedenen Einzelkom-
der Komponenten ponenten. Diese sind im Bild 1-2 dargestellt.
Bedientafel (BT) Programmiergerät (PG)
(z. B. OP 05) 2
s
N
Projektierpaket
Profilschiene
Leistungsteil z. B. Meßtaster
z. B. SIMODRIVE 611-A
l
I
B
m
Geber
Motor
z.B. IFT5
Bild 1-2 Systemibersicht (schematisch)
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
Komponenten
1-6
Die wichtigsten Komponenten und deren Funktion sind in Tabelle 1-2 auf-
geführt.
Tabelle 1-2 Komponenten einer Positioniersteuerung
Profilschiene ... ist der Baugruppenträger für die S7-300
... ist die Positionierbaugruppe. Sie wird von der
S7-300 CPU gesteuert.
Zentralbaugruppe (CPU) ... führt das Anwenderprogramm aus; versorgt den
S7-300 Rückwandbus mit 5 V; kommuniziert über die
MPI-Schnittstelle mit dem PG, der Bedientafel.
Stromversorgung (PS) ... setzt Netzspannung (120/230 V AC) in 24 V DC-
Betriebsspannung um für die Versorgung der S7-300.
Signalbaugruppen (SM) ... passen unterschiedliche Prozeßsignalpegel an die
S7-300 an.
Anschaltbaugruppe (IM) ... verbindet die einzelnen Zeilen einer S7-300 mitein-
ander (gilt für mehrzeiligen Aufbau siehe Bild 1-1).
Progammiergerät (PG) ... konfiguriert, parametriert, programmiert und testet
die S7-300 und die FM 354.
Bedientafel (BT) ... ist die Schnittstelle zur Maschine. Sie dient zum
Bedienen und Beobachten. Für den Betrieb einer
FM 354 ist sie nicht unbedingt Voraussetzung.
Leistungsteil ... steuert den Motor an.
... ist der Antrieb für die Achse.
Geber ... ist das Wegmeßsystem, welches die aktuelle Achs-
position erfaßt. Durch Vergleichen der Istposition mit
der gültigen Sollposition erkennt die FM 354 sofort
Abweichungen und versucht sie zu kompensieren.
Projektierpaket ... beinhaltet folgendes:
e Handbuch in deutscher Sprache
e 3 1/2” Diskette mit:
Bausteinpaket FCs
Parametriertool "FM 354 parametrieren”
vorprojektierte Oberfläche für die COROS-
Geräte OP 07 und OP 17
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
Systemübersicht Das folgende Bild gibt Ihnen einen Überblick über das Datenablagekonzept.
Datenhandling
CPU
Ladespeicher| Arbeitsspeicher Baugruppen-
daten
inklusiv FCs
P-Bus
Anwenderprogramm o
Anwender-DBx
Onlinedaten
Erstellung des
Anwenderpro-
gramms
Diagnose-/
Prozeßalarm
K-Bus
Bedienen und
Beobachten
Parametrieren,
Test und Diagnose
AE EP CN
is
KOP-/AWL-
Editor
Bild 1-3 Datenablagekonzept
I |
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
.B.
e Baugruppendaten
e Diagnosedaten
DBx DBx
Parame- |... | Parame-
trierdaten trierdaten
Maschinendaten
Schrittmaße
Werkzeugkorrekturdaten
Verfahrprogramme
Statusmeldungen
1-7
Produktübersicht
1.2 Darstellung der Baugruppe
Ansicht der Das Bild 1-4 zeigt die Baugruppe FM 354 mit ihren Schnittstellen und Front-
FM 354 elementen (Fehler- und Status-Anzeigen).
Profilschiene
Beschriftung auf der Baugruppe:
FM 354
F.SERVO MOTOR
Busverbinder
SIMATIC-Schnittstelle
Fronttúr
(aufklappbar) Beschriftungsschild
Frontansicht
ohne Fronttúren
ENCODER X3
Frontstecker
Status- und
Fehleranzeigen
Anzeige der digitalen
MeBsystem- Ein-/Ausgánge
Schnittstelle X3
Antriebs-
Schnittstelle X2 A
ANAL.OUT X2
Peripherie-
Schnittstelle X1
Bild 1-4 Lage der Schnittstellen und Frontelemente
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
1-8
Produktübersicht
Schnittstellen In der Tabelle 1-3 sind die Schnittstellen und ihre Bedeutung beschrieben.
Tabelle 1-3 Schnittstellen
Schnittstellen Beschreibung
Busverbinder rückseitige Stecker zur Weiterführung des S7-Busses von
SIMATIC-Schnittstelle | Baugruppe zu Baugruppe
Antriebs-Schnittstelle 9poliger D-Sub-Stecker (X2) zum Anschluß des Antriebs-
gerätes
Meßsystem-Schnittstelle | 15polige D-Sub-Buchse (X3) zum Anschluß des Gebers
Peripherie-Schnittstelle | 20poliger Frontstecker (X1) zum Anschluß der Laststrom-
versorgung und zur Verdrahtung der digitalen Ein- und
Ausgänge
Anzeige der LEDs An der Frontseite der FM 354 sind 12 LED-Anzeigen angeordnet. In der Ta-
belle 1-4 sind die LEDs und ihre Bedeutung beschrieben.
Tabelle 1-4 Status- und Fehleranzeigen
SF (rot) - Diese LED zeigt einen Fehlerzustand der FM 354 an.
Sammelfehler (siehe Fehlerbearbeitung Kap. 11)
DC 5V (grün) - Diese LED zeigt die Betriebsbereitschaft der Hardware an.
Logikversorgung
eingeschaltet
DIAG (gelb) - Diese LED zeigt verschiedene Diagnosezustände an.
Diagnose (siehe Fehlerbearbeitung Kap. 11)
IO...I3 (grün) - Diese LEDs zeigen den eingeschalteten Eingang an.
digitalen Eingänge
Q0...Q3 (grün) - Diese LEDs zeigen den eingeschalteten Ausgang an.
digitalen Ausgänge
RM (grün) - Diese LED zeigt die Bereitschaft des Antriebsgerätes an.
Antriebsgerät bereit
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
Typenschild der Das Bild 1-5 beschreibt Ihnen alle Informationen, die das Typenschild der
FM 354 FM 354 enthält.
SIEMENS
SIMATIC =
>/ 394-1AHRO1-DALO
F. SERVO MOTOR
INPUT DC24V, 2,54
579937. 9001.01] <>
= APPPOVED
Ar Stand: 0 le
Made in German; il
Zulassungen und Kennzeichnungen
Bestellnummer Baugruppenbezeichnung
Erzeugnisstand
Bild 1-5 Typenschild der FM 354
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
1.3 Überblick zu den Baugruppenfunktionen
Übersicht In der Baugruppe FM 354 sind folgende Funktionen realisiert:
Betriebsartensteuerung
Istwerterfassung
Lageregelung
digitale Ein-/Ausgänge
betriebsartenübergreifende Einstellungen/Funktionen
Softwareendschalter
Prozeßalarme
Satzfolgesteuerung
Diagnose und Fehlerbehandlung
Datenhaltung auf der FM 354
Betriebsartenan- Die Betriebsart ist über das Anwenderprogramm an die FM zu übergeben.
steuerung
Die FM 354 verfügt über folgende Betriebsarten:
Tippen
Steuern
Referenzpunktfahrt
Schrittmaßfahrt relativ
Handeingabe (MDI-Manual Data Input)
Automatik
Automatik Einzelsatz
Geber An der Meßsystem-Schnittstelle können Inkrementalgeber oder Absolutgeber
(SSI) angeschlossen werden.
Lageregelung Der Lageregler erfüllt folgende Aufgaben:
geschwindigkeitsrichtige Führung des Antriebs während des Bewegungs-
ablaufs (z. B. einstellbare Beschleunigung und Verzögerung, Ruckbegren-
zung, Schleppabstandsüberwachung siehe Kapitel 9.7 ”Lageregelung”)
zıelgenaues Einfahren der Achse in die programmierte Zielposition
(z. B. Einfahren in die Position siehe Kapitel 9.7 ”Lageregelung”)
Halten der Achse auf einer Position bei Einwirkung von Störgrößen.
(z. B. Offsetkompensation siehe Kapitel 9.7 "Lageregelung”)
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Produktübersicht
Digitale Ein-/Aus-
gänge
Betriebsartenüber-
greifende Einstel-
lungen/Funktionen
Softwareendschal-
ter
Prozeßalarme
Satzfolgesteue-
rung
Diagnose und Feh-
lerbehandlung
Datenhaltung auf
der FM 354
Je vier digitale Ein-/Ausgänge sind anwenderspezifisch verwendbar.
Es können z. B. angeschlossen werden:
e Referenzpunktschalter
e Schalter für externen Start
e Meßtaster
e Position erreicht, Halt
e Drehrichtung vorwärts/rückwärts
Die Zuordnung der Schaltfunktion zur Nummer des Eingangs/Ausgangs er-
folgt über Maschinendaten.
In den Betriebsarten können durch bestimmte Einstellungen zusätzlich zur
Betriebsart im Anwenderprogramm spezielle Funktionen aktiviert werden
(z. B. fliegendes Messen, Referenzpunkt nachtriggern usw.).
Der Arbeitsbereich (durch Softwareendschalter festgelegt) wird nach Auf-
nahme der Synchronisation automatisch überwacht.
Prozeßalarme werden ausgelöst z. B. bei:
e Position erreicht
e Lángenmessung beendet
e fliegender Satzwechsel
e fliegendes Messen
Die Auswahl von Prozeßalarmen erfolgt über Maschinendaten.
Autonome Abarbeitung eines Verfahrprogrammes einschließlich Unterpro-
gramme, die mittels Parametrierung erstellt wurden. Auf der Baugruppe steht
eine bestimmte Anzahl von Verfahrprogrammen zur Abarbeitung zur Verfü-
gung.
Der Anlauf und der laufende Betrieb der Baugruppe werden durch Fehler-
und Diagnosealarme überwacht. Dabei auftretende Fehler werden dem Sy-
stem mitgeteilt und durch die LEDs auf der Baugruppe angezeigt.
Auf der FM 354 werden die Parametrierdaten (Maschinendaten, Werkzeug-
korrekturdaten, Verfahrprogramme und Schrittmaße) remanent gespeichert.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Grundlagen zum Positionieren
Was ist Positionie-
ren?
Geregeltes
Positionieren
Positionieren heißt, eine Last unter Berücksichtigung aller einwirkenden
Kräfte und Momente in einer bestimmten Zeit in eine definierte Position zu
bringen.
Position A Position B
F = antreibende Kraft Ax = zurückzulegende Wegstrecke s= Weg
Bild 2-1 Prinzip einer Positionierung
Geregeltes Positionieren ist:
e geschwindigkeitsrichtige Führung des Antriebs während des Bewegungs-
ablaufs
e zielgenaues Einfahren der Achse in die programmierte Zielposition
e Halten der Achse auf einer Position bei Einwirkung von Störgrößen
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
2-1
Grundlagen zum Positionieren
Aufbau der Posi- Im Bild 2-2 ist der Aufbau einer Positioniersteuerung mit FM 354 dargestellt.
tionierung
NOT-AUS
(o)
| Sollposition
90090000999 000909009909
Leistungsteil
Sicherheits- z.B. SIMO-
einrichtung DRIVE 611-A
Å i
Parame-
Istposition Here
Bewegung 2 ERA
4 —— >
eS
en Geber
mechanische ~ U
Ubertragungselemente Hardwareend- WM
schalter
A
"FM 354 parametrieren”
Bild 2-2 Aufbau der geregelten Positionierung, Beispiel
FM 354 Lageregelung mit Ausgabe eines analogen Stellsignales für den Antrieb.
Leistungsteil Das Leistungsteil bearbeitet das analoge Stellsignal und stellt dem Motor die
entsprechende elektrische Leistung zur Verfügung.
Motor Der Motor wird vom Leistungsteil angesteuert und treibt die Achse an.
Mech. Ubertra- Zu den mechanischen Übertragungselementen gehören neben der Achse auch
gungselemente Getriebe und Kupplungssysteme.
Geber Der Geber erfaßt die Bewegung der Achse. Er liefert Impulse zur FM 354.
Die Anzahl der Impulse ist proportional zur bewegten Strecke.
Peripherie Alle anderen zusätzlichen Einrichtungen werden unter dem Begriff Periphe-
rie zusammengefaßt.
Hauptsächlich gehören dazu:
e die Endschalter zum Begrenzen des Positionierbereiches (Sicherheitsein-
richtungen)
e ein PG und die Parametriersoftware "FM 354 parametrieren”
2.0 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Ein- und Ausbauen der FM 354
Übersicht
Wichtige Sicher-
heitsregeln
Projektieren des
mechanischen
Aufbaus
Einbaulage
Was müssen Sie
beim mechani-
schen Aufbau
beachten?
Kapitelübersicht
Die FM 354 wird als Peripherie-Baugruppe in eine Steuerung
SIMATIC S7-300 eingebaut.
Für die Integration einer S7-300 mit einer FM 354 in eine Anlage bzw. ein
System gibt es wichtige Regeln, die Sie beachten müssen.
Diese Regeln und Vorschriften sind in dem Installationshandbuch Automati-
sierungssystem 57-300; Aufbauen erläutert.
Welche Möglichkeiten Sie für den mechanischen Aufbau haben und wie Sie
bei der Projektierung vorgehen müssen, finden Sie ım Installationshandbuch
Automatisierungssystem 57-300; Aufbauen,
Bestell-Nr.: 6ES7 030-OAAO1-SAAO.
Im folgenden werden nur einige ergänzende Hinweise gegeben.
Der waagerechte Einbau ist zu bevorzugen.
Beim senkrechten Einbau müssen Sie die eingeschränkten Umgebungstem-
peraturen beachten (max. 40 °C).
Die FM 354 kann auf jeden der möglichen acht Einbauplätze (Steckplatz-Nr.:
4 bis 11) für Peripherie-Baugruppen auf der Profilschiene montiert werden.
Bei der Projektierung des mechanischen Aufbaus Ihrer Steuerung müssen Sie
folgende Regeln beachten:
1. Maximal acht SMs oder FMs sind pro Zeile (Rack) zulässig.
2. Eingeschränkt wird die Maximalzahl durch die Breite der Baugruppen,
bzw. der Länge Ihrer Profilschiene.
Die FM 354 benötigt 80 mm Einbaubreite.
3. Eingeschränkt wird die Maximalzahl durch die Summe der Stromaufnah-
men aller Baugruppen rechts von der CPU bzw. IM aus der 5 V-
Rückwandbus-Versorgung.
Die CPU 314 kann z. B. maximal 1,2 A liefern.
Die FM 354 benötigt davon 100 mA.
Ausbau der FM 354
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
3-1
Ein- und Ausbauen der FM 354
3.1 Einbau der FM 354
Regeln
IN
Benötigtes
Werkzeug
Vorgehen
3-2
Für den Einbau der FM 354 sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (EGB-
Richtlinien) erforderlich.
Warnung
Bauen Sie die FM 354 nur im spannungslosen Zustand der S7-300 ein!
Schraubendreher 4,5 mm
Gehen Sie wie folgt vor, um die FM 354 einzubauen:
1. Der FM 354 liegt ein Busverbinder bei. Stecken Sie diesen auf den Bus-
stecker der Baugruppe links von der FM 354. (Der Busstecker befindet
sich an der Rückseite, gegebenenfalls müssen Sie die Baugruppe noch-
mals lockern).
Sollen rechts noch weitere Baugruppen montiert werden, so stecken Sie
den Busverbinder der nächsten Baugruppe auf den rechten Rückwand-
busstecker der FM 354.
Ist die FM 354 die letzte Baugruppe der Zeile, stecken Sıe keinen Busver-
binder auf!
2. Hängen Sie die FM 354 auf der Schiene ein und schwenken Sie sie nach
unten.
3. Schrauben Sie die FM 354 fest (Drehmoment ca. 80...110 Necm).
4. Nachdem die Baugruppen montiert sind, können Sie ihnen noch je eine
Einbauplatznummer zuweisen. Dazu gibt es Einbauplatzschilder, die der
CPU beigelegt sind.
Nach welchem Schema Sie die Numerierung vornehmen müssen und wie
Sie die Einbauplatzschilder stecken, finden Sie im Installationshandbuch
Automatisierungssystem 57-300; Aufbauen,
Bestell-Nr. : 6ES7 030-OAAO1-8AAO.
Hinweis
Der Einbauplatz bestimmt die Anfangsadresse jeder Baugruppe. Vergeben
der Baugruppen-Anfangsadresse siehe Installationshandbuch Automatisie-
rungssystem 57-300; Aufbauen, Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AA01-8AAO.
Die Adressierung der FM 354 erfolgt wie die einer Analogbaugruppe.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Ein- und Ausbauen der FM 354
3.2 Ausbau der FM 354
Regeln Für den Ausbau der FM 354 sind keine besonderen Schutzmaßnahmen (EGB-
Richtlinien) erforderlich.
N Warnung
Bauen Sie die FM 354 nur im spannungslosen Zustand der S7-300 aus!
Benötigtes Schraubendreher 4,5 mm
Werkzeug
Vorgehen Gehen Sie wie folgt vor, um die FM 354 auszubauen:
1. Öffnen Sie die Fronttüren. Nehmen Sie gegebenenfalls den Beschrif-
ae mm
tungsstreifen heraus.
Lösen Sie die Verbindungen am Klemmblock für die Stromversorgung.
Lösen Sıe die D-Sub-Stecker zum Geber und zur Antriebseinheit.
Entriegeln Sie den Frontstecker und ziehen Sie ihn ab.
Lösen Sıe die Befestigungsschrauben und schwenken die Baugruppe nach
oben heraus.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
3-3
Ein- und Ausbauen der FM 354
3.3 Baugruppentausch
Übersicht
Tausch einer
FM 354
Wenn eine defekte FM 354 getauscht werden muß und für die Parametrierung
kein PG/PC zur Verfügung steht bzw. der Tausch bei eingeschalteter Anlage
erfolgen soll, dann ist schon bei der Inbetriebnahme der Anlage (CPU, FM)
folgendes zu beachten:
Zum Abschluß der Inbetriebnahme ist ein SDB > 1 000 zu erzeugen
(Abspeichern der Parametrierdaten) siehe Kapitel 5.5.
im Anwenderprogramm
— Kommunikation mit der FM 354 bei gezogener FM unterbrechen und
bei gesteckter FM wieder aufnehmen.
— Werden Daten/Parameter während des Betriebes geändert und rema-
nent in der FM gespeichert, so beachten Sie Kapitel 9.3.1.
Wenn Sie eine schon parametrierte aber defekte FM 354 tauschen wollen,
gehen Sie wie folgt vor:
l. FM 354 bei ausgeschalteter Anlage (CPU, FM) tauschen
FM 354 ausbauen It. Kap. 3.2
FM 354 einbauen It. Kap. 3.1
Anlage einschalten
entsprechender SDB > 1000 in
der CPU vorhanden?)
ja
FM 354 wird FM neu parametrieren
automatisch — PG/PC erforderlich
parametriert
FM 354 betriebsbereit
1) Wie Sie einen SDB > 1 000 nach Abschluß der Inbetriebnahme erstellen und
in die CPU laden, ist im Kap. 5.5 beschrieben.
Bild 3-1 Tausch der FM 354 bei ausgeschalteter Anlage
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
Sicherheitsregeln
Weitere Literatur
Normen und
Vorschriften
Kapitelübersicht
Für den sicheren Betrieb Ihrer Anlage sind zusätzlich folgende Maßnahmen
zu ergreifen und an Ihre Bedingungen anzupassen:
e Ein NOT-AUS-Konzept nach gültigen Regeln der Technik (z. B. Europäi-
sche Normen EN 60204, EN 418 und verwandte).
e Zusätzliche Maßnahmen zur Endlagenbegrenzung von Achsen
(z. B. Hardwareendschalter).
e Einrichtungen und Maßnahmen zum Schutz von Motoren und Leistungs-
elektronik nach Maßgabe der Aufbaurichtlinien von SIMODRIVE.
Zusätzlich empfehlen wir zur Identifikation von Gefahrenquellen für die Ge-
samtanlage eine Risikoanalyse nach den Grundlegenden Sicherheitsanforde-
rungen / Anlage 1 der EG Maschinenrichtlinie durchzuführen.
Beachten Sie bitte auch die folgenden Kapitel im Installationshandbuch Au-
tomatisierungssystem 57-300, Aufbauen:
e Richtlinie zur Handhabung elektrostatisch gefährdeter Baugruppen
(EGB): Anhang B.
e Projektieren des elektrischen Aufbaus: Kapitel 4.
Als weitere Informationsquelle zum Thema EMV-Richtlinien empfehlen wir
Ihnen die Beschreibung: Ausrüstungen für Bearbeitungsmaschinen, EMV-
Richtlinien für WS/WF-Technik, Bestellnummer: 6ZB3 440-0QX01-OBAL1.
Beim Verdrahten der FM 354 müssen Sie die entsprechenden VDE-Richtli-
nien beachten.
Terasse nern a
2 [eeina ser Ann schaun A
3 mine aim ie
1 estrias erstem sche Et
5 [anime eu
A na C
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
4-1
Verdrahten der FM 354
4.1 Verdrahtungsschema einer FM 354
Übersicht Das Bild 4-1 zeigt Ihnen wie die einzelnen Komponenten der Positionier-
steuerung mit der FM 354 miteinander verbunden werden.
SIMATIC S7-300
AE]
SIEMENS |
Stromversorgung
Verbindungskabel MPI
7 Sollwertkabe |
i i dig. Ausgänge
u Meßsystem- A z. B. Drehrichtung
kabel
z. B. Inkremen-
talgeber mit
RS 422
dig. Eingänge
z. B. Meßtaster
z. B. ROD 320
(Einbaugeber in l 2
z. B. SIMODRIVE 611-A
MEER [=] I DE HE EEE HE BEE
z. B. Absolut-
geber (SSI)
SIMODRIVE
z. B.
Linearmaßstab
mit EXE
Bild 4-1 Verdrahtungsschema einer FM 354
4-2 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
Verbindungskabel In der Tabelle 4-1 sind die Verbindungskabel für eine Positioniersteuerung
mit FM 354 aufgelistet.
Tabelle 4-1 Verbindungskabel einer Positioniersteuerung mit FM 354
Bestell-Nr. Beschreibung
Verbindungskabel | siehe Katalog ST 70, Best.-Nr. Verbindung zwischen BT,
MPI E86060-K4670-A101-A2 PG und S7-300 CPU
Sollwertkabel 6FX2 002-3AB01-150010 Sollwertkabel FM 354 und
siehe Katalog NC Z SIMODRIVE 611-A
Bestell-Nr.: +10 V; eine Achse
E86060-K4490-A001-A4
Meßsystemkabel | 6FX2 002-2CD01-1000 Inkrementalgeber mit RS 422
siehe Katalog NC Z und FM 354
Bestell-Nr.: (EXE mit Linearmaßstab)
E86060-K4490-A001-A4
Meßsystemkabel 6FX2 002-2CE01-1000 Geber ROD 320 mit Motor
siehe Katalog NC Z 1FTS und FM 354
Bestell-Nr.:
E86060-K4490-A001-A4
Meßsystemkabel | 6FX2 002-2CC01-1000 Anschluf von Absolutgeber
siehe Katalog NC Z (SSI) und FM 354
Bestell-Nr.:
E86060-K4490-A001-A4s
Frontstecker Für die Verdrahtung der digitalen Ein-/Ausgänge benötigen Sie einen
Schraubfrontstecker 20polig. Dieser muß separat bestellt werden.
Bestell-Nr.: 6ES7 392-1 AJ00-0A A0
siehe Katalog ST 70, Bestell-Nr. ES6060-K4670-A101-A2
siehe Katalog NC 60.1, Bestell-Nr. ES6060-K4460-A101-A3
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
4.2 Beschreibung der Antriebs-Schnittstelle
Stecker zum An dem 9poligen D-Sub-Stecker X2 der FM 354 können Leistungsteile mit
Antriebsgerät Analog-Schnittstelle (+10 V) angeschlossen werden.
Die FM 354 stellt darüberhinaus ein Freigabesignal bereit.
Lage des Steckers Im Bild 4-2 ist die Einbaulage und die Bezeichnung des Steckers auf der
Baugruppe dargestellt.
ANAL. OUT X2
SISSI
900000
Bild 4-2 Lage des Steckers X2
Belegung des Steckerbezeichnung: X2 ANAL. OUT X2
Steckers Steckertyp: Ipolige D-Sub-Stiftleiste
Tabelle 4-2 Belegung des Steckers X2
m| Name CI
AA A AA
nicht belegt MON nicht belegt Bu
nicht belegt ERES nicht belegt UN
sisbebelegt | [92 E
js HE o o e) po |
Signalnamen SW Sollwert +10 V
BS Bezugspotential für Sollwert
RE1...2 Kontakt Reglerfreigabe
Signaltyp VO Spannungsausgang
K Schaltkontakt
4-4 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
Signale Es wird ein Spannungs- und ein Freigabesignal bereitgestellt.
e SOLLWERT (SW)
Analoges Spannungssignal ım Bereich von + 10 V zur Ausgabe eines
Drehzahl-Sollwertes.
e BEZUGSSIGNAL (BS)
Bezugspotential (Analog-Masse) für das Sollwertsignal, intern mit
Logik-Masse verbunden.
e REGLERFREIGABE (RF)
Relaiskontaktpaar, mit dem die achsspezifischen Freigaben des Leistungs-
teils, z. B. eines SIMODRIVE-Antriebsgerátes, geschaltet wird. Die
FM 354 aktiviert dieses Signal, wenn der zyklische Steuerungsbetrieb
aufgenommen wird, d. h., wenn Hochlauf und Parametrierung erfolgreich
abgeschlossen wurden.
Signalparameter Der Sollwert wird als analoges Differenzsignal ausgegeben.
Tabelle 4-3 Elektrische Parameter des Sollwertsignals
res ia] I Hi
Relaiskontakte Die Achsfreigaben werden über Relaisausgänge (Schließer) geschaltet.
Tabelle 4-4 Elektrische Parameter der Relaiskontakte
Verbindungskabel zulässige Länge: maximal 35 m
zum Antrieb
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 4-5
Verdrahten der FM 354
4.3 Anschließen der Antriebseinheit
Verbindungskabel Beachten Sie folgendes:
anschließen
Hinweis
Verwenden Sie nur geschirmte paarig verdrillte Leitung, der Schirm muß mit
dem metallischen bzw. metallisierten Steckergehäuse auf der Steuerungsseite
verbunden sein. Um niederfrequente Störungen vom analogen Sollwertsignal
fernzuhalten, empfehlen wir, den Schirm auf der Antriebsseite nicht zu er-
den!
Die als Zubehör angebotene konfektionierte Leitung bietet optimale Störsi-
cherheit.
9000000
OOOO
Verbindungskabel
I
N
Antriebsgerät
z. B. SIMODRIVE 611-A
SIMODRIVE
Bild 4-3 Anschluß eines SIMODRIVE 611-A-Antriebsgerátes
4-6 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Vorgehen beim
Verbindungskabel
anschließen
Bezeichnung des
Verbindungska-
bels
Verdrahten der FM 354
Gehen Sie wie folgt vor, um die Antriebseinheit anzuschließen:
1. Verdrahten Sie das freie Kabelende des Verbindungskabels an den Klem-
men des Antriebsgerätes. (Die Klemmenbezeichnungen an den Kabelen-
den geben die entsprechenden Klemmen für SIMODRIVE-Geräte an).
2. Öffnen Sie die Fronttür und stecken Sie den D-Sub-Stecker an der Bau-
gruppe an.
3. Arretieren Sie den Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie
die Fronttür.
Das Verbindungskabel ist eine konfektionierte Leitung für eine Achse mit
Analog-Schnittstelle, Klemmenbezeichnung für SIMODRIVE-Antriebs-
geräte.
Bestell-Nr.: 6FX2 002-3AB01-0000
Das Verbindungskabel ist in verschiedenen Längen beziehbar.
siehe Katalog NC Z , Bestell-Nr.: ES6060-K4490-A001-A4.
4.4 Beschreibung der Meßsystem-Schnittstelle
Buchse zum
Geber
Lage der Buchse
An der 15poligen D-Sub-Buchse können Inkrementalgeber oder Absolutge-
ber (SSI) angeschlossen werden.
Im Bild 4-4 ist die Einbaulage und die Bezeichnung der Buchse auf der Bau-
gruppe dargestellt.
ENCODER X3
—h
al
00
SOSSOOO9809
O
O
O
O
O
O
O
©. ©, 0-0 -O O -Q
o
©
@
©
©
O O
©
© 1)
©
©
Bild 4-4 Lage der Buchse X3
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
4-7
Verdrahten der FM 354
Belegung der
Buchse
Signalnamen
Signaltyp
Anschließbare
Gebertypen
4-8
Bezeichnung: X3 ENCODER X3
Typ: 15polige D-Sub-Buchsenleiste
Tabelle 4-5 Belegung der Buchse X3
Inkremental | Absolut Inkremental | Absolut
Sap
ap e [wep]
ST me foe e IE
e ee o a far EE
ST ana I PR
W_N Wartungssignal negiert (Inkrementalgeber)
A,A_N Spur A wahr und negiert (Inkrementalgeber)
B, B_N Spur B wahr und negiert (Inkrementalgeber)
N, N_N Nullmarke wahr und negiert (Inkrementalgeber)
CLS, CLS_N SSI-Schiebetakt wahr und negiert (Absolutgeber)
DATA, DATA_N _SSI-Daten wahr und negiert (Absolutgeber)
PSEXT Versorgung +5 V
P24EXT Versorgung +24 V
MEXT Versorgung Masse
VO Spannungsausgang (Versorgung)
O Ausgang (5 V-Signal)
I Eingang (5 V-Signal)
Inkrementalgeber oder Absolutgeber (SSI) sind direkt anschließbar (z. B.
digital-rotorische Geber), die Auswahl erfolgt über Maschinendaten.
Geber mit SINUS/COSINUS-Signalen (z. B. Längenmaßstäbe) können über
eine externe Impulsformer-Elektronik (EXE) angeschlossen werden, welche
die Signale auf 5 V-Pegel umsetzt.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Eigenschaften der
Geber
Geberversorgung
Verdrahten der FM 354
Die direkt anschließbaren Geber (bzw. EXEn) müssen folgende Bedingun-
gen einhalten:
Inkrementalgeber
Übertragungsverfahren: Differenzübertragung mit 5 V- Rechtecksignale
(wie RS422-Norm)
Ausgangs-Signale: Spur A als wahres und negiertes Signal (Ua¡, Ua1)
Spur B als wahres und negiertes Signal (U), Ua2)
Null-Signal N als wahres und negiertes Signal
(Uao, Uao)
max. Ausgangsfrequenz: 1 MHz
Phasenverschiebung
der Spuren A zu B: 90° 30°
Stromaufnahme: max. 300 mA
Absolutgeber (SSI)
Übertragungsverfahren: Synchron-Serielles Interface (SSI) mit
5 V-Differenzsignalübertragung
(wie RS422-Norm)
Ausgangs-Signal: Daten als wahres und negiertes Signal
Eingangs-Signal: Schiebetakt als wahres und negiertes Signal
Auflösung: max. 25 Bit
max. Übertragungsfrequenz: 1,25 MBit/s
Stromaufnahme: max. 300 mA
Die Versorgungsspannung 5 V oder 24 V für die Geber wird baugruppenin-
tern erzeugt und liegt mit auf der D-Sub-Buchse, so daß Sie ohne zusátzli-
chen Verdrahtungsaufwand die Geber über das Verbindungskabel versorgen
können. Die bereitgestellte Spannung ist elektronisch gegen Kurzschluß und
thermische Überlastung gesichert und wird überwacht.
Tabelle 4-6 Elektrische Parameter der Geberversorgung
res min mar] ran
5 V-Versorgung
24 V-Versorgung
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
4-9
Verdrahten der FM 354
Verbindungskabel
zum Geber
4-10
Die maximale Leitungslänge ist von der Spezifikation der Geberversorgung
und von der Übertragungsfrequenz abhängig. Für einen störungsfreien Be-
trieb dürfen Sie bei Verwendung konfektionierter Verbindungskabel von SIE-
MENS folgende Werte nicht überschreiten:
Tabelle 4-7 Maximale Leitungslängen in Abhängigkeit von der Geberversor-
gung
Versorgungsspannung | Stromaufnahme max. Leitungslänge
Hinweis
Wollen Sıe Inkrementalgeber beı Leitungslängen größer als 25 m bzw.
35 m einsetzen, wählen Sie einen Typ mit 24 V-Versorgung.
Tabelle 4-8 Maximale Leitungslängen in Abhängigkeit von der Übertragungsfre-
quenz
Inkrementalgeber
500 kHz
1,25 MBivs
in 125 kBiv
1US
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
4.5 Anschließen der Geber
Verbindungskabel Beachten Sie folgendes:
anschließen
Hinweis
Verwenden Sie nur geschirmte Leitung, der Schirm muß mit dem metalli-
schen bzw. metallisierten Steckergehäuse verbunden sein.
Die als Zubehör angebotenen konfektionierten Verbindungskabel bieten opti-
male Störsicherheit sowie ausreichend bemessene Querschnitte für die Span-
nungsversorgung der Geber.
O O OOOO
@
®
O
®
@
@
@
@
®
®
Verbindungskabel
z. B. Inkremen- z.B.
talgeber mit ROD 320 z. B. Absolut-
RS 422 (Einbaugeber geber (SSI) l
in 1FT5)
Bild 4-5 Anschluß Geber
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb a
Verdrahten der FM 354
Vorgehen bei Ge- Gehen Sie wie folgt vor, um den Gber anzuschließen:
Beransenul 1. Schließen Sie die Verbindungskabel an den Gebern an.
Bei Absolutgebern (SSI) ist gegebenfalls noch eine Konfektionierung der
Leitung (Kabelende zum Geber) nach Herstellerangabe notwendig.
2. Öffnen Sie die Fronttür und stecken Sie die D-Sub-Stecker an der Bau-
gruppe an.
3. Arretieren Sie die Stecker mit Hilfe der Rändelschrauben. Schließen Sie
die Fronttür.
Verfügbare Verbin- Konfektionierte Leitung für Anbaugeber oder EXEn (zum Anschluß von Li-
dungskabel für nearmaßstäben)
SEDEN Bestell-Nr.: 6FX2 002-2CD01-1 000
konfektionierte Leitung für Einbaugeber mit 17poligem Rundstecker
Bestell-Nr.: 6FX2 002-2CE01-1L1L10
konfektionierte Leitung für Absolutgeber (SSI) mit freiem Kabelende
Bestell-Nr.: 6FX2 002-2CC01-1L1L10
Die Verbindungskabel sind in verschiedenen Längen beziehbar.
siehe Katalog NC Z , Bestell-Nr.: ES6060-K4490-A001-A4.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
4.6 Beschreibung der Peripherie-Schnittstelle
Frontstecker An den 20poligen Frontstecker X1 mit Einzeldrahtanschluß können vier digi-
tale Ein-/Ausgänge und das Bereitschaftssignal (Reglermeldung) angeschlos-
sen werden.
Lage des Steckers Im Bild 4-6 ıst der Frontstecker in Verdrahtungsstellung und die Beschriftung
auf der Fronttür innen dargestellt.
Frontstecker in Verdrahtungsstellung Beschriftung der
Tür innen
Verriegelungselement
y ADE
S
©
©
©
S
O
S
O
S
©
©
S
©
©
©
©
©
S
S
I
i
Bild 4-6 Lage des Steckers X1
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 4-13
Verdrahten der FM 354
Belegung des
Steckers
Signalnamen
Signaltyp
4 digitale
Eingänge (DE1...4)
4-14
Steckerbezeichnung: XI
Steckertyp: 20poliger S7-Frontstecker für
Einzeldrahtanschluß
Tabelle 4-9 Belegung des Steckers X1
m] oe [m e] Name me
IT ee Tu o o
>] ewe Te me o
3 DEI I DA3
DEI...4 digitaler Eingang 1...4
DA1...4 digitaler Ausgang 1...4
RM_P positiver Eingang der Reglermeldung
RM_N negativer Eingang der Reglermeldung
L+, M Laststromversorgung 24 V/Masse
O Ausgang
I Eingang
VI Spannungseingang
Alle Eingänge sind gleichrangig. Die Zuordnung der Schaltfunktion zur
Nummer des Eingangs erfolgt über Maschinendaten, ebenso die Wahl der
Polarität der Eingänge (Ein- oder Ausschalt-Flanke).
Diese schnellen Eingänge sind SPS-kompatibel (24 V- P-schaltend). Es
können Schalter oder berührungslose Sensoren (2- oder 3-Draht Sensor) an-
geschlossen werden.
Sie können verwendet werden z. B.:
e als Referenzpunktschalter
e als Schalter für externen Start/Stop, externen Satzwechsel
e als Meßtaster
Weitere Anwendungen siehe Kapitel 5.3.1.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Verdrahten der FM 354
Tabelle 4-10 Elektrische Parameter der digitalen Eingänge
1-Signal, Spannungsbereich 11...30 S
0-Signal, Spannungsbereich oder Eingang offen
Eingang ”Regler- An einen weiteren Eingang kann das Bereitschaftssignal des Antriebs-Lei-
meldung” (RM) stungsteils (Reglermeldung) angeschlossen werden.
Hinweis
Der Eingang ”Reglermeldung” ist als potentialfreier Optokoppler-Eingang
ausgeführt. Dadurch kann sowohl ein P- als auch N-schaltender Ausgang des
Leistungsteils angeschlossen werden. Einzelheiten zur Verdrahtung siehe
Kapitel 4.7.
Tabelle 4-11 Elektrische Parameter Eingang ”Reglermeldung”
1-Signal, Spannungsbereich 15...30 PE]
0-Signal, Spannungsbereich oder Eingang offen
Es gibt zwei Möglichkeiten der Versorgung des Bereitschaftssignals:
e Versorgung erfolgt von der Steuerung
e Versorgung erfolgt vom Antriebsgerät
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 4-15
Verdrahten der FM 354
Versorgung von Im Bild 4-7 sind Beispiele für die Versorgung des Bereitschaftssignals von
der Steuerung der Steuerung dargestellt (z. B. Antrieb SIMODRIVE 611).
Ansteuerung des Eingangs-RM durch High-Side-Schalter oder Relaiskontakt
FM Antriebsgerät
High-Side-Schalter
oder Relaiskontakt
Low-Side-Schalter
oder Relaiskontakt
Bild 4-7 Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung von der Steuerung
Versorgung vom Im Bild 4-8 sind Beispiele für die Versorgung des Bereitschaftssignals vom
Antriebsgerät Antriebsgerät dargestellt.
Ansteuerung des Eingangs-RM durch High-Side-Schalter oder Relaiskontakt
FM Antriebsgerät
Bild 4-8 Ansteuerung des Eingangs-RM, Versorgung vom Antriebsgerát
4-16 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
4 digitale Aus-
gänge (DA1...4)
Laststrom-
versorgung (L+, M)
Verdrahten der FM 354
Alle Ausgänge sind gleichrangig. Die Zuordnung der Schaltfunktion zur
Nummer des Ausgangs erfolgt über Maschinendaten.
Die vier Ausgänge dienen der Verdrahtung anwendungsspezifischer Signale.
Diese können z. B. sein:
e Position erreicht, Halt
e Schaltfunktion M-Befehl
e Drehrichtung vorwärts/rückwärts
Weitere Anwendungen siehe Kapitel 5.3.1.
Tabelle 4-12 Elektrische Parameter der digitalen Ausgänge
Versorgungsspannung DC 24 V
(zulässiger Bereich: 20,4...28,8 V)
Ausgangspannung e 0-Signal: Reststrom max. 2 mA
e 1-Signal: (Versorgungsspannung -3 V)
Ausgangsstrom bei Signal “1”
e bei Umgebungstemperatur 40°C
— Nennwert 0,5 A (Summenstrom 2 A)
— zulássiger Bereich 5 mA...0,6 A (über Versorgungsspannungsbe-
reich)
— Lampenlast max. 5 W
e bei Umgebungstemperatur 60°C
— Nennwert 0,1 A (Summenstrom 0,4 A)
— zulässiger Bereich 5 mA...0,12 A (über Versorgungsspannung)
Schaltfrequenz e ohmscher Last: max. 100 Hz
e induktiver Last: 0,25 Hz
Hier muß eine 24 V-Laststromversorgung angeschlossen werden. Bei Verpo-
lung arbeitet das Gerät nicht.
Hinweis
Beachten Sie die Aufbaurichtlinien für SIMATIC. Insbesondere muß der
Anschluß M (Bezugspotential) mit der Gerätemasse des Automatisierungs-
geräts verbunden sein (Anschluß M am Klemmblock der S7-300-CPU).
siehe Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300, Aufbauen,
Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AAO1-8AAO.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
4-17
Verdrahten der FM 354
4.7 Verdrahtung der Frontsteckers
Verdrahtung des Das Bild 4-9 zeigt Ihnen die Verlegung der Leitungen zum Frontstecker und
Frontsteckers die Zugentlastung der Leitungen durch das Schirmanschlußelement.
digitale
Ausgänge Schirmanschlußelement
digitale
Eingänge
z.B.
MeBtaster
Bild 4-9 Verdrahtung des Frontsteckers
Anschlußleitungen Flexible Leitung, Querschnitt 0,25...1,5 mm?
Aderendhülsen sind nicht erforderlich.
Sıe können Aderendhülsen ohne Isolierkragen nach DIN 46228, Form A
lange Ausführung verwenden.
Sıe können zwei Leitungen mit je 0,25...0,75 mm? in einer Aderendhülse
anschließen.
Hinweis
Für den Anschluß von Meßtastern oder Sensoren ist für eine optimale Störfe-
stigkeit die Verwendung geschirmter Leitungen erforderlich.
4-18 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Benötigtes
Werkzeug
Vorgehen Front-
stecker-Verdrah-
tung
Geschirmte
Leitungen
Schirmanschluß-
element
Verdrahten der FM 354
Schraubendreher oder Motorschrauber 3,5 mm
Gehen Sie wie folgt vor, um die Klemmenleiste zu verdrahten:
1. Leitung 6 mm abisolieren, eventuell Aderendhülse aufpressen.
2. Fronttür öffnen, Frontstecker in Verdrahtungsstellung bringen (dabei Ver-
riegelungselement siehe Bild 4-6 drücken).
Der Stecker ist arretiert, ohne elektrischen Kontakt zur Baugruppe zu ha-
ben.
3. Bringen Sie die Zugentlastung am Stecker an.
4. Falls Sie die Leitungen nach unten herausführen, beginnen Sie die Ver-
drahtung unten, andernfalls oben. Verschrauben Sie auch nicht belegte
Klemmen.
Das Anzugsmoment beträgt 60...80 Nem.
5. Ziehen Sie die Zugentlastung für den Kabelstrang fest.
6. Schieben Sie den Frontstecker in Betriebsstellung (dabei Verriegelungs-
element drücken).
7. Sie können das beiliegende Beschriftungsfeld ausfüllen und in die
Fronttür einschieben.
Bei der Verwendung geschirmter Leitung ist zusätzlich wie folgt vorzugehen:
1. Nach Eintritt der Leitung in den Schrank ist der Kabelschirm auf eine
geerdete Schirmschiene aufzulegen (Leitung dazu abisolieren).
Sıe können hierfür das Schirmanschlußelement verwenden, das in die
Profilschiene eingehängt wird und bis zu acht Schirmanschlußklemmen
aufnimmt.
siehe Installationshandbuch Automatisierungssystem 57-300, Aufbauen,
Bestell-Nr.: 6ES7 030-0AAO1-8AAO.
2. Geschirmte Leitung bis zur Baugruppe weiterfúhren, dort aber keine Ver-
bindung zum Schirm herstellen.
Zur Schirmableitung von geschirmten Leitungen kann dieses Element in die
Profilschiene eingeschoben werden. Es nimmt bis zu acht Schirmanschluß-
klemmen (Reihe KLBÜ der Fa. Weidmiiller) auf.
Bestell-Nr.: Schirmanschlußelement: 6ES7 390-5AA00-0AAO
Schirmanschlußklemme: 6ES7 390-5CA00-7AAO
siehe Katalog NC 60.1, Bestell-Nr. ES6060-K4460-A101-A3
siehe Katalog ST 70, Bestell-Nr. ES6060-K4670-A101-A2
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
4-19
Parametrieren der FM 354
Übersicht In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick über das Parametrieren der
FM 354 mit dem Parametriertool "FM 354 parametrieren”.
FM 354
Datenbausteine (DB)
Anwender- DB-MD
Datenbaustein DB-SM u, ne u
enü Zielsystem un
DB-WK
Auswahl der Option On-
DENN linebearbeitung siehe
Tab. 5-9)
Offline (Bearbeitung im
Menü Datei siehe
Tab. 5-9)
Rackparametrierung
Baugruppenauswahl
Alarme aktivieren
(Grundparameter)
Parametrier-
masken
Konfigurierung: Systemdaten erzeugen
Setup.exe
Baugruppe parametrieren
Parametriertool
”FM 354 parametrieren”
Funktionsbausteine
vorprojektierte Oberfläche für OPs
Bild 5-1 Übersicht Parametrieren
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-1
Parametrieren der FM 354
Installation von "FM 354 parametrieren”
Einstieg in “FM 354 parametrieren” ES —
Fr Parametrieren mit "FM 354 parametrieren”
Ablegen der Parametrierdaten im SDB = 1 000
5.1 Installation von "FM 354 parametrieren”
Voraussetzung Auf dem Programmiergerät (PG/PC) müssen das Betriebssystem
"Window 95” und das entsprechende STEP 7-Programm (ab V3.1) installiert
sein.
Für den Onlinebetrieb muß die Verbindung vom PG/PC zur S7-300 CPU her-
gestellt sein (siehe Bild 4-1). Bei dezentralem Einsatz (in Vorbereitung) der
FM muß eine Verbindung vom PG/PC zum L2-DP-Netz hergestellt werden.
Installation Die gesamte Software (Parametriertool, Funktionsbausteine und vorprojek-
tierte Oberfläche für OPs) befindet sich auf zwei 3,5-Zoll-Disketten und wird
komplett installiert.
So installieren Sie die Software:
l. Legen Sie die Diskette 1 in das Diskettenlaufwerk Ihres PGs/PCs ein.
2. Starten Sie unter Windows 95 den Dialog zur Installation von Software
durch Doppelklick auf das Symbol ”Software” in ”Systemsteuerung”.
3. Wählen Sie im Dialog das Diskettenlaufwerk und die Datei Setup.exe aus
und starten den Installationsvorgang.
4. Befolgen Sie Schritt für Schritt die Anweisungen, die Ihnen das Installa-
tionsprogramm anzeigt.
Ergebnis: Die Software ist standardmäßig in folgenden Verzeichnissen
installiert:
Parametriertool “FM 354 parametrieren”:
SIEMENS\STEP7\S7FLAG
Funktionsbausteine: SIEMENS\STEP7\S7LIBS\FMST_SRV
Oberfläche für OPs: SIEMENSISTEPNEXAMPLESIS7OP BSP
Anwenderbeispiele: SIEMENS\STEP7T\EXAMPLEI\FMSTSVEX
Hinweis
Wenn Sie bei der Installation von STEP 7 statt SIEMENSISTEP 7 ein ande-
res Verzeichnis gewählt haben, wird Ihnen dieses Verzeichnis eingetragen.
92
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
5.2 Einstieg in “FM 354 parametrieren”
Voraussetzung Auf dem PG/PC haben Sie die Software nach Kapitel 5.1 installiert.
Konfigurieren Konfigurieren setzt voraus, daß Sie ein Projekt angelegt haben, in dem Sie
die Parametrierung speichern können. Weitere Informationen, zum Konfigu-
rieren von Baugruppen finden Sie in Ihrem Benutzerhandbuch Basissoftware
für S7 und M7, STEP 7. Nachfolgend sind nur die wichtigsten Schritte erläu-
tert.
1. Starten Sie den SIMATIC Manager und öffnen Sie Ihr Projekt.
2. Fügen Sie über das Menü Einfügen > Station eine SIMATIC 300-Sta-
tion ein.
3. Wählen Sie die SIMATIC 300-Station an. Über das Menü Bearbeiten >
Objekt öffnen gelangen Sie in die Konfigurationstabelle.
4. Wählen Sıe einen Baugruppenträger aus und ordnen Sie diesen an.
5. Wählen Sie die Positionierbaugruppe FM 354 mit der zugehörigen Be-
stellnummer aus dem Baugruppenkatalog aus, und fügen Sie diese in die
Hardwaretabelle gemäß Ihrer Konfiguration ein.
6. Gehen Sie mit Doppelklick auf die zu parametrierenden Baugruppe.
Es erscheint der Dialog Eigenschaften
Eigenschaften - FM354 SERYO - (R0754) x
Allgemein | Adressen | Grundparameter |
Baugruppe
Kurzbezeichnung: FH1354 SERWO
Fositionierbaugruppe für Serromotor, 1 Kanal
Bestell-Nr: BEST 354-14H01-04E0
Bezeichnung: FM3S4 SERYON]
Ort
Station: SIMATIC 300-Staticr(1]
Teilnehmer
MFI... 3
PROFIBUS... | ~
Baugruppenträger [A] 0
Steckplatz [5]: 4
Schnittstellenmadul-
Schacht [IF]
Bthemet.. | mm
Kommentar:
Parameter... | Abbrechen | Hilfe |
Bild 5-2 Einstieg “FM 354 parametrieren”
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-3
Parametrieren der FM 354
7. In diesem Bild können Sie über die Karteikarten (Allgemein, Adressen
und Grundparameter) der FM 354
— eine Bezeichnung geben,
— die Adresse für die FM ändern und
— die Alarme parametrieren.
Hinweis:
Ein Weiterarbeiten im Zustand CPU-STOP ist für die FM 354 nicht vorgese-
hen.
Mit Klick auf die Schaltfläche Parameter gelangen Sie in die Parametrier-
oberfläche.
E Übersicht Al
Anpassung der Mur für die Betriebs- Mur für die Betriebsart Automatik
FM an die Achse art Schrttmaßfahrt
MD m WZK YP
Farametrieren der 0
> a > Ua a
Werkzeug- Yerfahr-
Maschinendaten Schrittmaße
korektunwerte programme
Farametnerdaten E
eingegeben? —7 Daten zur FM übertragen. ... |
132.245mm
E und Inbetrieb-
nahme der Fil R+] FR-
Inbetriebnahme Fehleranzeige Semicedaten
Fii ıst parametnert und getestet
Daten als SOB
sichern? SDE erstellen |
wird fur den Baugruppentausch ohne PG benotigt
Bild 5-3 Ubersichtsbild für die Parametrierung
Über das Menü Ansicht » Übersicht können Sie dieses Bild während der
Parametrierung immer wieder anwáhlen.
Die Baugruppe FM 354 für lagegeregeltes Positionieren wird über auf der
Baugruppe remanent speicherbare Parameter-DBs parametriert. Eine
Schlüsselfunktion nimmt hierbei der Datenbaustein ”Maschinendaten”
(DB-MD) ein, da dieser unabhängig von der technologischen Funktionalität
der Baugruppe immer benötigt wird. Alle anderen Parameter-DBs sind
technologieabhängig erforderlich.
Jetzt können Sie Ihre Baugruppe parametrieren. Das nachfolgende Kapitel
gibt Ihnen einen Überblick über die Daten, die parametriert werden können.
Die Fenstergröße für die Eingabe der Parametrierdaten sowie die Größe des
Übersichtsbildes können Sie mit der Maus an Ihre Bildschirmgröße anpassen.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Gehen Sie wie folgt vor:
l.
A A A A
Stellen Sie den Mauszeiger solange auf den oberen Fensterrand bis er sich
in einen Pfeil wandelt.
Betätigen Sie die linke Maustaste und ziehen Sie die Maus nach unten.
Lassen Sie die Maustaste los.
Stellen Sie den Mauszeiger auf die Zeile mit dem Fensternamen.
Betätigen Sie die linke Maustaste und schieben Sie die Maus nach oben.
Nach der Positionierung des Fensters an die richtige Stelle, lassen Sie die
Maustaste los.
Wenn Sie Ihr Projekt konfiguriert haben, können Sie auch über S7-Konfigu-
ration, mit Anwahl der Baugruppe und den Menübefehl Bearbeiten > Ob-
jekteigenschaften in den Dialog Eigenschaften gelangen.
Hinweis
Wenn Sie ein Projekt aus STEP 7 V2.1 importiert haben, so können Sie
keine Parametrierdaten (Datenbausteine) in diesem Projekt ablegen. Die Pa-
rametrierdaten können Sie in diesem Projekt nur über Import vom File lesen
bzw. über Export ins File ablegen.
Vorschlag!
1. Legen Sie in STEP 7 V3.1 ein neues Projekt an.
2. Kopieren Sie alle Programme (*.awl) in das neue Projekt.
Integrierte Hilfe Die Parametrieroberfläche ist mit einer Integrierten Hilfe ausgestattet, die Sie
beim Parametrieren der Positionierbaugruppe unterstützt. So rufen Sie die
Integrierte Hilfe auf:
Über den Menübefehl Hilfe » Hilfethemen... oder
durch Drücken der Taste Fl oder
über das Zeichen PA und anschließend gehen Sie auf das Element bzw.
Fenster, über welches Sie informiert werden wollen und betätigen die
linke Maustaste.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
9-9
Parametrieren der FM 354
5.3 Parametrierdaten
Was kann parame-
triert werden?
Datenbausteine
(DB) der FM 354
9-6
Es kónnen die folgenden Datenbereiche parametriert werden:
e Maschinendaten (MD)
e Schrittmaße (SM)
e Werkzeugkorrekturdaten (WK )
e Verfahrprogramme (NC)
e Anwenderdaten (Anwender-Datenbaustein)
Diese Daten (außer Anwenderdaten) werden in Datenbausteinen (DB) im
Nummernbereich von 1001 bis 1239 abgelegt.
Die Datenbausteine MD, SM, WK, NC werden in die FM 354 übertragen und
dort remanent gespeichert.
Die Parametrierung von SM, WK und NC kann entfallen, falls die entspre-
chenden Funktionen nicht genutzt werden.
Der Anwender-Datenbaustein muß in der CPU gespeichert sein. Erst dann
kann er mit Anwenderdaten online beschrieben werden (siehe Kapitel 6).
Die Parametrierdaten (außer Anwenderdaten) können auch offline auf dem
PG erstellt, bearbeitet und gespeichert werden.
Die Tabelle 5-1 gibt einen Überblick über die Datenbausteine in der FM 354
und ihre Bedeutung.
Tabelle 5-1 Datenbausteine
Datenbaustein Bedeutung
DB-MD Maschinendaten (DB-Nr. = 1200)
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 250
Maschinendaten dienen zur Anpassung der FM 354 an den Ein-
satzfall des Anwenders. Eine Parametrierung mit Maschinendaten
ist unbedingt notwendig, um die FM funktionell zu aktivieren. Der
parametrierte DB-MD ist in die FM zu laden. Der DB-MD wird
beim Schreiben auf die FM 354 bezüglich Eingabegrenzen der
einzelnen Werte und Abhängigkeiten untereinander geprüft. Nur
bei Zulässigkeit aller Werte erfolgt die remanente Speicherung,
andernfalls erfolgen über die MPI Datenfehlermeldungen. Ein
fehlerhafter DB bleibt über Netz-AUS hinweg nicht erhalten.
Die Maschinendaten können über ”Maschinendaten aktivieren”
oder durch Aus-/Einschalten aktiv geschaltet werden.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-1 Datenbausteine, Fortsetzung
Datenbaustein Bedeutung
DB-SM Schrittmaße (DB-Nr. = 1230)
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 460
Die Schrittmaße dienen in der Betriebsart (BA) ”Schrittmaßfahrt
relativ” als frei wählbare relative Wegbeträge zur Einzelpositionie-
rung. Es sind 1 bis 100 Schrittmaße möglich (siehe Kap. 5.3.2).
Änderungen sind in allen BA (auch in der BA “Schrittmaßfahrt
relativ”) während der Bewegung möglich. Die Änderungen von
Schrittmaßen müssen immer abgeschlossen sein, bevor in der BA
“Schrittmaßfahrt relativ” eine neue Bewegung gestartet wird. Ist
dies nicht der Fall, erfolgt die Fehlermeldung “Schrittmaß nicht
vorhanden” KI. 2/Nr. 13.
DB-WK Werkzeugkorrekturdaten (DB-Nr. = 1220)
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 310
Die Anwendung der Werkzeuglängenkorrektur und der Ver-
schleißwerte sind in Kap. 10.1 beschrieben. Es stehen maximal 20
Korrektur- bzw. 20 Verschleißwerte zur Verfügung.
Werkzeugkorrekturdaten werden für die Betriebsart ” Automatik
und Automatik/Einzelsatz” benötigt.
Änderungen sind in allen BA und während der Bewegung
möglich. Erfolgen Änderungen bei eingeschalteter Werkzeugkor-
rektur während des Startens bzw. an Satzübergängen (interner
Zugriff auf Korrekturwerte) kommt es zur Fehlermeldung “Werk-
zeugkorrekturwert nicht vorhanden” K1.3/Nr.35.
DB-NC Verfahrprogramme
(Programm-Nr. + 1000 = DB-Nr. = 1001...1199)
Bausteingröße (gerundet in Byte) = 110 + (20 x Anzahl Ver-
fahrsätze)
Verfahrprogramme werden für die Betriebsart ” Automatik und
Automatik/Einzelsatz” benötigt .
e Nicht angewählte Programme sind immer ánderbar.
e Wird in einem vorgewählten Programm inklusiv Unterpro-
gramm geändert, wird die Programmvorwahl aufgehoben. Das
Programm ist anschließend neu anzuwählen. Eine Programm-
änderung kann erfolgen, wenn BL = 0 (Programmanfang/Pro-
grammende) und bei Stop.
Systemdatenbau- | Für Baugruppentausch ohne PG
stein In den SDB > 1 000 werden alle Parametrierdaten (DB-MD,
SDB = 1000 | DB-SM, DB-WK, DB-NC) der FM 354 abgelegt. Dieser SDB
wird in die CPU geladen und dient als zusätzliche Speichermög-
lichkeit .
Datenbaustein für Statusmeldungen (DB-Nr. 1000)
Der DB-SS ist ein interner DB der FM, für Test, Inbetriebnahme
und B & B.
DB 1249 Interner DB der FM, für Anwender nicht relevant.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-7
Parametrieren der FM 354
Anwender-Daten- Wie Sie einen Anwender-DB erzeugen, ist im Kapitel 6 beschrieben.
baustein Mit “FM 354 parametrieren” können Sie den Anwender-DB mit den in der
Tabelle 5-2 aufgeführten Daten beschreiben.
Mit dem Menü Zielsystem > Onlinebearbeitung > Anwenderdaten können
Sıe Ihren Anwender-DB auswählen und editieren.
Tabelle 5-2 Anwender-DB
Datenbaustein Bedeutung
Anwender-DB Aufbau und Datenformate sıehe Kap. 6
Mit folgenden Daten können Sie den DB, wenn dieser in der CPU
geladen wurde, vorbelegen:
Baugruppenadresse!)
Kanaladresse!)
Kanaloffset reserviert
Nullpunktverschiebung
Istwert setzen
Fliegendes Istwert setzen
Bezugspunkt setzen
Sollwert für Schrittmaß
Geschwindigkeitsstufe 1
Geschwindigkeitsstufe 2
Spannungsstufe 1
Spannungsstufe 2
MDI-Satz
MDI-Satz fliegend
Programmanwahl, Programmnummer
Programmanwahl, Satznummer
Programmanwahl, Bearbeitungsrichtung
Code Applikationsdaten 1
Code Applikationsdaten 2
Code Applikationsdaten 3
Code Applikationsdaten 4
1) Diese Daten werden nur angezeigt. Bearbeitet werden diese Daten durch den
FC INIT_DB (siehe Kap. 6).
5-8 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Datenbaustein- Die Tabelle 5-3 zeigt eine grobe Darstellung der Datenbausteinstruktur.
Struktur
Tabelle 5-3 Datenbausteinstruktur
DB-Kopf Systeminformation, für Anwen-
der nicht relevant
Angaben für die Kennzeich-
Nutzdatenbereich/Strukturkopf | nung des Datenbausteins im Sy-
stem.
ab 24 bei MD Parametrierdaten
Nutzdaten
bzw. 32
Die ausführlichen Datenbausteinstrukturen und Parametrierdaten der einzel-
nen Datenbausteintypen sind in nachfogenden Kapiteln dargestellt.
5.3.1 Maschinendaten
DB-Struktur Die Tabelle 5-4 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau-
steins "Maschinendaten” (DB-MD).
Tabelle 5-4 DB-Struktur Maschinendaten
PB
WORD Rack Steckplatz BG-Adresse
2 WORD DB-Nr. (> 1000) wie im DB-Kopf
posa
IA
DB-Kennung/Typ 2 ASCII-Zeichen
ar PA TEO e [PU |
AAA]
Ba A ESTEVA
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Eingabe der Werte In “FM 354 parametrieren” rufen Sie im Menü Datei > Neu » Maschinenda-
ten folgendes Bild auf.
ES Maschinendaten!
Interpolationsdaten | Reglerdaten | Antnebsschnittstelle | 57-5chnittstelle |
| Geberdaten | Heferenzpunkt | Dig. Eingänge l Dig. Ausgänge |
MO? Maßsypsten * 10*%*-3 mm
MODS Achzart *
{* Linearachze Rundachze
MDDS ARundachsende *
MDE Reserve
MD21 Software-Endschalter Anfang E ADODOÓ mm
MDz2 Software-Endschalter Ende f ogag mrm
MD23 Maximalgeschwindigk.eit [500000 mimmin
* Das Andern und Aktivieren dieser Daten bewirkt das HDI aki
Rücksetzen der Achse. Jue carte
Schließen | Hilfe |
Bild 5-4 Eingabe der Werte für Maschinendaten
Geben Sie auf den jeweiligen Karteikarten die Maschinendaten ein.
Sie können auch über das Menü Ansicht » Tabellenform ihre Werte in einer
Tabelle eingeben.
Bei der Erstellung des MD-DBs sollten Sie unbedingt das Kapitel 7
“In Betrieb nehmen der FM 354” beachten.
Hinweis
Das Maßsystem (MD7) muß mit dem angegebenen Maßsystem der anderen
DBs übereinstimmen.
Das Maßsystemraster (MSR) ist die kleinste Wegeinheit im jeweiligen Maß-
system.
Sollten Sie diesen Hinweis einmal nicht beachtet haben, dann gehen Sie wie
folgt vor:
1. Löschen aller Datenbausteine (die nicht mit dem Maßsystem überein-
stimmen) oder löschen des gesamten Speichers auf der FM 354.
2. Die übrigen Datenbausteine auf dem PG ändern.
3. Die Datenbausteine wieder neu in die FM 354 laden.
5-10 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Maschinendatenli- In der Tabelle 5-5 sind alle Maschinendaten der FM 354 aufgelistet.
sie Erläuterungen zur Maschinendatenliste:
K sind Konfigurationsdaten siehe Kapitel 9.3.3
E sind einstellbare Maschinendaten für Justage (Inbetriebnahme-Optimie-
rung) und Technologie siehe Kapitel 9.3.3
Die Maßeinheiten beziehen sich auf die betragsmäßige Wertedarstellung im
Maschinendaten-DB.
Tabelle 5-5 Maschinendatenliste
Ne Bezeichnung Default- Wert/Bedeutung Datentyp/Einheit/ siehe
werte Kommentar Kap.
HA e EEE
5 E | Prozeßalarmgenerie- 0 = Position erreicht BITFELD32 9.10
1 = Längenmessung beendet
3 = fliegender Satzwechsel
4 = fliegendes Messen
7K | Maßsystem 1 = 10? mm DWORD [MSR]
2 = 10 inch
3 = 10% grd
4 = 10 grd
Achsart ~“ Linearachse DWORD
~“ = Rundachse
Rundächsende® 36 - 105 | 0...1 000 000000 00000000 1 000 000 000 DWORD [MSR]
10 K | Gebertyp = nicht vorhanden DWORD
1 = Inkrementalgeber
3 = Absolutgeber (SSI 13 Bit) GRAY-Code
4 = Absolutgeber (SSI 25 Bit) GRAY-Code
13 = Absolutgeber (SSI 13 Bit) Binár-Code
14 = Absolutgeber (SSI 25 Bit) Binár-Code
Weg pro Geberumdre- | 10000 | 1...1 000 000 000 DWORD [MSR]
hung (Teilungspe- (ganzzahliger Teil)
riode)?
12 K | Restweg pro Gebe- po po 2321 DWORD [2°32MSR]
rumdrehung?) (gebrochener Teil)
„225
13 K | Inkremente pro Gebe- Bu 500 DWORD
rumdrehung Bei Inkrementalge-
(Teilungsperiode)2) bern erfolgt die Aus-
wertung zu 4: MD.
14K | Anzahl Umdrehungen 0/1 = Singleturn-Geber DWORD
Absolutgeber 21...212 für Multiturn-Geber Es sind nur 2er-Po-
tenzen zulässig.
MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert.
zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1”
2) siehe Abhängigkeiten
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-11
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-5 Maschinendatenliste, Fortsetzung
Nr. Bezeichnung Default- Wert/Bedenting Datentyp/Einheit/ siehe
werte Kommentar Kap.
2
15 K | Baudrate Absolutge- l= 78000
2= 156000
3= 312000
4= 625 000
5 = 1 250 000
16 K | Referenzpunktkoordi- —1 000 000 000...+1 000 000 000 DINT [MSR] 9.2.3
nate
9.6.3
17 K | Absolutgeberjustage DWORD
[Geberraster] Abso-
lutgeber
Art der Referenz- 0 = Richtung +, Nullimpuls rechts DWORD 42
punktfahrt 1 = Richtung +, Nullimpuls links Code ist lagekenn-
(Referenzpunkt-An- 2 = Richtung —, Nullimpuls rechts zeichnend für Syn-
3 = Richtung —, Nullimpuls links chronisationspunkt
mn) 4 = Richtung +, RPS Mitte bzgl. RPS
5 = Richtung -, RPS Mitte
8 = Richtung +, RPS Flanke
9 = Richtung —, RPS Flanke
19 K | Richtungsanpassung 0 = Meßwertrichtung invertieren BITFELD32
1 = Analogwert invertieren
20 K | Hardwareüberwa- 0 = Kabelbruch (Inkrementalgeber) | BITFELD32
1 = Fehler Absolutgeber
2 = Impulsüberwachung
(Inkrementalgeb.)
3 = Spannungsüberwachung Geber
21 E | Softwareendschalter 10° —1 000 000 000...1 000 000 000 DINT [MSR]
22 E | Softwareendschalter 10? —1 000 000 000...1 000 000 000
Ende?)
23 E | Maximalgeschwindig- | 30-10° | 10...500 000 000 DWORD 9.1
keit [MSR/min]
104
nur für Inkremental-
geber
24 E | Zielbereich (Position 1000 |0...1 000 000 DWORD [MSR]
erreicht, Halt)
25 E | Überwachungszeit 0 = ohne Überwachung DWORD [ms]
1...100 000 in 2 ms-Stufen auf-
gerundet
Stillstandsbereich | 10% | 1...1 000 000 DWORD [MSR]
27 E | Referenzpunktver- —1 000 000 000...+1 000 000 000 DINT [MSR] 0.25
schiebung
MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert.
zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “XI”
2) siehe Abhängigkeiten
5-10 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-5 Maschinendatenliste, Fortsetzung
Nr. Bezeichnung Default- Wert/Bedentung Datentyp/Einheit/ siehe
werte Kommentar Kap.
28 E | Referenziergeschwin- | 6-10° | 10...500 000 000 DWORD 9.2.3
digkeit?) [MSR/min]
29 E | Reduziergeschwindig- | 3-10° | 10...500 000 000
keit)
31 E | Richtungsbezug der
32 K Ausgabeart M-Funk-
Ausgabezeit M-Funk-
tion
digitale Eingänge?)
digitale Ausgänge?
MSR = Maßsystemraster
2) siehe Abhängigkeiten
0 = wie Referenzpunktfahren
(nicht für Absolutgeber)
1 = positiv
2 = negativ
während der Positionierung:
l = zeitgesteuert
2 = quittungsgesteuert
vor der Positionierung:
3 = zeitgesteuert
4 = quittungsgesteuert
nach der Positionierung:
5 = zeitgesteuert
6 = quittungsgesteuert
1...100 000
0 = Start extern
1 = Freigabeeingang
2 = externer Satzwechsel
3 = fliegendes Istwert setzen
4 = Messen
5 = RPS für Referenzpunktfahrt
6 = Umkehrschalter fúr
Referenzpunktfahrt
0 = Position erreicht, Halt
1 = Achsbewegung vorwärts
2 = Achsbewegung rückwärts
3 = Änderung M97
4 = Änderung M98
5 = Startfreigabe
7 = Direktausgabe
RPS = Referenzpunktschalter
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ..
zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.:
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
o
DWORD
serielle Ausgabe von
max. 3 M-Funktio-
nen im NC-Satz
DWORD [ms]
in 2 ms-Stufen auf-
gerundet
BITFELD32
bitcodierte Funkti-
onszuordnung:
Bit-Nr. VO 0
Bit-Nr.+ 8 VO 1
Bit-Nr. + 16 O 2
Bit-Nr. + 24 1/O 3
aktivierend für die
Funktion ist immer
die Vorderflanke
.) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert.
un x Y
9
9-13
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-5 Maschinendatenliste, Fortsetzung
It- D inhei sich
Eingangsanpassung = 10 invertiert BITFELD32
(Signalverarbeitung 5 - = Il invertiert
invertiert) 10 = I2 invertiert
11 = 13 invertiert
Steuersignale Servo 0 = Reglerfreigabe aktiv 97
2 = Regler bereit aktiv
3 = Regler bereit invertiert
7 = Zeit-Override aktiv
15 = Weiterarbeiten nach Not-Aus 9.1.1
(Antriebsfreigabe [AF])
16 = autom. Driftkompensation aktiv
9.7
[(MSR/min) / MSR]
o o
stand dynamisch 1...1 000 000
40E | E 40E | Beschleunigung | 1 1000 0 = ohne Rampe DWORD
EN .100 000 [103MSR/s?]
C O CET LEI
MSR = Maßsystemraster RPS = Referenzpunktschalter
1) Der variable Achsname wird als Achsbuchstabe (X, Y, Z, ...) mit einer Adreßerweiterung (1...9) realisiert.
zulässige Zeichen: X, Y, Z, A, B, C, U, V, W, Q, E, 1...9 z. B.: “X”, “X1”
2) siehe Abhängigkeiten
Abhängigkeiten Zwischen den einzelnen Maschinendaten bestehen in bestimmten Konstella-
tionen Einschränkungen bezüglich Wertebereich der Nichtverarbeitung be-
stimmter Maschinendaten.
Diese Abhängigkeiten werden bei der Annahme des MD-DBs bzw. einzelner
Maschinendaten geprüft und bei Verletzungen Fehler gemeldet. Bestimmte
Prüfungen werden auf intern berechneten Hilfsgrößen basierend durch-
geführt.
Im folgenden sind diese Hilfsgrößen beschrieben sowie die durchgeführten
Abhängiskeitsprüfungen tabellarisch dargestellt.
5-14 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Aus MD gebildete interne Größen (Hilfsgrößen):
Bildung Weg pro Geberumdrehung UMWEG
UMWEG = MD11 + MD12: 2-32
Bildung interner Meßwertfaktor MWFAKTOR
MD10 Meßwertfaktor
o MWEAKTOR= 1 MWFAKTOR=1 1
O MWFAKTOR = UMWEG / (4:MD13)
3, 4, 13, 14 MWFAKTOR = UMWEG /MDI3
Aktivierung der Softwareendschalter SEAKT
MD21 MD22 SEAKT
=-102 10 10 0 0 Gnaktivy)
Bildung absolute Verfahrbereichsgrenzen intern VFBABS
MWFAKTOR VFBABS
Prüfungen:
Prüfung MD9
MD10 | MD1S zulássiges Rundachsende
|
MD9 mod UMWEG == (MD23/30 000) -
< MD9 < VFBABS
3,13 |- |UMWEG mod MD9 ==
4,14 |- |(MD14-UMWEG) mod MD9 == 0
Prüfung MD11, MD12, MD13 — daraus resultiert MWFAKTOR (s. o.)
zulässiger Meßwertfaktorbereich: 2714 < MWFAKTOR < 21*
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-15
Parametrieren der FM 354
9-16
Prüfung MD13
MD10 Schritte pro Geberumdrehung
E A
3, 4, 13, 14 ze LS LL
Prüfung MD14
MD10 Anzahl Umdrehung
0, 1, 3, 13
4, 14 de x PE ÓN
Prüfung MD21, MD22
SEAKT zulässige Softwareendschalter
DE MD21 = -10°, MD22 = +109
MD21 > -VFBABS II
MD21 < MD22 MD22-MD21 < UMWEG
1
0 <MD21 < MD9 4,14 | MD22-MD21 < MD14-: UMWEG
0 < MD22 < MD9
MD21 + MD22
Prüfung MD28
zulässige Geschwindigkeit: 10 < MD28 < MD23
Prüfung MD29
MD10 zulässige Geschwindigkeit
3,4, 13, 14 beliebig, nicht verwendet
O, 1 10 < MD29 < MD23
Prüfung MD31
MD30 MD10 zulássiger Richtungsbezug der Lose
ca E
Prüfung MD34
zulássig:
BYTE0(MD34) + BYTE1(MD34) + BYTE2(MD34) + BYTE3(MD34)
Prüfung MD35
zulässig:
BYTE0(MD35)80x7F + BYTE1(MD35)80x7F + BYTE2(MD35)6:0x7F +
BYTE3(MD35)&0x7F
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
5.3.2 Schrittmaße
DB-Struktur Die Tabelle 5-6 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau-
steins ”Schrittmaße” (DB-SM).
Tabelle 5-6 DB-Struktur Schrittmaße
o poo | Fra san Team
e þe IN EEE CTC
pomo] ries BEE
so [poo | Trees COTE
o po p ewe E
DWORD Maßsystemraster It. MD7 Anzeige der Maßeinheit
WORD Parameter (DB) Sichern Auftrag über ” B&B”
o fwo IS CTC
36 DWORD 0...102 Schrittmaß 2 siehe Kap. 9.2.4
bis
Schrittmaß 100
Eingabe der Werte Die Eingabe der Werte erfolgt in dem Menü für Schrittmaße im Parametrier-
tool "FM 354 parametrieren”.
ES Schrittmaßel
schritimale
mm
oo 0.00
004 TE TE
q
H
Bild 5-5 Eingabe der Werte für Schrittmaße
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-17
Parametrieren der FM 354
5.3.3 Werkzeugkorrekturdaten
DB-Struktur Die Tabelle 5-7 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau-
steins ”Werkzeugkorrekturdaten” (DB-WK).
Tabelle 5-7 DB-Struktur Werkzeugkorrekturdaten
8 From I Fra sin CTE
o [po IEA ECETIA CTN
ooo] rien BEE
COM [pos IAN ECTS CCC
ECON CCC COMA ECTS E
> [rem COMA RECTA CTC
IE III IE INN EEN
DWORD Maßsystemraster lt. MD7 Anzeige der Maßeinheit
WORD Parameter (DB) Sichern Auftrag über ” B&B”
EM CCOO | CTC EEE
Werkzeuglángenkorrektur 1 Werkzeug 1
Verschleißwert 1 absolut
Verschleißwert 1 additiv
Werkzeuglängenkorrektur 2 Werkzeug 2
Verschleißwert 2 absolut
Verschleißwert 2 additiv
bis bis
Werkzeuglängenkorrektur 20 Werkzeug 20
Verschleißwert 20 absolut siehe Kap. 10.1
Verschleißwert 20 additiv
5-18 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Eingabe der Werte Die Eingabe der Werte erfolgt in dem Menü für Werkzeugkorrekturdaten im
Parametriertool "FM 354 parametrieren”.
Wird der Verschleißwert additiv online geändert, so rechnet die FM den
neuen Verschleißwert absolut aus und der Verschleißwert additiv steht wieder
auf 0.
ÉS OFFLINE - WERKZEUGKORREKTURDATEN - DB1220
me Verschleiß abs. Yerschleiß M
m hooo so Mo o
02 f2o.000 fisoo ooon
04 jaooo [3.500 ¡0000
05 50.000 [45000 ¡0000 |
06 60.000 [55000 ¡0000 |
08 80.000 [77000 [0000 |
09 0000 joooo ¡0000 |
10 0.000 om ¡000 |
A AT TT
14 [ooo 000
15 fooo0 om ooo |
16 Do [0000 ¡000 |
18 0000 om ¡000 |
19 0000 om ¡0000 |
4
Bild 5-6 Eingabe der Werte für Werkzeugkorrekturdaten
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5-19
Parametrieren der FM 354
5.34 Verfahrprogramme
DB-Struktur Die Tabelle 5-8 gibt Ihnen einen Überblick über die Struktur des Datenbau-
steins ”Verfahrprogramme” (DB-NC).
Tabelle 5-8 DB-Struktur Verfahrprogramme
Op EEE e EEE
YA
Ez
won
DWORD ECOS
won
won ET
EEE
CECI
in PT
ÓN
DE
DWORD
WORD
WORD
18 STRING
STRUCT
STRUCT
STRUCT
5.00 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Eingabe der Ver-
fahrprogramme
Parametrieren der FM 354
Für die Eingabe der NC-Verfahrprogramme wird Ihnen ein leeres Fenster
angeboten. Sie geben Ihr Verfahrprogramm wie folgt ein:
ES OFFLINE - VERFAHRPROGRAMM - DB1030
Programm-Hummer: Po Programm-Name: |
G-Befehle Position Yerweilzet Geschwindigkeit M-Befehle WK UF-Nr. UP-äufruf
PON Gl G2 G3 n F Mi M2 M3 DL F
[fol A al A mf n U [1
201)
N10 690 <500.000 F50.000
N20 400.000
N25 600.000
N28 <600.000 F400.000
N30 <600.000
NAD <20,000
N50 M2
Bild 5-7 Eingabe für Verfahrprogramme
1. % Programmnummer Programmname
Die Eingabe ”%” ist nur in der 1. Zeile möglich. Diese Eingabe muß ge-
macht werden. Aus der Programmnummer wird die DB-Nr. gebildet.
Der Programmname ist optional und darf maximal 18 Zeichen lang sein.
2. N<Satznummer> — G<Befehl> (Gl, G2, G3) — X<Wert> — F<Wert> —
M<Befehl> (M1, M2, M3) — D<Nr.> (Werkzeugkorrekturnummer) —
L<Nr.> — P<Nr> + (Progr. von Verfahrprogrammen siehe Kapitel 10).
— Die Satznummer (N) müssen Sie als erstes und aufsteigend eingeben.
Die Reihenfolge der übrigen Eingaben kann beliebig sein.
— Das Trennzeichen geben Sie als Leerzeichen ein.
Zeichen müssen Sie in Großbuchstaben eingeben.
Außerdem ist es möglich den geführten Eingabebereich am oberen Bildrand
zu nutzen. Die Programmnummer und der Programmname werden nach Ver-
lassen des Eingabefeldes ins Eingabefenster übernommen. Die Übernahme
der Verfahrsätze erfolgt mit der Schaltfläche “Satz übernehmen”.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
5-21
Parametrieren der FM 354
5.4 Parametrieren mit "FM 354 parametrieren”
Eingabe der Werte Sie haben verschiedene Möglichkeiten Ihre Parametrierdaten einzugeben.
1. Anwenderdaten
In einer Tabelle können Sie die Werte eingeben bzw. Texte auswählen.
Die Eingabefelder wählen Sie mit dem Cursor an und geben die Werte
ein. Die zugehörigen Texte der Werte können Sie mit der Leertaste
anwählen.
2. Maschinendaten
Die Eingabe der Werte erfolgt über Dialoge und Karteikarten.
Über das Menü Ansicht > Tabellenform erhalten Sie die Maschinendaten
in einer Tabelle. Dort können Sie die Werte, wie unter Anwenderdaten
beschrieben, eingeben.
3. Werkzeugkorrekturdaten und Schrittmaße
In einer Tabelle können Sie die Werte eingeben. Die Eingabefelder
wählen Sıe mit dem Cursor an und geben die Werte ein.
4. Verfahrprogramme
Verfahrprogramme werden in Textform eingegeben.
In den Tabellen für MD-, SM-, WZK-Werte gibt es eine Kommentarspalte.
Dieser Kommentar wird nicht im Datenbaustein abgelegt. Er kann ausge-
druckt werden bzw. wird bei Export mit in der Datei abgelegt.
Menüs von “FM Nachfolgende Tabelle zeigt Ihnen eine Übersicht über die Menüs von
354 parametrieren” "FM 354 parametrieren”.
Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 354 parametrieren”
Menütitel bzw. -eintrag (mit | Kurzbe- Bedeutung
Einzelbefehl) dienung
u Pp Erstellen, Öffnen, Speichern, Drucken und Generieren von Datenbau-
steinen
Maschinendaten ENS Erstellt einen neuen DB-MD
Schrittmaße ENS Erstellt einen neuen DB-SM
MTC [tmtinemnnmenben«
MN fimitenmnanbene
sirenita PORC Aeon DBD
C sme | ente PORC Agen PES
—itrgoratoiaen | | iden em PORC age BWK
5.00 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 354 parametrieren”, Fortsetzung
Einzelbefehl) dienung
IN A LTS
A EEE
METI E ETE
SDB erstellen Liest die Datenbausteine der FM, erstellt aus diesen einen SDB (Sy-
stemdatenbaustein) und legt ihn auf dem PG/PC ab.
SDB anzeigen... Zeigt die für die FM 354 vorhandenen SDBs auf dem PG/PC an,
diese können gelöscht werden.
Druckt den aktuellen Datenbaustein oder Teile daraus
| Druckvorschau 000 = 0000| Zeigt das Dokument in der Seitenansicht — keine Bearbeitung möglich
Seite einrichten... EN Lest das Seitenlayout für den Druck fest
Drucker einrichten... ENS Richtet den Drucker ein und setzt die Druckoptionen
1 <Name der zuletzt Öffnet die zuletzt geöffnete DB
geöffneten DBs>
2 <Name der vorletzt Öffnet die vorletzt geöffnete DB
geöffneten DBs>
3 <Name der drittletzt Öffnet die drittletzt geöffnete DB
geöffneten DBs>
4 <Name der viertletzt Öffnet die viertletzt geöffnete DB
geöffneten DBs>
ee Rückgängig der letzten Aktion, Ausschneiden, Kopieren, Einfügen
und Löschen markierter Objekte, Suchen und Standard wert
Kopiert die markierten Daten und legt sie in die Zwischenablage
Fügt den Inhalt der Zwischenablage an der Cursorposition ein
ee Überschreibt das Feld einer Tabelle mit dem Inhalt der Zwischenab-
lage
RT = CTE
m a a
MOZO E ENS
Prades O Deewane a amene
m ES ECT
IET O CET
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5.03
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 354 parametrieren”, Fortsetzung
Einzelbefehl) dienung
MI A ES
senda | | ati ie Msi ade FM
C sme = [Bei die Seal af er FMI
ecos | [Bee die Wetzgoreurn ul ds Fa O
rara | eee de Vsitrganne aer M5
venenos | | Beste di venden af der CPU
FM-RAM komprimieren Kompromiert den Arbeitsspeicher der FM 354. Dies ist nur möglich,
wenn die CPU im Betriebszustand ” STOP” ist.
FM-Speicher löschen ENS Lóscht den FLASH auf der FM 354
Test Inbetriebnahme und Fehlerauswertung
Y Inbetriebnahme Öffnet das Inbetriebnahmefenster
Steuern und Beobachten der Baugruppe
y Fehlerauswertung Öffnet das Fehlerauswertungsfenster
Anzeige der Fehler auf der Baugruppe
| v/Servicedaten 0001-00 | Öffnet das Fenster zur Beobachtung der Servicedaten
Ansicht S e Wählen von verschiedenen Ansichten und Darstellungen
Tabellenform E] Wechselt zwischen Dialog und Tabellenform (nur bei MD)
Inhalt 5. Spalte > ENS Bestimmt, was in der letzten Spalte angezeigt wird (nur bei MD)
© Grenzen o e Zeigt die oberen und unteren Grenzwerte an
Y Funktionsleiste ES] Zeigt die Funktionsleiste an (ein/aus)
Übersicht o e Übersichtsbild für die Parametrierung wird angezeigt
Extras Einstellungen in den Datenbausteinen
Einstellungen Maßsystem > EEE Ändern des Maßsystems im aktuellen Fenster
m Teen
10% inch E Eingabe in inch
10% grd ENS Eingabe in grd
1072 grd ENS Eingabe in grd
Fenster Anordnen aller Fenster der Parametrierung, Wechsel zu einem be-
stimmten Fenster
roman I Former
hama TE [nal esgrimen an |
oma TE nato Ferse gicas ink mean |
RECO EEN
DECIS E CTE
5.04 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
Tabelle 5-9 Menüs von ”FM 354 parametrieren”, Fortsetzung
Menütitel bzw. -eintrag (mit | Kurzbe- Bedeutung
Einzelbefehl) dienung
Y 1 <geöffnetes Fenster 1> Su Wechselt zum Fenster <Fenstername>
<n> <geöffnetes Fenster n> ENS Wechselt zum Fenster <Fenstername>
Hilfe Suchen und Anzeigen von Hilfefunktionen
Hilfethemen... Bietet verschiedene Zugänge zum Anzeigen von Hilfeinformationen
an
Hilfe benutzen m Zeigt Informationen zur Benutzung der Hilfe
afon Zeigt Informationen zur aktuellen Version des Parametriertools an
5.5 Ablegen der Parametrierdaten im SDB = 1 000
Übersicht Die FM 354 speichert intern die Parametrierdaten.
Um bei einem Defekt dieser FM 354 und keinem vorhandenen PG/PC die
Parametrierdaten zur Verfügung zu haben, können diese zusätzlich in der
CPU in einem Systemdatenbaustein (SDB > 1 000) abgespeichert werden.
Die CPU überträgt nach jedem Neuanlauf diese im SDB > 1 000 abgelegten
Daten zur FM 354. Falls die FM 354 keine Maschinendaten besitzt bzw. der
interne Zeitstempel (Zeitpunkt der Erstellung) nicht übereinstimmt, werden
die Daten des SDB > 1 000 von der FM 354 übernommen und dort gespel-
chert.
Es muß darauf geachtet werden, daß die Parametrierdaten in dem
SDB > 1 000 mit den Parametrierdaten auf der FM 354 nach Abschluß
der Inbetriebnahme immer übereinstimmen.
Hinweis
Der SDB > 1 000 ist erst am Ende der Inbetriebnahme zu erstellen.
Falls nachträglich nochmals eine Änderung der Daten nötig ist, ist der
SDB > 1 000 erneut zu erstellen und in die CPU zu laden. Der vorherge-
hende SDB ist vorher zu löschen bzw. beim Erstellen eines neuen SDB wird
dieser überschrieben. Der neue SDB muß nicht die gleiche Nummer haben
wie der vorher erstellte.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5.05
Parametrieren der FM 354
SDB erstellen Voraussetzung: Online-Verbindung zur FM 354
Menü Datei ® SDB erstellen anwählen
Ist auf der FM 354 kein DB-MD vorhanden — Abbruch
Für die FM 354 ist im S7-Projekt nei —
ein zugehöriger SDB > 1 000 a. SDB
vorhanden
vorhanden.
Soll dieser SDB überschrieben
werden?
ja Abbruch
SDB wird erstellt und im S7-Projekt unter
CPU\S7-Programm\Bausteine\Systemdaten abgelegt
Bild5-8 SDB > 1000 erstellen
SDB im S7-Pro-
jekt anzeigen/lö- Menü Datei » SDB anzeigen anwählen
schen
alle SDBs für FM 354 des Projektes
werden angezeigt
; Schließen des
soll der SDB gelöscht werden? Fansiers
entsprechenden SDB anwählen und löschen
Bild 5-9 SDB > 1 000 anzeigen/löschen
5.06 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Parametrieren der FM 354
SDB in die CPU Wenn Sie SDBs erstellt haben, müssen Sie die “Systemdaten” des Projektes
übertragen in die CPU übertragen.
Sie haben zwei Möglichkeiten und gehen wie folgt vor:
l. Variante
Im SIMATIC Manager das Online-Fenster anwählen (Online- und Offline-
Fenster müssen geöffnet sein)
Im Offline-Projekt unter CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten
Systemdaten (mit Maus ziehen bzw. mit Kopieren/Einfügen) in das Onli-
ne-Projekt speichern.
2. Variante
Im SIMATIC Manager unter CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten
anwählen.
Über das Menü Zielsystem > Laden (oder rechte Maustaste) die System-
daten in die CPU laden
bzw.
Uber das Menü Zielsystem » Laden in EPROM-Memory-Card auf
CPU
Sıe können auch die Memory-Card für die CPU am PG/PC programmieren.
Erfolgt ein Laden der Konfiguration aus HW-CONFIG heraus, so wird dieser
SDB nicht mit in die CPU übertragen.
SDB in der CPU Wollen Sie SDBs in der CPU löschen, so gehen Sie wie folgt vor:
ORGANEN 1. Wählen Sie “FM 354 parametrieren” an.
2. Wählen Sie das Menü Datei > SDB anzeigen an. Löschen Sie den/die
entsprechenden SDB(s).
3. Schließen Sie “FM 354 parametrieren” und wählen Sie im SIMATIC Ma-
nager unter Online-Projekt CPU\S7-Progamm\Bausteine\Systemdaten
an. Löschen Sie die Systemdaten.
4. Übertragen Sie die Systemdaten erneut zur CPU s. o.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 5.07
Programmieren der FM 354
Übersicht Die vorliegende Programmieranleitung beschreibt die Funktionen (FCs), die
Ihnen die Kommunikation zwischen CPU und Funktionsbaugruppe FM 354
in SIMATIC S7-300 ermöglichen.
CPU FM 354 Mit “FM 354 parametrie-
Steuer-/Rückmel- ren” kann der Anwen-
designale der-DB auf der CPU be-
und Systemdaten arbeitet werden.
Anwender-DB
Anwenderprogramm
Datenbausteine
Online
Offline
AWL/KOP-Editor
unter STEP7 wird ein | Anwender- Der Anwender-DB wird
DB erstellt DB in die CPU geladen und
dort gespeichert
Parametriertool
"FM 354 parametrieren”
Funktionsbausteine (FCs, UDT 1
und Beispielprogramme)
vorprojektierte Oberfläche für OPs
Bild 6-1 Übersicht Programmieren
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-1
Programmieren der FM 354
Voraussetzungen
Anlegen des An-
wender-DBs
Bausteine
6-2
Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, wenn Sie die FM 354 über Ihr
Anwenderprogramm steuern wollen:
e Auf dem PG/PC haben Sie die Software nach Kapitel 5.1 installiert.
e Die Verbindung vom PG/PC zur S7-300 CPU muß hergestellt sein (siehe
Bild 4-1).
Sıe gehen wie folgt vor:
1. Sie erzeugen unter STEP 7 einen Datenbaustein (DB 1).
2. Sie öffnen den DB 1 und wählen die Eigenschaft “mit zugeordneten an-
wenderspezifischen Datentyp” aus.
Ergebnis: Es wird Ihnen der UDT 1 (anwenderdefinierter Datentyp)
angeboten
3. Sie klicken auf den UDT 1
Ergebnis: Sie haben den Anwender-DB (DB 1) angelegt.
4. Diesen Anwender-DB laden und speichern Sie in die CPU.
5. Mit dem Parametriertool “FM 354 parametrieren” können Sie den An-
wender-DB auf der CPU mit Anwenderdaten beschreiben.
Sie müssen für jeden Kanal einen Anwender-DB anlegen.
Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über das Bausteinpaket
(FCs) für die FM 354.
Tabelle 6-1 Technologiefunktion für die FM 354
INIT_DB Anwender-DB initialisieren
MODE_WR Betriebsarten steuern und Schreibaufträge bearbeiten
Hinweis
Die FC-Nr. können Sie für Ihr Projekt beliebig ändern. Das Ändern erfolgt
im SIMATIC Manager, indem Sie den entsprechenden FC in Ihrem Projekt
in eine freie Nummer umbenennen. Gleichzeitig sollten diese Änderungen in
der Symboltabelle vorgenommen werden.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Einbindung der Das nachfolgende Bild zeigt Ihnen wie die FM 354, der Anwender-Datenbau-
FM 354 in das An- stein (Anwender-DB) und die Technologiefunktionen kommunizieren.
wenderprogramm
CPU FM 354
la
OB 40 OB 82 | |
(Prozeßalarm) (Diagnose) 4 Byte OB-Startinformation Diagnosealarm-
g Informationen
4 Byte FC DIAG_RD
OB-Startinfor- OB 1
mation
nr” 1
|
|
Schreib-/Leseauftrag Steuer- und Rück-
| und meldesignale
| Schreib-/Lesestatus
OB 100
a FC MODE WR Systemdaten,
Neustart (Anlauf) Fehlermeldung
Anwender-DB und Fehlerspezifi-
FC INIT_DB a
= (je 1 DB pro Kanal) FC RD_COM
71)
Bi
1) Dieser FC ist nur im OB 40 oder im OB 1 aufrufbar, aber nicht in beiden gleichzeitig.
Bild 6-2 Ubersichtsbild für die Einbindung der FM 354 ins Anwenderprogramm
Hinweise für den Der Anwender benötigt mindestens den FC INIT_DB zur Initialisierung des
Anwender Anwender-DB und den FC MODE_WR zur Betriebsarten- und Schreibauf-
tragsbearbeitung.
Der FC RD_COM zum Daten lesen ist nur erforderlich, wenn die FM-Daten
im Anwenderprogramm bearbeitet werden sollen (evtl. für Anzeigezwecke).
Unabhängig davon, welche und wieviele Technologiefunktionen Sie verwen-
den, wird ein Datenbaustein mit fest vorgegebener Struktur (UDT 1)
benötigt, der alle erforderlichen Daten bzw. Datenbereiche enthält. Dieser
Datenbaustein ist als Anwender-Datenbaustein realisiert und kann u. a. durch
das Parametriertool "FM 354 parametrieren ” vorbelegt werden.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-3
Programmieren der FM 354
Kapitelübersicht
6.1 |FCINIT_DB-Anwender-DB initialisieren | INIT_DB - Anwender-DB initialisieren
S 2 FEINT PR Anwender PR nn MODE_WR - Betriebsarten steuern und u =
bearbeiten
FC RD_COM - Leseaufträge zyklisch bearbeiten
CONECTO
CO
6.1 FC INIT_DB (FC 1) - Anwender-DB initialisieren
Aufgabe
Aufrufmöglich-
keiten
6-4
Mit dem FC INIT_DB initialisieren Sie bestimmte Bereiche Ihres Anwender-
DBs. Dazu rufen Sie den FC INIT_DB im Anlauf-OB 100 einmal auf.
Der FC führt die folgenden Aktionen durch:
1. Eintrag von Adressierungswerten in den Anwender-DB
— FM-Adresse
— Offset-Adresse
2. Löschen folgender der Strukturen im Anwender-DB
— CONTROL_SIGNALS (Steuersignale)
— CHECKBACK_SIGNALS (Rückmeldesignale)
— JOB_WR (Schreibauftrag)
— JOB_RD (Leseauftrag)
FC INIT_DB CALL INIT_DB(
DB_NO
CH_NO
LADDR
w? n `~
ne
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Beschreibung der
Parameter
Funktionsweise
Fehlerauswertung
Programmieren der FM 354
Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses FCs.
Datentyp | P-Typ Bedeutung
CH_NO |BYTE E Nummer der Achse:
O oder 1 zulässig, da einkanalige Baugruppe
4..255 — unzulässig BIE = 0
LADDR |INT E logische Basisadresse der Baugruppe, Eintrag von
HW-CONFIG übernehmen
Parametertypen: E = Eingangsparameter
Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die Struktur des
Anwender-DBs finden Sie in der Bibliothek FMSTSVLI im Datentyp UDT 1.
Sie benötigen einen Anwender-DB, der Einträge zum Adressieren der
FM 354 und die Daten für die einzelnen Funktionen der FM 354 enthält. Die
DB-Nummer wird beim Aufruf des FC mit dem Parameter DB_NO überge-
ben.
Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an.
Mögliche Fehler sind:
Unbekannte Kanalnummer CH_NO, der Anwender-DB wird nicht initiali-
siert.
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC INIT_DB.
AWL Erläuterung
VAR_ TEMP
MODUL_ADR : INT; // Moduladresse
END_VAR
L 512; // Eintrag der Moduladresse
T MODUL_ ADR;
CALL INIT_DB( // Moduladresse
DB_NO = W#16#1, // DB-Nummer
CH_NO = B#16#1, // nur ein Kanal auf der Baugruppe
LADDR = MODUL_ADR); // Moduladresse
UN BIE; // Binärergebnis
S FEHLER_INITIALISIERUNG; // Fehler bei der Initialisierung
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
6.2 FC MODE _WR (FC 2) - Betriebsarten steuern und
Schreibaufträge bearbeiten
Aufgabe
Aufrufmöglich-
keiten
Beschreibung der
Parameter
6-6
Mit dem FC MODE_WR können Sie:
e Betriebsarten steuern
e Schreibauftráge bearbeiten
Dazu müssen Sie den FC MODE_WR einmal im OB 1-Zyklus aufrufen.
Der FC führt die folgenden Aktionen durch:
1. Lesen der Rückmeldesignale. Die gelesenen Werte werden vom FC in
dem Anwender-DB in der Struktur CHECKBACK_SIGNALS abgelegt.
2. Die Steuersignale werden aus dem Anwender-DB (Struktur CON-
TROL_SIGNALS) übertragen. Je nach angewählter Betriebsart CHECK-
BACK_SIGNALS.MODE werden nach erkanntem Start die Steuersignale
CONTROL_SIGNALS.START, CONTROL_SIGNALS.DIR_P und CON-
TROL_SIGNALS.DIR_M selöscht (Flankenbildung der Signale für FM).
3. Ausführen des Schreibauftrages (JOB_WR) aus dem Anwender-DB mit
übertragen der zugehörigen Daten aus dem Anwender-DB und anzeigen
des Schreibauftragstatus.
4. Erzeugen der Statusbits JOB_WR.MODE_BUSY (Betriebsart gestartet)
und JOB_WR.POS_REACHED (Position erreicht).
CALL MODE_WR (
Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses FCs.
Datentyp | P-Typ Bedeutung
RET_VAL Returncode des SFC 58 “WR_REC”
Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangssparameter
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die Struktur des
Anwender-DBs finden Sie in der Bibliothek FMSTSVLI im Datentyp UDT 1.
Sie benötigen einen Anwender-DB, der Einträge zum Adressieren der
FM 354 und die Daten für die einzelnen Funktionen der FM 354 enthält. Die
DB-Nummer wird beim Aufruf des FCs mit dem Parameter DB_NO überge-
ben.
Was muß der Anwender tun? Was tut der
Anwenderprogramm Anwender-DB FC 2?
4 entspr. Auftr.-Nr. .
" Schreibauftr.-Nr. Abfragen/Löschen
3. Status auswerten des POS loci
z. B. Schreibauftrag möglich
Leseauftr.-Nr. “Flankenbildung”
von R+, R-, ST, je
Setzen der Betriebsart u. Status des FC 3 nach Betriebsart
der entspr. Steuersignale 5
- Steuersignale Ubertragen zur FM
Betriebsart u. entspr. Rück- nr u
meldesignale auswerten Rückmeldesignale Übertragen von FM
1
Systemdaten eintragen ) Systemdaten — Systemdaten It.
Daten/Werte für Auftrags-Nr. zur FM
Schreibaufträge übertragen
Systemdaten —
Daten/Werte von
der FM 354 zu-
rückgemeldet
1) Bevor die entsprechenden Schreibauftrags-Nr in den Anwender-Datenbaustein gesetzt wird,
müssen die (zu schreibenden) Systemdaten eingetragen sein.
Fehlerauswertung Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an.
Mögliche Fehler sind:
e unbekannter Schreibauftrag (siehe JOB_WR.UNKNOWN)
e Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 58
“WR_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für
57-300/400; System- und Standardfunktionen).
e Die übertragenen Daten werden von der Baugruppe auf Datenfehler
geprüft und interpretiert. Tritt ein Datenfehler auf ist im Anwender-DB
Struktur CHECKBACK_SIGNALS.DATA_ERR = “1” gesetzt. Weitere
Information zum Datenfehler finden Sie über das Parametriertool über
den Menübefehl Test ® Fehlerauswertung und im Kapitel 11.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-7
Programmieren der FM 354
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC MODE_WR.
AWL Erläuterung
O DB_FM.JOB_WR.BUSY; // Schreibauftrag láuft
O DB_FM.JOB_WR.IMPOSS; // Schreibauftragsbearbg. nicht móglich
SPB DAWR; // Sprung zum Aufruf
ATO2: U G_STUFE_SETZEN;
SPEN STRS;
L B#16#1; // Schreibauftr.-Nr. 1 für Geschw.-St.
SPA EINT;
STRS: L B#16#0; // nur Steuersignale übertragen
EINT: T DB_FM.JOB_WR.NO; // Schreibauftrags-Nr. im Anwender-DB
DAWR: CALL MODE WR ( // FC Daten schreiben
DB_NO = w#16#1,
RET_VAL = FEHLERCODE_SCHREIBEN)
UN BIE; // Binärergebnis
S FEHLER_SCHREIBFKT; // Fehler bei der Initialisierung
6.2.1 Schreibaufträge bearbeiten
Übersicht Vor der Bearbeitung von Schreibaufträgen muß der zum Schreibauftrag zu-
gehörige Datenbereich mit den entsprechenden Werten versorgt sein. Der
letzte Schreibauftrag muß abgearbeitet sein, d. h. im Anwender-DB ist
JOB_WR.NO (Datenbyte DBBO) gelöscht und das Statusbit JOB_WR.DONE
gesetzt.
Einen Schreibauftrag stoßen Sie an, indem Sie die entsprechende Schreibauf-
trags-Nr. in JOB_WR.NO eintragen.
Folgende Schreibaufträge (JOB_WR.NO) sind bekannt:
In der nachfolgenden Tabelle bedeuten:
Betriebsart: T — Tippen
SIE — Steuern
REF — Referenzpunktfahrt
SM — Schrittmabfahrt relativ
MDI — MDI (Manual Data Input)
A/AE - Automatik/Automatik Einzelsatz
6-8 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
a | Auf- Adr. im siehe
Solldaten sind Daten/Parameter für die entsprechende Betriebsart.
VLEVEL_1_2 — 1 9.2.1
Geschwindigkeitsstufen 1, 2 u
CLEVEL_1_2— 2 98.0 022
Spannungsstufen 1, 2
TARGET_254 — 924
Sollwert für Schrittmaß
OT STE A EA CRA N
Solldaten mit Ausführung aktivieren betriebsartenübergreifende Einstellungen/Funktionen.
PARMA . 126.0 x x x x x x 9.3.1
Parameter/Daten ändern
SINGLE_FUNCTIONS -
Dz
Einzeleinstellungen
SINGLE_COMMANDS —
9.3.3
Einzelkommandos
ZERO_OFFSET -
Nullpunktverschiebung
SETTING_ACT_VALUE —
Istwert setzen
FLYING_SETTING_ACT_VALUE -
fliegendes Istwert setzen
SETTING_REFERNCE_POINT —
Bezugspunkt setzen
SRV_IN - reserviert
O Daten werden angenommen und erst in der entsprechenden BA bearbeitet.
Daten werden angenommen bzw. bearbeitet.
— Daten werden mit Fehlermeldung (siehe Fehlerbearbeitung Tabelle 11-5 K1.4/Nr. 1) abgewiesen.
O0 Daten, die für die Bewegung der Achse benötigt werden; bei Einzeleinstellungen wird die Reglerfreigabe benötigt.
Daten/Einzeleinstellungen sind mindestens einmal zur FM 354 übertragen.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Schreibauftragsta- Der Status eines Schreibauftrag wird im Anwender-DB in (Datenbyte DBB1)
tus angezeigt.
Tabelle 6-2 Schreibauftragstatus
Bit im JOB_WR Bedeutung
(DBX1.)
.BUSY, O = 1, Schreibauftrag läuft
Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gesetzt, sobald er einen Schreibauftrag
bearbeitet (JOB_WR.NO > 0 und Bit 2 im JOB_WR.IMPOSS = 0).
Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gelóscht, sobald der Schreibauftrag beendet ist
(JOB_WR.NO = 0).
.DONE, 1 = 1, Schreibauftrag beendet
Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gesetzt, sobald er einen Schreibauftrag beendet
hat (auch mit Fehler und unbekanntem Auftrag).
Dieses Bit wird vom FC MODE_WR gelöscht, wenn ein neuer Schreibauftrag
beginnt. Sie können dieses Bit selbsständig löschen.
.IMPOSS, 2 = 1, eine Schreibauftragsbearbeitung ist in diesem Zyklus nicht möglich:
da die Achse nicht parametriert ist
der Testbetrieb eingestellt ist
keine Betriebsart aktiv ist
die angewählte Betriebsart noch nicht eingestellt ist
In diesem Fall können Sie den Schreibauftrag (JOB_WR) anstehen lassen oder
auch löschen. Der FC MODE_WR löscht das Bit, wenn alle oben genannten
Bedingungen erfüllt sind.
.UNKNOWN, 3 = 1, Schreibauftrag unbekannt
Der von Ihnen angegebene Schreibauftrag (JOB_WR) liegt nicht im bekannten Bereich
(siehe Fehlerauswertung). Der FC MODE_WR löscht dieses Bit, sobald JOB_WR eine
erlaubte Nummer enthält. Die unbekannte Nummer bleibt solange erhalten.
.MODE_BUSY, 6 = 1, Beim Starten einer Betriebsart/Bewegung mit den entsprechenden Steuersignalen oder
bei der Rückmeldung BL = 1 (Bearbeitung läuft).
MODE_BUSY mit Aufruf/Start des FCs | L
WORKING [BL] mit Start der Bewegung durch die FM l L
.POS_REACHED, 7 |=0 Bei der Rückmeldung POS_ROD = 0 (Position erreicht, Halt) oder beim Starten
einer Betriebsart mit den entsprechenden Steuersignalen.
POS_REACHED — N o mit Aufruf/Start des FCs
mit Start der Bewegung durch die FM
POS_POD [PEH] — O
6-10 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
6.2.2 Betriebsarten steuern
Übersicht Zum Steuern der Achse in den einzelnen Betriebsarten sind Steuer-/Rückmel-
designale notwendig.
Die Betriebsarten sind im Kapitel 9.2 beschrieben. Die Steuer-/Rückmeldesi-
gnale und Handhabungshinweise sind im Kapitel 9.1 beschrieben.
Die Steuersignale sind vom Anwender in den Anwender-DB zu schreiben.
Durch den FC MODE_WR werden die Steuersignale im Anwender-DB zur
FM 354 und die Rückmeldesignale von der FM 354 in den Anwender-DB
übertragen.
ae 7
Byte
Steuersignale:
a| IT To Jerome e]
Tee Jr ers fon ee fe Tem Ir
Rückmeldesignale:
ma) | Tor pe
| pe E
30 BAR
Ca p p e e e
[E EE]
Weiterhin sind zum Steuern der FM 354 Einzeleinstellungen (im Anwen-
der-DB ab Adr. 40) und Einzelkommandos (im Anwender-DB ab Adr. 42)
nötig. Diese sind mit Schreibaufträgen (Systemdaten) zu übertragen.
Einzeleinstellungen Einzelkommandos
Längenmessung Maschinendaten aktivieren
fliegendes Messen Restweg löschen
Referenzpunkt nachtriggern automatischer Satzrücklauf
Freigabeeingang abschalten automatischer Satzvorlauf
Software-Endlagenüberwachung abschalten | Restart
Nachführbetrieb Istwert setzen rückgängig
Software-Endlagenüberwachung
automatische Driftkompensation
Reglerfreigabe
parkende Achse
Simulation
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-11
Programmieren der FM 354
Fehlerbehand- Rückmeldesignale [BF/FS] und [DF] (Sammelfehlermeldungen)
Fehlerspezifikation im Anwenderprogramm (falls nötig)
lung
Auslesen des DS 162 (bei BF/FS) bzw. Auslesen des DS 163 (bei DF)
siehe unter Anwendungsbeispiele Beispiel 2
Fehlerquittierung
Setzen/Löschen des Steuersignales [BFQ/FSQ]
bzw.
bei Meldung [DF] — Schreiben eines neuen Schreibauftrages
In der nachfolgenden Tabelle sind die Steuer- und Rückmeldesignale in
deutsch und englisch erklärt.
Tabelle 6-3 Steuer-/Rückmeldesignale
Steuersignale
MODE Betriebsartenparameter
PARAMETER | Geschwindigkeitsstufen 1, 2
Spannunssstufen 1, 2
Schrittmaßauswahl 1...100, 254
MODE Betriebsart
Tippen
Steuern
Referenzpunktfahrt
Schrittmaßfahrt relativ
MDI
Automatik
Automatik Einzelsatz
Cam u
a Ton Tran o
sw ECON CN
e p SSS
p TwonsanG freme
so EC TN
6-19 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-3 Steuer-/Rückmeldesignale, Fortsetzung
[vro [pamen irene
e fom rn
T-L
PEH
FR+
FR-
ME
SYN
DF
WFG
6.3 FC RD_COM (FC 3) - Leseaufträge zyklisch bearbeiten
Aufgabe Mit dem FC RD_COM führen Sie Leseaufträge aus. Dazu rufen Sie den
FC RD_COM im OB 1-Zyklus einmal auf.
Der letzte Leseauftrag muß abgearbeitet sein, d. h. im Anwender-DB ist
JOB_RD.NO (Datenbyte DBB2) gelóscht und das Lesestatusbit
JOB_RD.DONE gesetzt.
Einen neuen Leseauftrag stoßen Sie an, indem Sie die entsprechende Le-
seauftrag-Nr. in JOB_RD.NO eintragen.
Den FC RD_COM binden Sie nicht in Ihr Anwenderprogramm ein, wenn Sie
keine Leseaufträge bearbeiten.
Der FC führt die folgende Aktion durch:
Ausführen des Leseauftrages (JOB_RD) aus dem Anwender-DB mit übertra-
gen der zugehörigen Daten in den Anwender-DB und anzeigen des Leseauf-
tragstatus.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-13
Programmieren der FM 354
Aufrufmöglich- Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung
keiten (Kontaktplan) (Anweisungsliste)
CALL RD_COM(
Beschreibung der Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter dieses FCs.
Parameter
Datentyp | P-Typ Bedeutung
RET_VAL Returncode des SFC 59 “RD_REC”
Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangssparameter
Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die Struktur des
Anwender-DBs finden Sie in der Bibliothek FMSTSVLI im Datentyp
UDT 1. Sie benötigen einen Anwender-DB, der Einträge zum Adressieren
der FM 354 und die Daten für die einzelnen Funktionen der FM 354 enthält.
Die DB-Nummer wird beim Aufruf des FCs mit dem Parameter DB_NO
übergeben.
Was muß der Anwender tun? Was tut der
Anwenderprogramm Anwender-DB FC 3?
Schreibauftr.-Nr.
Status des FC 2
Leseauftr.-Nr. Abfragen/Löschen
entspr. Auftr.-Nr.
Status auswerten -
Status des FC 3 Setzen/Löschen
Steuersignale
z. B. Leseauftrag möglich
Rückmeldesignale
Systemdaten —
Daten/Werte für
Schreibaufträge
Systemdaten Systemdaten — Systemdaten It.
Daten/Werte von 4 — Auftrags-Nr. von
3. A der FM 354 zuy-
der FM eintragen
rückgemeldet
6-14 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Folgende Leseaufträge (JOB_RD.NO) sind bekannt:
In der nachfolgenden Tabelle bedeuten:
Betriebsart: T — Tippen
SIE — Steuern
REF — Referenzpunktfahrt
SM — Schrittmabfahrt relativ
MDI — MDI (Manual Data Input)
A/AE — Automatik/Automatik Einzelsatz
on
peo -ae En mne Te p Tele Ts Ts Ts Is [58
OP_DAT - Grundbetriebsdaten 102 [1980 | x I x [| x Ix|x | x [9311
ESC m E I 1 | 1%
EEES fer jo I I I I EC
ESTE fon [wo I I I | 0 Joan
swommen o 20 00 00 E E E [E
O Daten werden angenommen und erst in der entsprechenden BA bearbeitet.
x Daten werden angenommen bzw. bearbeitet.
— Daten werden mit Fehlermeldung (siehe Fehlerbearbeitung Tabelle 11-5 K1.4/Nr. 1) abgewiesen.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-15
Programmieren der FM 354
Leseauftragstatus Der Status eines Leseauftrag wird im Anwender-DB (Datenbyte DBB3) an-
gezeigt.
Bit im JOB_RD Bedeutung
(DBX3.)
.BUSY, 0 = 1, Leseauftrag läuft
Dieses Bit wird vom FC RD_COM sesetzt, sobald er einen Leseauftrag bearbeitet
(JOB_RD.NO > 0 und STATUS_RD.IMBOSS = 0)
Dieses Bit wird vom FC RD_COM selöscht, sobald der Leseauftrag beendet ist
(JOB_RD.NO = 0).
= 1, Leseauftrag beendet
Dieses Bit wird vom FC RD_COM gesetzt, sobald er einen Leseauftrag beendet hat
(auch mit Fehler und unbekanntem Auftrag)
Dieses Bit wird vom FC RD_COM selöscht, wenn ein neuer Leseauftrag beginnt. Sie
können dieses Bit selbständig löschen.
.IMPOSS, 2 = 1, Leseauftrag z. Z. nicht möglich
Eine Leseauftragsbearbeitung ist nicht möglich:
— da die Achse nicht parametriert ist
— keine Betriebsart vorgewählt ist
— der Testbetrieb eingestellt ist
In diesem Fall können Sie den Leseauftrag (JOB_RD.NO) anstehen lassen oder auch
löschen. Der FC RD_COM löscht das Bit, wenn alle oben genannten Bedingungen
erfüllt sind.
.UNKNOWN, 3 = 1, Leseauftrag unbekannt
Der von Ihnen angegebene Leseauftrag (JOB_RD.NO) liegt nicht im oben aufgeführten
Bereich (siehe Fehlerauswertung). Der FC RD_COM löscht dieses Bit, sobald
JOB_RD.NO eine erlaubte Nummer enthält. Die unbekannte Nummer bleibt solange
erhalten.
Fehlerauswertung Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an.
Mögliche Fehler sind:
e unbekannter Schreibauftrag (siehe JOB_RD.UNKNOWN)
e Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59
“RD_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für
57-300/400; System- und Standardfunktionen).
6-16 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC RD_COM.
AWL Erläuterung
O DB_FM.JOB_RD.BUSY; // Leseauftrag läuft
O DB_FM.JOB_RD.IMPOSS; // Leseauftragsbearbg. nicht móglich
SPB DARD; // Sprung zum Aufruf
L B#16#66; // Leseauftr. 102 für Grundbetriebsdaten
T DB_FM.JOB_RD.NO; // Ablage in das Auftragsfach
DARD: CALL RD_COM ( // FC Daten lesen aufrufen
DB_NO = w#16#1, // DB-Nummer
RET_VAL = FEHLERCODE_LESEN) // Returnwert
UN BIE; // Binärergebnis
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei der Initialisierung
6.4 Diagnoseinformationen lesen
Übersicht Mit dem FC DIAG_RD (FC 4) bzw. FC DIAG_INF (FC 6) lesen Sie die
Diagnosealarmdaten in den Anwender-DB.
FC 4 und FC 6 sind entsprechend der Anwendung nur alternativ zu verwen-
den.
6.4.1 FC DIAG_RD (FC 4) - Diagnosealarmdaten im OB 82 lesen
Aufgabe Der Aufruf des FC DIAG_RD ist nur im Alarm-OB 82 erlaubt.
Er kann erst mit den entsprechenden S7-300-CPU-Ständen siehe Kompatibi-
litátsliste Tab. 1-1 eingesetzt werden.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-17
Programmieren der FM 354
Aufrufmöglich-
keiten
Beschreibung der
Parameter
Funktionsweise
Fehlerauswertung
6-18
Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung
(Kontaktplan) (Anweisungsliste)
FC DIAG RD CALL DIAG_RD(
DB_NO
— _ RET_VAL
IN_DIAG IN_DIAG
Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter des FC DIAG_RD.
Datentyp | P-Typ Bedeutung
RET_VAL fr In IN |Returneode des SFC 59RD_REC | des SFC 59 RD_REC
IN_DIAG | BOOL Anstoß zum Lesen der Diagnosedaten, wird nach
Ausführung von FC 4 gelöscht.
Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangsparameter,
E/A = Durchgangsparameter (Anstoßparameter)
Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die DB-Nr. wird
bei Aufruf der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben.
Das Lesen der Diagnosealarmdaten DIAGNOSTIC_INT_INFO (im Anwend-
er-DB ab Adr. 72) wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter
IN_DIAG auf Eins setzen. Der Parameter wird vom FC nach Erfüllung des
Auftrags wieder zurückgesetzt.
Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die
Übertragung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter
zurückgesetzt ist (IN_DIAG = FALSE).
Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an.
Mögliche Fehler sind:
Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59
“RD_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400;
System- und Standardfunktionen).
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Diagnosedaten
Programmieren der FM 354
Diagnosealarm
Meldung an die CPU (vorausgesetzt: Alarmmeldung aktiviert (siehe Kap. 5.2)
keinOB 82 |OB 82
az Eintrag der Diagnoseinfor- | Eintrag der Diagnoseinfor- | Aufruf
mation in den Diagnosepuf- | mation in den AW-DB ab FC 6
fer der CPU (4Byte) mit Adr. 72 mit Aufruf des FC 4
call SFC 52
CPU geht in
STOP
wenn Betriebsfehler:
(Adr. im AW-DB 80.7)
weitere Fehlerspezifikation durch Auslesen des DS 164 im OB 1
siehe unter Anwendungsbeispiele Beispiel 2
Die nachfolgende Tabelle enthált die Diagnoseinformationen DIAGNO-
STIC_INT_INFO im Anwender-DB ab Adresse 72.
Tabelle 6-4 Diagnoseinformationen
format | Bit-Nr.
CEC [Puen /Sanmeingen kommend nd geh)
O o interner Fehler/HW-Fehler (Sammelfehler Byte 2, 3)
Amer
DN CONECTE
0 ge ia paris O o
Pros tas de sgae de san
Te aitor sotano
DN E TEC mem
DN EM TES
Ra Tassen Yesos qamong asilo MD
roer
Ps CCC
Ts Tram von
TE eepo
I Tram
Fr Tremannanun
90 Trans nommen
Ta Tree ae
2 raspa br Mama m
Ts srta ae
Tr eses it ap, Fan)
a Pe fei >”
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
6-19
Programmieren der FM 354
Hinweise für den
Byte 0 bis 3 werden bei einem Diagnoseereignis automatisch zur CPU über-
tragen, und der Diagnose-Organisationsbaustein (OB 82) wird aufgerufen.
Der Diagnose-OB ist in das AWP aufzunehmen, sonst geht die CPU in den
Betriebszustand ”Stop”. Byte 0 enthält Sammelfehlermeldungen, die gleich-
zeitig mit den entsprechenden Meldungen im Byte 2, 3, 8 gesetzt werden.
Der Betriebsfehler (Byte 8.7) ist nochmals spezifiziert. Die Fehlernummern
stehen im Diagnosepuffer der FM 354 und im Datenbaustein für Statusmel-
dungen (DB-SS) für Anzeigezwecke zur Verfügung (siehe Kapitel 8.1). Für
eine besondere Fehlerauswertung im Anwenderprogramm stehen diese Feh-
Byte.Bit: 0.2
Byte.Bit: 0.3
externer
Kanalfehler
externer
Byte.Bit: 8.0...7
Anwender
lernummern im DS 164 zur Verfügung.
Byte.Bit: 0.0
Baugruppen-
störung
Byte.Bit: 0.1
interner
Fehler Fehler
Byte.Bit: 2.1...4
Byte.Bit: 3.2...6
Bild 6-3 _Auswerten Diagnoseinformation
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC DIAG_RD.
im OB 82
AWL
CALL
‘a
6-20
Erläuterung
DIAG_READ; //
DIAG_INF ( //
DB_NO = w#16#1, //
RET_VAL = FEHLERCODE_ LESEN, //
IN DIAG = DIAG READ); //
BIE; //
FEHLER_LESEFKT; //
Anstoß der Lesefunktion
Aufruf FC Diagnoseinformation
DB-Nummer
Returnwert
Anstoß zum Lesen
Binärergebnis
Fehler bei der Initialisierung
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
6.4.2 FC DIAG_INF (FC 6) - Diagnosealarmdaten im OB 1 lesen
Aufgabe Der Aufruf des FC DIAG_INF ist im OB 1 (bzw. auch in einer anderen zyk-
lischen Programmebene) erlaubt.
Aufrufmöglichkeit, Parameter und Fehlerauswertung siehe Kapitel 6.4.1.
Funktionsweise Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die DB-Nr. wird
bei Aufruf der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben.
Das Lesen der Diagnosealarmdaten DIAGNOSTIC_INT_INFO (im An-
wender-DB ab Adr. 72) wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter
IN_DIAG auf Eins setzen. Der Parameter wird vom FC nach Erfüllung des
Auftrags wieder zurückgesetzt. Der FC muß solange aufgerufen werden, bis
er den Durchgangsparameter wieder zurückgesetzt hat. Bei zentralem Einsatz
der FM 354 wird der Leseauftrag innerhalb eines einzigen Bausteinaufrufes
abgearbeitet. Bei dezentralem Einsatz der FM 354 kann die Bearbeitung des
Leseauftrag mehrere Bausteinaufrufe benötigen.
Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die
Übertragung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter
zurückgesetzt ist (IN_DIAG = FALSE).
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel für FC DIAG_INF.
im OB 1
AWL Erläuterung
U DIAG_READ; // FC-Aufruf, wenn Anstoßmerker gesetzt
SPB DIRD;
S DIAG_READ; // Anstoß der Lesefunktion
DIRD: CALL DIAG_INF ( // Aufruf FC Diagnoseinformation
DB_NO = W#16#1, // DB-Nummer
RET_VAL = FEHLERCODE_LESEN, // Returnwert
IN_DIAG = DIAG_READ); // Anstoß zum Lesen
U DIAG_READ; // Sprung zum Ende, wenn Leseauftrag noch
SPB END; // nicht beendet ist
UN BIE; // Binärergebnis
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei Lesefunktion
END: NOP 0;
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-91
Programmieren der FM 354
6.5 FC MSRMENT (FC 5) — Meßwerte lesen
Aufgabe Mit dem FC MSRMENT lesen Sie die Meßwerte in den Anwender-DB (ab
Adresse 60). Der Aufruf des FC MSRMENT kann im OB 40, falls der Pro-
zeßalarm aktiviert wurde (siehe Kapitel 5.2 ) oder im OB 1 erfolgen. Der
Aufruf des FC 5 ın beiden OBs gleichzeitig ist nicht erlaubt.
Im OB 40 kann der FC 5 erst mit den entsprechenden S7-300-CPU-Ständen
siehe Kompatibilitátsliste Tab. 1-1 eingesetzt werden.
Einsatz zentral Einsatz dezentral (in Vorbereitung)
entweder Aufruf im Alarm-OB 40 Aufruf im Alarm-OB 40 nicht möglich, da die
(in Vorbereitung) oder im OB 1-Kon- | Datenübertragung von DP (dezentrale Peri-
text pherie) nicht synchron erfolgt, deshalb Aufruf
im OB 1-Kontext
Aufrufmöglich- Aufruf in KOP-Darstellung Aufruf in AWL-Darstellung
keiten (Kontaktplan) (Anweisungsliste)
FC MSRMENT CALL MSRMENT (
EN DB_NO
DB_NO u RET_VAL
IN_MSR IN_MSR
Beschreibung der Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen die Parameter des
Parameter FC MSRMENT.
Datentyp | P-Typ Bedeutung
RET VAL Returncode des SFC 59 RD_REC
Parametertypen: E = Eingangsparameter, A = Ausgangsparameter,
E/A = Durchgangsparameter (Anstoßparameter)
6.20 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Funktionsweise
Fehlerauswertung
Die Funktion arbeitet mit einem Anwender-DB zusammen. Die DB-Nr. wird
bei Aufruf der Funktion mit dem Parameter DB_NO übergeben.
Das Lesen der Meßwerte MEASUREMENT_VALUES (im Anwender-DB ab
Adr. 60) wird gestartet, indem Sie den Durchgangsparameter IN_MSR auf
Eins setzen. Der Parameter wird vom FC nach Erfüllung des Auftrags wieder
zurückgesetzt. Der FC muß solange aufgerufen werden, bis er den Durch-
gangsparameter wieder zurückgesetzt hat. Bei zentralem Einsatz der FM 354
wird der Leseauftrag innerhalb eines einzigen Bausteinaufrufes abgearbeitet.
Bei dezentralem Einsatz der FM 354 kann die Bearbeitung des Leseauftrag
mehrere Bausteinaufrufe benötigen (gilt nur für Aufruf im OB 1).
Während der Auftrag läuft bleibt der Durchgangsparameter gesetzt. Die
Übertragung der Daten ist beendet, wenn der Durchgangsparameter
zurückgesetzt ist (IN_MSR = FALSE).
Aufgetretene Fehler zeigt das Binärergebnis (BIE = 0) an.
Mögliche Fehler sind:
Datenübertragungsfehler bei der Datenübertragung mit dem SFC 59
“RD_REC”. Der Fehler wird am Ausgangsparameter RET_VAL zur
Verfügung gestellt (siehe Referenzhandbuch Systemsoftware für S7-300/400;
System- und Standardfunktionen).
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel im OB 1.
im OB 1
AWL Erläuterung
U DB_FM.CHECKBACK_SIGNALS.MSR_DONE; // Rückmeldung "Messung beendet”
FP FLANKENMERKER_MESSUNG_BEENDET'; // Flankenmerker für ”Messung beendet”
S "ANSTOSS_LESEFKT”; // Anstoßparameter setzen
CALL MSRMENT ( // AUFRUF FC MSRMENT
DB_NO = w#16#1,
RET_VAL = FEHLERCODE_LESEN,
IN_MSR = "ANSTOSS_LESEFKT”);
U "ANSTOSS_LESEFKT”; // Anstoßbit ist noch gesetzt
SPB NWE;
UN BIE; // Kommunikationsfehler
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei Lesefunktion anzeigen
NWE: NOP 0;
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
6-23
Programmieren der FM 354
Aufrufbeispiel Nachfolgend erhalten Sie ein Aufrufbeispiel im OB 40.
im OB 40
AWL Erläuterung
S MW_LESEN; // Auftrag setzen
CALL MSRMENT ( // AUFRUF FC für Meßwerte lesen
DB_NO := W#16#1, // DB-Nummer
RET_VAL := FEHLERCODE_LESEN, // Returnwert
IN_MSR := MW _ LESEN); // Anstoßparameter
UN BIE; // Binärergebnis
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler bei Lesefunktion anzeigen
Hinweis
Das Aktivieren von “Messen” und die Bildung der Meßwerte ist im
Kapitel 9.3.10 beschrieben.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
6-24
Programmieren der FM 354
6.6 Anwender-Datenbaustein
Ubersicht Die nachfolgende Tabelle beschreibt Ihnen den Aufbau des Anwender-DBs.
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354
fon] pow pe | ECC
E Terme CC schrisugnummer
10 fao | feo poor E ECTS
a fen IN CA CC raus ETT
p2 faa | [iros CC CA ECT
p fas A ES E CA ETT
1 Tre | Tome poo EI [men
15 Tas Toms poor EI asemen
16 Trio | [voveo [poor [patse ETT
iaa] Trosnenemn [soor raus rotionemich
femme O EIA
p A Tomas CTA O CCT
20 CECI | To pme CC PETT
30 feo | [os poor EI [ienen
30 fe | [pos poor EI PETT
32 [ea | [mros poor raus [ieena umos
35 Ts | EC [poor E ETT
en O E
9 [ms] CC CCA Tamm Tamm
(00 Treo | CC CC E eee
so fso | CCA CCA E eere
mn [roo | [wom [wor Twin [een
14. 140 +14. +14.0 stat | CHADR ADR DWORD | DW#16#0 | Kanaladresse 000
> 0 EA 0 stat E T _OFFS E _— n für kanalspezifische
Datensatznummer
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-95
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
- Anf -
Aar ne a Variable Datentyp en Kommentar
absolut | relativ | ration wert
Steuersignale: FC MODE_WR
20.0 stat CONTROL_ STRUCT Steuersignale
SIGNALS
SEE TEST EN BOOL FALSE | Umschalten P-Bus-Schnitt-
stelle
202 2 40.2 2 Bro 2 BOOL | FALSE | reserviert
Bial G a o
ma [o | oma poor O eere
ms fes | oms poor fise eere
ms [os | [ome poor [ise feere
07 [or | [oma poor EC eere
20 [ao | [sm foor [ms fe
a fa 1 fse poor ws Tan
pa [aa | [orm poor ECC CTC
3 [es | [pre poor [rse remers
pa [aa | [eom poor ECT
ps [as | CEC poor rase [ernten
pe [as | [ses [poo [ratse [swns
aa [ar | [pws poor [ise aeee
22. 20 +2. +20 MODE BYTE — | B#16#0 Betriebsart 00000
0 Ea 0 [SUN co = —
PARAMETER
240 +40 | |OVERRIDE | OVERRIDE | BYTE | B#16#0 | Override
so fso | [os forme nn fen
ao fo | oee fore nn |en
mo O | or CI en
BEE E O O ES DT
|Rückmeldesignale: | ER
Rückmeldesignale: FC MODE_WR
28.0 stat CHECKBACK_ STRUCT Rückmeldesignale
SIGNALS
28.0 [#00 Oo DAIN BOOL FALSE reserviert
28.1 +0.1 TST_STAT BOOL FALSE — a P-Bus-Schnitt-
stelle erfolgt
232 2 +02 2 Bm 2 BOOL | FALSE | reserviert
ee OT ERR MN Eem o
284 [#04 | | DATA ERR BOOL FALSE | Datenfehler
6-26 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
33 [ms | [man CC frauen
e foe | [msr oo E Samen
C S EI [paamenen
0 fao | [smem [soo [raise [sanee
m far | Twoname feor [ease [porene
92 [as | [pans [poor [patse CON
3 f | Toms poo EI feere
ee e e
235 5 +1. CES DT DTRUN | BOOL FALSE | | Verweilzeit läuft | läuft
EZAN 6 EEE 6 PR E m = a __
o
ET [sa Fiona CCT ET
0 feo | [se poo [ense [ineme
pa fer | [mson [soor ratse [Mesme
po fea | feom fon [ense [riens
po fe | feos foo [inse [rme
pa fea | [ema foo CI TI
po [e | [wa EC ease TE
0 fee | [ome fon [inse feer
07 fer | [oso fso ease [posson erena
20 fro | [rmm feve [onoo [Mermi
50 fso | [omo poo [inse feere
a fe | a ooa fonse feere
52 fe | [me foo fese feeen
53 [ss | ms poo fonse feere
ECON CECI | [sm fso E TT
03 [ss | CIA EC EI E
56 fee | [ome foo [inse [eeren
97 fe | [em poo [inse feere
o feo | vom won E eee
50 [so | Tpwonns pwone E [memen
me femme |
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-97
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
- Anf -
Ar ne a Variable Datentyp en Kommentar
absolut | relativ | ration wert
Einzeleinstellungen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 10
40.0 stat SINGLE_ STRUCT Einzeleinstellungen
FUNCTIONS
(00 ron | E eoor EI CET
(01 for | CC [soor CI ET
02 fo | Tome poor E [msn
(03 os | Toms poor EI fasemen
oa fos | Tom fso CI feere
03 [03 | [rewon oo EI feere
os [oe | [rma eoor ease [porene ae
(07 fon | [smon eoo ease [simion
ao fao | fomo foo [inse feme
fa Tr | Tom poor EI semen
(02 fa | CI poo EE CTN
33 fas | [emme [eoo TON
(aa Tre | [pos CC CN
41. BES +1. CES |. | FOLLOWUP BOOL | FALSE | Nachführbetrieb
= 6 Ea 6 Es EN _DIS — — Ml SW-Endlagenüberwachung
abschalten
DRIFTOFF BOOL FALSE automatische Driftkompensa-
tion A
NN 0 END | END_STRUCT
Ba SEEN ee Auftrags-Nr. ZN
42.0 stat SINGLE_ STRUCT Einzelkommandos
COMMANDS
eo foo | Tome poa EI fom
e1 fo | [ema poo fonse feere
ea fo | [sm foo [ense [eem
e fe | [ema poo E feere
pa fo | [ema foo [inse feer
es fes | [ems foo feise [eem
20 [oe | [ems foon [inse [eem
er fo | [emr foo [inse [eem
50 fao | [iomas soo [ease [mo aien
e fan | [paos foor fese [roeren
52 fan | [sems [poor [ease CC
53 [as | [semene [poor [rarse Janomaincer Sariei —
6-28 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
ea [ma | [oma poo CI Ten
es [ms | [esee oo CI rem
ee [ae EC soo CI ETT
er far | [ema oo EI CTN
e O e ee BE
Nullpunktverschiebung: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 12
ZERO_OFFSET DINT Nullpunktverschiebung
Istwert setzen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 13
48.0 48.0 stat SETTING_ DINT LO Istwert setzen
ACT_VALUE
fliegendes Istwert setzen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 14
52.0 52.0 stat FLYING_SET- DINT LO fliegendes Istwert setzen
TING_ACT_VA-
LUE
Bezugspunkt setzen: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 21
56.0 56.0 stat SETTING_REFE- | DINT L#0 Bezugspunkt setzen
RENCE_PIONT
Meßwerte: FC MSRMENT
stat MEASURE- STRUCT Meßwerte
MENT_VALUES
BEGIN_VALUE | DINT Anfangswert bzw. fliegender
Meßwert
6400| 0 +4, +40 END | END_VALUE | DNT L#0 | Endwet 000000 |
~ 0 = 0 o a UN A
VALUE
Diagnosealarmdaten: FC DIAG_RD/FC DIAG_INF
72.0 stat DIAGNOSTIC_ STRUCT Diagnosealarmdaten
— w _INFO
wo 0 +00 | 0 BYTE BYTE | B#16#0 | CO a Diagnose-
mo feo | [e ee CC
700 [ao I [e ere CC CTI
mo [oo | [rs ere EC [imee mopo
mo [e ICC pre CC n
mo [ao | Formen [sve CC [karinev
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-09
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
so feo | [rm ferne asien
20 emo | [ormo farm eneo ee
50 fao | poren far neo eere
so [oo | [oree farm neo eere
so fa | res form o eere
po) | ese |
Sollwert für Schrittmaß: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 3
Geschwindigkeitsstufe 1 und 2: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 1
[900 [sta [VLEVEL_12 [STRUCT | | Geschwindigkeitsstufe 1 u. 2
Spannungsstufe 1 und 2: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 2
© [980 stat |CLEVELI2 | STRUCT Spannungsstufe 1 und 2
se O fer]
MDI-Satz: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 6
INEA CI ECT ee | mm
COM foo | ferne Tore Tram [rm
or EC | Terme ferne CC |
1000 [20 CC poor Trasse TI
ion [ra I ee poor LV TN
ion fe | Toms poor fraise [menden
ons [res 1 [omas poo E feee
ons [rs | From CC O [Peine
ons [res I fps Toon E min
Mono [26 | Toms Toon [raus [mann
ær [rer | [pm Toon Trasse [ren
1000 feo | [van poo E ECT
E [a IN CEIC CC TIN
1002 [52 1 CEC CC LV TT
1003 [3 CE poor ET
wa [ea I CO CCC CO CET
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
ws [ms | CECI CC Teaser
pwe fee | [ome soon CI [eem
w7 fe | ema oo fese sonen
moo fao | for feve [enoo |For arane
mo fso | foom fere [sro [CFom derne?
mo feo | [ee ee CC EC
mo fro | [eer eee CC feere
CeT E e e ee
118.0 0 +12, ES V Vya DNT o L#0 [Wert | Wert der Geschwindigkeit | | Wert der Geschwindigkeit |
a 0 CA 0 M_ A VAL co Ca M-Funktions-Nr. der
Gruppe 1
123.0 +17.0 M 2 VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 2
124.0 +18.0 M 3 _ VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 3
125.0 [#190 | |BYTEID. [BYTE [BHIGRO [reserviert |
Far en
Parameter/Daten ändern: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 8
C po CI EI CE O CET
mo [o | [e CO CC CN
emo [o IN EEC ore CC [Sammer
1280 feo | [ocon ore CC ET
1200 [oo | [oo Terre CC CT
moo [o | omom fore CC CN
mo fe | þe p
ew fe | pee IE CN
o pa | pe IEA p
po f | pe Tem
eo fe | [þe | p
eo [po | peo IE p
EEN ETNIA CC EEE
o pe | pee I CC
o po | pee IE CC
mo po ee o o BE
C I E Tem
o [eo | pe Tamm IE
mo [ao | [sen IO CC o
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-31
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
rn CCOO O CI A CT IA
EEC O O AR CN IE
ECON E fea AE CC BE
[COMET A CI AR CC IN
so CE fe A CN IE
mo ECO [s Tamm IE
IA EEC IO BER ESC O BE
digitale Ein-/Ausgánge: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 15/FC RD_COM, Auftrags-Nr. 101
C po e poo ET ETT
o [eo | o poor fonse TS
o o on roor E ETT
1502 [o | [pome poo E [aseme
1503 [03 | os oor TT
100 [o | fema foor fonse feere
108 [os | fems eoor fonse feere
1500 [os | feme Tnoor [ense feere
1507 [or | fema eoor fonse feere
[COEN foomo Toon [ease ETT
a [a | foom feor [ense fasera
112 [e | foom — [poor [ense [isere
1513 [3] [pom foor [ens isnan
a [a | ma poor E ES
[EN ps I ps poo e eee
e [e | pme poor E eee
1507 a | ema [poor fse CC
ee e e) E
MDI-Satz fliegend: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 16
po Ten p p pee
120 [oo | freo form onen eere
1530 [90 1 form Toys Tomas
1530 [eo | fern [poor LC CT
[COM fa CO poo [s ETT
me [e | [pm poo E ES
so [e | fms poor fonse feere
ma [ea | en CC A room
as [es | fems CC fese ferien
6-30 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
In [ee | pee oo EI em
san [er | CO CC CI asemen
so [ro | Tv poor E ETT
ss sr | CE foo A Tarnung
1552 [2 | moon CA CI CTN
1553 [ss | msen poo E CTN
psa fea | Tome poor EI mm O
1558 fes | Toms poor CI [roman
se [se | [ome foo E feere
sn [sr | emea poor CI feere
son [ra | Fame fere [ino ETT
ra To | foom ere [io ETT
so [ron | [ee ere CC feere
po Ira | Jose O CC feere
A O Tee
164.0 | 0 +12, ETS V Vya DNT o L#0 [Wert | Wert der Geschwindigkeit | | Wert der Geschwindigkeit |
C 0 E 0 M 1 E MN nn M-Funktions-Nr. der
Gruppe 1
169.0 +17.0 M_2 VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 2
170.0 +18.0 M 3 VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 3
a70 [#190 | | BYTEI9 BYTE — | B#16#0 reserviert
=t TO
Programmanwahl: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 17
C po pe posa r p
170 [oo | [ooro [ore E [pormo
1730 [ro | eoo form eo see
mo [eo | [ocom [ovre E CTN
mo fe | [e Torre po E
ee e Tra] S
Anforderung Applikationsdaten: FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 18
m 176.0 REQ_APP STRUCT wu Anforderung Applikationsda-
1760 0 00 0 |CODE_API | API BYTE — | B#16#0 | |B#16#0 | Applikationsdaten I | | Applikationsdaten 1 |
u Fr CODE_AP2 A B#16#0 | Applikationsdaten 2
178.0 20 CODE_AP3 BYTE B#16#0 | Applikationsdaten 3
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-33
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
mo 1330 | [CI CIC CN
a O a] a
III EE Tau SEI IN AE CET
1500 [oo | IEEE CE E CCT
110 [o | peoo Tore neo ECT
ee Ta] a
FC MODE_WR, Auftrags-Nr. 22
po p o pe Teen
w fo | fw p e o
mo ECU fso po LE EEE
CE [Swan Ton 0 E
1080 feo | fw p e
Je I se) PO
Grundbetriebsdaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 102
Treo Tran TorDar CE A TS
1080 [00 | peoa Town Tom Fromm
20 [0 | [ern Toworn TN
ajel pe e ae
=n 0 am 0 SUM_OFST DINT a der aktiven Koordina-
tenverscherschiebung Werk-
zeugkorrektur., Nullpunktver-
BE nn
alai e BE a ee
200 [eso | [owowa ponr im feere
a IT we] o
aktiver NC-Satz: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 103
C po Tau poaa TI | ee
200 [oo | [ooro ore [preo TN
mo [o | feno form onen [sme
220 [eo | foren poor LC TS
ma [a ee poor se EN
222 [e | feom poor LC TN
223 [e | mes o poor fonse feere
ESO [ea | ES poo E [posone
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
523 [5 | [mm CC EI ETT
pze [re | [soos poo E [orae
7 [er | [sess [soo ratse [sarme
mo feo | [yos o ooa ease [oeeie
58 fe | [os poo E CET
592 fea | E oo ease CTN
533 fe | E poo ease CTN
maa fea | foss CC E CET
533 fe | pes ooa EI feere
530 fee | [ome EC fonse feere
597 fe | [ema ooa fese feei
mo [ma | fon fere [eno ECT
550 fso | foom fere [sreo ETA
meo feo | [en ere [enoo ETT
amo fo | o eee o EC
es ke e we
242. 220 +12, ES IV VAL _VAL DNT o Lo Wer
u 0 Eaa 0 M 1 Ku CE JU M- a Nr. der
Gruppe 1
247.0 +17.0 M 2 VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 2
248.0 +18.0 M 3 _ VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 3
SeT i poe e
nächster NC-Satz: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 104
C po Tau II ET CES
500 [oo | [moo.no [me [pne [pomme
510 [o | peoo Tore CC ETT
520 fe | feos poo [s ETT
EU EEN fen Toon E TT
322 [e | [es [poor Jrs [orones
323 [res | [ames Tpoor pas [menden
ma [ea | ame CC EC room
s [es | [su foo E [orama
320 [ee | fenn poor E foa
327 [or | [ses soor ease ETS
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-35
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
538 [ma | [ve CC EI ETT
a fe | men oo ease CTN
502 fea | [mes CN A CTN
503 fes | E oo E CTN
EEC fea | oms CC [ease CET
C poor CI ame
530 fee | Tome poor EI feere
597 Ir CE poor CI [roman
300 [ma | fon fere [eno ECT
550 fso CEC O ECT
eo feo O ETC
ra Ira | ee eee CC EI
so fso | ESC pmr f CE
o fe | [yw pmr fw CE
266.0 +16.0 M_1_VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 1
267.0 +17.0 M_2_VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 2
268.0 +18.0 M_3_VAL BYTE B#16#0 M-Funktions-Nr. der
Gruppe 3
269.0 0 +90 0 © [TOVA | _ VAL BYE | B#16#0 | |B#16#0 | Werkzeugkorrektur-Nr. | | Werkzeugkorrektur-Nt. |
nn END STRUCT | OO
Applikationsdaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 105
MOE CC EI CT A ETC
0a [ron | EC ECC Tee ETT
ro Tran | Tame fon fee CTC
mo Iso | Jam CC fee CTC
o CCOO | [are CO Tee Tamm
~ pep p we IEA
Istwert-Satzwechsel: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 107
286.0 | 286.0 BLCK_EXT DWORD DW#16#0 | Istwert-Satzwechsel
Servicedaten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 108
Toms Tan EU Tsmoen | Teen
500 [oo | oor Tome Tem CT
mo [0 | peo Tome Tem Toon
so [eo | [posee pnr fm frmo
o [mo | [v onr LC er
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
a ae x Variable Datentyp oa Kommentar
absolut | relativ | ration wert
306.0 en FOLL_ERR DINT a ee Schleppabstand
3100 0 +20.0 0 | FERRLIM | _LIM DNT o L#0 |Schleppabstandsgrenze |
a 0 Ea 0 JN _ERR =. zZ s-Überschwingbetrag/
Schalterjustage
318.0 u DR_TIME DINT = Einfahrzeit/Antriebszeitkon-
stante
Ta O IOMA EC I
pa Tran SAI Tome AO CE
o foo | fwo pm p
00 [a | [wom po e A
oo [so | fwon po fm ooo
o [mo | [wom pmr fo I
so [feo | fwo po e o
20 [oo | fwo po fm ooo
eo [ao | [svom pmr fpo I
oo fæ | fwon p 0 E
a p ee IT
Zusatzbetriebsdaten FC RD_COM, Auftrags-Nr. 110
C po pe o pa e
o [oo | fovere CN oee
3550 [o | E [sye [sno TN
so [eo | [meno fore [onoo [Sesam
3570 [eo | [rono [ere CO TN
so [a | [eos Tore po o
500 [oo | [oom fore fon [anoo
300 [eo | foen [rm CC noa
o [70 | [mono fre pno ameo
20 [so | [emo foo [ise feee
AS p E mi
362.2 | +82 M10 [BOOL |
A E
in bw. -verzögerung
es [rs | Fomss poor VI [menden
pe [ee | Tome [oor raue [menden
par [ar | [omr [oor [ase ferin
e
..
|
v
I
.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-3
N
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
a an oa e e eO
002 [02 | [oma foor fise feeen
s [e | fims oor E fere
pea [oa | fema foor fonse feere
es [es | fems poor fonse feere
3090 [os | [ems [poor fonse feere
897 [97 | [oma poo fes fene
3030 [oo | ereo Tore po eee
3650 [mo | [en e po [rien
a p e
Parameter/Daten: FC RD_COM, Auftrags-Nr. 114
C peo pe pe eer A EC
eo [foo | pee e p fo
3070 [o | feo Terme peo [Summer
3080 [eo | [econ [re Tomom [ana
3600 [e | [e Tore p ESC
moo [o | [poma ore onoo [parea
mo [so | [þe Tore e |
o [eo | pe Tore CC |
mo [o | o ee o o
mo [e | [þe e o |
mo [e | [e Tee e |
mo [oo | peo Tore CC |
mo [o oen e o ooo
mo [eo | [ee e CC |
90 [o | forms e CC |
oo [o oe e o IEA
CE Tore CC |
o [o | e Tore Tamm |
E A CA CC |
ECON ECON E Tore CC |
3850 ECON [arm Tore CC |
wo [o [arms Tee CC |
sro ETS | Terms ferne Tamm IE
so [ro | CN CC f |
6-38 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
wo Te e Te CI o
Tee I a] PT
Tom [sa osmeon ET I ECT
oo [00 | [eneo [roor Trace [moin
or fo | fene foor E [min
902 [02 | fene [roor [pase TN
903 fos | fenes [roor TT
=e pe e e ee
390.5 5 40.5 3 ames | I BOOL | FALSE | | Schrittmaß übertragen | | Schrittmaß übertragen |
= 6 a mes BITC_6 MS 3 Geschwindigkeitsstufen über-
tragen
390.7 07 BITC_7 BOOL FALSE Spannungsstufen übertragen
391.0 Hass BITC_8 BOOL FALSE MDI-Satz fliegend übertragen
3911 l BITC Er BOOL | FALSE | |Istwert setzen übertragen | setzen |Istwert setzen übertragen |
e 2 IN E BITC_10 = =. Nullpunktverschiebung über-
tragen
391.3 3 BITC 11 BOOL FALSE reserviert
391.6 6 BITC 14 BOOL FALSE | Datenfehler
391.7 7 BITC 15 BOOL FALSE | Bedien/Fährtehler
398.0 | 398.0 stat | INC_NO BYTE B#16#0
3990 |399.0 RESERV 3 BYTE B#16#0
400.0 [400.0 PICT_ NO WORD W#16#0
402.0 |402.0 KEY CODE WORD W#16#0
404.0 | 404.0 RESERV 4 WORD W#16#0
MS 406.0 OP_MODE STRUCT DN BA-Anwahl
406.1 0 BITA_1 BOOL FALSE |Referenzpunktfahrt
406.2 02 BITA 2 BOOL FALSE | Schrittmaßfahrt rel.
406.4 04 BITA 4 BOOL FALSE | Automätik/Einzelsätz
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-39
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-5 Anwender-DB für die FM 354, Fortsetzung
Ws [ms | [sms [poor Trace Tamm
(se [os | [oms poor EC men
(won er 1 [amar poor ans [menden
for ro | fmmas poor CC [menden
far ia] omo poor Trauer menden
(ara [a | femo [roor [inse [menden
fans fas | fema foor [inse feere
ana faa | femo Toon [inse feere
ans [as | fem [roor [inse feere
ane [ae | femu [roor E [rerien
(ara fan | fems Toon ETT
HE EC HE aa]
6-40 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
6.7 Anwendungsbeispiele
Beispiel 1 siehe STEP 7 Anwendungsbeispiele FMSTSVEX\EXAMPLEI
Zum Ausführen des Beispieles werden zusätzlich zu den Technologiefunktio-
nen folgende Bausteine benötigt:
e DB 1 (Anwender-DB), FC 100 (Aufrufbeispiel)
e OB 1 (Zyklus) und OB 100 (Neustart)
Folgende Betriebsarten werden im Beispiel 1 unterstützt:
e Tippen
e Referenzpunktfahrt
e MDI-Satz
Desweiteren werden die dazugehörigen Daten automatisch nach Netz EIN
oder beim Übergang der CPU von STOP nach RUN an die FM übertragen
(Geschwindigkeitsstufen, MDI-Satz, Einzeleinstellungen). Durch Setzen des
entsprechenden Schreibmerkers (M17.4 bis M17.6) können diese Daten
erneut übertragen werden.
Im OB 100 sind einige Voreinstellungen für Geschwindigkeitsstufen,
MDI-Satz, Einzeleinstellungen (Reglerfreigabe, Simulation), Betriebsart
(beim Start ist die Betriebsart Tippen aktiv), Betriebsartenparameter und
Override vorgenommen, die aber je nach Anwendung geändert werden
können.
Tabelle 6-6 Merker Anwendungsbeispiel 1
M17.4 Geschwindigkeitsstufen übertragen
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-41
Programmieren der FM 354
Beispiel 2
6-42
siehe STEP 7 Anwendungsbeispiele FMSTSVEX\EXAMPLE2
Zum Ausführen des Beispieles werden zusätzlich zu den Technologiefunktio-
nen folgende Bausteine benötigt:
e DB 1 (Anwender-DB), FC 100 (Aufrufbeispiel),
e OB 1 (Zyklus), OB 40 (Prozeßalarm), OB 82 (Diagnosealarm) und
OB 100 (Neustart).
Folgende Betriebsarten werden ım Beispiel unterstützt:
e Tippen
e Referenzpunktfahrt
e MDI-Satz
e Automatik
Desweiteren werden die dazugehörigen Daten nach Setzen der entsprechen-
den Schreibmerker geschrieben (Geschwindigkeitsstufen, MDI-Satz,
Einzeleinstellungen, Einzelkommandos und Programmanwahl). Erfolgt keine
Bedienung der Schreibauftragsmerker (M17.4 bis M17.7), dann werden nur
Steuer-/Rückmeldesignale übertragen.
Ist der Merker “DATEN LESEN“ (M17.3) gesetzt, dann werden Daten
gelesen (Grundbetriebsdaten).
Ein Diagnosealarm kann durch Setzen des Merkers “RESTART” (M 17.0)
quittiert werden.
Für die spezielle Fehlerauswertung ist am Ende des FC 100 ein Beispiel zum
Aufruf des Datensatzes 162 (Fehlerauswertung von Bedien-/Fahrfehler)
aufgeführt. Analog ist der Datensatz 163 (Fehlerauswertung von Datenfehler)
und der Datensatz 164 (Fehlerauswertung von Betriebsfehler) aufzurufen.
Im OB 100 sind einige Voreinstellungen für Geschwindigkeitsstufen, MDI-
Satz, Reglerfreigabe, Einzeleinstellungen (Reglerfreigabe, Simulation),
Betriebsart (beim Start ist die Betriebsart Tippen aktıv), Betriebsarten-
parameter und Override (100 %) vorgenommen, die je nach Anwendung auch
geändert werden können.
Tabelle 6-7 Merker Anwendungsbeispiel 2
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
Tabelle 6-7 Merker Anwendungsbeispiel 2, Fortsetzung
verwendete EINGANGS-Merker verwendete AUSGANGS-Merker
M17.3 Daten lesen M21.3 Fahren Minus
M17.4 Geschwindigkeitsstufen M21.4 Fahren Plus
übertragen
M17.5 MDI-Satz übertragen M21.5 nicht verwendet
Aufrufbeispiel für den DS 162
Der Aufruf für die Datensätze 163 und 164 ist analog dem Aufruf des DS 162
zu programmieren.
AWL Erläuterung
VAR_ TEMP
R_DS162 : BOOL; // Hilfsbit für Datensatz
REO : BOOL; // Parameter für SFC 59
IOID : BYTE; //
LADDR : WORD; //
RECNUM : BYTE; //
DSNR : BYTE; //
BUSY : BOOL; //
END_VAR
BEGIN
NETWORK // Netzwerk
TITLE = DS162 LESEN
UN DB_FM.CHECKBACK_SIGNALS.OT_ERR; // DS162 nur lesen, wenn Bedienfehler
SPB NW5E; // sonst Sprung zum Netzwerk-Ende
U R_DS162; // ist Leseauftrag bereits aktiv,
SPB D162; // Sprung zum Aufruf
INIl: L 162; // absolute Datensatznummer
T DSNR;
S R_DS162; // Leseauftrag setzen
D162: CALL SFC 59 ( // Bedien-/Fahrfehler-Nr. lesen (DS162)
REO := TRUE, // Request
IOID := B#16#54, // IOID
LADDR := DB1.DBW12, // Moduladresse
RECNUM := DSNR, // Datensatznummer
RECORD := P#M30.0 BYTE 4, // Pointer (Fehler-Nr. in Merkerw. 30)
BUSY := BUSY, // Busy
RET_VAL := FEHLERCODE_LESEN); // Returnwert
UN BUSY; // wenn Leseauftrag abgeschlossen,
R R_DS162; // Rücksetzen Leseauftrag DS162
UN BIE; // Binärergebnis
S FEHLER_LESEFKT; // Fehler Lesefunktion anzeigen
NW5E : NOP 0;
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
6-43
Programmieren der FM 354
Beispiel 3 siehe STEP 7 Anwendungsbeispiele FMSTSVEX\EXAMPLE3
Zum Ausführen des Beispieles werden zusätzlich zu den Technologiefunktio-
nen folgende Bausteine benötigt:
e DB 1 (Anwender-DB), FC 100 (Aufrufbeispiel),
e OB 1 (Zyklus), OB 100 (Neustart).
Beim Setzen des Merkers M 16.0 (P-Bus-Schnittstelle umschalten) wird der
Auftrag mittels Steuersignale zur FM übertragen. Ist der Merker M20.0
gesetzt, so wurde der Auftrag in der FM erfolgreich ausgeführt. Nun kann der
Anwender mit dem Tool “FM 354 parametrieren” die FM in Betrieb nehmen,
testen und optimieren.
Tabelle 6-8 Merker Anwendungsbeispiel 3
verwendete EINGANGS-Merker verwendete AUSGANGS-Merker
M16.0 Umschalten P-Bus-Schnittstelle
auf “Inbetriebnahme” erfolgt
6-44 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Programmieren der FM 354
6.8 Technische Daten
Speicherbelegung Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Speicherbele-
gung der FCs.
Tabelle 6-9 Speicherbelegung der FCs
Nr. FC Baustein in MC7-Code in Lokaldaten in
Byte Byte Byte
Ca COCA COM E
Bearbeitungszei- Folgende durchschnittliche Bearbeitungszeiten der FCs wurden mit einer
ten CPU 314 gemessen. Die angegebenen Zeiten sind gerundet:
Tabelle 6-10 Bearbeitungszeiten der FCs
Ubertragung Zyklus 1 | Zyklus 2 | Zyklus 3
MODE_WR Steuer-/Rückmeldesignale 1,3 ms
ohne Daten (Auftrag = 0)
schreiben
Steuer-/Rückmeldesignale 1,3 ms 3,0 ms 1,3 ms
mit Daten (Auftrag > 1)
schreiben
DIAG_RD Prozeß- und Diagnosealarm- | 3,0 ms
MSRMENT daten lesen
DIAG_INF
Hinweis
Bei dezentralen Einsatz (in Vorbereitung) ist eine Erhöhung der Zyklenan-
zahl möglich.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 6-45
In Betrieb nehmen der FM 354
Übersicht In diesem Kapitel lernen Sie die Test-und Inbetriebnahmeoberfläche kennen
und finden Sie Checklisten zur Inbetriebnahme der Positionierbaugruppe. Die
Checklisten ermöglichen Ihnen
e das Überprüfen aller Schritte bis zum Betrieb der Baugruppe.
e ein Fehlverhalten der Baugruppe im Betrieb zu vermeiden.
Sie werden bei der Inbetriebnahme der Maschinenachse angeleitet.
Einbauen und Verdrahten
Anfangswerte für Test und Optimierung
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 74
In Betrieb nehmen der FM 354
7.1 Einbauen und Verdrahten
Informationen zum Informationen zum Einbauen finden Sie:
EINDAUEN e Indiesem Handbuch Kapitel 3
e Im Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300; Aufbauen
Informationen zum Informationen zum Verdrahten finden Sie:
Arona mien e In diesem Handbuch Kap. 4
e Im Installationshandbuch Automatisierungssystem S7-300; Aufbauen
Checkliste Nachstehende Checkliste hilft Ihnen, wichtige Arbeitsschritte beim Einbauen
und Parametrieren der Positionierbaugruppe FM 354 zu überprüfen.
Tabelle 7-1 Ckeckliste zum Einbauen und Verdrahten
Steckplätze Stecken Sie die Baugruppe in einen der entsprechenden Steckplätze ein. wi
2 Schirmung Kontrollieren Sie die Schirmung der Positionierbaugruppe FM 354!
e Um eine ordnungsgemäße Schirmung zu gewährleisten, muß die Bau-
gruppe auf der Schiene festgeschraubt sein.
Die Schirme für abgeschirmten Leitungen für die digitalen Ein-/Aus-
gänge müssen auf das Schirmanschlußelement aufgelegt sein.
Der Schirm des Sollwertkabels soll auf der Antriebsseite nicht geerdet
sein.
3 Endschalter Überprüfen Sie die Endschalter Anfang/Ende. Die Anschlüsse der Endschal-
ter müssen mit dem Leistungsteil verbunden sein. Eine Verbindung der End-
schalter Anfang/Ende mit den digitalen Eingängen ist nicht zulässig.
Parametrieren Beachten Sie, daß der Aufbau der Positionierbaugruppe FM 354 mit der
Parametrierung abgestimmt ist. Überprüfen Sie insbesondere, ob:
e der angebaute Geber mit den Maschinendaten übereinstimmt
e die Verdrahtung der digitalen Ein-/Ausgänge mit den Maschinendaten
übereinstimmt
7.0 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
7.2 Anfangswerte für Test und Optimierung
Informationen zum Informationen zum Parametrieren finden Sie:
PAramelnOLeN e In diesem Handbuch Kap. 5
e In der Integrierten Hilfe von "FM 354 parametrieren”
Ubersicht Folgendes Ubersichtsbild wird Ihnen in “FM 354 parametrieren” angeboten:
E Übersicht Al
Anpassung der Mur für die Betriebs- Mur für die Betriebsart Automatik
FM an die Achse art Schrttmaßfahrt
alb me WZK YP
Parametrieren der y en,
> O 2 > ul LAN
Werkzeug- Yerfahr-
korektunwerte programme
Farametnerdaten =
eingegeben? —+ Daten zur FM übertragen. ... |
132.245mm
Maschinendaten Schrittmaße
E und Inbetrieb-
nahme der Fil Rel R-|
Inbetriebnahme Fehleranzeige Semicedaten
FMi ıst parametnert und getestet
Daten als SDB
sichern? SDB erstellen |
wird fur den Baugruppentausch ohne PG benotigt
Bild 7-1 Ubersichtsbild für die Parametrierung und Inbetriebnahme
Über das Menü Ansicht > Übersicht können Sie dieses Bild während der
Parametrierung immer wieder anwählen.
Der DB-MD wird beim Schreiben auf die FM 354 bezüglich Eingabegrenzen
der einzelnen Werte und Abhängigkeiten untereinander geprüft. Nur bei
Zulässigkeit aller Werte erfolgt die remanente Speicherung, andernfalls erfol-
gen über die MPI Datenfehlermeldungen. Ein fehlerhafter DB bleibt über
Netz-AUS hinweg nicht erhalten.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Checkliste Trotz der genannten Annahmeprüfung liegt die Verantwortung der Richtig-
keit aller Maschinendaten beim Anwender der Baugruppe. Es ist deshalb rat-
sam, die Inbetriebnahme nach folgender Checkliste durchzuführen.
Tabelle 7-2 Ckeckliste zum Parametrieren
Maschinendaten | Anfangsbelegung der Maschinendaten herstellen
Gemäß Tabelle 5-5 gliedern sich die Maschinendaten in Konfigurationsdaten
(K) und Einstelldaten (E). Die K-Daten repräsentieren die Anschaltung der
FM 354 an die Maschinenachse bzw. an das CPU-Anwenderprogramm und
müssen deshalb bei Beginn der Inbetriebnahme bereits vollständig eingerichtet
werden.
Die E-Daten sind für Veränderungen während der Inbetriebnahme vorgesehen
und dienen der Optimierung des FM 354-Verhaltens für den technologischen
Prozeß des Positionierens.
Als Anfangsbelegung sind die in Tab. 7-3 enthaltenen Werte zu empfehlen bzw.
erforderlich.
Schrittmaße Schrittmaße werden nur für die Betriebsart ”Schrittmaßfahrt relativ” benötigt.
Für den folgenden Ablauf der Inbetriebnahme ist es zweckmäßig, einen Daten-
baustein ”Schrittmaße” (DB-SM) mit folgenden Werten einzurichten:
Wert 1 1 MSR
Wert 2 10 MSR
Wert 3 100 MSR
Wert 4 1 000 MSR
Wert 5 10 000 MSR
bei Rundachsen:
Wert 6 1 Rundachszyklus [MSR] MSR = Maßsystemraster
Werkzeugkorrek- | Werkzeugkorrekturdaten werden nur für die Betriebsarten ” Automatik”
turdaten benötigt und sind für die hier beschriebene Inbetriebnahme nicht erforderlich.
Sie werden 1. allg. erst bei der Inbetriebnahme des Anwenderprogrammes der
S7-300-CPU von Bedeutung.
Verfahrprogram- | Verfahrprogramme werden nur für die Betriebsart ” Automatik” benötigt und
me sind fúr die hier beschriebene Inbetriebnahme nicht erforderlich. Sie werden 1.
allg. erst bei der Inbetriebnahme des Anwenderprogrammes der S7-300-CPU
von Bedeutung.
SDB > 1 000 Am Ende aller Inbetriebnahmehandlungen mit der FM 354 und Ihrer An-
erzeugen lage ist ein SDB > 1 000 zu erstellen, abzuspeichern und in die CPU bzw. auf
die Memory-Card der CPU zu laden. In dem SDB > 1 000 werden alle Para-
metrierdaten (DBs) der FM 354 abgespeichert. Dieser SDB dient dazu, daß bei
einem Defekt der FM 354 ein Baugruppentausch und damit eine Parametrie-
rung ohne PG/PC erfolgen kann.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Hinweis
Das Maßsystem (MD7) muß mit dem angegebenen Maßsystem der anderen
DBs übereinstimmen.
Das Maßsystemraster (MSR) ist die kleinste Wegeinheit im jeweiligen Maß-
system.
Sollten Sie diesen Hinweis einmal nicht beachtet haben, dann gehen Sie wie
folgt vor:
1. Löschen aller Datenbausteine (die nicht mit dem Maßsystem überein-
stimmen) oder löschen des gesamten Speichers auf der FM 354.
2. Die übrigen Datenbausteine auf dem PG ändern.
3. Die Datenbausteine wieder neu in die FM 354 laden.
Anfangsbelegung Nachfolgend wird Ihnen gezeigt, welche Anfangsbelegung der E-Maschinen-
der MD daten für die Inbetriebnahme der Maschinenachse zu empfehlen bzw. erfor-
derlich ist.
Geben Sie auf den jeweiligen Karteikarten oder in Tabellenform die Maschi-
nendaten laut folgender Tabelle ein.
Tabelle 7-3 Anfangsbelegung der Maschinendaten
ÉSA
{O 777727 aman
setzen von der FM 354 automatisch er:
1 000 [MSR] großer PEH-Zielbereich
EN SN PEH-Zeitüberwachung ausgeschaltet
26 10 000 [MSR] Stillstandsbereichsüberwachung auf Defaultwert eingestellt
(Falls im Ablauf der Inbetriebnahme nach Kap. 7.3 der Fehler “Still-
standsbereich” auftreten sollte, tragen Sie bitte den vom Defaultwert
abweichenden Maximalwert 1 000 000 ein. Den erforderlichen Wert
für Ihre reale Antriebsachse legen Sie dann im Kap. 7.3.6 fest)
27 Referenzpunktverschiebung (nur Inkrementalgeber) ist zur numeri-
schen Justage des Referenzpunktes einzutragen
20 % der Maximalgeschwindigkeit als Anfangswert empfohlen
10 % der Maximalgeschwindigkeit als Anfangswert empfohlen
30B Losckompensation maki
1 000 [MSR/min/MSR] allgemein brauchbare Lagekreisverstärkung
3a ooo Schleppabstandsüberwachung inaktiv
40/41 1 000/1 000[10°MSR/s?] sehr kleine Beschleunigungswerte
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Tabelle 7-3 Anfangsbelegung der Maschinendaten, Fortsetzung
Umax = 1 000...10 000 [mV] vorgesehener maximaler Betrag des Antriebssollwertes
ENTES Offsetwert für Antriebssollwert
1) Dieses Wertepaar entspricht der Drehzahlzuordnung des Antriebs. Es dientim Servo als Basis für die Berechnung des
K,-Faktors und muß deshalb korrekt eingetragen werden.
Empfehlung: Umax sollte möglichst im Bereich zwischen 8 V...9 V eingerichtet werden.
2:3 Test und Optimierung
Informationen zum Nach dem Einbauen, Verdrahten und Parametrieren können Sie die Positio-
Testen und Opti- nierbaugruppe FM 354 testen und optimieren. Test und Optimierung kann mit
mieren Hilfe der Test- und Inbetriebnahmeoberfläche mit oder ohne Anwenderpro-
gramm (AWP) durchgeführt werden.
Sıe können auch einzelne Betriebsarten und Ihre Verfahrprogramme testen,
den Ablauf beobachten sowie korrigierend eingreifen.
Es gibt zwei Möglichkeiten die FM zu bedienen:
e CPU ist in “STOP”, Test ohne Anwenderprogramm
e CPU istin “RUN”, Test mit Anwenderprogramm
Die Schnittstelle zwischen FM und Anwenderprogramm kann beobachtet
werden. Ein Steuern von der Inbetriebnahmeoberfläche aus ist möglich,
wenn im AWP das Steuersignal [TFB] (TEST_EN) gesetzt wird. Für die-
sen Fall kann das Anwendungsbeispiel Beispiel 3 (siehe Kapitel 6.7) in
das AWP eingebunden werden.
Diese Oberfläche wird mit “FM 354 parametrieren” installiert. Der Aufruf
erfolgt, vorausgesetzt die FM 354 ist parametriert, dort mit dem Menü Test »
Inbetriebnahme bzw. über das Übersichtsbild.
7.6 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Wenn Sie dieses Menü aufrufen, erscheint folgendes Bild:
Wit Inbetriebnahme
5 Diatenfehler
ÞIG
5 Bedien-/Fahrtehler
uitt. |
mim
© Diagnozealarm
0.000
0.000
0.000
Sollwert:
latwert: mm
Gesch: mm/min
Ausgande
E Ausgang Ü
[3] Ausgang 1
Eirgende
© Eingang 0
© Eingang 1
© Eingang 2
© Eingang 3
ÖNEUSTO
Referenzpunktkoordinate: mm
Reterenziergeschiw: 10000000. 000 mm min
Referenzpunktwerschiebung: 000 mm
Reduziergeschwindigkeit: 1000000. 000
Referenzpunkt-Anfahrchtung: fo: Richtung +. Nulimpuls rechte -]
mm/min
Fehlerfeld
Statusfeld (z. B. Istwerte, Rückmeldesignale)
Feld für betriebsartenspezifische Eingaben
TT Längenmessung ein
[ Refpktfahren nachtrig.
[ Freigabeeingang aus
[ Nachführbietrieb ein
P Sw-Endschalter aus
W Reglerfreigabe
[ fliegende: Messen
[ parkende Achse
[ Simulation
[ Driftkompensation aus
Start | Stop |
H- | R+ | MY Achsfreig.
Uverrde:
fare
| Heferenzpunktanfahrt = |
leten setzen | eterna.
BzFkt setzen...
lstuert rückg, | MD aktıy |
oli
Feld fúr die Eingabe von Werten/Einstellungen/Kommandos und Start/Stop fúr die Bewegung
Die Abkúrzungen fúr die Rúckmeldesignale sind im Kapitel 6.2.2 beschrieben.
Bild 7-2
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Inbetriebnahmeoberfläche (z. B. für BA ”Referenzpunktfahrt”)
1-1
In Betrieb nehmen der FM 354
Hinweis
Zum Starten einer Bewegung wird folgende Eingabereihenfolge empfohlen:
e Betriebsart anwählen
e Simulation ein (falls Betriebsfall gewünscht)
e Reglerfreigabe
e Achsfreigabe
e Override 1...100 %
Sie bedienen die Schaltflächen ”R+” und ”R-” in der Betriebsart ”Tippen”
wie folgt:
1. ”R+” oder ”R-” mit der Maus anwählen
2. mit der Leertaste betätigen
”Start” oder ”Stop” können Sie mit der Maus oder bei angewählter Schaltflä-
che mit der Leertaste betätigen.
Die digitalen Ausgänge werden im ”Stop”-Zustand der CPU nicht gesetzt.
Bei Betätigen folgender Schaltflächen werden Ihnen Dialoge angeboten:
e [stwert setzen...
e Istwert flieg...
e BzPkt setzen...
e Nullpktver...
À Warnung
Wenn Sie die Achse direkt bewegen (ohne Simulation), sollten Sie aus Si-
cherheitsgründen für eine mögliche Hardwareabschaltung in Gefahrensitua-
tionen sorgen.
Hinweis
Wenn Sie mit der Inbetriebnahme-Oberfläche die FM 354 ım “STOP” der
CPU bedienen, dann die CPU in “RUN” schalten und anschließend in Ihrem
AWP über [TFB] (TEST_EN) sofort wieder auf die Inbetriebnahme-Oberflä-
che (z. B. Anwendungsbeispiel 3 im AWP eingebunden) umschalten, dann
müssen Sie folgendes beachten:
Sie müssen in der Inbetriebnahme-Oberfláche die Betriebsart nochmals
anwählen oder die Inbetriebnahme-Oberfläche schließen und erneut
aufrufen.
7.8 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Sıe können weitere Bilder aufrufen:
Über das Menü Test ® Fehlerauswertung erscheint folgendes Bild:
E Fehlerauswertung
© Diagnozealarm © Bedien-/Fahrfehler © Datenfehler
Hestar | Art | PIG |
© Baugruppe nicht parametriert Q externe Fehler
D interne [Hw] Fehler © Zeitüberwachung G FEPROM-Fehler
5 Prozebalarm verloren D RAM-Fehler
D exteme Kanalfehler © Kabelbruch inkr. Geber © Spannungsüberwachung Geber
© Fehler Absolutgeber © Betriebsfehler
G Fehlerimpulse Inkı.-Geber bzw. Nullmarke fehlt
Details zur Fehlerauswertung
Diaghozealarrme |
Bedien- und Fahrfehler |
D atentehler |
Bild 7-3 — Fehlerauswertung
Uber das Menü Test > Servicedaten erscheint folgendes Bild:
3 Service
© Diagnosealarm © Bedien-¿Fahrftehler © Datenfehler
Servicedaten
Sollwert: mm
DAC-Ausgabewert
lztwert: mm
Geberistwert
Gesch.: mm,'min
Fehlimpulze
Ry-Faktol
Längenmessung + Megendes Messen Schleppabstand 0.000
Istpasitior an m Schleppabstandsgrenzt [0.000
lstposition an Ruckflanke [0.000
Längermesswert [0.000 schalterustage in der
EA,
+-Uberschwingbetrag +
Einfahrzeit Te [ma] *
Antriebszeikonstante |0
Istuert Ta in BA "Steuern"
Istuert bei Satzwechsel
Bild 7-4 Servicedaten
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 7.9
In Betrieb nehmen der FM 354
Checkliste Bei der Inbetriebnahme der Maschinenachse ist es erforderlich, in der Rei-
henfolge der folgenden Schritte vorzugehen. Die Schritte 1 bis 5 sind stets
auszuführen, die weiteren optional den Anforderungen Ihres Anwendungs-
falls entsprechend.
Tabelle 7-4 Checkliste Inbetriebnahme der Maschinenachse
ICON EEC ETC m
2 ono ser Ani un Cobra | see ke3 A
andate der terene [poepers mie
DES Optimierung der Lageregelung siehe Kapitel 7.3.4 Brunn
Justage der Referenzpunktkoordinate siehe Kapitel 7.3.5 2
6 Aktivierung der Lagereglerdiagnose siehe Kapitel 7.3.6 ra o
7 Aktivierung Softwareendschalter, Driftkompensation | siehe Kapitel 7.3.7 7-25
und Losekompensation
Hinweis
Voraussetzung für das Starten einer Achse ist die Rückmeldung der Startfrei-
gabe.
Ursachen für eine fehlende Startfreigabe sind:
e ”Achsfreigabe” ist nicht gesetzt
e Stop” ist gesetzt
e "Bearbeitung läuft” ist aktiv
740 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
7.3.1
Übersicht
In Betrieb nehmen der FM 354
Aktivierung der Maschinendaten
Das remanente Vorhandensein eines DB-MD wird Ihnen durch das Rückmel-
designal PARA angezeigt. Im Hochlauf werden diese Maschinendaten auto-
matisch aktiviert. Die Baugruppe ist bezüglich der Positionierfunktionalität
betriebsfähig.
Ist beim Einschalten der Steuerung noch kein DB-MD auf der FM 354 vor-
handen, dann ist die Baugruppe nur über die MPI-Schnittstelle kommunika-
tionsfáhig. Die Steuersignale werden von der FM 354 nicht bearbeitet. Mit
Übertragung eines fehlerfreien DB-MD erfolgt eine automatische Aktivie-
rung der Maschinendaten, PARA wird gesetzt und die Steuersignale werden
bearbeitet.
Arbeitet die FM 354 mit aktivierten Maschinendaten, so können sowohl ein
neuer Datenbaustein oder einzelne Parameter geändert zur Baugruppe über-
tragen und bei Fehlerfreiheit des gesamten DB-MD über die Funktion ”Ma-
schinendaten aktivieren” wirksam gemacht werden.
Hierbei gibt es folgende Verhaltensweisen:
e Sind im Maschinendatensatz seit der letzten Aktivierung nur E-Daten
geändert worden, so erfolgt die Aktivierung im Baugruppenzustand
"Bearbeitung läuft” = 0 ohne Unterbrechung des Servozyklusses. ”SYN”
bleibt erhalten.
e Sind im Maschinendatensatz seit der letzten Aktivierung auch K-Daten
geändert worden, so erfolgt die Aktivierung im Baugruppenzustand
"Bearbeitung läuft” = 0 durch einen Neuanlauf des Servo wie im Hoch-
lauf der Baugruppe. Die momentane Istposition bleibt angezeigt, jedoch
können bei Inkrementalgebern Geberpulse unregistriert bleiben. ” SYN”
wird zurückgesetzt.
e Beinhaltet der Maschinendatensatz zum Zeitpunkt der Aktivierung fehler-
hafte Daten, so erfolgt ein Abweisen der Funktion mit Fehlermeldung
”Maschinendaten nicht aktivierbar” (siehe Tabelle 11-5, Kl. 2/Nr. 21).
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
ii
In Betrieb nehmen der FM 354
7.3.2 Kontrolle der Antriebs- und Geberanschaltung
Übersicht Durch folgende Inbetriebnahmehandlung kontrollieren Sie die ordnungs-
gemäße Anschaltung von Antriebseinheit und des Gebers:
Hinweis
MD-Anderungen immer mit ”Maschinendaten aktivieren” wirksam machen!
À Vorsicht
Vor allen auszulösenden Verfahrbewegungen ist das Vorhandensein eines
Freiraumes für die Achsbewegung in der gewünschten Fahrtrichtung zu kon-
trollieren!
Antriebsanschal- Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie die Antriebsan-
tung schaltung kontrollieren.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Anwahl
BA = Steuern
Einstellung
Spannungsstufe 1 = 0
Spannungsstufe 2 = 0,1 - Umax
Anwahl
Spannungsstufe 1
Einstellung
Reglerfreigabe = ElN
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
Achse im Stillstand? aia
ja Parametrierung
MD44 — Offsetkompensation einstellen
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
Anwahl
Spannungsstufe 2
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
(freien Wegbereich beachten!)
Achse bewegt sich? nein
ja Parametrierung der
Reglerfreigabe korrekt?
nein
ja Parametrierung
MD37 — Reglerfreigabe
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
Anschaltung Antrieb kontrollieren
und in Ordnung bringen
nein Fahrtrichtung Achse korrekt?
ja
Parametrierung
MD19 — Analogwert invertieren
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
ENDE
Bild 7-5 Antriebsanschaltung
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Geberanschaltung Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie die Geberanschal-
und Verfahrge- tung und die Verfahrgeschwindigkeit kontrollieren.
schwindigkeit
Anwahl
BA = Steuern
Spannungsstufe 2
Einstellung
Spannungsstufe 1 = 0 Umax = MD43
Spannungsstufe 2 = 0,1 : Umax
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
(freien Wegbereich beachten!)
Ablesen der Istposition
Positionsänderungsrichtung
?
korrekt‘ en
ja Parametrierung
MD19 — Meßwertrichtung invertieren
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
Istposition-Änderungsbetrag
l korrekt?
Parametrierung
MD11...13 — Meßwertauflösung
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
Ablesen der Istgeschwindigkeit
Istgeschwindigkeit = 0,1 -MD23
korrekt?
nein
MD23 korrekt?
nein l
Drehzahlzuordnung am Antrieb
verhältnismäßig korrigieren
Parametrierung
MD23 — Maximalgeschwindigkeit
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
ja ja
ENDE
Bild 7-6 Geberanschaltung und Verfahrgeschwindigkeit
744 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Übergangszeit des Für die nachfolgende Optimierung der Lageregelung ist es wichtig, die An-
Antriebs und max. triebszeitkonstante (Übergangszeit) zu kennen. In der Betriebsart Steuern und
Spannungsanstieg bei Fehlern mit der Reaktion ”Alles Aus” (siehe Kapitel 11) wird dem An-
trieb der Spannungswert über eine in MD45 parametrierte Rampe zugeführt.
Verschiedene Antriebe bzw. bestimmte mechanische oder technologische
Gründe fordern ggf. eine Spannungsanstiegsbegrenzung. Falls Sie einen
konkreten Wert dafür nicht haben und sich experimentell an einen geeigneten
Anstiegswert herantasten wollen, verfahren Sie bitte wie folgt:
Hinweis
Ein eingestellter Spannungsanstieg verzögert natürlich den Achsstop bei
der Fehlerreaktion ”Alles Aus”!
Anwahl BA = Steuern
Spannungsstufe 2
Einstellung
Spannungsstufe 1 = 0
Spannungsstufe 2 = U, = Umax
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Achse starten Falls ein gesteuertes Fahren der Achse mit Umax Nicht
Richtung Plus oder Minus ohne Spannungsrampe möglich ist, stellen Sie die Span-
(freien Wegbereich beachten!) nungsstufe 2 auf einen Wert Ua < Umax und berechnen die
tatsächliche Antriebszeitkonstante Tarea aus der gemesse-
Ablesen der Antriebszeitkonstante nen Zeitkonstante Ta zu
(Ta) in den Servicedaten Tarea = Ta * Uma : Ua
Achse starten
zu hohe Achsbeschleunigung? Richtung Plus oder Minus
Ja (freien Wegbereich beachten!)
Parametrierung
MD45 — Spannungsrampe kleiner
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
[zu kleine Achsbeschleunigung?
ja
Parametrierung
MD45 — Spannungsrampe größer
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
war Spannungsstufe 2 = Umax?
Einstellung
Spannungsstufe 2 vergrößern
(bis Ua = Umax)
Bild 7-7 Übergangszeit des Antriebs und max. Spannungsanstieg
Die Achse ist nun vorbereitet zur Inbetriebnahme der Lageregelung.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 745
In Betrieb nehmen der FM 354
7.3.3 Grundinbetriebnahme der Lageregelung
Übersicht Durch folgende Inbetriebnahmehandlung kontrollieren Sie die Grundfunktion
des Servo, die Lageregelung der Achse:
Hinweis
MD-Anderungen immer mit ”Maschinendaten aktivieren” wirksam machen!
Halteregelung Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie die Halteregelung
kontrollieren.
Anwahl
BA = Tippen
Geschwindigkeitsstufe 1
OVER = 100 %
Einstellung
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,1 - Vmax
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 - Vmax
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Ablesen der Istposition
Achse fährt schnell los?
ggf. mit Fehlermeldung "Drehrichtung Antrieb”
ACAS EANAN Inbetrieonahmeschritt
"Kontrolle der Geberanschaltung”
wiederholen
Istwert pendelt am Ort?
ja
Inbetrieonahmeschritt
"Kontrolle der Antriebsanschaltung”
wiederholen
siehe Bild 7-5 siehe Bild 7-6
Bild 7-8 Halteregelung
746 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Positionieren Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms können Sie das Fahren der
Achse auf eine Zielposition kontrollieren.
Anwahl
BA = Schrittmaß relativ
Schrittmaß = 4 DB-Schrittmaße, Wert 4 = z. B. 1 000 MSR
OVER = 10 %
Einstellung
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,5 - Vmax
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 - Vmax
Einstellung
Bezugspunkt setzen mit Wert 0
Kontrolle des Rückmeldesignals SYN
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
(freien Wegbereich beachten!)
Ablesen der Istposition
Richtung okay?
Bei Inbetriebnahmeschritt
"Kontrolle der Antriebsanschaltung”
neu beginnen
OVER neu wählen 1...200 %
siehe Bild 7-5
Bild 7-9 — Positionieren
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 7.47
In Betrieb nehmen der FM 354
7.3.4 Optimierung der Lageregelung
Übersicht Prinzipiell wird das dynamische Verhalten einer Achse im wesentlichen
durch das dynamische Verhalten des drehzahlgeregelten Antriebs bestimmt,
worauf hier nicht eingegangen werden kann. Das wiederum wird von maschi-
nenbauseitigen Eigenschaften der Mechanik wie Reibungen, Lose, Torsionen
usw. beeinflußt. Die Lageregelung schließt über die Rückführung des Weg-
mefwertes im allgemeinen lediglich die äußerste Schleife einer Reglerkas-
kade in folgender Struktur:
Motor und
Maschine
FM 354 . Antrieb
Drehzahl-
Soll- —+»( _\— Lageregler regler
position
Istposition
Bild 7-10 Lageregelkreis
Vorgehensweise Die nachfolgende Anleitung soll eine Hilfe zur praktischen Vorgehensweise
sein.
Für unterschiedliche technologische Anwendungsfálle werden verschiedene
Anforderungen an die Lageregelung gestellt.
Beurteilungskriterien für die Qualität des Positioniervorganges Können sein:
e gute Gleichförmigkeit der Verfahrbewegung
e kleiner/kein Überschwingbetrag im Zielpunkt der Positionierung
e kurze Positionierzeit
e stetiger Beschleunigungsverlauf (weiches Fahrverhalten)
In den meisten Anwendungsfällen sind mehrere dieser Kriterien von Bedeu-
tung, so daß meistens nur eine kompromißbehaftete Optimierung des dyna-
mischen Verhaltens der Lageregelung möglich ist.
Führen Sie im Verlauf der nachfolgend beschriebenen Optimierungsschritte
Testbewegungen nach Bild 7-11 durch.
7.18 Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Auslösen von Sıe können Testbewegungen im Ablauf der Optimierung wie folgt auslösen:
Testbewegungen
Anwahl
BA = Tippen
Geschwindigkeitsstufe 2
OVER = verschiedene Werte
Einstellung
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,1 - Vmax
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 - Vmax
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
(freien Wegbereich beachten!)
Gleichförmigkeit der Bewegung
Beurteilung des Achsverhaltens Uberschwingbetrag
Positionierzeit
weiterer Test erwünscht?
nein
Bild 7-11 Testbewegungen zur Optimierung der Lageregelung
Wahl der Aus- Stellen Sie die folgenden Maschinendaten entsprechend der unter Kapitel
gangswerte der 7.3.2 ermittelten Antriebszeitkonstante Ta (Tarea) auf Anfangswerte für die
dynamikbestim- nachfolgenden Optimierungsschritte, z. B. für eine Achse im MSR 107 mm:
menden MD
e Beschleunigung, Verzögerung
MD40 = MD41 [mm/s?] = 30 - MD23 [mm/min] : Ta [ms]
e Ruckzeit
MDA2 [ms] = 0
e Lagekreisverstárkung
MD38 [1/min] = 100 000 : Ta [ms]
Der effektiv wirkende Beschleunigungswert wird durch das Zeitverhalten des
Lageregelkreises, also abhängig vom K,-Wert, vermindert. Der Maximalwert
der Beschleunigung (a) ist in dieser Einstellung auf die Antriebszeitkonstante
abgestimmt und wie folgt abschätzbar:
Amax [mm/s?] = 16 - MD23 [mm/min] : Ta [ms]
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 7-19
In Betrieb nehmen der FM 354
Optimierung des
dynamischen Ver-
haltens
7-20
Die qualitative Wirkung der Parameter auf den Positioniervorgang zeigt Ih-
nen die folgende Tabelle:
Tabelle 7-5 Wirkung der dynamikbestimmenden MD
überschwingfreies Positionieren
Durch folgende Inbetriebnahmehandlungen führen Sie eine Optimierung der
Lageregelung nach Ihren Anforderungen wahlweise durch. Sie sollten dabei
alle Geschwindigkeitsbereiche untersuchen, ggf. der technologisch bedeut-
samsten Geschwindigkeit das höchste Gewicht bei der Ergebnisbeurteilung
zuordnen.
Optimierung auf Gleichförmigkeit der Bewegung
Durch Analyse des Stellsignals bzw. der Antriebsdrehzahl (Tachospannung)
mittels Speicher-Oszillographierung wird die Optimierung der Lageregelung
wesentlich erleichtert. Die erhaltenen Oszillogramme der Übergangsfunktion
U(t) bzw. v(t), das sogenannte Einschwingverhalten, können leicht interpre-
tiert werden (siehe Bild 7-12).
Wirkungsbereich Ruckfilter
Verstärkung zu hoch (Achse schwingt schwach gedämpft)
Verstärkung/Beschleunigung zu groß
Verstärkung/Beschleunigung zu klein
optimale Einstellung erreicht
Bild 7-12 Übergangsfunktion des Lageregelkreises
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
Optimierung auf Überschwingbetrag
Beurteilung des Überschwingbetrages in der Zielposition (s-Überschwingbe-
trag in den Servicedaten)
geeignete Maschinendatenänderung It. Tabelle 7-5
Optimierung auf Positionierzeit
Beurteilung der Einfahrzeit in die Zielposition (Einfahrzeit Te/in den Servi-
cedaten)
geeignete Maschinendatenänderung It. Tabelle 7-5
Optimierung auf besonders ruckfreies Fahrverhalten (super-soft)
Für bestimmte Anwendungen ist ein besonders weiches Fahrverhalten der
Achse erwünscht. Mit folgender Wahl der Ausgangswerte der dynamikbe-
stimmenden Maschinendaten erhalten Sie ein besonders weich ausgeprägtes
Fahrverhalten, wobei die Beschleunigungsführung allein durch das Ruckfilter
erfolgt. Die wirkende maximale Beschleunigung in den Umsteuervorgängen
verhält sich dabei proportional zur Geschwindigkeitsdifferenz und erreicht
beim Übergang von v = 0 auf Maximalgeschwindigkeit ihren Maximalwert
(siehe Bild 7-13).
e Beschleunigung, Verzögerung
MD40 = MD41 [mm/s?] = 0
e Ruckzeit
MDA2 [ms] = 0,5 - Ta [ms]
e Lagekreisverstárkung
MD38 [1/min] = 100 000 : Ta [ms]
Den Maximalwert der effektiv wirkenden Beschleunigung können Sie wie
folgt abschätzen:
Amax [mm/s2] = 16 - MD23 [mm/min] : Ta [ms]
Verhalten bei unterschiedlichen Geschwin-
digkeitsübergängen (summative Wirkung aus
Ruckfilter und Lageregelung)
Bild 7-13 Verhalten bei unterschiedlichen Geschwindigkeitsübergängen (summative
Wirkung aus Ruckfilter und Lageregelung)
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb 7.07
In Betrieb nehmen der FM 354
Kompromißopti-
mierung
Bei einer Optimierung nach mehreren der o. g. Kriterien können Sie die Ma-
schinendaten aus den Ergebnissen der Einzeloptimierungen nach verschiede-
nen Methoden festlegen:
e Garantie aller Teilergebnisse
— kleinster ermittelter Wert des MD38
— größter Wert jeweils für MD40, MD41 und MD42
e Priorisierung eines Optimierungskriteriums
Stellen Sie MD38 und MD40 bis MD42 auf die Werte ein, die dem höchst
prioren Optimierungskriterium Ihres Anwendungsfalls entsprechen und
beurteilen Sie noch einmal das Verhalten nach den übrigen Kriterien.
e Mittelung der Teilergebnisse
Stellen Sie die MD38 und MD40 bis MD42 auf die Mittelwerte aus den
einzelnen Teilergebnissen ein und beurteilen Sie noch einmal das Verhal-
ten nach allen Kriterien.
7.3.5 Justage der Referenzpunktkoordinate
Achse mit Inkre-
mentalgeber
22
Für die eindeutige Reproduzierbarkeit der Referenzaufnahme über den Null-
impuls des Inkrementalgebers ist es Voraussetzung, daß der synchronisieren-
de Nullimpuls (SYNI) in einem eindeutigen Abstand vom Referenzpunkt-
schalter (RPS) liegt. Empfohlen wird bei niedrigen Reduziergeschwindig-
keitswerten ein Abstand von 10 % bis 90 % des Weges einer Geberumdre-
hung, für hohe Reduziergeschwindigkeitswerte 30 % bis 60 %. Kontrollieren
Sie diesen Wert nach einer ausgeführten Referenzpunktfahrt in der Service-
datenrückmeldung (Wert Schalterjustage) und verändern Sie bei Nichteinhal-
tung des geforderten Wertebereiches die relative Lagezuordnung zwischen
Geber und Referenzpunktschalter entsprechend.
Beispiel: Suchrichtung positiv
SYNI
K | RPS | |
Nullimpuls
MD12
Anzeigedatum Schalterjustage: 40 % - MD12
(für hohe Reduziergeschwindigkeiten geeignet)
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
Achse mit Absolut-
geber (SSI)
In Betrieb nehmen der FM 354
Die Referenziergeschwindigkeit richten Sie nach Ihren Anforderungen so
groß wie möglich ein. Wichtig ist, daß über die Länge des Referenzpunkt-
schalters RPS ein Abbremsen auf die Reduziergeschwindigkeit erfolgen
kann. Ist dies nicht der Fall, erfolgt ein zusätzliches Rückpositionieren auf
den RPS vor Beginn der Suchphase des synchronisierenden Nullimpulses.
Vergleichen Sie den Zyklus der ausgeführten Verfahrbewegungen mit Kapitel
9.2.3 und optimieren Sie die Referenziergeschwindigkeit (MD28).
Die Justage der Referenzpunktkoordinate selbst führen Sie anschließend über
den Eintrag einer erforderlichen Referenzpunktverschiebung in den Maschi-
nendaten aus. Nach Aktivierung der MD wird die neue Referenzpunktver-
schiebung mit der nächsten Referenzpunktfahrt wirksam.
Fahren Sie in einer geeigneten Betriebsart (”Tippen”, ”Schrittmaf relativ”)
an einen bekannten Punkt der Achse und führen Sie die Funktion Bezugs-
punkt setzen mit dem bekannten Positionswert durch. Soll- und Istposition
werden sofort auf diesen Wert gesetzt und die Absolutwertzuordnung zum
Absolutgeber (SSI) in den Maschinendatensatz (MD17) eingetragen. Falls Sie
diesen Wert außer über die remanente Datenhaltung der Baugruppe extern
archivieren wollen, lesen Sie bitte den Maschinendaten-DB aus und spei-
chern ihn auf Diskette oder Festplatte Ihres PGs.
7.3.6 Aktivierung der Lagereglerdiagnose
Übersicht
Nach abgeschlossener Optimierung der Lageregelung aktivieren Sie die La-
gereglerdiagnose. Diese löst bei gestörter Lageregelung bzw. anormalem Ver-
halten der Achse Fehlermeldungen aus.
Nach folgendem Ablaufdiagramm können Sie die Lagereglerdiagnose in Be-
trieb setzen:
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
1-23
In Betrieb nehmen der FM 354
Anwahl
BA = Tippen
Geschwindigkeitsstufe 2
OVER = 10...20 %
Einstellung
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,1 - Vmax
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 -
Vmax
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Einstellung
Reglerfreigabe = AUS
|
Ablesen des Schleppabstandes
in den Servicedaten
Maximalwert des Schleppabstandes
bei inaktiver Regelung erfaßt?
Parametrierung
MD26 - Eintrag > 300 % des max.
Stillstands-Schleppabstandes
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
(freien Wegbereich beachten!)
Ablesen des Schleppabstandes
in den Servicedaten
Parametrierung
MD39 - Eintrag des Schleppabstan-
des bei ca. 5...10 % Vmax
OVER = 200 %
Parametrierung
MD24 - Eintrag eines
PEH-Zielbereich
Achse starten
Richtung Plus oder Minus
(freien Wegbereich beachten!)
Ablesen der Einfahrzeit Te des
Antriebes in den Servicedaten
Parametrierung _
MD25 — PEH-Uberwachungszeit:
MD25 >
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
ENDE
1,5 -Te
Bild 7-14 Aktivierung der Lagereglerdiagnose
7-24
Test:
“Verreißen” der Achse beim Abschalten der Regelung
Nach Beendigung der Positionierung wird die
Achse auf Verbleib im angegebenen Wegbereich
kontrolliert.
generiert Fehlermeldung ”Antrieosbewegung ohne
Reglerfreigabe, Stillstandsbereich”
Freigabe der Fehlermeldung
"Schleppabstand zu groß”
Im angegebenen Wegbereich gilt die Positionierung
für die Bewegungsfolge als abgeschlossen.
generiert Fehlermeldung
"PEH Zielbereichsüberwachung”
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
In Betrieb nehmen der FM 354
7.3.7 Aktivierung Softwareendschalter, Driftkompensation und Lose-
kompensation
Softwareend-
schalter
Driftkompensation
Losekompensation
Verfahren Sie die Achse vorsichtig an die für den betriebsmäßigen Fall der
Maschine bestimmten Endlagen. Tragen Sie diese Positionsistwerte als Soft-
wareendschalter in die Maschinendaten MD21/MD22 ein und aktivieren Sie
diese.
Hinweis
Bei späterer Veränderung der Referenzpunktkoordinate bzw. durch Bezug-
spunkt setzen für den Absolutgeber müssen Sie die Positionswerte der Soft-
wareendschalter neu bestimmen.
Benötigen Sie die Softwareendschalter nicht, müssen in den MD21/MD22
unbedingt die Eingabegrenzwerte -10° bzw. 10? [MSR] eingetragen sein
(Defaultwerte siehe Tabelle 5-5).
Wünschen Sie außer der bereits im Kapitel 7.3.2 eingestellten Offsetkompen-
sation die Funktion der Driftkompensation, so aktivieren Sie diese in den
Maschinendaten (Vergleichen Sie die Beschreibung der Funktion im Kapitel
9.7, Lageregelung).
Bei indirekter Lagemessung (Geber z. B. am Motor) kann durch Spiel an den
mechanischen Übertragungselementen beim Positionieren eine Lageabwei-
chung des nicht in der Meßwertrückführung liegenden zu positionierenden
Maschinenteils (z. B. Bettschlitten) auftreten. In der Regel ”fehlt” ein
Wesstück nach einer Richtungsumkehr. Dieser Losebetrag kann als Mittel-
wert an verschiedenen Achspositionen ermittelt und in den Maschinendaten
MD30 und MD31 eingetragen werden.
Mit Hilfe des nachfolgenden Ablaufdiagramms kónnen Sie die Lose ermit-
teln und die Losekompensation aktivieren.
Positionierbaugruppe FM 354 für Servoantrieb
7-25
In Betrieb nehmen der FM 354
Parametrierung
MD31 - Richtungsbezug der Lose Anfangswert Losebetrag MD30 = 0 (siehe Tab. 7-3)
einstellen
Einstellung
Maschinendaten aktivieren
|
Einstellung
Geschwindigkeitsstufe 1 = 0,1 - Vmax
Geschwindigkeitsstufe 2 = 0,5 - Vmax
Einstellung
Reglerfreigabe = EIN
Anwahl
BA = Schrittmaß relativ
Schrittmaß = 3 DB-Schrittmaße, Wert 3 = z. B. 100 MSR
OVER = 10 % (siehe Tab. 7-2)
Achse starten
Richtung gemäß MD31
|
MeBgerát am zu positionierenden
Maschinenteil nullen Meßgerät z. B. MeBuhr oder
Lasermeßgerät
Achse starten
Richtung entgegen MD31
Ablesen des verfahrenen Weg-
betrages am Meßgerät
Losewert ermitteln: Beachten Sie:
Lose = Schrittmaß — gemessener Weg Bei Wiederholungstest entstehen ggf. bei
Überkompensation negative Losewerte
[ weiterer Test zur Kontrolle bzw. Mit-
ja (___telwertbildungerwünscht?
( weiterer Test an anderer Position zur
Mittelwertbildung erwünscht?
Anwahl
BA = Tippen
Geschwindigkeitsstufe 2
OVER = 100 %
Mittelwertbildung úber alle
Teilergebnisse
…[truncated]